Auf dem Parteitag in Stuttgart hat die CDU eine klare Linie gezogen. Künftig soll es eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für soziale Netzwerke geben. Wer jünger ist, soll keinen eigenen Account mehr betreiben dürfen. Gleichzeitig fordert die Partei strengere Regeln für die private Smartphone-Nutzung an Schulen. Der Beschluss markiert einen deutlichen Kurswechsel. Lange hatte sich die CDU bei starren Altersvorgaben zurückgehalten und stattdessen stärker auf Medienkompetenz und elterliche Verantwortung gesetzt. Nun soll der Gesetzgeber handeln.

Keine Mehrheit für Vorschlag ab 16 Jahren
Aus Schleswig-Holstein lag ursprünglich ein weitergehender Antrag vor. Dort war eine Altersgrenze von 16 Jahren vorgesehen – ergänzt um eine Klarnamenpflicht. Beides setzte sich nicht durch. Am Ende einigten sich die Delegierten auf 14 Jahre als gesetzliche Schwelle. Gleichzeitig betont der Beschluss, dass Jugendliche bis 16 ein „besonderes Schutzbedürfnis“ im digitalen Raum haben. Die CDU bleibt damit unter der strengeren Forderung, verabschiedet sich aber endgültig von der bisherigen Zurückhaltung. Parteichef Friedrich Merz hatte bereits im Vorfeld Sympathie für entsprechende Vorgaben erkennen lassen. Auch Generalsekretär Carsten Linnemann deutete an, dass eine Mehrheit für eine Altersbegrenzung zustande kommen dürfte.
Mehr Druck auf Plattformbetreiber
Bei der Altersgrenze allein soll es nicht bleiben. Die CDU verlangt belastbare Altersverifikationssysteme. Eine bloße Selbstauskunft per Mausklick soll künftig nicht mehr genügen. Darüber hinaus fordert die Partei mehr Transparenz bei Empfehlungsalgorithmen sowie eine schnellere Löschung rechtswidriger Inhalte. Plattformbetreiber sollen offenlegen, wie ihre Systeme Inhalte gewichten und welche Auswirkungen das auf öffentliche Debatten hat.
Medienbildung und Handy-Regeln
Parallel dazu will die CDU die Medienbildung verbindlich stärken. Cybermobbing, digitale Manipulation und die Funktionsweise algorithmischer Systeme sollen fester Bestandteil des Unterrichts werden. Unabhängig von der Altersdebatte sprechen sich die Delegierten zudem für klare Handy-Regeln an Schulen aus. Bis einschließlich der 10. Klasse soll die private Nutzung digitaler Endgeräte während Unterricht und Pausen untersagt werden.
SPD auf ähnlicher Linie
Auch die SPD hatte sich zuletzt für ein Verbot sozialer Netzwerke für unter 14-Jährige ausgesprochen. Für 14- bis 16-Jährige schlagen die Sozialdemokraten eine verpflichtende Jugendversion der Plattformen vor. International gibt es bereits entsprechende Modelle. In Australien ist seit Ende 2025 ein Gesetz in Kraft, das eigene Social-Media-Konten für unter 16-Jährige untersagt.
„Die CDU verlangt belastbare Altersverifikationssysteme. Eine bloße Selbstauskunft per Mausklick soll künftig nicht mehr genügen.“
Und wie soll das aussehen?
Wenn man dann nur das Geburtsjahr angeben muss ist es ja schon wieder Blödsinn denn wer ein bisschen rechnen kann gibt auch ein falsches Datum an. Ab 16 wäre sinnvoller gewesen aber ab 18 optimal.
Mich würde auch mal interessieren wie es mit Plattformen wie Knuddels gehandhabt wird, dort kann sich ja jeder anonyme Accounts erstellen ohne das überhaupt irgendwas geprüft wird.
Und so drückt man über die Hintertür die Klarnamenpflicht durch die ja keiner haben wollte.
Wenn ich was verifiziere durch einen Ausweis oder ähnliches dann lässt man die Hosen runter. Wie so oft, das Internet vergisst nichts. Kann mir keiner erzählen das nach einer verifikation brav alle Daten gelöscht werden und man dann weiter nach der Verifikation nur noch als Max Mustermann in den Datenbanken auftaucht.
Habeck, Baerbock und Merz haben doch gezeigt das man schon jetzt ohne Klarnamenpflicht und Verifikation dank staatlicher Stellen die plötzlich zeigen was sie können wenn die Ehre eines Politikers angekratzt wird jeden bekommt. 2021 von eben diesen noch mal verschärft was § 188 StGB – „Politikerbeleidigung angeht. Null Hürden für Ermittlungen und das Straßmass wurde hoch gesetzt. Damals musste mal wieder die Nazi Keule herhalten damit der dumme Michel das ohne Widerworte abnickt. Dieses Partei macht das Internet Schritt für Schritt wie es in China ist.
Überwachen, Zensieren, Strafe
Ich hoffe ja das ich es noch erlebe das die Fraktion „ich habe ja nichts zu verbergen“ endlich stirbt oder es genau die mal so richtig trifft.
Wow.
Wie polemisch willst du sein? Ja!
Klarnamenpflicht ist top, da somit jeder, auf jeder Plattform, genau die eine Chance hat. Egal ob Cheater, Dummes Gelapp oder extremistische Äußerungen (egal ob religiös oder politisch).
Verwarnung, temporärer Bann, Kick.
Hilft definitiv, anonyme Täter und Täterinnen zu entfernen.
Sollen die sich in ihrer eigenen Whatsgruppe beleidigen.
Die Meinung darfst du gerne haben, aber wir werden alles daransetzen, dass noch mehr (Überwachung)Staat nicht passieren wird, geschweige denn, dass solche Vorhaben bzw. Ideen überhaupt GG-Konform sind.
Und dabei kämpft man auch für deine Freiheit.
Dann geh bitte mit gutem Beispiel vorran lieber ronny…
Upload deines Bildlichtausweises ? Hast ja nichts zu verbergen. so what?
Wow. Die Regierung kann ja sogar schnell agieren.
Leider ohne Klarnamenpflicht. Somit könnten sich Cheater effektiv gebannt werden.
Ab 14 besser als ab 16, definitiv.
Unter 14 hat nichts bei WhatsApp und Co zu suchen.
Nicht die Regierung, die CDU. Das ist ein Unterschied.
Eine Partei kann viel verabschieden: Entscheidend ist, ob aus einem populistischen Statement jemals ein rechtswirksames Gesetz wird!
ich hätte jetzt ab 16 plus Post ident .
Auch für alle porno seiten sofort da ab 18 natürlich.
VPN bringt den nix weil ohne anmelden keine bilder/video mehr
Hui, hier in den Kommentaren wird ja auch schon schön zensiert. Passt zum Thema. 😉
Mein vorheriger Kommentar war für ca. 3 Sekunden online.
Warum so ein Artikel, wenn Meinungen nicht gewünscht sind?