WinRAR 6.1 integriert sich in das neue Windows 11 Kontextmenü [Update: Finale Version]

[Update 24.01.2022]: WinRAR beginnt damit, die Version 6.1.0 als finale Version auszurollen. Die Release-Note ist weitestgehend gleich geblieben.

[Original 9.10.2021]: Windows 11 wurde mit einem neuen Kontextmenü ausgestattet. Viele vermissen die Einträge von anderen Programmen, die derzeit noch im alten Kontextmenü enthalten sind. Damit diese ins neue Kontextmenü integriert werden können, müssen die Ersteller der Programme ran.

Einen Anfang hat schon ein Fork von 7zip, Nanazip gemacht. 7zip selber wird sicherlich auch bald folgen. Jetzt hat aber WinRAR in der Version 6.1 (aktuell noch Beta) die Integration in das neue Kontextmenü unter Windows 11 vollzogen. Da nur noch ein Eintrag möglich ist, muss in den Einstellungen das Kontextmenü auf „Kaskadiert“ eingestellt werden. Aber es gibt noch weitere Verbesserungen, die vorgenommen wurden.

Verbesserungen und Änderungen in WinRAR

  • Der Support für Windows XP wurde entfernt. Vista ist nun die minimale Voraussetzung für WinRAR.
  • WinRAR kann den Inhalt von .zst- und .zipx-Archiven entpacken und dabei den Zstandard-Algorithmus entpacken.
  • „Schließen“ wird zur Liste „Wenn fertig“ auf der Seite „Erweitert“ des Archivierungsdialogs hinzugefügt. Damit wird das WinRAR-Fenster geschlossen, wenn die Archivierung abgeschlossen ist.
  • Die Liste „Nach Beendigung“ wurde auf der Seite „Optionen“ des Extraktionsdialogs hinzugefügt. Sie ermöglicht die Auswahl einer Aktion wie das Ausschalten des Computers oder das Schließen von WinRAR nach Beendigung der Extraktion.
  • Der Schalter -si kann beim Extrahieren oder Testen verwendet werden, um Archivdaten von stdin zu lesen. Beispiel: type docs.rar | rar x -si -o+ -pmypwd dummy docs\
  • Der neue Schalter -ep4<pfad> schließt den Pfadpräfix beim Archivieren oder Extrahieren aus, wenn dieser Pfad am Anfang des archivierten Namens gefunden wird.
  • Der neue Schalter -mes überspringt verschlüsselte Dateien beim Extrahieren oder Testen.
  • Neuer Schalter -op <pfad> setzt den Zielordner für ‚x‘ und ‚e‘ Extraktionsbefehle. Im Gegensatz zum Kommandozeilenparameter <Pfad_zum_Extrahieren> akzeptiert dieser Schalter auch Pfade ohne abschließendes Pfad-Trennzeichen Zeichen.
  • Wenn der Befehl ‚p‘ verwendet wird, um eine Datei auf stdout zu drucken, werden Informationsmeldungen Nachrichten automatisch unterdrückt, um zu verhindern, dass sie sich mit Dateidaten vermischen.
  • Die Option „Generate archive name by mask“ und der Schalter -ag behandeln nur ersten beiden ‚M‘-Zeichen nach ‚H‘ als Minuten. Zuvor wurde jede Zahl solcher Zeichen als Minuten betrachtet.
  • Die maximal zulässige Größe des RAR5-Wiederherstellungsdatensatzes wurde auf 1000% der Größe der geschützten Daten gesetzt. Die maximale Anzahl von RAR5-Wiederherstellungsvolumes kann 10-mal größer sein als geschützte RAR-Volumes.
  • Eine Warnung wird ausgegeben, wenn das eingegebene Kennwort die zulässige Grenze von 127 Zeichen überschreitet und abgeschnitten wird. Zuvor wurden solche Passwörter stillschweigend abgeschnitten.
  • Wenn das Archiv reservierte Dateinamen enthält, wird das Unterstrichzeichen beim Extrahieren an den Anfang solcher Namen eingefügt. Zum Beispiel wird aux.txt in _aux.txt umgewandelt. Dies geschieht zur Vermeidung von Kompatibilitätsprobleme mit Software zu vermeiden, die solche Namen nicht verarbeiten können.
  • WinRAR versucht, den Dateicache zurückzusetzen, bevor es ein Archiv testet.
  • Mehrere -v<Größe>-Schalter zur Angabe unterschiedlicher Größen für verschiedene Volumes angeben, sind nun auch für ZIP-Archive zulässig
  • Neuer Dialog zur Ordnerauswahl wird beim Drücken der Schaltfläche „Durchsuchen“ aufgerufen
  • Beim Wiederherstellen aus dem Tray nach Abschluss einer Operation, wird das WinRAR-Fenster unter anderen geöffneten Fenstern positioniert, um die aktuellen Benutzeraktivitäten nicht zu beeinträchtigen.
  • „650 MB CD“ wird entfernt und „2 GB Volumes“ wird zur Liste der vordefinierten Datenträgergrößen im Dialogfeld „Datenträgergrößen definieren“ hinzugefügt, das aus WinRAR „Einstellungen/Komprimierung“ aufgerufen wird.
  • Der Befehl „Umbenennen“ wählt den Teil des Dateinamens bis zum letzten Punkt aus. Zuvor wurde der gesamte Name ausgewählt.
  • Wenn die Größe eines SFX-Archivs 4 GB überschreitet, wird während der Komprimierung eine Fehlermeldung ausgegeben während der Komprimierung eine Fehlermeldung ausgegeben, unmittelbar nachdem dieser Schwellenwert überschritten wurde. Zuvor wurde dieser Fehler erst nach Abschluss der Komprimierung gemeldet.
  • Der Kommandozeilenschalter -en wird nicht mehr unterstützt. Er erzeugte RAR4-Archive ohne das Ende des Archivsatzes.
  • Weitere Bugfixes

Danke an Steve für den Hinweis.

Info und Download:

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