Google ändert Vorgaben zum Manifest V3 im Chrome zugunsten der Adblocker

Im Januar 2019 hatte Google ein neues Manifest V3 vorgestellt, welches einige Einschränkungen in den APIs für App-Entwickler speziell die Adblock-Erweiterungen bedeutet hat. Wir hatten darüber berichtet. Jetzt hat Devlin Cronin (Chrome Entwickler) auf die doch heftigen Bedenken reagiert und versucht mit den Entwicklern einen Konsens zu finden

Kurz gesagt. Die Vorgaben im Manifest waren bisher so niedrig, dass eine Adblock-Liste bspw. EasyList nicht mehr vollständig geladen werden könnte. Andere Listen würden dann außen vor bleiben. Jetzt hat er ein paar Vorschläge gemacht und auch gesagt, dass das neue Manifest nicht eher eingesetzt wird, bis es fertig ist. Auch wird es eine Übergangsphase geben. Die einzelnen Punkte die er in den Raum gestellt hat sind:

  • Unterstützung dynamischer Regeln: Wir sind uns einig, dass dies bei der Entwicklung anspruchsvoller Content-Blocking-Erweiterungen nützlich ist, und werden Unterstützung für deklarative Regeln hinzufügen, die zur Laufzeit der deklarativen NetRequest-API hinzugefügt oder entfernt werden können.
  • Die Größe des Regelsatzes wurde erhöht: Wir werden die Regelgrenze vom Entwurf des 30K-Wertes anheben. Es ist jedoch noch eine Obergrenze erforderlich, um die Performance für die Benutzer zu gewährleisten. Blocklisten sind in der Regel „Push-Only“, bei denen neue Regeln hinzugefügt werden, veraltete Regeln aber selten, wenn überhaupt, entfernt werden (externe Untersuchungen haben gezeigt, dass 90% der EasyList-Blockierungsregeln in gängigen Blockierungsszenarien keinen Nutzen brachten). Diese Liste grenzenlos weiter wachsen zu lassen, ist problematisch.
  • Zusätzliche Aktionen und Bedingungen: Wir planen, Unterstützung für das Abgleichen basierend auf mehr Bedingungen, wie z.B. der Ressourcengröße, hinzuzufügen und werden Aktionen anbieten, um Teile einer Anfrage zu ändern, anstatt sie nur zu blockieren, wie z.B. das Entfernen von Cookies. Wir untersuchen auch andere Bedingungen und Aktionen, die sinnvoll sein könnten, wie z.B. das Abgleichen auf Basis der Top-Level-Domain. (Ein zusätzlicher Hinweis: Während wir über das Hinzufügen von Unterstützung für CSP-Modifikationen nachdenken, wurde das Hinzufügen eines CSP-Headers zum Deaktivieren von JavaScript häufig als Anwendungsfall erwähnt; dies ist bereits über die contentSettings API möglich. Wenn dies nicht ausreicht, teilen Sie uns bitte mit, warum.

Klingt doch schon einmal ganz gut. Diese Zusammenarbeit mit den Entwicklern hätte Google gleich von Anfang an suchen sollen. Dann wäre der Protest der Entwickler sicherlich ausgeblieben.

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