Die Formnext 2025 endet heute in Frankfurt. Sie zeigt in diesem Jahr deutlicher denn je, wie weit die Makerszene inzwischen gereift ist. Zwischen industriellen Anlagen, Metallmaschinen und großen Produktionssystemen standen vor allem kompakte Desktop-Drucker, modulare Konzepte und smarte Materiallösungen im Mittelpunkt. Viele Besucher kamen nicht aus der Großindustrie, sondern aus kleinen Werkstätten, Bildungseinrichtungen, Start-ups und kreativen Projekten. Diese Mischung prägte die Stimmung in allen Hallen.
Bambu Lab zeigt den H2C erstmals öffentlich
Bambu Lab zog mit Abstand die größte Aufmerksamkeit auf sich. Der Hersteller präsentierte den H2C zum ersten Mal live und löste damit einen ständigen Andrang aus. Das neue Modell baut klar auf dem H2D auf, wirkt aber wesentlich erwachsener. Eine aktive Kammer, ein verbessertes Materialsystem und eine stabilere Gesamtkonstruktion richten das Gerät stärker auf semiprofessionelle Anwendungen aus. Auch der P2S war zu sehen. Er richtet sich an Anwender, die regelmäßig mit anspruchsvollen Filamenten arbeiten.
Anycubic zeigt den Kobra S1 Max und die ACE 2 Pro
Auch Anycubic legte in diesem Jahr einen starken Auftritt hin. Der Kobra S1 Max wurde erstmals öffentlich gezeigt und überzeugte viele Besucher durch seinen großen Bauraum und eine hohe Grundgeschwindigkeit. Zusammen mit der ACE 2 Pro entstand der Eindruck, dass Anycubic seine Produktpalette klar in Richtung Prosumer ausbaut.
3D-Scanner erleben ein Comeback
Überraschend präsent war auch der Bereich 3D-Scanning. Viele Hersteller zeigten kompakte Handheld-Systeme oder Geräte mit strukturiertem Licht. Maker, die sich mit Modellbau, Reparatur oder Reverse Engineering beschäftigen, nutzten diese Gelegenheit intensiv. Der Trend zeigt, dass Scanning stärker in Workflows integriert wird, die früher rein digital begannen.
Snapmaker U1 als durchgehender Publikumsmagnet
Der Snapmaker U1 war einer der auffälligsten Publikumsmagneten der Messe. Das Gerät erlangte bereits durch seine Kickstarter-Kampagne große Aufmerksamkeit und wurde nun erstmals im breiten Umfeld gezeigt. Der U1 ist ein reiner 3D-Drucker mit automatischem Tool-Changer, der den Wechsel zwischen verschiedenen Druckköpfen ohne manuelle Eingriffe ermöglicht.
Viele Besucher wollten sich ansehen, wie präzise der Wechselmechanismus arbeitet und welche Vorteile er im Alltag bietet. Die kompakte Bauweise, kombiniert mit einer klaren Fokussierung auf Materialflexibilität und schnellen Werkzeugwechsel, traf den Bedarf vieler Maker, die mehrere Düsen oder Spezialköpfe in einem System nutzen möchten.
Prusa zeigt INDX-System und sein komplettes Portfolio
Prusa präsentierte in diesem Jahr das neue INDX-System, das in Zusammenarbeit mit Bondtech entstand. Das Gerät soll eine präzise Materialführung und eine hohe Wiederholgenauigkeit bieten. Viele Besucher zeigten sich beeindruckt von der klaren Ausrichtung auf professionelle Anwendungen. Zusätzlich zeigte Prusa sein komplettes Line-up – darunter der Prusa XL mit fünf Werkzeugköpfen und ein neuer Silikondruckkopf, der die Materialvielfalt erweitert.
Elegoo punktet mit Centauri Carbon 2, Jupiter 2 und dem OrangeStorm GIGA
ELEGOO stellte mehrere Neuheiten vor. Der Centauri Carbon 2 erweitert das FDM-Portfolio. Der Jupiter 2 setzt im SLA-Bereich neue Akzente und wurde mit passender Wasch- und Aushärtungsstation gezeigt. Das größte Interesse galt jedoch dem OrangeStorm GIGA, der mit einem Bauraum von 800 × 800 × 1000 Millimetern deutlich aus der Reihe fällt. Viele Besucher blieben stehen, da dieser Drucker Anwendungen ermöglicht, die sonst kaum mit Consumer-Geräten machbar sind.
Creality mit breitem Line-up und neuen Konzepten
Creality zeigte viele bekannte Geräte, aber auch mehrere Neuheiten. Der neue Sermoon P1 3D-Scanner richtet sich an Maker, die scannen und drucken kombinieren möchten. Der Ender-3 V4 kann bis zu vier CFS-Module nutzen und ermöglicht damit bis zu 16 Farben. Zudem präsentierte Creality die Falcon T1-Laserreihe mit Varianten für Diode, Faser, MOPA und UV. Ergänzend zeigte das Unternehmen industrielle Projekte, etwa im Bereich Prothesenfertigung, was den Brückenschlag zwischen Maker- und Industriewelt unterstreicht.
Materialien bleiben die technische Basis vieler Projekte
Viele Hersteller stellten neue Filamente und Harze vor. Die Auswahl reichte von üblichen PLA-Varianten über technische Kunststoffe bis hin zu verstärkten Materialien und hochpräzisen Resins. Viele Maker suchen inzwischen nach Werkstoffen, die funktionale Bauteile ermöglichen. Die Formnext bot dazu eine breite Übersicht. Dadurch wurde spürbar, wie wichtig Materialien für die Weiterentwicklung der gesamten Szene geworden sind.
Ein Fazit, das in Richtung 2026 zeigt
Die Formnext 2025 macht deutlich, dass die Makerszene heute weit mehr ist als ein kreatives Hobbyfeld. Viele Geräte wirken ausgereift und robust, Materialien werden vielseitiger und Zubehörsysteme professioneller. Der Desktop-Druck ist längst ein fester Bestandteil der Additiven Fertigung. Der letzte Messetag bestätigte diesen Eindruck und zeigte klar: 2026 wird ein spannendes Jahr für Maker, Werkstätten und Prosumer.




























Ich Will ja nicht wissen wieviele Private 3D Drucker da nach dem 10-20 Test druck verstauben in Wohnung.^^
Ist wie diese Label Beschriftungsgerät wo wenn ganze Wohung Vollgelabelt ist im schrank verstauben, spreche aus erfahrung mit dem Brother D610bt. ^^
Wenn ich so vom Freundes- und Bekanntenkreis ausgehe, kann ich das tatsächlich nicht bestätigen. Irgendwas findet sich immer, was man „gebrauchen“ kann. Und davon abgesehen, ist 3D-Druck ja kein „Ich drück auf den Knopf“-Hobby, sondern da geht viel über ausprobieren, auch mit diversen Materialien. Wer mit PLA anfängt, landet je nach Drucker auch recht schnell bei PETG, ASA, ABS – oder diversen CF- / GF-Varianten davon. Der Langzeitspaß ist also durchaus garantiert.
Mein u1 ist auf dem Weg
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Gib mir gern mal ein Feedback zum U1. Auf der Messe machte er einen spannenden Eindruck – aber die „realen Bedingungen im Heimgebrauch“ sind da natürlich noch etwas mal was anderes.
Klar:
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