Samsung, SK Hynix und Micron haben ihre Speicherproduktion für 2027 offenbar schon weitgehend verplant. Laut Digitimes sind die vorgesehenen DRAM- und HBM-Kapazitäten der drei großen Anbieter bereits an Kunden verteilt. Das heißt nicht, dass 2027 keine RAM-Kits mehr im Handel liegen. Für PC- und Smartphone-Hersteller dürfte es aber schwieriger werden, an die gewünschten Mengen zu kommen.

KI-Kunden bekommen Vorrang
Der wichtigste Treiber bleibt der KI-Boom. Cloud-Anbieter und Betreiber großer KI-Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Speicher, vor allem HBM für Beschleuniger und Serverplattformen. Genau dort verdienen die Speicherhersteller derzeit besonders gut. Samsung, SK Hynix und Micron haben deshalb ein starkes Interesse daran, möglichst viel Kapazität in Richtung HBM und Server-DRAM zu lenken. Für klassische PC- und Smartphone-Anbieter wird die Lage dadurch schwieriger. Branchenkreise gehen laut Bericht davon aus, dass manche Kunden nur 60 bis 70 Prozent der gewünschten Mengen erhalten.
Verträge ungewöhnlich früh abgeschlossen
Auffällig ist der Zeitpunkt. Die Verhandlungen über die Speichermengen für 2027 sollen bereits ungewöhnlich früh abgeschlossen worden sein. Dazu gehören langfristige Lieferverträge über mehrere Jahre, aber auch Kontingente für kleinere Abnehmer. Teilweise sollen Vorauszahlungen verlangt werden, selbst wenn kein langfristiger Vertrag abgeschlossen wird. Das zeigt, wie stark sich die Verhandlungsposition verschoben hat. Speicherhersteller können ihre Kapazitäten derzeit leichter vergeben als viele Kunden sie einkaufen können.
PC- und Smartphone-Hersteller unter Druck
Für PC-Hersteller kann das mehrere Folgen haben. Günstige Konfigurationen mit viel RAM könnten knapper werden oder teurer ausfallen. Auch Notebooks, Mini-PCs und Komplettsysteme könnten höhere Speicherpreise stärker im Endpreis zeigen. Ähnliches gilt für Smartphones. Wenn Hersteller weniger DRAM-Kontingente erhalten, müssen sie entweder höhere Einkaufspreise akzeptieren, Speicherausstattungen stärker staffeln oder mehr Kosten an Kunden weitergeben. Für Endkunden ist das noch keine konkrete Preisprognose. Klar ist aber: Eine schnelle Rückkehr zu deutlich niedrigeren RAM-Preisen wirkt für 2027 zunehmend unwahrscheinlich.
NAND etwas entspannter als DRAM
Bei NAND-Flash soll die Lage weniger einheitlich sein. Auch hier sind die Jahreskapazitäten von Samsung, Micron und Sandisk laut Bericht bereits vergeben. Bei Kioxia und SK Hynix sollen die Verhandlungen aber noch laufen. Der Markt ist bei NAND breiter aufgestellt als bei DRAM. Dadurch bleibt etwas mehr Spielraum. Trotzdem dürfte auch SSD-Speicher nicht völlig unabhängig von der allgemeinen Nachfrageentwicklung bleiben.
Chinesische Anbieter helfen nur begrenzt
Einige Hersteller versuchen, die Lage über chinesische Speicheranbieter wie CXMT abzufedern. Das kann helfen, Produkte verfügbar zu halten. Einen klaren Preisrutsch sollte man daraus aber nicht automatisch ableiten. CXMT und andere Anbieter können zusätzliche Mengen in den Markt bringen, stehen aber ebenfalls unter hoher Nachfrage. Außerdem fließt ein Teil der Produktion in den chinesischen Binnenmarkt oder zu Herstellern, die sich langfristig Kapazitäten sichern. Für Apple, PC-Hersteller und Modulmarken ist chinesischer Speicher deshalb eher ein zusätzlicher Baustein für Versorgungssicherheit als ein sicherer Preisbrecher.
Ich halte es privat als auch generell marktwirtschaftlich gesehen für ein absolutes Unding. Das da das Kartellamt noch nicht gegen vorgegangen ist, wundert mich sehr. Schließlich benachteiligt es den privaten Kunden am meisten. Die Preise sind einfach völlig überzogen hoch bzw. man kommt kaum noch an Zwischenspeicher heran. Das hat für mich nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun. Hier handelt es sich eher um einen marktwirtschaftlichen Nachteil dem Kunden gegenüber, der unfaire Weise darunter leidet.
Gegen welchen deutschen Chiphersteller soll das Kartellamt denn vorgehen? Dieser zahnlose Tiger ist wie die Bundesregierung beim Benzinpreis: aufmerksam beobachtend: einmal am Tag am Pool die Nachrichten lesen
Das geht durchaus, zeigt die US Kartellbehörde diese verklagt auch Weltweit. Geht alles wenn man nur will, typisch Alman, Hauptsache als erstes ein „geht nicht“ raushauen und dazu ünhöflich mit Gegenfrage Antworten. pisdez
Wenn Speicherhersteller ihre Produkte lieber an KI-Konzerne verkaufen, die bereit sind die aufgerufenen Preise zu zahlen, statt an Privatkunden oder Systemhersteller zu veräußern, ist das tadellos funktionierender Kapitalismus. Hohe Preise und schlechte Verfügbarkeit sind für die Nachfrageseite offensichtlich unerwünscht, aber deswegen nicht illegal. Weder das Bundeskartellamt noch die US-FTC greifen ein, nur weil der Freie Markt sich nicht nach euren persönlichen Wünschen entwickelt. Ein Kartellamt schreitet bei illegalen Preisabsprachen oder Absprachen zur Marktaufteilung ein – nicht, wenn Verträge Jahre im Voraus völlig legal unterschrieben werden. Und nein, auch die US-Behörden verklagen nicht einfach ‚weltweit‘ jeden, der ihnen nicht passt, sondern brauchen wasserdichte Beweise für Rechtsverstöße auf ihrem eigenen Markt. Derartige Kommentare sind bezeichnend für einen Volk das für alles was nicht nach ihrem Gusto läuft nach Papa Staat oder einer seiner Behörden schreit um es für ihn zu richten; sei es auch noch so rechtsfremd. Derartige Subjekte haben wirklich nichts anderes als Sozialismus verdient.
vollkommen richtig.
gepostet mit der Deskmodder.de-App für Android
So ist der Kapitalismus. Die Nachfrage bestimmt den Preis. Ganz einfach.
Gerade ist solchen Krisen sieht man den Nachteil dieses Systems. Alltägliche Dinge können ganz plötzlich innerhalb kurzer Zeit für den Normalbürger unbezahlbar werden. Und vielleicht sogar bleiben. Das könnte nicht nur für Technik eintreten, das ist ja das schlimme.
Zeit sich wieder anderen Dingen zu widmen, oder einfach wenn möglich erst einmal nichts neues mehr kaufen, verbessert die Nachhaltigkeit. Wirklich nötig haben die meisten sowieso kein richtiges Upgrade, da selbst 6-7 Jahre alte CPU’s für das meiste (samt spielen) noch locker ausreichen. Dann stellt man halt die Auflösung etwas runter.
Ich selber habe noch vor Corona ca. alle 2 Jahre aufgerüstet. Nötig war es ganz sicher nicht, wie ich jetzt sehe. Enthusiasten werden das – natürlich – anders sehen. Aber die haben idR das Geld.
Ein Glück habe ich damals mehr gekauft als ich brauchte
Ich hab hier 96GB RAM im System. Vor der Krise habe ich den für 310€ gekauft und dachte damals schon, uff ganz schön teuer. Heute kostet das gleiche RAM Kit um die 2k, wenn es denn überhaupt zu haben ist. Ich bete gefühlt zu allen bekannten Göttern, dass das Kit bloss nie kaputt geht. Ersetzen ist da nicht…
Müssten da die Ökos nicht jubeln: „Juhui, der User rüstet nicht mehr die PCs auf, wo noch 10 Jahre brauchbar sind und nur ein paar Micro-Ruckler drin sind. ^^
Ich selber hab nur was ersetzt im PC, wenn es abgeraucht ist.
oder komplett auf 4 sata ssd umgestellt von den 4 HDs, die HDs dann billig verkauft
Der letzte pc war ein FX8350 und eine AMD-GPU 7770 1 GB-Edition.
Also, ich habe ja meine 8TB externe SSD schon verkauft zum doppelten Preis, den ich ausgab.
Ja, ich weiß, meine interne 4-TB-SSD sollte nicht abrauchen, bevor die Krise wieder weg ist. Hab nicht die billigste gekauft, also sollte sie länger halten. ^.^
Ach, ich habe ja allen zum Spaß gesagt. Ihr könntet auch mit 16 GB spielen, den Rest 5er-RAM teuer verkaufen und wenn die Krise vorbei ist, von dem Geld die dreifache RAM-Menge kaufen. ^^
Es geht hier um Spekulationen an der Börse mit Futures und ihren Derivaten und nicht die auf dem realen Markt dann in einem Jahr tatsächlich verfügbare Ware oder auch nicht.
Haben sich die Spekulanten verzockt müssen sie ihre überteuert erbeuteten Schweinehälften, pardon RAMs trotzdem mit Verlust recht schnell auf den realen Markt bringen um nicht noch mehr Geld zu verlieren.
Das dürfte nach meiner Glaskugel irgendwann 2027 bis 2028 eintreten. Da dürfte es dann überall wegen der verzögerten Realisierung der AI Größenwahn-Datacenter mehr als knirschen.
Den Speicherherstellern kann das dann erst einmal egal sein. Ist ja nicht mehr ihre Ware.
Kommen aber gelagerte Überbestände und Neuproduktion dann gleichzeitig auf den Markt rauschen die Preise genauso rasant zu tief in den Keller wie das derzeit nach oben überschwingt weil alle in der Erwartung noch höherer Preise auch noch zusätzlich bunkern und zurückhalten.
Fast richtig. Aber hier geht es um die Firmen, die sich die Produktionskapazität für die eigene Herstellung von Geräten schon gesichert haben. Keine Leerkäufe oder sonstiges.
Einen Laptop will ich aufrüsten. Vermutlich kaufe ich ein baugleiches Modell gebraucht. Da hätte ich noch ein paar zusätzliche Ersatzteile. Glücklich, wer zwei Ram-Slots hat.
Also ich hatte zuletzt über Ebay 4x DDR3 Ram 32GB Für Laptop ergaunert für 80€ neu – halt aus Chinkongnesien aber 100% IO. es Gibt immer einen Weg.
Ram hatte ich zum Glück genug gekauft, als er noch günstig war, aber die neue Grafikkarte musste ich jetzt einfach kaufen :/