Smart Home endet längst nicht mehr bei Licht, Heizung oder Türschloss. Wer sein zuhause ohnehin digital organisiert, landet früher oder später bei einem Bereich, der bislang erstaunlich analog geblieben ist: dem Katzenhaushalt. Genau dort setzt der Whisker Litter-Robot 4 an. Die Frage ist allerdings nicht, ob er „smart“ ist – sondern ob er im Alltag wirklich entlastet. Barney und Betty haben in diesem Fall naheliegenderweise den Langzeittest übernommen. Und wie so oft in Mehrkatzenhaushalten fiel das Urteil nicht einheitlich aus.
Vom Digitalhaushalt zur täglichen Routine
Wer mein Smart-Home-Grundlagenstück gelesen hat, weiß: Automatisierung lohnt sich nur, wenn sie wiederkehrende Abläufe spürbar vereinfacht. Genau das ist hier der Ansatz. Katzenhygiene gehört zu diesen Aufgaben, die man nicht delegieren kann – außer eben an Technik. Der Litter-Robot 4 versucht, genau diese Schnittstelle zu besetzen: automatische Reinigung, Geruchskontrolle, Sensorik und Datenauswertung. Das klingt zunächst nach Komfortspielerei. Im Alltag zeigt sich jedoch schnell, dass dahinter mehr steckt. Besonders wer nicht dauerhaft im Homeoffice arbeitet, erweist seinem Stubentiger damit unter Umständen einen wahren Liebesbeweis.
Technische Einordnung ohne Datenblatt-Romantik
Wer den Litter-Robot 4 das erste Mal auspackt, merkt sofort: Das ist kein kleines Zubehörteil, sondern ein festes Möbelstück mit Technik innen drin. Rund elf Kilogramm bringt das Gerät auf die Waage. Stabil steht es, verrutscht nicht – lässt sich aber im Zweifel noch versetzen. Die Grundfläche von etwa 56 × 69 Zentimetern sollte man vor dem Kauf ausmessen. Gerade in kleineren Wohnungen ist das kein Nebenaspekt. Die Öffnung misst rund 40 × 40 Zentimeter, was auch kräftigeren Katzen ausreichend Platz bietet. Zudem braucht das System permanent Strom. Ohne Steckdose arbeitet der Litter-Robot 4 nicht. Wer flexibel umstellen möchte, sollte das einplanen.
Technisch arbeitet die Box mit Gewichtssensor, Laserüberwachung und einem Anti-Pinch-Mechanismus. Diese Kombination dient nicht nur als Monitoring für eventuelle Gewichtsveränderungen der Katzen – sondern auch der Sicherheit der flauschigen Vierbeiner.
Verarbeitung und Design: Unauffällig statt futuristisch
Das Gehäuse wirkt solide, die Linien sind ruhiger, die große Einstiegsöffnung fügt sich optisch unauffällig ins Wohnumfeld ein. Die zuschaltbaren LED-Leisten sind kein Effektlicht, sondern praktisch. Gerade abends sehen Katzen besser, wohin sie steigen. Das wirkt banal – ist aber durchdacht.

Sicherheit: Hier entscheidet die Glaubwürdigkeit
Automatische Systeme im Tierbereich stehen unter besonderer Beobachtung. Zu Recht. Im Test reagierte das Gerät zuverlässig. Sobald Gewicht oder Bewegung erkannt werden, stoppt der Reinigungsvorgang sofort. Selbst ein vorsichtiger Eingriff mit der Hand führte unmittelbar zum Stillstand. Auch für die Katzen war nach kurzer Zeit klar: Die Sicherheitsmechanik funktioniert.
Lautstärke: Erfreulich leise
Ein wesentlicher Punkt im Alltag ist die Geräuschkulisse. Der Reinigungszyklus läuft vergleichsweise ruhig ab. Im offenen Wohnbereich fällt das Gerät kaum auf. Das mag nebensächlich klingen, ist aber entscheidend, wenn das System nicht im Abstellraum steht.
Geruchskontrolle: Deutlich besser als offen
Die geschlossene Abfallschublade mit Carbonfilter macht ihren Job. Im Alltag bleibt die Geruchsbelastung deutlich geringer als bei offenen Systemen. Natürlich: Bei der Entleerung des Abfallbehälters wird man daran erinnert, was sich angesammelt hat. Aber das liegt in der Natur der Sache. Der Wartungsaufwand reduziert sich auf das Entleeren der Schublade und das Nachfüllen von Streu sowie gelegentliches Reinigen. Im Mehrkatzenhaushalt spart das spürbar Zeit – und Nerven.
App und Monitoring: Mehr als Spielerei

Die App zeigt Füllstand, Streu-Level, Nutzungszeiten und Gewichtsdaten. Gerade Letzteres ist nicht zu unterschätzen. Veränderungen im Toilettenverhalten gehören zu den frühesten Anzeichen gesundheitlicher Probleme. Man ersetzt damit keine Aufmerksamkeit – aber man bekommt eine strukturierte Übersicht. Und genau das ist der Unterschied zwischen Komfort und Mehrwert.
Home Assistant Integration: Für strukturierte Haushalte interessant
Wer Home Assistant einsetzt, kann den Litter-Robot 4 sauber integrieren. Füllstand, Gewicht, Statusmeldungen und Zyklusdaten lassen sich einbinden. Daraus entstehen Automationen, etwa Benachrichtigungen bei vollem Behälter oder Hinweise bei ungewöhnlich geringer Nutzung.

In einem bestehenden Smart-Home-Dashboard wirkt das nicht wie ein Fremdkörper, sondern wie ein zusätzlicher Sensor im System. Für technikaffine Nutzer ist das der eigentliche Mehrwert.
Alltag mit Barney und Betty
Nach mehreren Wochen ergibt sich ein differenziertes Bild. Betty nutzt das System konstant und ohne Probleme. Barney akzeptiert es, greift jedoch gelegentlich auf die klassische Alternative zurück – vermutlich weniger aus Notwendigkeit als aus Charakter.

Ein klarer Vorteil ist trotz Teilverweigerung von Barney, dass der manuelle Reinigungsaufwand deutlich sinkt. Gleichzeitig achtet man stärker auf Nutzungsfrequenz und Gewicht. Das führt zu einer bewussteren Beobachtung – und genau hier liegt der stille Vorteil.
Marktumfeld: Premiumsegment ohne Kompromisse
Automatisierte Systeme sind kein Massenmarkt. Der Litter-Robot 4 positioniert sich klar im oberen Bereich. Konkurrenzmodelle bieten ähnliche Grundfunktionen, wirken jedoch häufig lauter oder konstruktiv weniger ausgereift. Whisker setzt hier primär auf technische Reife statt auf günstige Einstiegspreise, was natürlich abschreckend wirken kann.
Preis und Verfügbarkeit
Der aktuelle Amazon-Preis liegt bei 899 Euro. Das ist eine klare Ansage. Neben Amazon ist das Gerät direkt über den Hersteller erhältlich. Angesichts des Preises sollte man jedoch die 90-Tage-Rückgabefrist im Hinterkopf behalten, welche Whisker anbietet – insbesondere, falls die eigene Katze das System nicht akzeptiert. Dabei sollte natürlich der Originalkarton aufbewahrt werden.
Fazit: Komfort mit Substanz
Der Whisker Litter-Robot 4 ist kein Spielzeug und kein Lifestyle-Gadget. Er ist ein technisch ausgereiftes System für einen sehr konkreten Alltagsbereich. Mehrkatzenhaushalte profitieren am stärksten, ebenso technikaffine Halter mit bestehender Smart-Home-Infrastruktur. Dem gegenüber stehen der hohe Preis von 899 Euro, der Bindung an eine Steckdose und die Tatsache, dass nicht jede Katze automatische Systeme akzeptiert.

Wenn man am Tag nicht mal 2 Minuten dafür hat sich um ein Haustier zu kümmern sollte sich keins zulegen.
Selbst wenn ich richtig flach liege quäle ich mich noch hoch um das Katzenklo zu reinigen. Meine Katze weiß das sie geliebt wird und ich würde sie niemals an einen Roboter abschieben.
Das Ding macht nur das Klo! Und das auch nur zu einem gewissen Grad.
Und das kann echte Arbeitserleichterung sein, wenn Samtpfote nicht damit zufrieden ist, dass man einmal am Tag den Mist raussammelt, sondern, wie wir auch nach JEDER Sitzung abziehen, sofort.
Es krault die Katze nicht, es spielt nicht mit ihr und es kuschelt nicht mit ihr. Und da rede ich nicht mal von Wasser und Futter, was man teilweise auch automatisieren kann, wenn man will.
Wenn die Liebe zum Tier sich nur darin zeigt, dass man ihr Klo reinigt, dann mach ich mir Sorgen.
„Das Ding macht nur das Klo! Und das auch nur zu einem gewissen Grad.“
Wer sich sowas zulegt hat im Idealfall bereits einen elektronischen Trinkbrunnen, Futterspender und elektronisches Katzenspielzeug.
So wie viele ihre Kinder vor dem Bildschirm parken kümmern sich andere um ihre Haustiere.
Es geht hier nicht um „Abschieben“, sondern um eine saubere Lösung nach jeder Nutzung – gerade im Mehrkatzenhaushalt. Ganz nüchtern gefragt: Spülst du nach deinem Toilettengang auch nur einmal am Tag? Genau darum geht es.
Automatisierung ersetzt keine Zuwendung – sie sorgt schlicht für mehr Hygiene.
Um Wasser zu sparen, bei kleinen Geschäften…
ehrlich gesagt ja.
🙈
Nein, denn ich wasche das Klo einmal die Woche gründlich und mache dann auch komplett neues Streu rein.
hier teilen sich 2 Miez 2 Jumbo-Klos. Die werden nur alle 2 Monate ausgewaschen, das genügt hier. Der „verbrauchte“ Streu wird hier laufend ersetzt und beim Auswaschen der Klos gesiebt. Wie was funktioniert, hängt wohl extrem auch vom Streu ab. Hier ist es seit Jahren eine Kaufland-Hausmarke Ultra Klumpstreu weiß.
Kaufe lieber das von REWE weil es für uns besser ist.
Zudem habe ich mit einer Woche etwas übertrieben. Eigentlich wasche ich es nach Gefühl etwa einmal im Monat.
Katzen und Katzenstreu …
. Als Gewinn gab es eine 10 Liter Box Catsan. Der Kater war aber das Catsan Ultra Plus gewöhnt. Also wurde gemischt. Kater rein ins Klo und wieder raus „mau“ wieder rein und wieder raus „mau, mau“ Dann legte er sich davor quer hin und machte damit klar: das gefällt mir nicht. Aber ich muss bald auf’s Klo. Den Gewinn konnten wir nur wegwerfen.
In einem Mehrkatzenhaushalt hat man eigentlich immer mehr als ein Katzenklo. Und mache Katzen haben mitunter so etwas wie Durchfall, je nach Futter. Dazu kommt die unterschiedliche Konsistenz des verwendeten Streu: hier war es früher Catsan Ultra Plus, inzwischen immer die Kaufland-Eigenmarke. Und die durch den Urin entstandene Klumpen sind hier mitunter ganz schön groß und gewichtig. das alles wirft bei mir eine Menge Fragen auf. Den Preis sehe ich weniger kritisch, die hier stehenden deckenhohe Kratzbäume (!) von Catwalk kosten inzwischen allesamt jeder mehr als 2500 Euro (aktueller Neupreis), solche Kratzmittel wie auf dem Foto würden meine Katzen extrem schnell verschleißen.
„In einem Mehrkatzenhaushalt hat man eigentlich immer mehr als ein Katzenklo.“
Tatsächlich sollte man für jede Katze ein extra Klo haben denn Katzen sind sehr eigen wenn es um ihre Hygiene geht und es gibt genug die es gar nicht mögen ihr Klo zu teilen.
Das heißt bei 3 Katzen zahlt man dann schon 2.700 Euro nur für das Klo + Strom und Wasser.
Irgendwer muss ja die Wirtschaft ankurbeln.
Also ich würde kein solche smarthome-Katzenklo kaufen. Die paar Minuten habe ich jeden Abend. Und dabei sehe ich auch sofort, wie es der Katze geht. Außerdem würde ich dann wohl mehr als 2100 kWh im Jahr verbrauchen (140 qm Wohnung).
Gute Einstellung. Ich hatte ein paar Jahre lang einen Trinkbrunnen für meine Fellnase weil mir das empfohlen wurde aber vor ein paar Monaten habe ich ihr einen erhöhten Napf ausm Tedi hingestellt.
Ergebnis: Sie trinkt wunderbar und mein Stromverbrauch ist deutlich gesunken.
Den Napf wasche ich alle 2 Tage mit ab also alles schön hygienisch.
Hatte 2 verschiedene Trinkbrunnentypen (Keramik, Metall) 5 Jahre in Nutzung und bin daran verzweifelt, wobei die Miez das eher als Spielzeug ansahen. Das Säubern war extrem aufwendig, die Pumpen oft defekt, die „Filter“ kostenaufwendig, die Funktion unzuverlässig. Und dann hielten die 2 Miez auch noch das Sprühloch mit der Tatze zu und sorgten für Wasserlachen. Die 2 Wassernäpfe werden hier morgens und abends gereinigt.
„In einem Mehrkatzenhaushalt hat man eigentlich immer mehr als ein Katzenklo.“
Das haben die Katzen ja auch.
Hier hat bisher keine der seit 2.1.2007 erlebten 4 reinen Wohnungskatzen mal nicht das Katzenklo benutzt. Ein Kater war sogar mal knapp 23 Stunden versehentlich in einem Zimmer eingesperrt, auch da ist nichts passiert. Selbst der 2021 verstorbene Kater schleppte sich Stunden vor dem Sternengang trotz gelähmten Hinterteil ins Katzenklo.
Und die Moral geht so:
Katzenklo, Katzenklo macht nicht jede Katze froh.
Bald gibt es noch Roboter die einen den Hintern abwischen also die Faulheit der Menschen wird immer schlimmer.
gepostet mit der Deskmodder.de-App für iOS
Guten Morgen: der Hintern wird nicht abgewischt, sondern warm gewaschen und per Luft getrocknet. Das konnte wer wollte z.B. schon 1984 im Hilton auf dem Gellertberg in Budapest erleben. So mancher Nutzer der dortiger Kloschüsseln wurde wohl dort sehr heftig überrascht. Auch für mich war es absolut neu und extrem überraschend. Meine erste Reaktion beschreibe ich lieber nicht.
Das was damals für mich in dem Hilton neu war, ist inzwischen in einigen Ländern in Spitzenhotels der Standard.
Und das alles ohne samrthome.
899 Euro für nen Klo😳 Dafür kauf ich mir lieber ein Winterauto und widme meine zeit den Haustieren welche ich habe wenn ich die zeit hätte. Oder so
Gibs zu, du wolltest nur ein Bild des Katzenkindes hier zeigen. 🥰😍😬
Schöner Test und mal was wirklich innovatives in dem Segment.
Behalte ich mal im Auge.
Mal ehrlich: Bei kleinen „Geschäften“ muss man nicht jedes Mal spülen. Damit haut man nur unnötig 6–9 Liter Wasser pro Spülung raus. Urin ist nahezu steril, da passiert nix. So spart man im Alltag echt viel Wasser – völlig ohne Hygieneproblem. Aber trotzdem ganz liebe Grüße an Barney und Betty!
Alles schön und gut, und auch wohl weniger stinkend.
Aber das vollgesogene Streu muss eine:r doch immer noch in einen Müllbeutel schütten und den runter zum Mülleimer schleppen.
Nur aus Neugier: braucht das Teil Serverzugang/Cloud irgendwo beim Hersteller? Abomodell? Firmware nur online? Nicht dass, wenn der Hersteller keine Lust mehr hat, dann das Gerät technischer Sondermüll ist.
Und ich investiere lieber Geld in tierarztliche Behandlungen unser Katzen anstatt in so ein teures Gadget.
„und den runter zum Mülleimer schleppen.“
Richtig, das schwerste am Katzenklo reinigen muss man selber machen daher wird man am falschen Ende entlastet.
Die App ist für die Ersteinrichtung erforderlich (WLAN-Einbindung, Konto, Kopplung). Danach arbeitet der Litter-Robot im Basisbetrieb lokal weiter – die automatische Reinigung funktioniert auch ohne aktive Cloud-Verbindung.
App, Statistiken, Fernzugriff und Benachrichtigungen laufen über die Whisker-Server. Ein verpflichtendes Abomodell gibt es nicht, Firmware-Updates sind optional.
Zum Thema Tierarzt: Das eine schließt das andere nicht aus. Viele Halter – wir eingeschlossen – haben eine Katzenversicherung. Zusätzlich können Gewichtsdaten und Nutzungsstatistiken sogar helfen, gesundheitliche Auffälligkeiten früher zu erkennen.
Unterm Strich bleibt es eine Komfortentscheidung – kein Ersatz für Verantwortung.
Fred und Willma hatten keine Zeit? 🤣
Ich hatte für unsere Stubentiger eine Katzentoilette mit Deckel und Schwingtür – das Trauma der Fellnasen ist bis heute nicht überstanden. Wenn ich denen mit so einem hohen Einstieg komme und das Ding im Beisein (nicht nei Benutzung!) womöglich Geräusche macht und ein Eigenleben hat, dann ist das tabu und die gehen nur noch im Garten bzw. draußen. Aber wenn die Fellbälle das akzeptieren ist es sicher ein nützliches Zubehör. Danke für den Bericht!
Katzen sind so unterschiedlich wie wir Menschen. Hier hatten/haben 4 Katzen (3 verschiedene Rassen) absolut keine Probleme mit dem hohen Einstieg bei den Jumbo-Klos und der Schwingtür. Allerdings waren die Miez nie älter als 7 Monate, als sie sich umstellen und gewöhnen mussten. Selbst ernannte Katzenexperten lehnen natürlich die Schwingtür auch ab. Meine 2 Katzen unternahmen auch ca. 25 mal weite Reisen, mehrfach mit bis 9 Stunden Autofahrt … ist angeblich auch schädlich. Und unbekannte leise Geräusche ? Also die Miez hier gehen dann auf Erkundung ! Eigentlich mögen die Miez hier nur den lauten Dyson nicht.
Meine kommt auch nicht mit enge klar und mag demnach keine geschlossenen Katzenklos.
Der beste Kompromiss zwischen Sauberkeit im Bad und einem offenen Klo habe ich in einem Katzenklo mit hohem Rand gefunden.
Am Eingang liegt eine Streufangmatte die sich leicht auskippen lässt.
Die Katze ist froh und das Bad sieht deutlich besser aus.