Mit dem GEEKOM IT13 Max hat der Hersteller einen kompakten Mini-PC im Sortiment, der mit leistungsfähiger Hardware und einer ungewöhnlich umfangreichen Anschlussausstattung überzeugen möchte. Mein Testgerät kombiniert einen Intel Core Ultra 9 185H mit 24 GB LPDDR5-Arbeitsspeicher und einer 500 GB großen PCIe-4.0-SSD. GEEKOM hat uns das Testgerät zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf Inhalt und Bewertung.

Technische Daten des GEEKOM IT13 Max
Im Inneren arbeitet der Intel Core Ultra 9 185H. Der Meteor-Lake-Prozessor besitzt insgesamt 16 Kerne und 22 Threads. Dazu gehören sechs Performance-Kerne, acht Effizienzkerne und zwei zusätzliche Low-Power-Effizienzkerne. Die maximale Taktrate liegt bei 5,1 GHz.
Die wichtigsten Daten meines Testgeräts im Überblick:
- Intel Core Ultra 9 185H mit 16 Kernen und 22 Threads
- integrierte Intel-Arc-Grafik
- Intel AI Boost NPU
- 24 GB LPDDR5-6400-Arbeitsspeicher
- 500 GB PCIe-4.0-NVMe-SSD
- WiFi 7 und Bluetooth 5.4
- zweimal 2,5-Gbit-LAN
- zweimal USB 4 und zweimal HDMI 2.0
- Windows 11 Pro vorinstalliert
- Abmessungen von 136 x 132 x 50,1 Millimetern
- drei Jahre Herstellergarantie
Der LPDDR5-Arbeitsspeicher der getesteten 24-GB-Ausführung ist fest verlötet und kann nicht erweitert werden. Die alternativ angebotene Variante mit 16 GB DDR5 und 1 TB SSD besitzt dagegen zwei SO-DIMM-Steckplätze und unterstützt bis zu 96 GB Arbeitsspeicher. Käufer sollten sich deshalb bereits vor der Bestellung überlegen, ob ihnen mehr vorinstallierter RAM oder eine spätere Aufrüstbarkeit wichtiger ist.
Lieferumfang, Design und Verarbeitung
Zum Lieferumfang gehören neben dem Mini-PC ein Netzteil, ein HDMI-Kabel, eine VESA-Halterung sowie die üblichen Unterlagen. Damit lässt sich der IT13 Max bei Bedarf platzsparend hinter einem geeigneten Monitor befestigen. Optisch bleibt GEEKOM seiner bekannten Linie treu. Das Design ist schlicht, professionell und fällt auf dem Schreibtisch nicht unnötig auf. An der Verarbeitung gibt es bei meinem Testgerät nichts auszusetzen. Das Gehäuse wirkt hochwertig, robust und insgesamt sehr sauber gefertigt.

Anschlüsse: Mehr als genug für den Alltag
Bei der Anschlussausstattung spielt der IT13 Max eine seiner größten Stärken aus. Auf der Vorderseite befinden sich vier USB-3.2-Gen-2-Anschlüsse vom Typ A, von denen einer dauerhaft mit Strom versorgt werden kann. Dazu kommen der Einschaltknopf und ein 3.5-mm-Headsetanschluss.
Auf der Rückseite stehen zwei USB 4-Anschlüsse mit bis zu 40 Gbit/s, ein weiterer USB-3.2-Gen-2-Port, ein USB-2.0-Anschluss, zweimal HDMI 2.0 und zwei 2,5-Gbit-LAN-Buchsen zur Verfügung. Seitlich befindet sich außerdem ein SD-4.0-Kartenleser.
Über die beiden HDMI- und USB 4-Ausgänge lassen sich laut Hersteller bis zu vier 4K-Bildschirme gleichzeitig betreiben. Alternativ ist auch eine 8K-Ausgabe möglich. WiFi 7, Bluetooth 5.4 und die beiden schnellen LAN-Anschlüsse runden das Paket ab. Für die meisten Arbeitsplätze dürfte dadurch keine zusätzliche Dockingstation notwendig sein.
CPU-Benchmark unter Linux
Die folgenden Messungen entstanden unter Linux mit sysbench 1.0.20. Der CPU-Test lief jeweils 60 Sekunden lang mit allen 22 verfügbaren Threads und einem Primzahlenlimit von 10.000. Getestet wurden die drei Energieprofile Performance, Ausgeglichen und Energiesparen.
| Energieprofil | Ereignisse pro Sekunde | Ereignisse insgesamt | Durchschnittliche Latenz | Abstand zu Performance |
| Performance | 51.686,69 | 3.101.296 | 0,43 ms | Referenzwert |
| Ausgeglichen | 51.623,85 | 3.097.821 | 0,43 ms | – 0,12 % |
| Energiesparen | 42.984,01 | 2.579.153 | 0,51 ms | – 16,84 % |
Besonders interessant ist der geringe Unterschied zwischen den Profilen Performance und Ausgeglichen. Der Performance-Modus erreicht lediglich rund 0,12 Prozent mehr Ereignisse pro Sekunde. Dieser Unterschied ist im Alltag nicht wahrnehmbar.
Das Profil Ausgeglichen ist deshalb für die meisten Nutzer die sinnvollste Einstellung. Es liefert praktisch die volle CPU-Leistung, ohne den Mini-PC dauerhaft auf maximale Performance festzulegen. Im Energiesparmodus sinkt die gemessene Leistung um knapp 17 Prozent, bleibt für einfache Office-, Browser- und Multimedia-Aufgaben aber weiterhin ausreichend.
Temperaturen und Lautstärke
Im Leerlauf zeigte der CPU-Paketsensor eine Temperatur von 44 Grad. Die einzelnen CPU-Kerne lagen zwischen 37 und 43 Grad. Die NVMe-SSD erreichte zu diesem Zeitpunkt eine Composite-Temperatur von lediglich 32,9 Grad.

Für den CPU-Stresstest wurden mit stress-ng alle 22 Threads für einen 30-minütigen Lauf belastet. An einem dokumentierten Messpunkt zeigte der Paketsensor 85 Grad Celsius. Die einzelnen Kerne lagen dabei zwischen 67 und 84 Grad. Bei einer weiteren kombinierten Belastung mit nahezu vollständiger CPU-Auslastung und gleichzeitiger 8K-Videowiedergabe zeigte der Paketsensor rund 71 Grad. Die meisten Kerne lagen zwischen 64 und 72 Grad, während die SSD mit etwa 36 Grad ausgesprochen kühl blieb.
Die Messwerte sind Momentaufnahmen und keine dauerhaft aufgezeichneten Maximalwerte. Insgesamt zeigte die Kühlung im Test jedoch keine auffälligen Temperaturprobleme. Besonders positiv ist die Geräuschentwicklung: Der Lüfter bleibt im normalen Betrieb angenehm leise und wird auch bei höherer Belastung nicht störend laut. Da keine Messung mit einem Schallpegelmessgerät durchgeführt wurde, handelt es sich hierbei um einen subjektiven Eindruck.
SSD-Benchmark: Solide Zugriffe, aber knapper Speicher
Die SSD wurde mit fio 3.41 und einer 4 GiB großen Testdatei geprüft. Zum Einsatz kam ein zufälliger 4K-Lese- und Schreibmix mit einem Verhältnis von 70 zu 30. Der ausgegebene Lauf verwendete einen synchronen I/O-Mechanismus, wodurch die effektive Warteschlangentiefe auf eins begrenzt wurde.
Dabei erreichte die SSD rund 15.500 Leseoperationen pro Sekunde und eine Bandbreite von 60,5 MiB/s. Beim Schreiben wurden rund 6.636 IOPS beziehungsweise 25,9 MiB/s gemessen. Diese Werte beschreiben einen zufälligen 4K-Zugriff mit niedriger Tiefe und dürfen nicht mit den maximalen sequenziellen Übertragungsraten einer PCIe-4.0-SSD verwechselt werden.

Im Alltag reagiert das System schnell und ohne auffällige Verzögerungen. Trotzdem sind 500 GB Speicher für einen Mini-PC dieser Leistungsklasse knapp bemessen. Wer größere Spiele, virtuelle Maschinen oder umfangreiche Foto- und Videoprojekte lokal speichern möchte, stößt vergleichsweise schnell an die Kapazitätsgrenze.
Die Speicherausstattung lässt sich allerdings erweitern. Neben dem M.2-2280-Steckplatz für PCIe-4.0-NVMe-SSDs steht ein zusätzlicher M.2-2242-Steckplatz für eine SATA-SSD zur Verfügung. Insgesamt unterstützt der IT13 Max laut GEEKOM bis zu 6 TB M.2-Speicher. Trotzdem wäre eine 1-TB-SSD bereits ab Werk die passendere Wahl für die getestete 24-GB-Variante gewesen.
Stärken und Schwächen
Positiv:
- sehr gute Verarbeitung
- kompaktes und unaufdringliches Design
- hohe CPU-Leistung
- im Profil Ausgeglichen nahezu identische Leistung wie im Performance-Modus
- angenehm leiser Lüfter
- umfangreiche USB-A- und USB4-Ausstattung
- zweimal 2,5-Gbit-LAN
- Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4
- Unterstützung für bis zu vier Bildschirme
- insgesamt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Negativ:
- nur 500 GB SSD in der getesteten 24-GB-Ausführung
- Arbeitsspeicher dieser Variante nicht aufrüstbar
- kein USB-C-Anschluss auf der Vorderseite
Fazit: Leiser Mini-PC mit gutem Gesamtpaket
Der GEEKOM IT13 Max ist ein sehr guter Mini-PC für Nutzer, die viel CPU-Leistung, zahlreiche Anschlüsse und eine kompakte Bauform miteinander verbinden möchten. Die Verarbeitung überzeugt vollständig und auch das schlichte Design passt sowohl ins Büro als auch an den heimischen Arbeitsplatz.
Im Linux-Benchmark liefert bereits das Profil Ausgeglichen praktisch die gleiche CPU-Leistung wie der Performance-Modus. Gleichzeitig bleibt der Lüfter selbst bei höherer Belastung angenehm zurückhaltend. Dual-2,5-Gbit-LAN, Wi-Fi 7, zwei USB4-Anschlüsse und die Unterstützung für vier Monitore sorgen für eine vielseitige Ausstattung. Der größte Kritikpunkt bleibt die 500 GB große SSD. Für Office, Entwicklung und klassische Alltagsaufgaben reicht sie aus, bei größeren Medienprojekten, Spielen oder virtuellen Maschinen sollte eine Erweiterung aber von Anfang an eingeplant werden. Auch der fest verlötete Arbeitsspeicher muss bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Wer mit diesen beiden Einschränkungen leben kann oder seine Daten ohnehin auf einem NAS speichert, erhält mit dem GEEKOM IT13 Max ein leistungsfähiges, leises und hervorragend verarbeitetes Gesamtpaket mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Weitere Geräte des Herstellers findet ihr in unserem Vergleich der GEEKOM Mini-PCs. Einen Blick auf das neuere Spitzenmodell bietet außerdem unser Test des GEEKOM IT15.
Falls ihr Interesse am GEEKOM IT13 Max habt, könnt ihr den Mini-PC sowohl direkt im GEEKOM-Onlineshop als auch bei Amazon bestellen. Mit dem Rabattcode DKIT13M8 spart ihr bei beiden Anbietern 8 Prozent. Wenn ihr über unseren Amazon-Link bestellt, unterstützt ihr gleichzeitig unsere Arbeit. Für euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.








„Geekom IT13 Max Mini PC im Test: Stark bei Leistung und Preis, schwach bei der Kühlung“ titelt Notebookcheck.
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https://www.notebookcheck.com/Geekom-IT13-Max-Mini-PC-im-Test-Stark-bei-Leistung-und-Preis-schwach-bei-der-Kuehlung.1359617.0.html
Danke für die Ergänzung. Und schade, dass es so schwierig ist, verlässliche Aussagen zum Thema Kühlung/Geräuschentwicklung zu bekommen.
Hintergrund: Ich bin aktuell an einem (eher leistungsschwächeren) Mini-PC als Home-Server interessiert. Der würde im Wohnzimmer neben dem Router stehen; es ist mir also wichtig, dass er im Idle-Betrieb geräuschlos ist und auch unter Last wirklich sehr leise bleibt.
Auf der anderen Seite habe ich einen für seine Altersklasse sehr leistungsstarken (Xeon-Prozessor) Kompakt-Desktop — ca. 7 Liter Gehäuse-Volumen, wovon knapp die Hälfte das 300-W-Netzteil ist. Der ist im Normalbetrieb kaum hörbar, wird bei Dauer-Vollast aber SEHR laut. Wir reden hier durchaus von Staubssauger-Niveau.
Wenn ich jetzt bei einem noch deutlich kleineren PC einerseits lese, dass er „angenehm leise“ sei, andererseits, dass er entweder die Leistung reduziert oder aber „deutlich hörbar“ (was ich als „laut“ interpretiere) wird — was soll ich denn nun glauben?
Wenn er die Leistung reduziert, läuft / lief er auf Volllast. Da gehen bei jedem Rechner die Lüfter auf Hochtouren. Jonas schreibt von einer höheren Belastung, keine Volllast.
Danke für die Klarstellung. Die gegenteiligen Aussagen der beiden Berichte sind halt schon verwirrend — der eine hebt das geringe Geräusch positiv hervor, der andere sieht das hohe Geräusch als wesentlichen Nachteil…
Bin für meine Zwecke eher an der Klasse „Air 12“ interessiert, der hier vor einiger Zeit mal vorgestellt wurde. Darf ich ganz generell fragen, wie es bei den Mini-PCs denn mit der Lautstärke im Idle-Betrieb aussieht? Hörbar? Nicht hörbar?
15 Watt TDP (Thermal Design Power) Klasse kannst Du ohne Probleme im 1,3 Liter Gehäuse lautlos ohne Lüfter kühlen.
Aktuell Shuttle DS50 Serie, vom Celeron bis zum Core i7, Barebone, beliebig bestückbar.
Leute, wenn ihr hohe Leistung ohne störende Lüftergeräusche haben wollt, dann braucht ihr ein größeres Gehäuse zur Wärmeabfuhr.
Ich hatte bereits den Arctic Senza erwähnt.
Daneben gibt es die NUCs mit passendem Gehäuse, einmal hier mit Akasa Turing:
https://www.quietpc.com/minipcs
Da aktuell UltraNUC Pro 15 Fanless.
NUC 16 Pro wird noch besser, weil dann beide M.2 Slots die Standardgröße 2280 haben.
Oder hier mit eigenem Gehäuse:
https://www.cirrus7.com/produkte/cirrus7-nimbini/
Auch hier warten auf NUC 16 Pro für bessere Anschlüsse.