Ermittlern ist ein Schlag gegen zwei der aktuell größten Botnetze gelungen. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft Köln (ZAC NRW) mitteilt, wurden die Infrastrukturen der Netzwerke „Aisuru“ und „Kimwolf“ am 19. März in einer international abgestimmten Aktion abgeschaltet. An den Maßnahmen beteiligt waren neben deutschen Behörden auch Strafverfolger aus den USA und Kanada.

Millionen infizierter Geräte im Einsatz
Nach Angaben der Ermittler umfassten beide Botnetze jeweils mehrere Millionen kompromittierte Geräte. Beim Aisuru-Netzwerk handelte es sich vor allem um infizierte IoT-Geräte wie Router oder Webcams. Beim Netzwerk „Kimwolf“ lag der Schwerpunkt dagegen eher auf Android-Geräten, vor allem auf günstigen TV-Boxen, die oft dauerhaft online sind. Was viele Nutzer dabei gar nicht mitbekommen: Die Geräte werden im Hintergrund kompromittiert und anschließend Teil des Botnetzes. Von außen ist davon in der Regel nichts zu sehen, während sie im Hintergrund bereits ferngesteuert eingesetzt werden.
DDoS-Angriffe und Proxy-Netzwerk
Die Botnetze kamen vor allem für groß angelegte DDoS-Angriffe zum Einsatz. Dabei werden gezielt Server oder Dienste mit Anfragen überlastet, bis diese nicht mehr erreichbar sind. Darüber hinaus erzielten nach Angaben der Ermittler insbesondere die Betreiber des Kimwolf-Netzwerks auch kommerzielle Einnahmen. Teile der Infrastruktur dienten als Residential-Proxy-Netzwerk. Kunden konnten darüber Internetverkehr über die infizierten Geräte leiten und so ihre eigene Identität verschleiern.
Durchsuchungen und Sicherstellungen
Im Zuge der Ermittlungen konnten zwei mutmaßliche Administratoren identifiziert werden. Gegen sie wird nun strafrechtlich ermittelt. An Wohnorten in Deutschland und Kanada fanden Durchsuchungen statt. Dabei wurden unter anderem Datenträger sowie Kryptowährungen im fünfstelligen Bereich sichergestellt.
Infektion oft unbemerkt
Besonders problematisch: Die Infektion der Geräte erfolgt in vielen Fällen ohne aktives Zutun der Nutzer. Angreifer nutzen gezielt bekannte Schwachstellen in internetfähigen Geräten aus.
Als Risikofaktoren gelten insbesondere:
- veraltete Firmware
- fehlende Sicherheitsupdates
- unveränderte Standardpasswörter
BSI übernimmt technische Maßnahmen
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützte die Operation unter anderem durch sogenanntes Sinkholing. Dabei wird der Datenverkehr der Botnetze auf kontrollierte Systeme umgeleitet. Zudem informiert das BSI betroffene Nutzer über ihre Internetanbieter, wenn Hinweise auf eine Infektion vorliegen.
immer das selbe solte wirklich alle geräte automatisch updaten, ohne auzuschalten auch diese alte version gebrauchen weil neue nicht mehr so gut ist, also so wie ein altens android security patches wo man nicht mehr zurück kann.
und auch diese Android für TV mehr updaten und schneller upgraden.
Hab da die MagentaTV One gen 2 ist jetzt auch shcon fats wider 4 jahre her seit dem ATV 12.
wenn gut kommt 1-2 sicherheits updates pro 3-4 monaten.
und diese China handy wo so pro jahre wenns gut kommt 2 paches bekommen. brr
Da unterstütze ich sogar die 7 jahre pflicht zum update.
Aha …
Angenommen es kommt die Pflicht zum Update.
Angenommen du betreibst ein System, dass aus mehreren Komponenten besteht und für dich produziert.
Angenommen eine der Komponenten bekommt besagtes Update und ist plötzlich mit den anderen nicht mehr kompatibel, weil bug oder schlichtweg „veraltete“ Funktionen entfernt werden.
Dein Betrieb steht still! Was machst du?!
Zurück auf die alte Version kannst du nicht mehr und das Update wird gezwungener Maßen ohne dein Zutun installiert…
Pech, wenn Du so unflexible, störrische und schlechte Geräte in Deine Systeme integrierst. Dann mach alles neu, aber richtig.
Sicherheit geht vor und von Lieschen Müller* oder Hein Mückefett* kannst Du nicht verlangen, das sie deren IoT-Geräte pflegen. Installiert (von Bekannten/Familie…) und vergessen. Das ist normal.
*) Sorry, falls es Dich gibt 😶, keine Absicht.
Ey, keine falschen Unterstellungen bitte! Ich staubwische meine IoT Geräte täglich ab, die sind sowas von gepflegt!
😉😁🤣👍🏼
Den kauft man alles von einer Firma und nicht immer das billigste und hald nicht immer 10 Jahre laufen lassen.
Ich beantrage wie in der Politik ein „Sondervermögen“,
dann wird das Zweckentfremdet.
Von wegen investieren….
LOL
Dein Betrieb steht still! Was machst du?!
Redundanz?
Recovery Firmware Updates – Neuen Markt schaffen
Ist hier OK, es gibt auch Erkrankungen und trotzdem ’nen guten Kopf.
Neben mir liegt ein Tablet von TECLAST T40 Pro. Das Gerät war auf mehreren sehr bekannten deutschen Plattformen der Preis-Leistungssieger und bekam gute Bewertungen. Es gibt nur ein Problem: für das Gerät gab es nie irgendwelche Update. Das es für Geräte von TECLAST niemals Update gibt, war auch den Plattformen bekannt – trotzdem empfehlen alle diese Plattformen noch immer Geräte von TECLAST. Bitte nach was sollen sich die Laien beim Kauf nun richten, wenn alle diese angeblichen Test-Plattformen ausdrücklich solche Geräte empfehlen ?
Ich besitze und nutze auch 2 einfache Handys (mit LTE/4G) – glaubt Ihr tatsächlich dafür gibt es Firmware Update ? Der Preis gibt das einfach nicht her.
Und schaut mal bitte auf die Zeitdauer der Updateversorgung bei aktuellen TV-Geräten . Panasonic ist da die einzige positive Ausnahme – und real teuer. Nur hier ist u.a. ein Panasonic von Baujahr 2011 am WLAN.
Wenn ich mir hier die Kommentare durchlesen, wird mir schlecht. Also ob mit neuesten Updates alles Safe wäre. Dazu gehört noch viel mehr als nur alles mit Updates zu versehen. Es ist wie mit den Motorradfahrern die sich die teuerste Kleidung kaufen in dem glauben, ihnen könne nun nichts mehr schlimmes passieren….. Es gibt keine Schutzkleidung gegen Blödheit. Genauso wenig ist es mit Software. Wenn der Benutzer keine Ahnung von IT hat, dann kann ihn auch kein neustes Betriebssystem, neuste Hardware etc. schützen und auch kein Antivirus.
Bitte was nützt Dir Dein angebliches „Igsperden“-Wissen, wenn Dein gekauftes Gerät offen wie ein Scheunentor ist und jahrelang keinerlei Update zum Stopfen der riesengroßen Sicherheitslöcher erhält ? Und stopfst Du die Löcher selber und beseitigst selber alle Sicherheitsmängel ? Das glaubst Du doch selbst nicht. Und bitte was hat das mit neuste Software oder neuste Hardware zu tun ? Das Problem ist eher fehlende Sicherheitspflege für Geräte älter als 3 Jahre. Und nun zeige mir mal (außer Panasonic) einen TV-Geräte-Hersteller oder Hersteller von billigen IoT-Geräten der länger als 3 Jahre Sicherheitsupdate liefert. Die Fritz!X 7490 bildet da eine sehr einsame Ausnahme. Der immer schnellere Modellwechsel in der Produktion ist nunmal der Tod der IT-Sicherheit.