Der Kampf der Giganten hat wieder begonnen – Google vs. Microsoft

Heute findet in den USA die Anhörung „Zur Rettung der freien und vielfältigen Presse“ als zweiter Part statt. Es geht darum, wie man den Journalismus besser unterstützen kann. Google war natürlich nicht erfreut, dass auch Microsoft dort mitmischt.

Brad Smith (Präsident Microsoft) hat dazu schon eine Aussage in schriftlicher Form hinterlegt. Er lobt zwar den beeindruckenden Einfallsreichtum und die Innovationen von Google, geht dann aber tiefer in die Materie und beschreibt, wie die Presse und der Journalismus gar nicht mehr an Google vorbeikommt. Speziell hebt er hier die Search Ads, Ad Tech Business, Ad Exchange und Ad Tech Tools hervor, die viele besonders kleine Anbieter sehr schwer macht zum Beispiel im Netz gefunden zu werden.

Nachdem diese Aussage veröffentlicht wurde, hat Google natürlich gleich zurückgeschlagen. Man hebt hervor, dass man Milliarden von Dollar durch das Werbenetzwerk an die Nachrichtenverlage geteilt hat und man für die nächsten drei Jahre 1 Milliarde Dollar für die Lizenzierung von Nachrichteninhalten über Google News zusagt.

Aber es dabei zu belassen, geht es dann unter die Gürtellinie um vom eigentlichen Sinn der Anhörung abzulenken. „Sie stellen nun eigennützige Behauptungen auf und sind sogar bereit, die Funktionsweise des offenen Webs zu zerstören, um einen Konkurrenten zu unterbieten. Und ihre Behauptungen über unser Geschäft und die Art und Weise, wie wir mit Nachrichtenverlagen zusammenarbeiten, sind schlichtweg falsch.“

„Und es ist kein Zufall, dass Microsofts neu entdecktes Interesse, uns anzugreifen, auf den Fersen des SolarWinds-Angriffs und zu einem Zeitpunkt kommt, an dem sie es zulassen, dass Zehntausende ihrer Kunden…über große Microsoft-Schwachstellen aktiv gehackt werden. Microsoft wurde vor den Schwachstellen in seinem System gewarnt, wusste, dass sie ausgenutzt wurden, und betreibt nun Schadensbegrenzung, während seine Kunden sich darum bemühen, die Scherben des sogenannten „Great Email Robbery“ aufzusammeln. So ist es vielleicht nicht überraschend, dass sie das alte Ablenkungsmanöver „Scroogled“ wieder hervorholen.“

Das Google erst zähneknirschend unter anderem ein Vertrag mit Australien abgeschlossen hat, um dort weiterhin seine News über Google News verbreiten zu können unterschlägt man natürlich. Auch hier in Europa kommt man nicht herum, für den Inhalt den sie bereitstellen auch die Journalisten und Verlage zu bezahlen.

Let’s Get Ready To Rumble!!! Nein, wollen wir mal hoffen, dass es nicht losgeht. Ganz ohne sind beide Firmen nicht. Aber, dass man nun wirklich den Kampf der Giganten wieder anwerfen muss ist einfach nur traurig.

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