Mitschnitte bei Sprachassistenten: Die Reaktionen von Apple (Siri), Amazon (Alexa), Google (Assistant) & Microsoft (Skype/Cortana)

In den letzten Tagen gab es große Aufregung um Audio-Mitschnitte bei den großen Sprachassistenten von Google, Apple und Amazon, welche von Menschen ausgewertet werden (auch wir hatten darüber berichtet). Nun sind einige Tage vergangen und alle 3 Unternehmen haben sich zu der Thematik geäußert – ein kurzer Überblick.

[Update 8. Aug. 2019] Reaktion von Microsoft hinzugefügt (s.u.).

Apple Siri

Apple setzt die Prüfung der Mitschnitte durch Menschen vorübergehend weltweit aus. Man prüfe derzeit das Verfahren, will aber offenbar später wieder damit weitermachen. Gleichzeitig soll es aber auch eine Opt-Out-Möglichkeit für die Nutzer kommen.

Quelle: TechCrunch

Amazon Alexa

Amazon bietet seit gestern in der Alexa-App eine Opt-Out-Möglichkeit in den Datenschutz-Einstellungen. Dort steht jetzt u.a. „Das Training von Alexa mit Aufnahmen von vielfältigen Kunden trägt dazu bei, dass Alexa für alle gut funktioniert. Wenn diese Einstellung aktiviert ist, werden Ihre Sprachaufnahmen möglicherweise bei der Entwicklung neuer Funktionen verwendet und hierbei manuell überprüft, um unsere Services zu verbessern […]“.

Quelle: Bloomberg

Google Assistant

Google setzt das Verfahren mindestens bis Ende Oktober aus. Diese Zusicherung bezieht sich allerdings nur auf die EU. Bis dahin will Google dann auch eine eigene Lösung präsentieren. Dürfte dann sicherlich wie bei den beiden anderen Diensten auch eine Opt-Out-Möglichkeit werden.

Quelle: HmbBfDI

Microsoft Skype / Cortana

Nachdem es jetzt auch bei Microsoft große Aufregung wegen von Menschen ausgewerteten Mitschnitten bei Skype und Cortana gab, haben sich die Redmonder ebenfalls geäußert. Hier scheint die Lage etwas anders zu sein, weil man auf jeden Fall weiß, dass die Mitschnitte an Drittanbieter zur Auswertung weitergegeben wurden (was aber nicht bedeutet, dass die anderen das nicht ebenso handhaben). Jedenfalls beteuert man, dass die Dritten nur die Mitschnitte ohne irgendwelche IDs und Namen bekommen haben.

Microsoft verweist darauf, dass man die Nutzer vor Verwendung der Dienste (Skype bzw. Cortana) über die Analysen informiert und sich dabei an europäisches Recht halte.

Quelle: Venturebeat
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