Google soll Fake-Werbung an Seiten, die Fake-News prüfen, ausliefern

Ein klein wenig paradox oder? Google soll aktuell das Problem haben, dass über AdSense Fake Ads an Webseiten ausgeliefert werden, welche sich genau diesen falschen Informationen annehmen. Namentlich erwähnt werden hier die US-Amerikanischen Seiten Politifact und Snopers, wie die New York Times berichtet.

Die geschalteten Werbeanzeigen locken die Besucher auf täuschend echt aussehende Seiten, die den Magazinen People oder Vogue zum verwechseln ähnlich sehen. Dabei werden auch reißerische Überschriften, wie „Melania bleibt nicht im Weißen Haus“ oder „Fernsehprediger verlässt seine Frau!“, verwendet. Anschließend werden im Artikel falsche Informationen gestreut sowie unnötige Informationen zu Gesichtscremen und anderen Produkten preisgegeben. Google nennt dieses Vorgehen „tabloid cloaking“, also sinngemäß übersetzt das Verstecken hinter Boulevardzeitungen. Die „Angreifer“ spielen hier also auf das Klischee an, dass Boulevardzeitschriften nur von Leuten gelesen werden, die ihre Fakten nicht checken und leichtgläubig sind an, was definitiv nicht auf alle Leser zutrifft.

Wie auch immer, Google geht massiv dagegen vor. Ein Sprecher meinte gegenüber Engadget, dass man jährlich bis zu 1300 Werbetreibende für genau dieses „tabloid cloaking“ ausschließe. In diesem Zusammenhang verwies Google aber auch noch einmal auf die letzte Woche veröffentlichte Kategorie „tabloid-style ads“, die Publisher nun ausschließen können, um solche Anzeigen verstärkt vermeiden zu können.

Schlussendlich hoffe ich, dass es hier mit den Fake News, damit meine ich obiges und nicht die Debatte um unsere öffentlichen Medien, nicht so schlimm wird, wie in den USA. Zu den Präsidentschaftswahlen sollen diese nämlich ausschlaggebend für den Wahlausgang gewesen sein. Bei unserer Bundestagswahl gab es zwar auch vermehrt Gerüchte und falsche Informationen, aber im Großen und Ganzen hielt es sich in Grenzen.

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