Roborock Qrevo S Pro im Test: Back to the roots

Der Hersteller Roborock hat sich auf dem Markt der Haushaltsrobotik längst von der Speerspitze für experimentelle Flaggschiffe zu einem breiten Anbieter entwickelt. Während die absolute Premium-Klasse (wie die S- oder Saros-Serie) regelmäßig mit neuen, teils komplexen Mechaniken wie ausfahrbaren Armen experimentiert, setzt Roborock in der Qrevo-Reihe auf ein anderes Konzept: bewährte Features zu einem deutlich attraktiveren Preis-Leistungs-Verhältnis in die Mittelklasse zu bringen. Das Ziel ist hier eine solide, unaufgeregte Automatisierung, die ohne technologischen Schnickschnack auskommt.

Mit dem Roborock Qrevo S Pro steht nun das neueste Modell dieser Reihe auf unserem Prüfstand. Die Qrevo-Serie ist bekannt für ihre Kombination aus rotierenden Wischern und einer autarken Dockingstation. Beim „S Pro“ schickt der Hersteller eine gezielte Evolution ins Rennen, die mit funktionalen Upgrades die Lücke nach oben schließen soll. In diesem Testbericht untersuchen wir, ob die Neuerungen ausreichen, um sich gegen die Konkurrenz und die eigenen Vorgänger zu behaupten.

Da uns das Gerät für diesen Test zur Verfügung gestellt wurde, ist dieser Testbericht offiziell als Werbung gekennzeichnet. Meine Berichterstattung und die Bewertung der Testergebnisse bleiben davon jedoch vollkommen unbeeinflusst und spiegeln meine unabhängige Meinung wider.

Wie gewohnt, werde ich den Testbericht in mehrere Absätze einteilen.

  1. Technische Daten
  2. Verpackung und Design
  3. Vorbereitung und Aufbau
  4. Eindruck und Reinigung
  5. Wartung/Säubern
  6. Fazit & Preis

Technische Daten

Ein Blick auf das Datenblatt verrät, dass Roborock beim Qrevo S Pro ein Performance-Upgrade spendiert hat. Das markanteste Merkmal ist die enorme Steigerung der Saugkraft auf stolze 18.500 Pa. Dies ist ein drastischer Sprung im Vergleich zu den 8.000 Pa des direkten Vorgängers (QV35A). Damit positioniert sich das Gerät leistungstechnisch deutlich über älteren Flaggschiffen. Gleichzeitig hält Roborock damit jedoch einen respektablen Abstand zum aktuellen hauseigenen Spitzenmodell, dem Saros Z70, welches satte 22.000 Pa mobilisiert. Der Blick auf den Gesamtmarkt zeigt zudem, wohin die Reise im Premium-Segment aktuell geht: Andere Hersteller kratzen mittlerweile an der Spitze bereits an Werten von bis zu 30.000 Pa oder geben diese offiziell an. Für die Preisklasse des Qrevo S Pro ist der gebotene Wert jedoch völlig ausreichend.

Die wichtigsten Spezifikationen im Detail:

  • Saugleistung: 18.500 Pa (HyperForce-Saugkraft)
  • Wischsystem: Zwei rotierende Wischpads (200 U/min) mit aktiver Wasserzufuhr über einen internen 80 ml Wassertank.
  • Teppich-Features: Automatische Teppicherkennung für Saugen und Wischen sowie eine anhebbare Wischeinheit (10 mm Mopp-Hebehöhe) bei Teppichkontakt.
  • Kapazitäten: Integrierter Staubbehälter mit 330 ml Volumen.
  • Einsatzbereich: Optimiert für Hartböden, Teppichböden, Haushalte mit Haustieren (viele Haare) und Flächen weit über 100 qm.
  • Hauptnavigation: LDS (Laserdistanzsensoren / PreciSense-LiDAR) für eine präzise 360°-Echtzeitkartierung.
  • Hindernisvermeidung: Reactive Tech basierend auf Kamera und strukturiertem Licht sowie integrierter Schmutzerkennung zur dynamischen Anpassung der Reinigung.
  • Akkukapazität: 5.200 mAh
  • Max. Saugdauer: Bis zu 180 Minuten kontinuierliche Reinigung
  • Max. Ladedauer: Ca. 240 Minuten bis zur vollständigen Ladung
  • All-in-One-Wartung: Automatische Staubabsaugung und automatische (kalte) Wassertankbefüllung des Roboters.
  • Moppreinigung: Integrierte Heißwasser-Moppreinigung bei 75 °C sowie anschließende Mopptrocknung mit Warmluft.
  • Tankvolumina der Station:
    • Frischwassertank: 4.000 ml
    • Abwassertank: 3.500 ml
  • Staubbeutel/-behälter: 2.700 ml
  • Smarte Funktionen: Voller App-Support mit Verwaltung mehrerer Karten, virtuellen Grenzen (No-Go-Zones), virtueller Raumeinteilung und 3D-Kartenansicht.
  • Konnektivität: Bereit für den modernen Smart-Home-Standard Matter.
  • Sprachassistenten: Kompatibel mit Amazon Alexa, Google Assistant und Siri.
  • Erscheinungsdatum: April 2026 (04/2026)
  • Maße Saugroboter (L/B/H): 35,0 x 35,3 x 9,65 cm
  • Maße Reinigungsstation (B/T/H): 34,0 x 48,7 x 51,9 cm

Verpackung und Design

Bereits beim Auspacken des Roborock Qrevo S Pro wird die strategische Einordnung in die gehobene Mittelklasse deutlich. Während Hersteller im absoluten Premium-Segment ihre Kunden oft mit einem üppigen Zubehörpaket aus Ersatz-Seitenbürsten, zusätzlichen Filtern oder Reinigungsmitteln empfangen, beschränkt sich Roborock hier pragmatisch auf das notwendige Kernzubehör für den direkten Start.

Im stabilen Karton befinden sich neben dem Saug- und Wischroboter selbst:

  • Die All-in-One-Reinigungsstation

  • Eine passende Auffahrrampe für die Station

  • Das Netzkabel

  • Der bereits installierte Staubbeutel in der Station sowie die beiden rotierenden Wischmopps

Zusätzliches Zubehör sucht man im Lieferumfang vergeblich; diese müssen bei Bedarf nachgekauft werden. Das schont im Gegenzug die Anschaffungskosten, zwingt jedoch dazu, rechtzeitig für Ersatz zu sorgen.

Optisch bleibt Roborock seiner bewährten Designlinie treu. Der Roboter setzt auf die klassische, kreisrunde Formsprache. Ein großes Plus im Alltag ist das gewählte Oberflächenfinish: Roborock spendiert dem Gehäuse – egal ob in Schwarz oder Weiß – ein weitgehend mattes Finish. Dies erweist sich im Reinigungsalltag als äußerst dankbar, da es im Gegensatz zu Hochglanz-Oberflächen unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist und auch feine Staubpartikel optisch besser kaschiert.

Bei den Abmessungen misst der Roboter in der Höhe 9,65 cm. Damit bewegt er sich im typischen Mittelfeld für Geräte mit laserbasierter Navigation (LDS-Turm). Er unterfährt damit die meisten Standard-Sofas und Betten problemlos. Wer allerdings extrem tief liegende Möbel besitzt, sieht im direkten Marktvergleich, wo die technische Reise hingeht: Das flache Premium-Modell Saros Z70 setzt hier mit einer Bauhöhe von gerade einmal 7,98 cm eine neue Benchmark.

Die Materialauswahl besteht erwartungsgemäß größtenteils aus robustem Kunststoff. Die Verarbeitung ist solide und präzise gefügt, sodass im Betrieb nichts klappert oder instabil wirkt. Dennoch lässt sich im direkten haptischen Vergleich zu aktuellen High-End-Modellen der Konkurrenz feststellen, dass dort an einigen Stellen noch etwas massivere oder optisch edlere Materialakzente gesetzt werden. Für die Funktionalität im Alltag ist die Materialwahl des Qrevo S Pro jedoch keineswegs ein Nachteil.

Vorbereitung & Aufbau

Der Einstieg mit dem Roborock Qrevo S Pro gestaltet sich unkompliziert und ist in wenigen Handgriffen erledigt. Sobald die Station an ihrem endgültigen Platz positioniert und die Auffahrrampe eingeklickt ist, wird das System betriebsbereit gemacht. Am Roboter selbst müssen lediglich die beiden magnetischen Wischmopp-Module auf der Unterseite fixiert werden, was durch einen einfachen Klickmechanismus geschieht.

Anschließend wird der Frischwassertank der Station entnommen. Dieser fasst üppige 4 Liter und wird bis zur Markierung mit normalem Leitungswasser befüllt. Nach dem Einsetzen des Tanks und dem Anschließen des Netzkabels ist die Hardware-Basis einsatzbereit. Beim Befüllen des Wassertanks fällt ein Detail auf, das im aktuellen Markt durchaus eine Erwähnung wert ist: Roborock sieht beim Qrevo S Pro keine automatische Reinigungsmittel-Dosierung vor. Während einige Mitbewerber selbst in der Mittelklasse mittlerweile auf kleine, integrierte Kartuschen oder automatische Zudosierungen in der Station setzen, muss hier bei Bedarf manuell im Tank dosiert werden. Auch in dieser Preisklasse wäre ein solches Feature ein gern gesehener Komfortfaktor gewesen, um den Wartungsaufwand im Alltag noch weiter zu reduzieren. Wer also nicht nur mit reinem Wasser wischen möchte, muss das passende Reinigungskonzentrat weiterhin händisch in den Frischwassertank geben.

Der digitale Part der Inbetriebnahme wird vollständig über die Roborock-App gesteuert. Wer bereits ein Gerät des Herstellers besitzt, findet sich sofort zurecht, aber auch Neueinsteiger werden visuell gut durch den Prozess geleitet.

Der Roboter wird über das Plus-Symbol in der App hinzugefügt und per QR-Code, der sich unter der Haube des Geräts befindet, schnell erkannt. Für die Kopplung und die spätere Steuerung von unterwegs ist die Einbindung in das heimische WLAN-Netzwerk notwendig. Hierbei ist zu beachten, dass das System – wie in dieser Geräteklasse üblich – zwingend eine 2,4-GHz-Frequenz voraussetzt.

Wer sich heutzutage für einen Saug- und Wischroboter entscheidet, muss sich im Klaren darüber sein, dass die Inbetriebnahme und der volle Funktionsumfang untrennbar mit einem App- und Cloud-Zwang verbunden sind. Ein autarker Betrieb komplett ohne Internetverbindung oder Benutzerkonto ist heutzutage bei fast allen namhaften Herstellern nicht mehr vorgesehen. Zwar lassen sich grundlegende Funktionen wie der Start einer einfachen Reinigung theoretisch noch über die physischen Tasten am Roboter selbst auslösen, für Kernfeatures wie die detaillierte Raumaufteilung, das Einrichten von Sperrzonen, Firmware-Updates oder die Zeitplanung ist die herstellereigene App jedoch zwingend erforderlich. Die Steuerung basiert dabei auf einer permanenten Kommunikation über die Server des Herstellers. Das hat den Vorteil, dass der Roboter von überall auf der Welt – auch von unterwegs aus dem Mobilfunknetz – überwacht und gestartet werden kann. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass sensible Informationen über die eigenen vier Wände, wie die exakten Grundrisse der Wohnung und Nutzungsstatistiken, digital verarbeitet werden.

Ein wesentlicher Vorteil des Qrevo S Pro in puncto Privatsphäre ergibt sich aus seiner technischen Ausstattung: Im Gegensatz zu einigen teureren Flaggschiff-Modellen arbeitet die Hindernisvermeidung dieses Modells nicht mit einer klassischen, optischen Kamera, sondern mit strukturiertem Licht und Infrarot-Sensoren. Da das Gerät somit keine realen Fotos oder Videoaufnahmen von Hindernissen oder Wohnräumen anfertigt, ist die Sorge vor ungewollten Einblicken oder der Speicherung von Bildmaterial in der Cloud von vornherein eliminiert.

Ist die Verbindung stabil, fordert die App dazu auf, die erste Kartierungsfahrt zu starten. Hierbei zeigt sich die Stärke der LiDAR-Navigation: Der Qrevo S Pro reinigt bei dieser Fahrt noch nicht, sondern fährt die Räume lediglich zügig ab, um die Wände und festen Hindernisse per Laserdistanzmessung zu erfassen. Für eine durchschnittliche Wohnfläche von etwa 90 Quadratmetern benötigt der Roboter für diesen Vorgang rund 10 Minuten. Auf dem Smartphone lässt sich in Echtzeit beobachten, wie sich die Linien der Räume Stück für Stück zusammensetzen und die Wohnung digital abgebildet wird.

Nach Abschluss der Erkennungsfahrt versucht die Software, die Wohnung automatisch in logische Bereiche wie Flur, Küche, Wohn- und Schlafzimmer aufzuteilen. Hier zeigt sich, dass die Automatik zwar eine brauchbare Grundlage liefert, in meiner Wohnung jedoch drei Räume fälschlicherweise zu einem einzigen großen Bereich zusammengefügt hat. Dieses Problem tritt in der Praxis häufiger auf: Vor allem offene Übergänge – beispielsweise zwischen einem Flur und dem angrenzenden Wohnbereich oder bei offenen Küchenkonzepten – werden von den Algorithmen oft als ein zusammenhängender Raum interpretiert.

An dieser Stelle kommt der Editor der App ins Spiel, um die Struktur geradezurücken. Die Software bietet Werkzeuge, um die Karte manuell nachzubearbeiten. Räume lassen sich mit wenigen Berührungen auf dem Bildschirm trennen, zusammenfügen oder individuell benennen. Auch das Einzeichnen von virtuellen Sperrzonen (No-Go-Areas) oder unsichtbaren Wänden, die der Roboter bei seinen zukünftigen Reinigungsfahrten meiden soll, lässt sich hier konfigurieren.

Nachdem die Karte bereit ist und der Roboter wieder in seiner Ladestation steht, kann die erste Reinigung erfolgen.

Eindruck & Reinigung

Im Alltag liefert der Roborock Qrevo S Pro auf Hartböden ein solides Ergebnis ab. Das gilt für Fliesen, Parkett und Laminat gleichermaßen. Das System nutzt zwei rotierende Wischpads. Diese drehen sich 200-mal pro Minute und bauen einen spürbar/sichtbar guten Druck auf den Boden auf. Zudem arbeitet der Roboter auf Wunsch sehr nass, was das Lösen von Schmutz erleichtern soll. Alltägliche Verschmutzungen wie leicht angetrocknete Kaffeeflecken entfernt er im Test zuverlässig.

Da ich gerne mit den Funktionen der Hersteller experimentiere, haben wir für den Test den sogenannten AI-Plan als Reinigungsmethode gewählt. In diesem Modus entscheidet der Roboter über seine Schmutzerkennung selbstständig, wie stark er saugen und wie intensiv er wischen muss. Wer die volle Kontrolle behalten möchte, kann dies in der App flexibel umstellen. Dort lässt sich definieren, ob er nur saugen, nur wischen oder für ein besseres Ergebnis erst saugen und danach wischen soll. Ein typisches Merkmal dieser Preisklasse: Der Roboter nimmt seine Wischmopps physisch immer mit auf die Fahrt und kann sie in der Station nicht automatisch ablegen, wie es manche Oberklasse-Modelle tun.

Allerdings zeigt sich hier jedoch ein klarer Unterschied zu teuren Flaggschiffen wie der Saros-Serie oder bei anderen Herstellern. Dem Qrevo S Pro fehlt ein ausfahrbarer Wischerarm. Die Mopps sitzen starr unter dem Gehäuse. Dadurch bleibt an Wänden, Möbeln und in Ecken ein etwa 0,5 Zentimeter breiter Streifen ungewischt. Topmodelle schwenken hier einen Mopp aus und wischen randlos. Bei der Qrevo-Mittelklasse muss man in den Ecken ab und zu manuell nachwischen. Was man aber durchaus sowieso mal machen sollte 😉.

Saugleistung und Teppiche

Auf dem Papier bietet das Gerät eine Saugkraft von 18.500 Pa. Auf Hartböden holt der Roboter damit auch Schmutz aus tieferen Fugen – allerdings auch hier ohne ausfahrbare Seitenbürste. Diese ist, wie die Mopps, starr am Gerät. Auf hohen Teppichböden sieht das etwas anders aus. Trotz der hohen Pascal-Zahl bleiben tiefer sitzende Haare manchmal in den Fasern zurück. Hier merkt man die einfache Walzenbürste auf der Unterseite. Teure Modelle nutzen oft zwei gegenläufige Bürsten. Diese kämmen Haare deutlich effektiver aus dem Teppich. Sehr gut funktioniert dagegen die Teppicherkennung: Sobald der Qrevo S Pro auf Teppich fährt, hebt er seine Wischpads um 10 Millimeter an. Der Teppich bleibt trocken und der Roboter schaltet sofort auf maximale Saugkraft.

Die Navigation läuft über zwei Systeme. Für die Raumkarte und die Fahrbahnen ist der Laserturm (LiDAR) zuständig. Er arbeitet auch im Dunkeln präzise. Für Hindernisse auf dem Boden nutzt der Roboter die Reactive Tech-Technologie. Große Objekte wie Stuhlbeine oder Schuhe erkennt das System gut. Der Roboter umfährt sie sauber, ohne sie wegzuschieben. Da das Modell aus Kostengründen keine Kamera besitzt, übersieht es sehr flache Gegenstände. Herumliegende Ladekabel, Socken oder flaches Spielzeug werden im Alltag überrollt. Vor dem Reinigen sollte man den Boden also kurz von Kleinteilen befreien.

Wartung & Säubern

Das Herzstück des Systems ist die multifunktionale Dockingstation. Hier hat Roborock im Vergleich zum Vorgänger (QV35A) ein massives Upgrade verbaut: Die Wischmopps werden nun mit 75 °C heißem Wasser gereinigt. Das ist ein deutlicher Sprung nach vorn, da der Vorgänger die Pads lediglich mit kaltem Wasser durchgespült hat. Die hohe Temperatur sorgt im Alltag dafür, dass Fette, Öle und hartnäckiger Schmutz wesentlich hygienischer aus den Fasern gelöst werden. Nach dem Waschen folgt die Trocknung. Die Station bläst 45 °C warme Luft an die Pads. Das verhindert effektiv unangenehme Gerüche und die Bildung von Schimmel.

Die Reinigung der Station selbst ist sehr komfortabel gelöst. Die Bodengruppe besitzt einen abnehmbaren Sockel. Man kann diesen einfach herausnehmen und Verschmutzungen oder Flusen direkt unter fließendem Wasser abspülen – auch das erleichtert die Pflege im Vergleich zur fest verbauten Wanne des älteren Modells spürbar. Beim Thema Staubabsaugung bietet das System viel Selbstständigkeit. Der integrierte Staubbeutel in der Station fasst 2,7 Liter. Laut Hersteller reicht dieses Volumen aus, um den Roboter bis zu 65 Tage lang ohne Beutelwechsel automatisch zu entleeren. Das spart im Alltag viel Handarbeit. Trotz der hohen Automatisierung gibt es zwei Punkte, die man selbst im Blick behalten muss. Da der Station – wie anfangs erwähnt – eine automatische Dosierung für Reinigungsmittel fehlt, muss das Konzentrat bei jeder neuen Befüllung per Hand in den Frischwassertank gegeben werden. Zudem sollte der 3,5-Liter-Abwassertank regelmäßig nach der Reinigung geleert und kurz ausgespült werden.

Fazit

Der Roborock Qrevo S Pro erweist sich im Test als eine sehr solide und ehrliche Weiterentwicklung. Roborock verzichtet hier ganz bewusst auf die teils experimentellen Spielereien der aktuellen Flaggschiffe. Es gibt keine ausfahrbaren mechanischen Wischerarme, keine Hebebühnen für das gesamte Fahrwerk und keine Kameras. Stattdessen konzentriert sich das Gerät auf die absolute Basis der automatisierten Bodenpflege – und die funktioniert sehr gut. Die Saugleistung von 18.500 Pa sorgt auf Hartböden für eindrucksvolle Ergebnisse. Das Wischsystem baut einen guten Druck auf, arbeitet angenehm nass und wird dank des massiven Stations-Upgrades mit 75 °C heißem Wasser auch hygienisch gereinigt. Wer eine Wohnung mit viel Hartboden besitzt und ein unkompliziertes System sucht, das einfach verlässlich seine Bahnen zieht, bekommt hier genau das geliefert.

Natürlich hinterlässt der Verzicht auf teuren „Schnickschnack“ im Alltag auch Spuren. Neben dem starr verbauten Wischsystem betrifft dies auch die Trockenreinigung: Dem Qrevo S Pro fehlt eine ausfahrbare Seitenbürste, wie man sie mittlerweile bei einigen Modellen findet. In tiefen Ecken bleibt beim Saugen also konstruktionsbedingt etwas Staub liegen. Zudem müssen Socken und Ladekabel wegen der fehlenden Kamera vorab per Hand weggeräumt werden. Auch das Fehlen einer automatischen Reinigungsmittel-Dosierung oder die Tatsache, dass die Mopps für reine Saugtouren nicht in der Station abgelegt werden können, zeigt die Grenze zur Oberklasse auf. Das sind jedoch allesamt Punkte, die man in dieser Preisklasse absolut verschmerzen kann.

Betrachtet man das aktuelle Marktgefüge, ist der Qrevo S Pro ohnehin schon ein faires Angebot in der Mittelklasse. Richtig spannend wird es jedoch mit Blick auf den anstehenden Amazon Prime Day (23.06. – 26.06.2026). Der reduzierte Aktionspreis ist bereits jetzt schon verfügbar. Man bekommst das Gerät inklusive zwei zusätzlichen Staubbeuteln aktuell für 399 Euro. Für diesen Preis ist der Roborock Qrevo S Pro ein absoluter Preis-Leistungs-Kracher. Wer einen ausgereiften Saug- und Wischroboter sucht, der auf unnötige Spielereien verzichtet, aber bei der Reinigungsleistung und der Hygiene der Station keine (großen) Kompromisse eingeht, kann bei diesem Angebot bedenkenlos zuschlagen.

Hier geht es zum Amazon-Angebot.

Roborock Qrevo S Pro im Test: Back to the roots
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