Apple Music – Inoffizieller Webplayer via der MusicKit API

Ein großer Unterschied zwischen Apple Music und Spotify ist, dass Apple keinen vollständigen Web-Zugang zum Service bietet. Dieses Problem wurde nun durch einen inoffiziellen Webplayer gelöst, der die offiziellen Apple Music-APIs benutzt. Die Rede ist bei letzterem von der MusicKit-API. Wieso braucht man einen Webplayer? Es gibt eine Reihe von Gründen, warum. Von der Musikwiedergabe bei der Arbeit auf gesperrten Firmenmaschinen sowie Netzwerken, bis hin zur Wiedergabe auf einer Linux-Maschine.

Der Entwickler Naveed Gol hat unter playapplemusic.com eine Website erstellt, auf der man sich einloggen kann und dann Zugriff auf alle Alben, Wiedergabelisten und For You-Empfehlungen erhält. Der Zugriff erfolgt über das MusicKit JS. Es ist die Apple-API, die die Autorisierung des Kontos verwaltet, so dass die Apple ID-Anmeldeinformationen nicht an eine unbekannte Website übergeben werden müssen – alles, was die Website erhält, ist ein gültiger Token. Wenn man die 2FA aktiviert hat (wie man es sollte), erhält man wie gewohnt einen Autorisierungscode von Apple.

Nach dem Einloggen sind personalisierte Mixe und empfohlene Wiedergabelisten unter dem Menüpunkt For You verfügbar. Die Website hat eine übersichtliche und einfache Benutzeroberfläche, sie sieht auf mobilen Geräten gleichermaßen gut aus. Amüsanterweise hat es durch die Verwendung von Angular Material, das von den Material Design Richtlinien von Google inspiriert wurde, einen Google Look.

Aktuell kann man noch keine Songs oder Alben über die Benutzeroberfläche zur Bibliothek hinzufügen, aber diese Funktion wird von MusicKit unterstützt, und der Entwickler hat versprochen, die Funktion bald hinzuzufügen. Gol hat das Projekt als Open-Source-Projekt veröffentlicht, wenn man einen Apple Music Web-Player auf dem eigenen Server betreiben möchte.

Persönlich finde ich dies ein echt tolles Projekt. Jedoch würde ich jedem, der interessiert ist, raten, sich den Code anzuschauen und das Projekt selbst zu hosten. So hat man einen eigenen Webplayer, der sicher keine Daten irgendwo abspeichert.

Via: 9to5mac

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