Die Bundesregierung wirbt erneut für ihre Reformen zum Bürokratieabbau. Ziel ist es, Behördengänge einfacher, digitaler und schneller zu machen. Dazu gehören digitale Anträge, weniger Papierpost und mehr staatliche Dienste per App oder Online-Verfahren. Konkret geht es unter anderem um E-Mails, die formelle Schreiben an Behörden ersetzen können, um die Online-Anmeldung des Wohnsitzes, digitale Anträge für den Personalausweis und eine Wallet-App für wichtige Nachweise.

E-Mails statt formeller Behördenpost
Ein zentraler Punkt betrifft die Kommunikation mit Behörden. Offiziell gültige E-Mails sollen formelle Schreiben per Post ersetzen können. Das würde viele Verfahren vereinfachen, bei denen bislang noch Papier, Unterschrift und postalische Zustellung nötig sind. Gerade im Alltag könnten dadurch Wege und Wartezeiten entfallen. Gleichzeitig muss der Staat dabei sicherstellen, dass Identität, Nachweisbarkeit und Datenschutz zuverlässig geregelt sind.
Wohnsitz und Personalausweis online
Auch klassische Bürgeramtsleistungen sollen stärker digital funktionieren. Die Bundesregierung nennt unter anderem die Möglichkeit, den Wohnsitz einfach online anzumelden. Zudem soll der Personalausweis online beantragt werden können. Das wäre vor allem dann hilfreich, wenn zumindest Teile des Verfahrens ohne persönlichen Termin im Bürgeramt auskommen.
Digitale Brieftasche als App
Ein weiterer Baustein ist die digitale Brieftasche. Sie soll wichtige Nachweise künftig per App verfügbar machen. Damit würde der Staat stärker in Richtung digitaler Identität und mobiler Dokumente gehen. Gemeint ist nicht nur Komfort. Digitale Nachweise können auch andere Online-Dienste vereinfachen, wenn Nutzer sich dort sicher ausweisen oder bestimmte Angaben bestätigen müssen.
Mehr Service, weniger Bürokratie
Die Bundesregierung stellt die Maßnahmen unter das Motto „mehr Service, weniger Bürokratie“. Schritt für Schritt soll der Alltag einfacher und digitaler werden. Entscheidend wird aber die Umsetzung. Viele Digitalprojekte des Staates scheiterten in der Vergangenheit nicht an der Idee, sondern an Zuständigkeiten, Schnittstellen, langsamen Verfahren und uneinheitlicher Umsetzung zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Für Bürger zählt am Ende weniger die Ankündigung als die praktische Nutzbarkeit. Wenn Wohnsitzanmeldung, Ausweisantrag und Behördenkommunikation tatsächlich digital funktionieren, wäre das ein spürbarer Schritt weg vom Papierstaat.
Dazu braucht man dann sicherlich auch die Onlinefunktion des Personalausweis zur Legitimation.
Und an sich auch eine sehr gute Idee, in der Hoffnung, dass da auch viele zu teure Arbeitsplätze abgebaut werden.
Du benötigst die Onlinefunktion des Personalausweis um dich für die BundID zu qualifizieren.
Ohne BundID sind in Deutschland keine digitalen Behördengänge vorgesehen/möglich.
Und mit der BundID wird dann alles schön verknüpft, so dass auch zentral festgestellt werden kann, wer, wann, was, wie und wo gemacht hat…
Wenn das ohne Smartphone und Apps geht, bin ich dabei. Bitte keine solchen halbgaren Dinge wie digitale Brieftasche. Eine Email mit qualifizierter Signatur tuts auch. Ganz ohne ranzige App und Tracking. Die Bundesregierung hätte schon zu Beginn den Perso als Signaturkarte ausgeben können, aber nicht wollen. So verdienen sich die CAs eine goldene Nase an den Zertifikaten. Behörden können heute gar keine verschlüsselten oder signierten Emails empfangen. Sie haben meist noch nicht mals ein Postfach für bestimmte Bereiche, alles landet in der alten Poststelle.
Was nicht mit Browser, Email und qualifizierter Signatur geht ist Müll und sollte niemals in Gebrauch kommen. Bewährte Technik nutzen war noch nie verkehrt.
„Die Bundesregierung hätte schon zu Beginn den Perso als Signaturkarte ausgeben können, aber nicht wollen.“
Genau das tat sie (mit der QES-Funktion des ab 2010 ausgegebenen nPA):
https://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis_(Deutschland)#Qualifizierte_elektronische_Signatur_(QES)
2017 wurde dann allerdings das Signaturgesetz vom eIDAS-Durchführungsgesetz abgelöst…
👍🍌❓ In Namibia haben wir eine App für alles, in Polen und Niederlande haben sie das schon lange gemacht. Deutschland ist immer noch wie Pferdepost mit Amtsbude und Papier. Warum nicht in Hollland einfach das System Abschauen ist dort alles DSGVO konform und fertig ☑️ hier fehlt in der Politik Verstand und Willen für so etwas oder siemwirklich dumm 🤪
Dass die Behörden das nicht können und keine digitalen Postfläche haben ist völliger Quatsch Ich mache das schon seit 2 Jahren Nur noch digital Und auch mit der Krankenkasse mache ich alles noch In Form digitaler Post Wo ist eigentlich dein Problem Und wie willst du denn eine Nachricht schreiben ohne Smartphone oder zumindestens einen Computer Das musst du mir dann mal erklären Den Kommentar ist nur dummes Geschwätz Und wie gesagt ich mache das schon seit Jahren nur noch digital Denn auch auf die Post Ist kein vor dass viele Behördenbriefe sind bei mir gar nicht angekommen Das erkläre mir dann mal wo ich im Nachhinein viel Ärger noch hatte am Hals Dann lieber digital und ich kann es nachlesen ob es angekommen ist oder nicht Und viele mit ihrem dummen Geschwätz über Datenschutz die gehen mir Muß ich der Ehrlichkeit halber sagen und ich drücks mal höflich aus auf den Keks Ich würde gerne was anderes sagen Auch was die mir gehen Von solchen Spinnen kenne ich genug Die auf Facebook ihr ganzes Leben inklusive Fotohausnummer Adresse Telefonnummer berät tratschen und wo und wann sie mit wem Kaffee trinken und ein Stück Kuchen essen Solche Leute reden von Datenschutz Und Regen sich über solche Sachen auf für mich Behinderten Menschen bringen solche Sachen Viele Vorteile das vergessen diese Leute und diese Spinner immer wieder Ich hoffe die werden auch mal so richtig krank und sind froh solche Unterstützung zu haben und nicht jedes Mal zu irgendeinem Amt Rinnen zu müssen und stundenlang anzustehen Ist nämlich nicht Allzu leicht wenn man unzählige Operationen hinter sich hat Geh behindert ist Nicht lange stehen und laufen kann Daran sollte Ihr alle mal denken und nicht immer an euch selber
@Peter: Danke für diesen Beitrag.
Ich kann dieses pauschale und wenig konstruktive Bashing, wie es von Nutzern wie @Untere Schwarze Kanone betrieben wird, nicht mehr nachvollziehen. Der Vergleich Deutschlands mit Namibia oder den Niederlanden zeigt deutlich, dass hier grundlegende Rahmenbedingungen außer Acht gelassen werden. Allein ein Blick auf die Bevölkerungszahlen macht klar, dass solche Vergleiche nur bedingt aussagekräftig sind.
Ich nutze mittlerweile eine Vielzahl öffentlicher und privater Dienstleistungen in Deutschland und habe dabei überwiegend gute Erfahrungen gemacht. Dazu gehören beispielsweise die Rentenversicherung, Krankenversicherung, das Einwohnermeldeamt, die Führerscheinstelle, die Zulassungsstelle, die Zollbehörde, die Justizbehörden und viele weitere Einrichtungen. Vieles funktioniert heute deutlich digitaler und effizienter, als häufig behauptet wird.
Natürlich gibt es Verbesserungsbedarf und nicht jeder Prozess läuft reibungslos. Aber die oft gezeichnete Untergangsstimmung und die pauschale Kritik an Deutschland entsprechen zumindest nicht meinen persönlichen Erfahrungen.
Es gibt natürlich eine Menge Länder, in denen es (noch) schlechter funktioniert als in Deutschland, keine Frage. Und schön für Dich, wenn Deine Erfahrungen so positiv sind. Bei mir ist das leider nicht ganz so.
Anderes Beispiel, außer dem unten aufgeführten: Eine simple und eindeutige Steuersache. Muss man jetzt online machen. Ok. Dazu brauche ich nun aber zusätzlich die Bestätigung eines anderen Amtes. War früher nicht nötig. Kann ich auch online beantragen, wurde ein paar Tage später (auf Papier, zum Einscannen…) zugeschickt — kostet mich aber 20 Euro, die es früher nicht brauchte.
Die einzureichenden Belege sind PDFs. Keine Scans, nicht verschlüsselt, genormt, maschinenlesbar. Warum muss ich trotzdem die ganzen Daten noch einmal eintippen? Und: Die Angelegenheit ist wirklich eindeutig und simpel. Warum bekomme ich nicht sofort einen Bescheid, sondern muss weiterhin Monate oder Jahre darauf warten (eingereicht im November 2025)?
Und weil wir gerade beim Thema sind: Mein letzter Einkommenssteuerbescheid ist der für 2021. Es sind aktuell also vier (!) Steuererklärungen von mir in Bearbeitung…
Vor vielen Jahren habe ich mal in den USA eine Steuererklärung machen müssen. Bin auf‘s Amt, habe die Dokumente eingereicht und 10 Minuten später direkt vor Ort ganz analog den Bescheid bekommen. Den offenen Betrag konnte ich grade per Kreditkarte bezahlen. Thema erledigt. (Ich weiß natürlich nicht, ob das dort immer noch so funktioniert.)
Da bin ich jetzt mal ein Klugscheißer und sage: Lieber Peter, ein gewisses Maß an Satzanfang, Kommas und Satzende hilft beim Lesen.
Vielen Dank.
Naja, es hat sich in den letzten Jahren schon viel getan, aber was bemerkenswert ist, dass immer mehr Personal im Öffentlichen Dienst eingestellt wurde, obwohl viele Dinge bereits online laufen. Ich wohne in einer Großstadt, da läuft schon vieles.
Der Kern der Sache ist nicht nur die Umstellung auf elektronische Eingaben, aber vor allem die Bürokratie und die Aroganz von Behörden (auch Beamten), die in der Zeit hängen blieben.
Deutschland ist sicher nicht mehr Maß der Dinge und dies manifestiert sich eben an allen Ecken und Kanten.
Ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben, einscannen und per E-Mail versenden, wie ich es letztens für meine Nachbarin gemacht habe, da sie kein Drucker hat.
… und ja, man konnte nicht das 6-seitige Formular am PC ausfüllen.
gepostet mit der Deskmodder.de-App für Android
Bürgeramt Leistungen
Ist ja nur eine Institution…..
Dann geht die unweigerlich Frage nach Software und entsprechendem BS wieder los.
Schulung der „noch“ anwesenden Beamten und deren „Nachfolger“
Bundesregierung – Denkt nur nur für 4 Jahre „Legislaturperiode“
Gemäß: Wie überstehen wir das einigermaßen…..
In diesem Sinne viel Glück mit der „Opposition“
>> Für Bürger zählt am Ende weniger die Ankündigung als die praktische Nutzbarkeit.
Und eben daran hapert es in der Praxis. Beispiel: Ausstellung eines Internationalen Führerscheins.
Antrag ist online möglich. Gut. Zusendung des Führerscheins erfolgt aber (a) per Einschreiben, (b) ausschliesslich an meine eigene Adresse, (c) ohne dass man mir auch nur ungefähr sagen kann, wie lange es dauert. Da ich häufig aus beruflichen Gründen mehrere Wochen oder gar Monate von zu Hause weg bin, könnte das Dokument so mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht zugestellt werden.
Also wie gehabt Besuch vor Ort. Da muss man nun aber vorher online einen Termin vereinbaren, und die möglichen Termine sind auf Wochen hinaus ausgebucht.
Früher: Schauen, wann das Amt offen hat, und wenn’s gerade mal passt, vorbeifahren. Ja, da musste man dann mal ‘ne halbe Stunde warten, bis man dran war, aber das ist jetzt ja auch nicht anders: Um den mühsam errungenen Termin auf keinen Fall zu verpassen, fährt man sicherheitshalber so früh los, dass man dann ‘ne halbe Stunde vor dem Amt herumsteht. Und alleine für die Abklärungen, wie ich das Ding denn nun bekommen kann, habe ich mindestens eine Stunde gebraucht.
🤣💤💁♂️ Der Kollege macht kein Bashing es ist ein Fakt —
Wir haben BundID, BayernID, jedes Bundesland hat sein eigenes System… und hier ist das alte Deutsche Problem Das uns bei vielen Themen auf die Füße fällt Innere Sicherheit,Bürgerwesen , Verwaltung, Ansätze sind da jetzt soll die Bundeswallet kommen genknüpft an ein E Wallet Android und IOS.
Arroganz, Überheblichkeit, und wir haben Dinge verlernt neu zu Denken Das ist der Deutsche Michel von Heute… leider ein Fakt
Schwachsinn.
Meine gemachte Erfahrung in Sachen Kommunkation per Email führt immer zu der Feststellung, dass „e mehr „Datenschutz“ eingebaut wird, die Anwendungen als solche für den Bürger teilweise technisch sehr „sperrig“ werden und damit anwenderunfrreundlich. Am PC benutze ich durchaus ELSTER (mit Ausweislesegerät) – trotz vorhandenen Zertifikat (geht da einfach besser), Bayern-ID habe ich auch. Die “ de-Mails“ wurden ja providermäßig abgeschafft. Wie gesagt: Am PC hat man häufig Möglichkeiten – hängt auch stark von der eigenen Kommune ab. Bei Verwendung des Handy – obwohl technisch normal schnell – kommt bei Krankenkassen die Sitation , dass man 3 verschiedne Apps braucht, damit eine davon „datenschutzgerecht weiterschaltet“ – und das hakt, Eine generell gemachte Erfahrung am Handy: Eine WLAN-Verbindung verhindert häufig die Erkennung – bei reiner Verbindung über Mobilfunk funktioniert es dann meist doch.
„Das Internet steckt noch in Kinderschuhen“
Wieso ist dieser Spruch bei Behörden selbst mit Zwangstermin noch so alltäglich…..
Gibt es nicht noch andere Länder, die das schon längst praktizieren?
„Ja, die Zeitenwende“ – EU weiter Datenaustausch….
Wenn sowas Pflicht wäre, dann dürfte wohl klar sein, das der Staat dem Bürger eine Art Diensttelefon oder PC zur Verfügung stellen müsste, für das er dann in allem Umfängen die Haftung übernehmen muss. Also Account, Updates, Konfigurationen usw. und der Bürger sonst faktisch dafür keine weiteren Dinge verantwortlich wäre. Alles andere wäre Bauernfängerei und illegal, wenn man als Bürger staatliche (Zwangs) Behördengänge nur machen könnte, wenn man mit Google oder Apple einen Zwangsvertrag eingehen müsste mit Klarnamen und faktisch deren Betriebssystem nutzen muß etc. und noch selber für evtl. Sicherheitslücken und Phishing auf diesen IT Gerät verantwortlich wäre. Ich denke mal im Hintergrund ist denen das bewusst, dewesgen wird es erstmal optional bleiben oder durch andere Tricks umgesetzt. Hier geht es ansich um Haftung und Amts/Beurkundungrichtlinien, der bisher eben nur mit Papier,Siegel und Unterschrift gültig sind, ich hoffe das bleibt auch so.