LightMake L4: 3D-Drucker mit vier Druckköpfen bei Kickstarter

LightMake hat kürzlich mit dem L4 einen neuen FDM-3D-Drucker vorgestellt, der vier unabhängig arbeitende Druckköpfe nutzt. Dadurch sind Mehrfarbdrucke ohne klassischen Filamentwechsel möglich, gleichzeitig lassen sich aber auch bis zu vier (kleinere) Modelle parallel drucken. Besonderheit: Statt eines klassischen Riemenantriebs kommen bei der XY-Bewegung Linearmotoren zum Einsatz. Der L4 ist aktuell über Kickstarter erhältlich, die Auslieferung soll im November 2026 starten.

Der Bauraum liegt bei 354 × 370 × 386 Millimetern. Im Mehrfarbmodus stehen 354 × 350 × 386 Millimeter zur Verfügung. Die Druckgeschwindigkeit gibt LightMake mit bis zu 500 mm/s an und die maximale Fahrgeschwindigkeit liegt angeblich bei 1.000 mm/s. Die Linearmotoren sollen eine Positioniergenauigkeit von bis zu ±1 µm ermöglichen.

Interessant ist vor allem das sich mittlerweile langsam etablierende Konzept der vier separaten Druckköpfe. Jeder Kopf kann ein eigenes Filament aufnehmen, sodass beim Farbwechsel nicht erst eine gemeinsame Düse gespült werden muss. Das reduziert den Materialverlust. Gleichzeitig können die vier Köpfe für parallele Drucke genutzt werden.

Gedruckt werden können unter anderem PLA, ABS, PETG, TPU und ASA. Die Düsen erreichen bis zu 320 °C, das Heizbett 110 °C. Eine beheizte Einhausung soll später als Zubehör erhältlich sein. Für anspruchsvollere Materialien ist das durchaus relevant, denn ab Werk handelt es sich um einen offenen Drucker.

Der L4 kostet über Kickstarter aktuell ab 1.299 US-Dollar. Auch der kleinere L1 mit nur einem statt vier Druckköpfen ist Teil der Kampagne und startet bei 1.099 US-Dollar.

Auf der IFA 2026 war der L4 ebenfalls als Prototyp zu sehen und machte von außen betrachtet einen guten Eindruck; die Vertreter am Stand ebenso. Man hat mir ergänzend noch mitgeteilt, dass die Massenproduktion aktuell anläuft und man im Zeitplan liege.

Spannend wird am Ende vor allem, wie zuverlässig und präzise die vier Druckköpfe im Alltag arbeiten. Die technischen Daten klingen auf dem Papier interessant, gerade bei den hohen Geschwindigkeiten und der angegebenen Präzision sollte man aber die ersten Seriengeräte und unabhängige Tests abwarten. Der LightMake L4 bleibt damit zumindest ein 3D-Drucker, den man im Auge behalten kann.

Hinter LightMake steckt übrigens ein noch junges Unternehmen aus China. Das Team bringt allerdings Erfahrung aus der 3D-Druckbranche mit. Ein Teil der Mitarbeiter hat zuvor bei anderen 3D-Drucker-Herstellern gearbeitet (insbesondere AnkerMake).

LightMake L4: 3D-Drucker mit vier Druckköpfen bei Kickstarter
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