Die stark gestiegenen Preise für Speicherchips schlagen inzwischen auf weitere Bereiche des Hardware-Marktes durch. Während sich die Verteuerungen bislang vor allem bei Grafikkarten und Mainboards zeigten, geraten nun auch Komponenten unter Druck, die über lange Zeit als preisstabil galten. Mehrere Hersteller rechnen deshalb bereits in den kommenden Wochen mit spürbaren Aufschlägen bei Netzteilen und CPU-Kühlern. Als Haupttreiber gelten deutlich gestiegene Kosten für zentrale Rohstoffe wie Kupfer, Silber und Zinn. Diese Materialien stecken nicht nur in Leiterplatten und Kabeln, sondern bilden zugleich die Grundlage vieler Kühlkörper. Entsprechend wirken sich die Preisbewegungen inzwischen direkt auf die Produktionskosten aus. Entsprechend schlagen die Preissteigerungen inzwischen direkt auf die Produktionskosten durch.

Hersteller nehmen keine Bestellungen zu alten Preisen mehr an
Konkret betroffen ist unter anderem Guangzhou Xinhongzheng Electronics Technology. In einer derzeit kursierenden Mitteilung informiert das Unternehmen darüber, dass es seit dem 6. Januar keine neuen Bestellungen mehr zu den bisherigen Konditionen annimmt. Stattdessen wickelt der Hersteller neue Aufträge ausschließlich zu angepassten Preisen ab. Nach aktueller Kalkulation rechnet das Unternehmen bei Netzteilen mit Kostensteigerungen von rund 6 bis 10 Prozent. Bei Kühlkörpern und CPU-Kühlern plant der Hersteller Aufschläge zwischen 6 und 8 Prozent ein. Ob und in welchem Umfang diese Mehrkosten im Einzelhandel ankommen, hängt allerdings maßgeblich von der jeweiligen Vertriebsstruktur sowie von den vorhandenen Lagerbeständen ab.
Sonderaktionen enden, Lieferfähigkeit eingeschränkt
Zusätzlich verschärft sich die Lage durch Änderungen in der Produktionsplanung. Ab dem 1. Februar will der Hersteller laufende Sonderaktionen einstellen. Gleichzeitig sollen wieder reguläre Stückpreise gelten, die bei einem Großteil der Produkte bereits angehoben wurden. Zudem rechnen Lieferanten damit, dass sich nicht alle Bestellungen kurzfristig bedienen lassen. Die Auslieferung erfolgt abhängig vom verfügbaren Lagerbestand, weshalb es vor allem bei stark nachgefragten Modellen zu Engpässen kommen kann. Besonders betroffen dürften Produkte sein, die einen hohen Materialeinsatz erfordern.
Kettenreaktion im gesamten Hardware-Markt
Die aktuelle Entwicklung steht im Zusammenhang mit einer breiteren Kettenreaktion, die ihren Ursprung im stark anziehenden Speichermarkt hat. Sowohl DRAM– als auch NAND-Preise sind zuletzt deutlich gestiegen, wodurch sich bereits Mehrkosten bei Grafikkarten, Mainboards und Komplettsystemen gezeigt haben. Zudem kündigte Micron die Einstellung des Endkundengeschäfts der hauseigenen Marke Crucial ein. Wie das chinesische Tech-Portal Fast Technology berichtet, bleiben inzwischen kaum noch Hardware-Segmente von diesen Preisbewegungen verschont. Selbst Komponenten, die lange als unabhängig von Speicher- oder Chippreisen galten, geraten zunehmend unter wirtschaftlichen Druck.
Was das für Käufer bedeutet
Für Endkunden zeichnet sich damit ein klares Bild ab. Wer in nächster Zeit ein neues Netzteil oder einen CPU-Kühler kaufen möchte, muss sich auf steigende Preise einstellen. Besonders deutlich könnten die Aufschläge bei höherwertigen Modellen ausfallen, da diese oft einen hohen Kupferanteil oder aufwendige Kühlkonstruktionen besitzen. Ob sich die Preissteigerungen langfristig halten, hängt letztlich von der weiteren Entwicklung an den Rohstoffmärkten ab. Kurzfristig ist jedoch nicht mit einer Entlastung zu rechnen, weshalb Käufer mit weiteren Anpassungen rechnen sollten.
Rohstoffkosten, wird gerne vors Rohr geschoben (weil es einfach eine faule Ausrede ist), dass dabei die obrigen gierig sind und unbedingt die reichsten auf den Friedhof sein möchten, wird totgeschwiegen
Ich verstehe den Kommentar nicht. Ob die Rohstoffkosten hoch oder gering sind lässt sich ja leicht verifizieren? Eine Erhöhung bedingt durch den zuvilisationszerstörenden KI-Hype klingt ja logisch. Es gibt für die Hersteller keinen guten Grund, das Zeug unter Produktionskosten zu verkaufen.
Dass man in Chefetagen gieirg ist, ist natürlich nicht zu bestreiten. Da arbeiten Menschen, und alle Menschen sind gierig. ZB ist es Gier, wenn der Staat bei einem 1000 EUR Produkt 200 EUR extra via MwSt verlangt; es ist Gier, wenn man einen höheren Lohn will, ohne mehr zu arbeiten; und es ist Gier, wenn man sein Handy lieber für Hungergeld in Vietnam produzieren lässt als hier in Europa.
Und wir alle machen das mit. Also: Was soll’s?
Mal schauen wann das alles auf fertige PCs durchschlagen wird, noch sind da die Preise ja relativ normal, vermutlich weil das noch PCs sind die schon vor Monaten produziert wurden.
Ich brauchte auch was neues und da ich hier gepennt hatte, viel ein Selbstbau leider aus, dank der extrem gestiegenen Preise.
Ich kaufe ebenfalls bevorzugt fertig gebaute PCs und genau dort sind die Preise deutlich gestiegen.
Mein aktueller Rechner von one.de hat im August noch 2100 € gekostet, eine heute vergleichbare
Konfiguration liegt bei knapp 3000 €.
Ich betreibe das System bewusst effizient (CPU-Limits, GPU-Undervolting), um Hitze,
Stromverbrauch und Verschleiß zu reduzieren – bei nahezu gleicher Stock-Leistung.
Ziel ist, die Hardware möglichst 7+ Jahre sinnvoll zu nutzen.
Das ändert aber nichts daran, dass Komplettsysteme aktuell deutlich teurer sind
als noch vor wenigen Monaten.
Also wo auch immer du deine Information her beziehst, schau bitte noch mal hin…
Ich beziehe meine Informationen aus eigener Erfahrung, in dem ich in diversen Shops verglichen habe. Ich hab aber Rechner von Bekannten Marken verglichen, also Acer, Asus, Lenovo und HP und die sind nicht exorbitant im Preis gestiegen, eher noch im Gegenteil, bei Otto sind mir gestern erst deutliche Preisreduzierungen bei HP und Lenovo aufgefallen ….
Bei mir wurde es letzte Woche ein Rechner von Acer.
Sage dazu nur eines: Weil die Hersteller es so wollen, und nicht wenige Konsumenten es auch bezahlen.
Die PC-Gamer haben mit der Verteidigung der massiven Preiserhöhungen von nVidia bei Grafikkarten der 30xx und 40xx Serie vollkommen gegen ihre eigenen Interessen gahandelt (günstige Preise) und allen HW-Herstellern damit signalisiert: Erhöht die Preise ruhig, wir zahlen gerne mehr.
Allein das Haupt-Argument der Verteidiger das ja Hobbys alle sehr teuer sind bzw. sein sollen ist so ein Quatsch.
Es gibt viele _Hobbys die sehr billig sind.
Wie wäre es mit Karten-Spielen wie Skat? Betreiben viele als Hobby, also soll nun ein Kartendeck 2.000€ kosten damit es als Hobby durchgeht?
Ich hatte meine PC Innereien vor 6 Monaten ausgetauscht. SSDs sind 4 Stück verbaut und 2 x NVME sowie 32 GB PC 4- 3200 Speicher. Würde zum heutigen Datum für diese Teile 600 Euro mehr kosten.
Da hat man keine Worte mehr.
Hmm, ich hab noch 32 (oder sind es sogar 64? Müsste schauen) GB DDR4-3200 abzugeben. Mal schauen, wie die aktuell gehandelt werden.
Ich hab mir im Juni 2025 ein 96 GB Corsair Vengeance DDR5-6000 RAM Kit für 320€ gekauft. Dasselbe Kit kostet jetzt über 2k. Das ist alles so komplett irre.
Toll und ich habe auch viele Dinge gekauft, die jetzt mehr kosten.
Schon mal was von Verhältnismäßigkeit gehört? Troll woanders, danke.
Habe vor einem Jahr die vielen HDD mit je 2 TB für’s Langzeit-Lager durch SSD mit 2 TB ersetzt. Diese technisch veralteten simplen SSD mit je 2 TB kosten inzwischen 50% mehr. Und meinen Plan die 2 Stück Fury Renegade NVMe mit je 500 GB durch 2 TB große NVMe zu ersetzen werde ich wohl lange aufschieben … .