Mit Ubuntu 26.04 LTS zieht Canonical die Anforderungen für den Desktop spürbar an. Statt wie bisher 4 GB empfiehlt man künftig 6 GB Arbeitsspeicher. Das ist kein kleiner Schritt, sondern ein klares Signal, wohin sich die Distribution entwickelt. Interessant ist dabei der Vergleich mit Windows 11. Dort stehen offiziell weiterhin 4 GB im Datenblatt. Ubuntu liegt damit erstmals darüber – zumindest, wenn man den Herstellerangaben folgt.

Ein kurzer Blick zurück
Wer sich erinnert, weiß: Ubuntu war einmal deutlich genügsamer. Die erste Version aus dem Jahr 2004 lief mit 128 MB RAM, empfohlen waren damals 256 MB. Zehn Jahre später reichte 1 GB für einen brauchbaren Desktop, mit Ubuntu 18.04 wurden daraus dann 4 GB. Die jetzige Anpassung wirkt vor diesem Hintergrund wenig überraschend. Die Anforderungen steigen nicht plötzlich, sondern kontinuierlich – nur fällt der Sprung diesmal etwas deutlicher aus.
Empfehlung heißt nicht Realität
Man sollte die Zahlen allerdings nicht überbewerten. Diese offiziellen Angaben sind eher eine grobe Orientierung als eine echte Praxisempfehlung. Wer heute mit einem Desktop arbeitet, landet schnell deutlich darüber. Gerade Browser, mehrere offene Anwendungen und moderne Oberflächen fressen Speicher. In der Realität sind 8 GB längst die sinnvollere Unterkante – unabhängig davon, ob Ubuntu oder Windows läuft.
Server bleibt außen vor
Für die Server-Variante ändert sich dagegen nichts. Hier bleibt Ubuntu weiterhin sparsam unterwegs. Rund 1,5 GB RAM und wenige Gigabyte Speicher reichen aus, um ein System aufzusetzen. Das zeigt recht deutlich, wo der Unterschied liegt. Nicht Linux an sich wird schwerer, sondern vor allem der Desktop mit all seinen Komfortfunktionen.
Es Kommt doch auf das Desktop Environment an, was das Ubuntu als Minimum braucht. Es gibt Ressourcen schonendes wie XFCE.
Auch der „normal“ Gnome-Desktop braucht gerade mal ca. 1,6 bis 1,8 GB Ram im Idle-Zustand.
Ist alles „mit einer Prise Salz“ zu nehmen.
Oh, es ist überhaupt noch kein offizielles LTS-Release sondern nur Daily Build.
Wir beziehen uns auf die oben verlinkten Release-Notes. Nicht mehr, nicht weniger.
Ubuntu Desktop 26.04 LTS requires a 2 GHz dual-core processor or better, a minimum of 6 GB RAM and 25 GB of free storage space for a comfortable experience.
Aber nicht nur RAm, auch die Anforderungen an die CPU wurden erhöht und übertreffen nun Windows 11 😅
Also Ubuntu hat in Sachen RAM und CPU höhere Anforderungen als Windows 11 – das ist ja für die Ubuntu Welt wieder eine gute Werbung
Bin gespannt, ob das Ding auf meinem Test-Oldie-Laptop läuft. 4 GB Ram, und 1,7 GHz Dual-/Quad-Core.
Hab da aber eigentlich keine großen Sorgen. Wenn 25.10 läuft, dann läuft sicher auch 26.04. Es sei denn es ist buggig, wie Linux halt immer buggig ist…
meiner Meinung nach bewegt sich Linux bzw. deren Desktops in die falsche Richtung.
Zumindest wenn die im Beitrag gemachten Aussagen sich auf alle Ubuntu Varianten beziehen.
Da gibt/gab es ja auch mal genügsame Varianten (XFCE etc.).
Aber KDE und GNOME sind mittlerweile ziemlich aufgebläht.
Das „Schöne“ bei LINUX-Desktops ist doch, daß ich mir – genügend SSD/NVMe-Speicherplatz vorausgesetzt – alle möglichen Desktops installieren und mir dann den für mich „richtigen“ zum Betreiben heraussuchen kann, während ich die Nichtgewünschten wieder aus dem System entfernen kann ->
https://de.wikipedia.org/wiki/Desktop-Umgebung
Eine kleine Einschränkung sehe ich hier nur in WAYLAND, bzw. dessen Implementierung in gerade ressourcenschonenderen Desktop-Umgebungen.
Zum Thema: CANONICAL nähert sich in seinem Gebahren immer mehr der Softwareschmiede aus Redmond an – kann man und frau halten, wie er/sie will – ich finde solch Verhalten weniger gut für LINUX!
Nachdem heute minimum 8 GB Arbeitsspeicher eingesetzt werden sollten in einem Desktoprechner, ist es bei x64 einfach ehrlicher.
Denn das mit dem 2GHz dual core Prozessor kann man dann auch wieder so und so sehen. Einen core2duo würde ich da nicht mehr einsetzen. Da wäre Windows7 auch das letzte der Windows Reihe. Also sind auch dort die Anforderungen größer geworden, das merkt man schon bei Linux Mint und einem core i5 4590 der Start dauert heute genau so lange wie auf selbigen mit Win10. Dazu gesellen sich noch 16 GB Arbeitsspeicher.
Da beides in meinem Rechenzwerg werkelt ist ein Vergleich doch recht einfach, dafür fühlt sich Linux aber auch nicht mehr so „nerdig“ und frickelig an, ich sag da nur ReactOS. Der Cinnamon Desktop kommt „Windows Geschädigten“ sehr entgegen, allein wegen den Widgets. Aber Eyecandy kostet halt Speicher und Rechenleistung.
Wie sagte da eine Autoschmiede aus Rüsselsheim so schön:“Umparken im Kopf“.
Naja, 6 GB tönen schon mal gut, weil die Firma ja wieder dran kommt, wenn da nur 4 GB stehen, und Programme laufen nicht richtig oder langsam.
Frage mich aber, wie das läuft, ein alter PC mit 4 GB und LibreOffice, wenn der schon auf meinem PC 6 Sekunden zum Starten Baucht.
Hatte meistens SuSE und Kubuntu drauf. Wenn Linux, dann nur KDE. Hab auch mal Linux Mint drauf gehabt, 22.3 oder so, also ich musste nach 5 Minuten KDE nachinstallieren, mag diesen Mint Desktop nicht.
Früher war immer Gnom, bis dann das Gnom 3 kam.
Denn nur noch KDE jede Version bis 6.6.
linux seit 93 darauf, DLD Linux, dann SuSE, da habe ich sogar Geld ausgegeben für die SuSE Pro. ^^