Microsoft-Event zum Fremdschämen

Kommentar: Ich habe ein total langweiliges Event vorausgesagt und lag damit falsch – Microsoft hatte am heutigen Nachmittag durchaus die ein oder andere Überraschung zu zeigen. Die Art und Weise wie die Präsentation ablief, war aber einfach nur unterirdisch.

Der Gedanke hinter der Idee mit den Synchronsprechern war sicherlich nicht schlecht: Jeder konnte der Keynote folgen – auch ohne Englischkenntnisse. Allerdings ging zumindest bei uns dadurch jede Atmosphäre und Emotion verloren – ich hätte mir das jedenfalls nicht zwei Stunden geben können. Meine erste Handlung nach dem Starten des Livestreams war also die Umstellung auf den originalen Ton – auf einem mobilen Endgerät aber gar nicht so einfach.

Diese aufgesetzte Coolness und gespielte Spontaneität von Panos Panay war dann aber einfach nur noch peinlich – das kann man nicht anders sagen. Spätestens ab dem Auftritt seines Kollegen mit Hut hatte die Veranstaltung jede Seriosität abgelegt – ohne, dass die Protagonisten dabei auch nur ein einziges Mal sympathisch rüber kamen. Warum hat man nicht Herrn Nadella statt solcher Clowns die ganze Zeit erzählen lassen?

Für mich außerdem völlig unverständlich: Man propagiert jahrelang, dass das eigene Tablet ein Notebook überflüssig macht und präsentiert jetzt mit dem Surface Book gewissermaßen selbst ein vollwertiges Notebook. Ist man denn plötzlich von seinem eigenen Konzept nicht mehr restlos überzeugt? Apropos Surface Book: Wie amateurhaft war eigentlich Live-Demo der Spieletauglichkeit? Da hätte man doch wenigstens mal kurz das Spiel vorführen können, anstatt dilettantisch ein aufgezeichnetes Video zu zeigen – sofern man denn überhaupt das richtige erwischt.

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An den gezeigten Produkten selbst gibt es nichts auszusetzen – die sind top. Marketing können sie da in Redmond aber einfach nicht.

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