Google Pixel 3a im Test: HandsOn und kurzer Einblick

Leider hatte ich in den letzten Wochen wenig Zeit zum Schreiben. Dennoch möchte ich euch den Bericht zum Google Pixel 3a nicht vorenthalten. Dieses durfte ich für knapp 3 Wochen testen und habe das Update auf Android 10 noch mitbekommen. Das Smartphone hat mich sehr begeistert und selbst mein neues Nokia 7.2 kommt da nicht ganz ran. Wieso? Lest ihr jetzt!

Wie Ihr es kennt, habe ich meinen Testbericht in verschiedene Kategorien eingeteilt. Das Testvideo auf YouTube wurde mit Android 9 ausgeführt, bitte bei den Kommentaren beachten! Desweiteren hat Google ja bereits den Nachfolger veröffentlicht, das Pixel 4, was wiederum den Preis von zurzeit 369€ beim 3a drücken könnte.

Google Pixel 3a

Aussehen & Verpackung

Das Smartphone kommt in einem kleinen, weißen Karton, welcher das Smartphone von Vorder- und Rückseite darstellt. Vorne ist das Google-Logo sichtbar und die weiße Version vom Smartphone. Das Smartphone wiegt 147 Gramm und war somit sehr leicht. Zum Vergleich: Ein iPhone X wiegt 174 Gramm. Passend zum Google Pixel 3a habe ich auch noch eine „Stoffhülle“ dazu erhalten, die das Smartphone wirklich gut schützt und auch die Rückseite nicht versaut. In den letzten Jahren habe ich gemerkt, dass die Silikonhüllen meine Rückseite dreckig machen – das ist hier nicht der Fall.

Was auch lobend erwähnt werden darf ist, dass Google kaum Plastik verwendet und das Smartphone in Karton einpackt. Lediglich das Display ist vorab mit einer Plastikhülle geschützt. Mit dabei ist ein USB-C Ladekabel, ein USB-C auf USB-A Adapter um aus dem Netzteil ein klassischen USB-Ladegerät zu machen, eine Nadel für die SIM-Karte und sogar InEar-Kopfhörer für das Smartphone.

Das Smartphone an sich hat zwei Lautsprecher auf der Unterseite, eine 12MP-Kamera auf der Rückseite und eine 8MP-Kamera auf der Vorderseite. Das Gerät besitzt keine Notch und hat somit einen kleinen Rahmen um das OLED-Display. Zwischen dem unteren Lautsprecher befindet sich der USB-C Anschluss zum Laden. Auf der Oberseite des Gerätes findet man den Klinkenanschluss für Kopfhörer. Das Pixel 3 (ohne „a“) hat keinen Klinkenanschluss erhalten.

Auf der linken Seite findet sich der SIM-Karten-Slot, der ledigtlich eine SIM-Karte verarbeiten kann. Somit fällt Dual-SIM und Speicherweiterung raus. Mit 64GB sollte aber für Normalnutzer genug Speicher zur Verfügung stehen. Kabelloses Laden ist nicht vorhanden, dafür aber ein Fingerabdrucksensor, NFC, eSIM-Unterstützung und WLAN AC.

Einrichtung

Die Einrichtung war nach wenigen Minuten bereits erledigt. Das Smartphone ist dank purem Android kaum mit Software belegt, sodass die Einrichtung weniger Schritte benötigt, als beispielsweise bei Huawei oder Samsung. Was etwas länger gedauert hat, war die Update-Suche. Das Pixel kam mit dem Sicherheitsupdate aus März zu mir und hat somit mehrere Updates bis zum September hin gemacht.

Nach dem die Ersteinrichtung fertig gestellt wurde, war ich auf meinem Homescreen angekommen. Wenige Apps, klassisches Android – so gefällt mir das. Negativ aufgestoßen ist die Gestensteuerung. Ich bin überhaupt kein Fan von diesem Feature und habe daher versucht, diese durch die „3-Tasten-Steuerung“ zu ersetzen – bei Android Pie nicht möglich. Die Option war erst mit Android 10 wieder verfügbar, sodass ich die Gestensteuerung wohl oder übel nutzen musste.

Der Vergleich mit meinem damaligen Nokia 6.1 zeigt, dass beide Geräte sich kaum unterscheiden, was nicht vorhandene Bloatware oder Anordnung von Apps angeht. Lediglich die „Uhr“ und der „Kalender“ zeigen das aktuelle Datum, wie man es beispielsweise auch von iOS kennt. Bei meinem Nokia war dies nie der Fall, hier war das Icon immer statisch und hat sich nicht angepasst. Das sind kleine Auffälligkeiten die gefallen.

Was mich aber doch verwunderte: Das Pixel hat einige Apps vorinstalliert und nachinstalliert, die gar nicht die große Masse finden. Android Auto nutze ich zwar auch, doch bis vor ein paar Monaten hätte ich diese App nie gebraucht. Sie war beim Pixel vorinstalliert und ließ sich nur deaktivieren. Nicht jeder Autobesitzer kann Android Auto nutzen, daher finde ich diese App als optionale Variante besser. Bei Android One (Nokia) ist Android Auto definitiv keine Standard-App und muss sich aus dem Play Store heruntergeladen werden.

Ebenso wurde einige Apps wie „YouTube Music“ nachinstalliert, die man aber sehr wohl deinstallieren konnte. Dies ist ebenso ein Dienst, den ich nicht nutze. Aber man darf gerne dafür Werbung machen.

Software

Die Software des Gerätes hatte ich bei der Einrichtung bereits angeschnitten. Diese ist sauber und flüssig. Pures Android auf einem Pixel-Gerät läuft butterweich und auch nach 4 Wochen Nutzung habe ich keine Probleme bemerken können. Nach dem Update auf Android 10 hatte ich sogar das Gefühl, dass die Software noch ein bisschen schneller wurde und zügiger reagiert. Als vorinstallierte Apps kann man also folgende aufzählen:

  • Android Auto
  • Google Chrome
  • Dateien
  • Docs
  • Duo
  • Einstellungen
  • Fotos
  • Gmail
  • Google
  • Google Drive
  • Kalender
  • Kamera
  • Kontakte
  • Maps
  • Messages
  • Play Filme
  • Play Musik
  • Play Store
  • Rechner
  • Telefon
  • Uhr
  • YouTube
  • YouTube Music

Vor allem die Kamerasoftware war der Hammer. Die Ergebnisse werde ich euch im Abschnitt „Hardware“ zeigen. Google versucht alles sehr einfach darzustellen und schafft das auch. Durch die deutlich aufgeräumteren Einstellungen im Gegensatz zu Android 5 oder 6 beispielsweise, wirkt das Smartphone erwachsen. Andere Hersteller hingegen nutzen hier auch eigene Sortierungen, was ich nicht so schön finde.

Hardware (Kamera, Ton etc.)

Kommen wir nun zur Hardware: Prozessor und Arbeitsspeicher ergeben ein rundes Paket für UVP 399€. Alles läuft zügig und schnell. Die Kamera ist nur mit einer Single-Linse ausgestattet und ich hatte die Befürchtungen, dass diese nicht besser ist als andere. Doch ich habe mich absolut getäuscht. Die Kamera macht HAMMER-Fotos! Das hätte ich nicht gedacht. Der Portrait-Modus von der Pixel-Kamera ist der absolute Bringer und auch die Qualität der Fotos hatte ich so noch nie gesehen.

Mal ein kleiner Eindruck:

Auch der sogenannte und immer wieder gelobte „Nacht“-Modus ist ein cooles Feature. Bilder bei Nacht, mit wenig Licht, werden zu guten Bildern und auch das hat mich sehr überzeugt. Mein neues Nokia 7.2 mit 48MP Carl-Zeiss-Kamera enttäuscht im Vergleich sehr. Ich habe hier keinen so klaren Bokeh-Effekt oder gar einen guten Nachtmodus. Mal schauen, ob mit Android 10 die Leistung bei meinem Nokia besser wird. Aber hier geht es ja um das Pixel und das macht geniale Bilder.

Sobald ich ein Smartphone auspacke, mache ich nach einiger Zeit einen YouTube-Test bezüglich der Tonqualität. Dabei hätte ich nicht erwartet, dass das Pixel 3a Stereo kann. Auf einmal höre ich aus meiner Ohrmuschel und neben der Ladebuchse Musik. Durch den Lautsprecher in der Hörmuschel kommt es nicht zum klirren und die Lautstärke ist angenehm und bei Telefonaten ebenfalls sehr gut. Und wer denkt, dass wie bei jedem Handy der Bass fehlt – hier nicht. Auch Bässe kommen unglaublich gut zum Vorschein und Songs klingen deutlich, das gefiel mir.

Der NFC-Chip macht seine Aufgabe in Verbindung mit Google Pay sehr gut. Die Frontkamera macht ebenfalls gute Fotos und kann mit der Hauptkamera mithalten. Der Fingerabdrucksensor reagiert schnell und zuverlässig. Das Display ist hell und gut lesbar, jedoch hat das Smartphone keine Notch bzw. sehr dicke Rahmen, was andere Hersteller zu dem Preis auch besser machen.

Vergleich mit anderen Herstellern / Fazit

Was bleibt zu sagen. Das Google Pixel 3a ist ein super Smartphone zu einem erschwinglichen Preis. Doch man muss ein paar Abstriche machen, die eventuell teurere Smartphones oder andere Hersteller besser machen. Der Speicher ist nicht erweiterbar und auch Dual-SIM wird nicht unterstützt. Theoretisch ist e-SIM + physische SIM möglich, um Dual-SIM zu nutzen! Zweiteres kann ich verkraften, eine SD-Karten-Option hätte ich bei 64GB dennoch gerne gesehen. Die Kamera ist das Highlight des Gerätes und wird wohl hauptsächlich mit der App verwaltet. Denn die „GCam“ auf einem Nokia ist auch nicht schlecht.

So einen guten Sound, muss ich ehrlich sagen, habe ich nirgends zuvor gehört. Die Stereo-Lautsprecher haben einen klaren, bassvollen und vor allem lauten Sound. Die Software des Gerätes ist pur gehalten und daher flott und schnell. Doch nun zu den Punkten, wo man überlegen muss. Für UVP 399€ oder aktuell circa 350€ kann man viel auf dem Markt finden. Es muss ja nicht immer nur an der Software hängen, welches Smartphone man verwendet. Xionami, Samsung, Huawei bieten allesamt viele Geräte in dem Preissegment und diese sind auch nicht schlecht.

Dennoch: Google kann Kamera, Google kann Sound und Google kann in erster Linie Software und Updates. Wer diese drei/vier Sachen gerne sieht und in den Händen hält, macht mit dem Google Pixel 3a nichts falsch. Der große Bruder bzw. Nachfolger wird dem bestimmt auch gerecht ;-) .

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4 Kommentare zu “Google Pixel 3a im Test: HandsOn und kurzer Einblick

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