Gigaset GS290 im Test: Großer Akku, durchschnittliche Performance

Die Marke Gigaset verbinden viele mit Telefonen und DECT-Mobilteilen für Zuhause. Seit 2018 fertigt das Bocholter Unternehmen auch Smartphones mit dem Slogan „Made in Germany“ und möchte damit zum Kauf animieren. So wird das Smartphone auch in Deutschland produziert und soll für jung und alt nutzbar sein.

Nebenbei hat Gigaset auch einige Services zu bieten, um die Smartphones attraktiv zu gestalten. So kann man die Geräte gravieren lassen und ein Garantieversprechen nutzen, welches 3 Monate alle Reparaturen bei Bruch und Feuchtigkeit übernimmt und auch die Zufriedenheit gewährleistet. Doch wie zufrieden kann man mit dem GS290 sein? Das kläre ich in diesem Testbericht.

Ich werde den Testbericht, wie gewohnt, in mehrere Kategorien aufteilen. So könnt ihr euch durchklicken, was euch am wichtigsten erscheint. Ich bin für Kritik und Informationen offen, also immer her damit! :-)

Gigaset GS290

Technische Daten

Info aufklappen

  • Artikelname: Gigaset GS290
  • Plattform / OS Version: Android™ 10
  • Benutzeroberfläche: Android™ 10
  • Entsperren per Gesichtserkennung: Ja
  • Fingerabdrucksensor mit Multifunktionen
    • Scroll Funktion zum Rollen/Blättern von Bildschirmseiten
    • 5 unterschiedliche Fingerabdruck-Profile speicherbar
    • Entsperren des Telefons
    • Eingehenden Anruf annehmen
    • Kamera öffnen und Foto aufnehmen
  • Kameras
    • Hauptkamera (Foto Features): 16 MP AF + 2 MP Dual Kamera mit ArcSoftArcSoft® Optimierung
    • Hauptkamera (Video Features): Auflösung: 1080p Video
    • Frontkamera: 16 MP
    • ArcSoft® Kamera Optimierung
    • AI Modus
    • HDR Modus
    • Ultra-HD Modus
    • Beauty-Modus: Glättet Hautunreinheiten und lässt dadurch ein Gesicht schöner wirken
    • Bokeh Effekt (gezielte Hintergrundunschärfe)
    • Nachtmodus
    • Professional Modus
    • GIF Modus
    • Filter Modus
    • Panorama-Modus
    • QR-Code Scanner
  • Smart Features
    • Wireless Charging (kabelloses Laden)
    • NFC
    • OTG (USB on the go)
    • Anschließen von externen Geräte, wie z.B. USB-Stick, USB-Maus, USB-Tastatur etc., Verwendung des Smartphones als Power Bank zum Laden von externen Geräten (umgekehrter Ladevorgang)
    • Smart draw: Öffnen von Apps durch Zeichnen eines vorher definierten Buchstabens auf dem Display (max. 8 Buchstaben auswählbar)
  • Anzeige
    • Bildschirmgröße: 6,3‘/ 16 cm, 14,5 x 6,7 cm
    • Auflösung: 2340 x 1080 Pixel
  • Oberfläche
    • Material: 2,5D Glas mit kratzfester und schmutzabweisender Oberfläche
    • Typ: 19,5:9 HD+ IPS V-Notch Display
    • Anzahl Farben: 16,7 Mio.
    • Kapazitiver Touchscreen
    • Multi-Point (bis zu 5 Touchpoints)
    • Pixeldichte: 409 PPI
    • Kontrast: 1500:1
    • Helligkeit: 430cd/m²
  • Sensoren
    • Sensortypen: Lagesensor, Näherungssensor, Helligkeitssensor, Geometrischer Sensor (E-Kompass), Gyroskop-Sensor
  • Konnektivität
    • Unterstützte Frequenzbänder: GSM / 2G: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz, UMTS / 3G: 900 / 2100 MHz, FDD / LTE / 4G: 800 / 850 / 900 / 1800 / 2100 / 2600 MHz
    • Voice over LTE (VoLTE)
    • Voice over Wifi (VoWiFi)
  • WLAN
    • IEEE 802.11 a/b/g/n 2,4GHz und 5GHz
  • Bluetooth®
    • Bluetooth® Version 5.0
  • Anschlüsse
    • Dual-SIM: 2 Nano-SIM-Karten oder 1 Nano-SIM und eine Speicherkarte
    • USB-Schnittstelle: Typ C
    • USB-Version: 2.0
    • Kopfhöreranschluss: 3,5 mm
  • Navigation
    • Navigationseigenschaften: A-GPS, GPS, Glonass
  • Akku
    • Batterietyp: Lithium Polymer Akku
    • Kapazität: 4700 mAh / 3,85V
    • Batterieverbrauch (Beispiele): Standby bis zu 216 Std. mit einer SIM-Karte, Standby bis zu 156 Std. mit zwei SIM-Karten, Sprechzeit bis zu 40 Std. (2G) / 8 Std. (3G/4G), Musikwiedergabe bis zu 34 Std., Videowiedergabe bis zu 7,8 Std.
  • Ladegerät
    • Ausgangsleistung: 9V 2A PE+ Schnellladung
    • Ladezeiten: ca. 3 Std.
  • Prozessor / Chipset
    • CPU: MediaTek Helio P23 Octa-Core MT6763
    • CPU Geschwindigkeit: Bis zu 2,0 GHz 4G LTE bis zu Cat-6
  • Speicher
    • Interner Gerätespeicher: 64 GB
    • RAM Arbeitsspeicher: 4 GB
    • Speichererweiterung: ≤ 256 GB
  • Gehäuse
    • Maße: 157 mm (H), 75,1 mm (B), 9,65 mm (T)
    • Gewicht: 190 g
  • Im Lieferumfang enthalten
    • Ausstattung: 1 Gigaset GS290, 1 Ladegerät (USB 2.0), 1 SIM Karten Nadel, 1 USB Typ-C Kabel, 1 transparente Schutzhülle, 1 Quick Start Guide

Aussehen und Verpackung

Das Gigaset GS290 ist mit dem GX290 das stärkste Smartphone im Portfolio des Bocholter Hersteller. Der Unterschied zwischen den Geräten liegt im Gehäuse. Das GX290 ist ein robusteres Smartphone beispielsweise für handwerkliche Berufe. Eine Ähnlichkeit zum CAT S42 ist hier auf alle Fälle gegeben. In Extremsituationen soll das Handy robust bleiben.

Das GS290 kam in einer sehr umweltfreundlichen Papierverpackung zu mir. Das wirkte auf den ersten Blick sehr durchdacht und hat mich auch sehr gefreut, dass ein Hersteller auf so etwas achtet. Auch in der Verpackung wurde so gut wie kein Plastik verwendet. Außer das Ladekabel und die mitgelieferte Hülle ist alles aus Papier/Pappe. Sehr erfreulich.

Gigaset selbst schreibt auf der Webseite: „Das Gigaset GS290 zum Beispiel liefern wir in einer Verpackung aus recyclingfähigen und kompostierbaren Grasfasern. Dieser schnell nachwachsende Rohstoff wird aus lokalen Quellen bezogen und kommt mit deutlich geringeren CO2-Emissionen und auch deutlich reduziertem Wasser- und Energieverbrauch bei der Herstellung aus. Zusätzlich verzichten wir im Verpackungsinnern bis auf die Adhäsionsfolie zum Schutz des Displays vollständig auf Plastik.

Das Smartphone selbst ist bereits auf der Verpackung abgezeichnet und entspricht (fast) der Originalgröße. Sowohl vorne, wie auch hinten sieht man bereits die Displayform und die Kameras auf der Rückseite. Obwohl Gigaset ein deutscher Hersteller ist, werden die „Highlights“ des Geräts auf englisch gedruckt.

Das Smartphone ist in zwei Farben erhältlich. Einmal in schwarz und in weiß, wie oben auf dem Coverbild zu sehen ist. Ich habe das Gerät in weiß erhalten. Das Gerät hat eine angenehme Größe und wenig Gewicht. Auch die bereits vorher angebrachte Schutzfolie und mitgelieferte Schutzhülle ist nett. So hat man direkt einen Schutz gegen eventuelle, kleine Stürze.

Als ich das Handy in den Hand nahm, kam der erste Kritikpunkt auf: Vollplastik. Sowohl die Rückseite, wie auch die silberne Umrandung sind aus Plastik und lassen das Gerät billig wirken. Ebenso ist das Handy, wohl aufgrund des 4700 mAh Akku, sehr dick. Es wirkt ein wenig so, als wäre es schon ein paar Jahre länger auf dem Markt. Ein bisschen Galaxy S4 kommt mir da in den Gedanken.

Es ist keinesfalls unangenehm, aber wenn man etwas anderes gewohnt ist, dass wirkt das ganze schon klobig. Die 6,3 Zoll Bildschirm werden relativ gut genutzt. Ein etwas größerer Rand ist an der Unterseite des Displays vorhanden, aber grundsätzlich wird die Vorderseite vom Display (mit Notch) ausgeleuchtet.

Auf der rechten Seite befinden sich Lautstärkewippe und On/Off-Knopf, mit sehr gutem Druckpunkt. An der Unterseite ist der Mono-Lautsprecher, die USB-C-Ladebuchse, ein Mikrofon und der AUX-Ausgang vorhanden. Die Oberseite hat nichts zu bieten, an der linken ist der Hybrid-Slot zu finden.

Nach jetzt gut 4 Wochen Test habe ich an dem Plastikrand bereits erste Kratzer. Die Rückseite ist zwar sehr glatt, wenn man keine Schutzhülle verwendet, aber scheint robuster zu sein, als der Rand. Die Spaltmassen sind gut, wobei ich oberhalb der Kamera schon eine scharfe Kante bemerke, wenn ich dort mit dem Daumen drüber streiche. Meiner Meinung nach ist die Verarbeitung und die verwendeten Materialien so lala.

Einrichtung & Software

Das Smartphone wurde in meinem Fall mit Android 9 Pie ausgeliefert und nach 2 Wochen Test (am 11.08) mit Android 10 versorgt. Meiner Meinung nach sehr spät, aber besser als nie. Ob Android 11 auch den Weg auf das GS/GX290 findet, ist zurzeit noch unklar laut Gigaset.

Die Einrichtung des Smartphones ging relativ problemlos vonstatten. Heutzutage sind das ja nur noch wenige, selbsterklärende Schritte zum Startbildschirm. Das Google-Konto wird abgefragt und auch Funktionen wie Fingerabdruck, Gesichtsentsperrung und SIM-Zuweisung gehören zur Erstinstallation dazu. Hier gibt es soweit keine besonderen Features.

Allerdings habe ich bereits während und vor allem nach der Erstinstallation etwas gemerkt: „Pure Android“ ist das nicht. Zwar sind kaum Apps installiert, die Benachrichtigungsleiste und Einstellungen unterscheiden sich deutlich von einem Pixel oder Android One-Device und auch die Features sind hier und da anders bzw. angepasst worden.

Die Funktion „adaptiver Akku“ von Google scheint nicht im vollen Umfang vorhanden zu sein oder konkurriert mit „DuraSpeed“, der Eigenlösung von Gigaset in den Einstellungen. Zwar sind auch ganz nette Features dabei, sodass man die Navigationsleiste anpassen kann, sowohl farblich als auch funktionell – doch dann darf hier nicht von purem Android gesprochen werden.

Auch gibt es hier ein Feature, welches Applenutzer von früher bestens kennen dürften, dass man einen Punkt im Display hat um dort alle Funktionen aufzurufen. Das wurde bei iPhones gerne genutzt, wenn der Knopf zum Entsperren defekt war. Das ganze schimpft sich bei Gigaset „Smart Touch“. Ob das ein sinnvolles oder überflüssiges Feature ist, wo heute sowieso alles „indisplay“ ist, muss jeder selbst beantworten. Ich habe es nicht genutzt.

Das Handy läuft relativ performant. Die Apps starten oft zügig, nehmen sich aber auch mal die ein oder andere Sekunde Zeit. 4GB RAM verwalten die Apps, welche bei mir auch fast komplett ausgenutzt sind. Der Prozessor ist allerdings nicht der schnellste. Vor allem bei der Kamera bzw. Kamerasoftware macht sich das bemerkbar. Dazu aber mehr unter dem Punkt „Hardware“.

Auch Android Auto lief nicht einwandfrei. Das Handy stellt dazu ja die Basis, wenn dieses aber komplett abstürzt beim Start der Software, hat man im Gefährt davon wenig. Eine Fahrt lang habe ich auf einen schwarzen Bildschirm gestarrt, weil das Smartphone mit dem Anspruch nicht klar kam. Auch hier merkte man die Mittelklasse-Ausstattung in Form des Prozessors.

Die Updateversorgung von Gigaset ist allgemein nicht ganz so gut. Wer immer das aktuellste Sicherheitsupdate haben möchte, sollte sich Samsung, Nokia oder Google zuwenden. Nach dem Android 10-Update im August, hänge ich nun auf dem Juni-Sicherheitspatch. Mich stört es nicht, bin jedoch anderes gewohnt und daher ein Punkt, der sicherlich interessant ist.

Das Update von Android 9 auf Android 10 ging problemlos. Es gibt übrigens eine Sache, die ich persönlich und herstellerübergreifend nicht verstehe: Weshalb muss man immer alle Aktualisierungen „nachholen“ und kann nicht ein Update gebündelt installieren, wo alle vorherigen Patches implementiert sind? Für Antworten wäre ich sehr dankbar :-D .

Hardware (Kamera, Ton etc.)

Ton

Nun komme ich zur Hardware. Da weiß ich gar nicht, wo ich genau anfangen soll. Denn es gibt mehrere Punkte, die ich ansprechen möchte. Beginnen wir mal mit dem Ton. Der Mono-Lautsprecher hat eine gute Lautstärke wenn man zum Beispiel YouTube schaut oder Spotify hört. Er besitzt zwar nur wenig Bass, jedoch ist das bei vielen Smartphones sowieso nicht der Fall.

Interessant wird es aber, wenn man einen Equalizer sucht. Den gibt es so direkt nicht. Es gibt jedoch eine Funktion in den Einstellungen welche sich als „Klangverstörung“ schimpft. Da musste ich ehrlicherweise kurz lachen. Nach kurzer Recherche stellte ich fest, dass so eine kuriose Bezeichnung auch bei Wiko-Smartphones zum Tragen kommt. Ist die Software vielleicht doch nicht so „made in germany“?

Die Funktion dahinter bewirkt aber was. Es ist tatsächlich auch nur eine einzige Funktion, sodass die Lautstärke nochmals lauter wird. Als ich den Test mit Spotify machte, merkte man es deutlich. Für mich persönlich ist der Ton völlig ausreichend, kommt aber an ein Pixel 3a mit Stereo-Ton nicht ran.

Allerdings ist der Lautsprecher nur während der Musikwiedergabe ordentlich laut. Beim Telefonieren über Lautsprecher empfinde ich, dass dieser deutlich leiser ist. Auch die Ohrmuschel ist meiner Meinung nach viel zu leise. Bei dieser grundsätzlichen Funktion, weshalb es überhaupt Handys gibt, macht das GS290 keine gute Figur: Die Person auf der Gegenseite hört sich, trotz internem Lautsprecher, die ganze Zeit doppelt.

Wenn ich die Lautstärke runter drehe ist alles in Ordnung. Allerdings verstehe ich dann kaum was. Wieso dieser „Hall“ da ist, kann ich nicht erklären. Normalerweise sind Mikrofon (Unterseite) und Ohrmuschel (Oberseite) so weit auseinander, dass das nicht passieren darf. Eventuell wird ein Update dies fixen oder ich habe ein Montagsgerät erwischt. Spaßig ist das nicht.

Der nächste Punkt betrifft das Laden. Per USB-C kann der starke Akku aufgeladen werden. Vorweg: Die Akkulaufzeit ist wirklich überdurchschnittlich und kann jedem Hersteller Konkurrenz machen. Bei gelegentlicher bis normaler Nutzung, sollten knapp 2-3 Tage rausspringen. Bei Vielnutzung sind es so 1,5 Tage. Respekt dafür.

Doch das Aufladen sollte man gut planen :-D . Bis der 4700 mAh Akku voll ist, vergeht Zeit … viel Zeit. Fast Charging ist per Kabel wohl ein Fremdwort. Leider konnte ich das Wireless Charging aufgrund von fehlender Hardware nicht testen. Einstellungsmöglichkeiten habe ich auch nicht gefunden. Allerdings kann man, netterweise, deklarieren bis wohin der Akku laden soll. Ich habe mich für 80% entschieden.

Konnektivität

Features wie NFC, Bluetooth und Fingerabdrucksensor funktionieren erwartungsgemäß sehr gut. Ein einziger Kritikpunkt: Wenn NFC aktiviert ist, habe ich in der Benachrichtigungszeile einen Hinweis, welchen man nicht entfernen kann. Sehr nervig, da NFC bei mir immer angeschaltet ist. Dies ist erst seit Android 10 der Fall. So wird viel Platz verschenkt. Auch ein Deaktivieren der Benachrichtigung ist nicht möglich.

Die gängigen LTE-Standards werden ebenfalls unterstützt und auch WLAN N auf 5 GHz ist mit von der Partie. Das sind Funktionen der Mittelklasse, auch wenn WLAN AC natürlich schön gewesen wäre. Aber die Standards machen ihren Job und verbinden sich stabil und zuverlässig.

Kamera

Ich weiß nicht genau, wie ich dieses Thema hier angehen soll. Aber nun ja. Die Kamera. Sie macht Fotos. Im Standard-Modus „Foto“ sind die Fotos in Ordnung. Dann gibt es einen Modus namens „Superklare Bildqualität“. Das will ich doch immer haben?! Ja, ist aber nur ein Modus.

Und da kommt die Leistung des Smartphones an seine Grenzen: Der Modus „Superklare Bildqualität“ macht auch klare und relativ gute Fotos, allerdings muss man die Kameraapp nach einem Foto noch circa 5-7 Sekunden geöffnet haben, weil das Speichern etwas länger dauert. Was. Soll. Das.?

Da fühlte ich mich etwas verarscht. Die Kameralinsen sind nicht schlecht, auch nicht berauschend, aber einen Modus der gute bis sehr gute Fotos macht nicht als Standard zu nehmen, entzieht sich meinem Verständnis. Aber auch die Beschriftung ist nicht sehr vielsagend.

Desweiteren gibt es noch einen integrierten QR-Code-Scanner, was nicht mehr häufig der Fall ist. Einen „Filter-“ und Verschönerungsmodus für Effekte. Zeitraffer und Blitz, sowie Panorama und Zeitlupe sind ebenfalls vorhanden. Videos werden in Full-HD aufgenommen.

Die Frontkamera kann nur im Modus „Foto“ aufgerufen werden und macht eher unterdurchschnittliche Fotos. Videochats oder Selfies machen damit keinen Spaß. Dass die Kamera 16MP haben soll, kann ich kaum glauben. Anbei zwei Fotos mit dem Modus „superklare Bildqualität“ und ein Selfie per Frontkamera.

Display

Das Display des Gigaset GS290 ist schön scharf und kommt auf eine normale Helligkeit. Durch die bereits angebrachte Schutzfolie ist es auch direkt kratzfest(er). Die Farben sind klar und eindeutig, allerdings spiegelt das Display sehr. Die Blickwinkelstabilität ist dafür aber dennoch sehr gut. Da es sich um ein IPS-Panel handelt, bringt ein Darkmode auch nicht mehr Akkulaufzeit.

Vergleich mit anderen Herstellern / Fazit

Das Gigaset GS290 ist ein nettes Mittelklasse-Smartphone für den gewöhnlichen Gebrauch. Für rund 230€ UVP gibt es aber schon ganz andere Kandidaten mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Hauptkamera kann gute Fotos schießen, allerdings mit einer langen Speicherdauer. Die Frontkamera ist meiner Meinung nach ein Reinfall. Die Bilder sind matschig und sehen auch in Videocalls schlecht aus.

Der Prozessor des Geräts kommt öfter an seine Grenzen. Sei es bei Android Auto, bei der Kamera oder bei mehreren leistungshungrigen Apps. Dennoch fängt sich das Gerät, abgesehen von Android Auto, relativ schnell wieder und lässt sich ansonsten sehr flüssig bedienen. Im Normalfall starten alle Apps auch normal.

So sehr mir die Verpackung und die Idee mit dem Recycling gefiel, enttäuscht mich das Gerät etwas bei der Verarbeitung. Ein Plastikbomber. Nicht sehr robust, wirkt etwas hohl und ist durch den großen Akku auch nicht sehr schmal.

Der Akku allerdings ist ein Highlight. Wenn man das Handy gut nutzt, kommt man bestimmt auf 2 Tage Laufzeit oder mehr. Da hat Gigaset deutlich die Nase vorn. Jedoch macht der Akku alleine kein gutes Smartphone aus.

Ich persönlich würde das Gerät so nicht weiterempfehlen. Mir fehlt manchmal die Klarheit in der Software und auch die Performance und Qualität der wichtigsten Dinge ist meiner Meinung nach überschaubar und manchmal auch gar nicht gegeben.

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3 Kommentare zu “Gigaset GS290 im Test: Großer Akku, durchschnittliche Performance

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