CheckCle im Praxiseinsatz: Open-Source-Monitoring als Alternative zu Uptime Kuma

Mit CheckCle steht eine selbst hostbare Monitoring-Plattform zur Verfügung, die sich klar von vielen bekannten Lösungen absetzt. Der entscheidende Punkt dabei ist weniger ein einzelnes Feature, sondern der konsequente Open-Source-Ansatz: transparent, nachvollziehbar und mit erkennbarem Anspruch an Struktur und Weiterentwicklung.

Einordnung und Ausgangslage

In vielen Setups kommt bislang Uptime Kuma zum Einsatz. Das Tool ist schnell eingerichtet, funktional und für einfache Uptime-Checks gut geeignet. Mit wachsender Infrastruktur stößt dieser Ansatz jedoch an Grenzen – weniger technisch, sondern konzeptionell. CheckCle setzt genau hier an und versteht sich nicht als reiner Uptime-Checker, sondern als umfassendere Monitoring-Plattform.

Betrieb und Architektur

In meinem Setup läuft CheckCle als dedizierte VM unter Proxmox VE. Das ist eine bewusste Entscheidung, jedoch ausdrücklich keine Voraussetzung. CheckCle lässt sich ebenso gut containerisiert oder auf einem klassischen Server betreiben. Der Vorteil einer eigenen VM liegt in der sauberen Trennung: Monitoring bleibt unabhängig von einzelnen Hosts oder Diensten verfügbar. Wichtig ist: CheckCle überwacht nicht nur lokale Systeme. Auch entfernte Standorte und Geräte, die über eine bestehende VPN-Verbindung angebunden sind, lassen sich zuverlässig einbinden. Damit eignet sich die Plattform ausdrücklich auch für verteilte Umgebungen und Außenstellen.

Uptime- und Service-Monitoring

Im täglichen Betrieb überwacht CheckCle bei mir eine Vielzahl an Diensten, darunter HTTP-Services, Ping-Ziele, interne Server, Storage-Systeme und Netzwerkgeräte. Die Oberfläche stellt den Status klar und nachvollziehbar dar: Reaktionszeiten, Uptime-Verläufe und der Zeitpunkt der letzten Prüfung sind sofort ersichtlich.

Die Darstellung bleibt auch bei vielen Einträgen übersichtlich. Filter- und Suchfunktionen greifen ohne Verzögerung, Warnungen und Ausfälle sind klar voneinander getrennt. Das wirkt nicht verspielt, sondern sachlich und auf Dauerbetrieb ausgelegt.

Server-Monitoring mit Augenmaß

Über einen Agenten lassen sich Linux-Systeme direkt anbinden. CheckCle zeigt CPU-Auslastung, Arbeitsspeicher, Datenträgerbelegung, Uptime und Status in einer kompakten Übersicht. Das ersetzt kein hochkomplexes Enterprise-Monitoring, deckt aber exakt die Kennzahlen ab, die im Alltag relevant sind.

Gerade in Kombination mit Proxmox-Knoten, NAS-Systemen, DNS-Servern oder Applikationshosts entsteht so ein konsistentes Gesamtbild der Infrastruktur – ohne zusätzlichen Overhead.

SSL- und Domain-Überwachung

Ein weiterer Pluspunkt ist die integrierte SSL- und Domain-Überwachung. Zertifikate werden inklusive Aussteller, Ablaufdatum und verbleibender Laufzeit dargestellt. Abgelaufene oder bald auslaufende Zertifikate sind sofort erkennbar.

Das reduziert Abhängigkeiten von externen Tools oder selbstgebauten Skripten und sorgt dafür, dass Zertifikate nicht unbemerkt auslaufen – ein Punkt, der im Alltag häufiger Probleme verursacht, als man zugeben möchte.

Statusseiten, Incidents und Wartung

CheckCle bringt öffentliche Statusseiten mit, die sich für Nutzer, Kunden oder interne Teams nutzen lassen. Ergänzt wird das durch eine nachvollziehbare Incident-Historie sowie die Möglichkeit, geplante Wartungsfenster zu definieren. Störungen lassen sich damit nicht nur melden, sondern auch zeitlich sauber einordnen.

Benachrichtigungen: flexibel, kanalübergreifend und praxisnah

Ein zentrales Element im täglichen Betrieb ist die zuverlässige Benachrichtigung bei Störungen oder Statusänderungen. CheckCle ist hier deutlich breiter aufgestellt als viele vergleichbare Selfhosted-Lösungen und unterstützt eine Vielzahl an Kanälen parallel.

Aktuell lassen sich Benachrichtigungen über folgende Wege ausspielen:

  • E-Mail
  • Telegram
  • Discord
  • Slack
  • Signal
  • Google Chat
  • NTFY
  • Pushover
  • Notifiarr
  • Gotify
  • Webhook-Endpunkte (zur Anbindung eigener Systeme)

Die Kanäle lassen sich flexibel kombinieren und getrennt konfigurieren. Damit ist es problemlos möglich, kritische Alarme beispielsweise gleichzeitig per Messenger und E-Mail zu erhalten, während weniger relevante Statusänderungen nur protokolliert oder an interne Chats weitergegeben werden.

Open Source als entscheidender Unterschied

Der zentrale Vorteil gegenüber Uptime Kuma liegt im Projektansatz. CheckCle ist klar als Open-Source-Plattform positioniert: mit strukturierter Dokumentation, Contribution-Guidelines, sauberer Lizenzierung (MIT) und aktiver Weiterentwicklung. Das Projekt wirkt nicht wie ein Nebenprodukt, sondern wie eine Lösung mit langfristigem Anspruch.

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4 Kommentare zu “CheckCle im Praxiseinsatz: Open-Source-Monitoring als Alternative zu Uptime Kuma

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