OS X 7 (Lion) Teil 2: Die Neuerungen im Detail

Lion InstallationsbildschirmIm ersten Blog Eintrag ging ich ja schon auf die vielen Neuerungen des Lion ein.
Doch was heißt das eigentlich nun im Detail? Was kommt, was geht?

Jedes neue OS bei Mac heißt auch immer erstmal überprüfen, ob seine Programme denn auch laufen werden.
Ein Liste der derzeitigen Kompatibilitäten findet ihr unter http://roaringapps.com/apps:table
Das sollte derzeit also für viele erstmal die wichtigste Anlaufstelle sein.

Vorraussetzung zur Installation werden mindestens 4 GB freier Speicher (das werden sicher mehr, schon alleine wegen der Notfall Partition) und eine 64bit taugliche CPU.
Ohne diese dürfte jedoch auch schon das aktuelle Snow Leopard nicht mehr gelaufen sein.

 

Im Einzelnen müsste es also auf folgenden Geräten keine Probleme geben:

  • iMac (ab September 2006)
  • Mac Mini (ab August 2007)
  • Mac Pro und Mac Pro Server
  • MacBook (ab November 2006)
  • MacBook Air
  • MacBook Pro (ab Oktober 2006)
  • XServe/XServe RAID (ab Januar 2008)

Das kleine Fazit liegt natürlich wieder klar auf der Hand. Wer damit Leben kann das es erstmal etwas Probleme hier und da geben könnte kann sofort umsteigen. Wer Berufsbedingt auf das reibungslose Funktionieren seines Rechners angewiesen ist, sollte erst noch warten bis wirklich seine Programme Lion taugliche Updates bekommen haben. Viele Programme bekommen diese diese tage bereits, bei Adobe CS5 wird das sicherlich auch bald kommen.

Hier gibt es jetzt mal eine grobe Auflistung der Neuerungen in Alphabetischer Reihenfolge:

Adressbuch: Optik und Handhabung gleichen der auf dem iPad. Das Standard-Fenster ist verschwunden; Adressbuch ist jetzt tatsächlich ein Buch.

AirDrop: Mit AirDrop kann man anderen AirDrop-Usern in der Nähe drahtlos Dateien senden. AirDrop benötigt keine Konfiguration, sondern erkennt bereits per Klick auf dessen Icon automatisch alle AirDrop-User in Reichweite. Die gesendeten Dateien landen dann im Empfänger-Ordner „Downloads“.

AirPort/Wi-Fi: AirPOrt hat einen neuen Namen und heißt in Menüleiste und Systemeinstellung nur noch „Wi-Fi“. Per alt-Klick auf das Wi-Fi-Icon in der Menüleiste kann man über den Befehl „Open Wi-Fi Diagnostics“ ein Diagnose-Tool zur Analyse der Verbindung aufrufen. Das Programm selbst liegt im Ordner /System/Library/CoreServices.

Anmeldebildschirm: Rechts oben auf dem Anmelde-Bildschirm werden Uhrzeit, WLAN-Signalstärke und Akkuleistung eingeblendet.

App Store: Das Programm, das schon mit Mac OS 10.6.6 kam, wird Teil von Lion sein.

Auto Save: Auto Save sichert die Arbeitsschritte eines Dokument automatisch. Eine Sperrfunktion verhindert das Sichern versehentlicher Änderungen. Eine Rückkehrfunktion stellt den Status wieder her, den das Dokument beim letzten Öffnen hatte. Die Einstellungen macht man in der Systemeinstellung „Erscheinungsbild“.

Buttons und Fortschrittsbalken: Die Buttons sind im Lion deutlich eckiger und flacher, die Fortschrittsanzeige besitzt einen anderen, helleren Look.

Dictionary: Das Wörterbuch und seine Spotlight-Integration wurden deutlich verbessert. Man kann nun aus noch mehr Anwendungen auf das Wörterbuch zugreifen.

Dock: Die Punktmarkierung aktiver Programme fehlt. Sie lässt sich in der Systemeinstellung „Dock“ jedoch wieder einblenden. Der Grund: Lion bestimmt selbst, welche Programme offen im Speicher liegen und welche mittels Resume auf die Platte geschrieben werden, um bei Aktivierung direkt im selben Zustand aufzugehen.

Farbmanagement: Das Stiefmütterchendasein von ColorSync hat ein Ende. Wer eine farbliche Feinjustierung bei der Druckausgabe wünscht, kann diese nun im ColorSync-Dienstprogramm mit vielen Parametern und einer eigenen Druckausgabe erreichen. Mit der Einstellung „Als Farbziel drucken“ für das Ausdrucken von Messvorlagen lässt sich das Farbmanagement zudem ausschalten.

FileVault: Das Programm schützt alle Daten mit der Verschlüsselung XTS-AES 128 auf Volume-Ebene. FileVault ermöglicht ebenso die Verschlüsselung externer Laufwerke sowie das Löschen aller Daten.

Find My Mac: Die Funktion hilft beim Aufspüren verschwundener Computer.

Finder: Er kann Dateien zweier gleichnamiger Ordner zusammenführen, ohne einen der Ordner durch den anderen ersetzen zu müssen. Beim Mausbefehl „Paketinhalt zeigen“ wird kein weiteres Fenster mehr geöffnet. Der Finder bietet außerdem neue Datei-Ansichten. Die Benutzer-Library ist standardmäßig unsichtbar. Außerdem soll es möglich sein, die gleiche Datei von mehreren Benutzern gleichzeitig zu öffnen und zu bearbeiten. In der Finder-Symbolleiste befindet sich ein neues Icon, mit dem sich im geöffneten Verzeichnis ein neuer Ordner anlegen lässt.

Finder-Seitenleiste: Die Icons sind nun hellgrau wie in iTunes 10. Ihre Größe kann in der Systemeinstellung „Erscheinungsbild“ erstmals verändert werden. Der bisherige Home-Ordner der Seitenleiste weicht einem Ordner namens „Alle meine Dateien“, bei dem es sich um einen intelligenten Ordner handelt, dessen Gruppierung sich vom User festlegen lässt.

File Sharing: Die Option FTP wird (vermutlich aus Sicherheitsgründen) aus der Systemeinstellung Freigaben > Dateifreigabe > Optionen verschwinden, aber noch über die Kommandozeile möglich sein. Stattdessen gibt es die Optionen AFP und SMB (Windows). Auch der Support für das Protokoll NFS wird eingestellt, während die neue Option „WebDAV“ den Datenaustausch mit iOS-Devices ermöglicht.

Front Row: Front Row ist im neuen Lion verschwunden.

Fullscreen-Modus: Programme können nun Fenster durch eine Systemroutine von 10.7 maximieren. Dies klappt jedoch nur bei den Programmen, welche diese neue Funktion unterstützen. Zum Beenden des Vollbildmodus klickt man rechts oben in der dann erscheinenden Menüleiste auf ein Icon.

Gesten und Animationen: Sie wurden für Laptop und MagicTrackpad erweitert und verfeinert und den Multi-Touch-Gesten des iPad angepasst.

Hilfe: Die Mac-Hilfe wurde verbessert und ist übersichtlicher gegliedert.

iCal: Das Interface gleicht wie Mail und Adressbuch dem auf dem iPad. Die Aufgabenliste von iCal befindet sich nun im Menü.

iChat: Neu ist die Yahoo-Unterstützung, die das Einloggen in Yahoo IM-Account ermöglicht. Unterstützt wird ebenfalls das Webseiten-Sharing im neuen „iChat Theater“.

iCloud: iCloud ersetzt mobile.me (dessen Accounts bis 30.06.2012 verlängert wurden) und archiviert und synchronisiert drahtlos und automatisch Daten zwischen allen Macs, PC und iOS-Geräten, auf denen iCloud installiert ist. iCloud bietet einen Speicherplatz von 5 GB. Für bei Apple gekaufte Musik, Programme und digitale Bücher steht zusätzlicher Platz zur Verfügung. iCloud ist kostenlos.

iOS-Finder-Integration: Der Systemordner enthält als Finder-Ressourcen einige versteckte PNG-Icons von iPhone, iPad und iPod Touch. Dies könnte (Spekulation!) darauf hindeuten, dass sie im fertigen Lion in der Finder-Seitenleiste auftauchen werden. So könnte statt per iTunes künftig bspw. auch via AirDrop (s. u.) ein Datenaustausch zwischen Macs und iDevices möglich werden.

iSync: Das Programm ist im Lion nicht mehr vorhanden.

iTunes: Der als iTunes Artwork bekannte Bildschirmschoner, der CD-Cover etc. aus iTunes importiert, wird interaktiv: Wenn man die Maus über einem Cover hält, startet die Wiedergabe des dazugehörigen Songs bzw. Albums.

Java: Java-Runtime fehlt. Startet man ein Programm, das Java benötigt, wird jedoch direkt sein Download angeboten.

Launchpad: Damit hat man Zugriff auf seine Programme, die per Klick aufs Dock-Icon von Launchpad wie beim iPad gleichmäßig über den Bildschirm verteilt im Vollbildmodus zu sehen sind. Man kann die Programme dort nach eigenen Wünschen anordnen oder in Ordnern gruppieren. Das Icon von Launchpad lässt sich im Dock nicht verschieben. Es liegt direkt neben bzw. unter dem des Finders. Das Blättern ist ohne Trackpad etwas unkomfortabel: Man muss entweder mit der Maus unten auf die kleinen Kreise klicken oder die Rechts-/Links-Pfeile der Tastatur nutzen. Klickt man im Launchpad länger auf ein Icon, erhält man wie im iOS die Möglichkeit zur Deinstallation des Programms. Diese Funktion steht allerdings nur für Programme aus dem AppStore zur Verfügung.

Notstart-Partition: Wenn man beim Start die alt-Taste drückt, entdeckt man im Startup-Manager eine bei der Installation im Hintergrund mitinstallierte zusätzliche Partition namens „Recovery HD“. Weder Finder noch Festplatten-Dienstprogramm zeigen sie an. Sie ersetzt in Notfällen den Start von einer System-DVD. Man hat nach dem Start von „Recovery HD“ die Möglichkeit, das Festplatten-Dienstprogramm einzusetzen, das System aus einem Time Machine-Backup wiederherzustellen oder das System neu zu installieren. Diese Notfall-Partition ist zudem ein Indiz dafür, dass es Lion auch als Download zu kaufen geben wird.

Mail: Das Programm erhält ein völlig neues Outfit mit verbesserter Suchfunktion. Mails im Posteingang sowie eine Vorschau der ausgewählten Mail sieht man in voller Höhe. Mit dem neuen Postfachbalken greift man mit einem Klick auf die wichtigsten Ordner zu. Die Funktion „Conversations“ vereinfacht das Lesen und Verwalten von E-Mails, indem sie Nachrichten automatisch als E-Mail-Unterhaltung gruppiert. Per Klick in eine solche E-Mail-Unterhaltung im Posteingang erhält man einen übersichtlichen, chronologisch sortierten Feed. Lange Zitatketten lassen sich mit einem Klick ein- und ausblenden. Die Liste der Mails sieht aus wie im iOS, selbst die Header verhalten sich gleich. Mail unterstützt nach wie vor mehrere Accounts. Eine Liste der Accounts, Postfächer usw. kann man links neben der Mail-Liste ausklappen. Mails lassen sich nun nicht mehr nur mit einer Markierung versehen, sondern es stehen derer sieben zur Auswahl. Mail wurde jedoch nicht neu entwickelt; es ist nach wie vor das selbe Programme, jedoch mit stark veränderter Optik. Das bisherige Layout kann man jedoch in den Voreinstellungen wieder aktivieren.

Mehrfachnutzer-Screen Sharing: In 10.7 können mehrere Nutzer gleichzeitig Screen Sharing (Version 1.3) nutzen. Hierbei besitzt jeder Nutzer ein eigenes Benutzerkonto mit individueller Umgebung.

Migrationsassistent: Er bietet die neue Möglichkeit, Daten auch von einem PC innerhalb des Netzwerks zu migrieren.

Mission Control: Diese Funktion zeigt auf einen Blick alle geöffneten Dokumente und Ansichten von Exposé, Spaces, Dashboard und Vollbildansichten geöffneter Dateien. Per Klick kann man in die einzelnen Bereiche wechseln. Mission Control zeigt das Icon des Programms an, zu dem ein Fenster gehört. Spaces lassen sich nur noch in horizontal anordnen und nicht mehr vertikal.

Ordner und Fenster: Klickt man auf einen Ordner, so öffnet sich wie in iOS4 eine Art Sprechblase und zeigt den zuvor miniaturisiert dargestellten Ordner-Inhalt im Großformat. Fenster lassen sich an allen Ecken vergrößern und verkleinern, nicht mehr nur rechts unten. Ordnerlisten lassen sich kategorisieren, z. B. nach Dokumenttyp. Über dem Rand des Inhalts gibt es Scrollbars wie auf dem iPhone. Sie werden am Anfang kurz sichtbar und verschwinden dann. Erst beim Scrollen werden sie wieder eingeblendet. Auf Macs mit normaler Maus sind aber die Standard-Scroller aus Snow Leopard vorhanden, was sich in den Systemeinstellungen jedoch ändern lässt. Die Scroll-Richtung wurde umgedreht. Scrollt man nach unten, rutscht der Scrollbalken wie beim iPad nach oben. Man kann jedoch auch die bisherige Scroll-Richtung wieder einstellen. Die drei Buttons der Dokumentfenster oben links sind deutlich kleiner. Fenster haben auch unten runde Ecken. Wenn ein Dokument geändert wird, wird das nicht mehr mit einem Punkt im roten Button oben links angezeigt, sondern rechts oben im Fenster. Dort steht dann „bearbeitet“ und man kann „Versions“ aufrufen (s. u.). Der grüne Button verändert die Fenstergröße nun animiert.

Podcast Publisher: Dieses neue Programm ermöglicht das schnelle und einfache Herstellen und Sharen von Audio- und Video-Podcasts. Auch Importe und Aufnahmen sind damit möglich.

Programmcrash-Hinweis: Bei einem unmittelbar bevorstehenden Programm-Crash erscheint ein Fenster, das es ermöglicht, das Programm kurz fortzusetzen, bspw. zum Speichern der aktuellen Arbeit.

Programmverwaltung: Lion zeichnet sich durch eine flexible Prozessverwaltung zugunsten schnellerer Abläufe aus. Hierzu kann 10.7 Programme vorübergehend suspendieren. Wechselt man zwischen verschiedenen Programmen, so laufen geöffnete, aber inaktive Programme bei Speichermangel nicht, sondern befinden sich im sogenannten Suspend-Zustand. Aktiviert man ein solches Programm wieder, wird (je nach Programm und Entscheidung seines Entwicklers) derselbe Zustand wie zum Zeitpunkt seiner Suspendierung angezeigt.

Push-Benachrichtigungen: Wie in iOS

Quick Look: Quick Look wurde deutlich verbessert und kann eine Vielzahl von Dateiformaten in seiner Voransicht öffnen, wofür zuvor erst separate Plugins installiert werden mussten. Außerdem wurde Quick Look in Spotlight integriert. Der Hintergrund der Quick Look-Fenster ist nicht mehr anthrazit, sondern weiß.

Quick Time: Quick Time kann in Lion nicht nur den ganzen Bildschirm filmen, sondern nun auch ausgewählte Teile davon. Das Programm unterstützt Facebook, Flickr, Vimeo und Mail-Sharing. Quick Time 7 gibt es nicht mehr.

Rechteverwaltung: Zur Erhöhung der Sicherheit werden in 10.7 für eine Reihe von System- und Library-Ordnern geänderte Standardberechtigungen vergeben. Dies soll eine Änderung von System-Dateien ohne Root-Authentifizierung verhindern.

Resume: Resume speichert den Status quo vorm letzten Logout oder Ausschalten, das heißt beim nächsten Einschalten kann man mit allen zuletzt geöffneten Programmen und Dokumenten dort weitermachen, wo man vorm Ausschalten aufgehört hat.

Retina-Monitor-Unterstützung: Dank einer sogenannten unabhängigen Auflösung (HiDPI-Anzeigemodus) ist künftig eine Unterstützung von Retina-Displays denkbar. Dadurch ließe sich die Bildschirm-Anzeige durch Verdoppeln der Pixelzahl anpassen. Aus 1440 x 900 Pixel würde so eine Auflösung von 2880 x 1800 Pixel.

Rosetta: Der Emulator älterer PPC-basierter Programme wird voraussichtlich verschwinden. Beim Öffnen eines solches Programms erscheint der Hinweis „You can´t open the application XY because PowerPC applications are no longer supported“. Ohne Rosetta werden also keine PPC-Programme, sondern nur noch Intel- und Universal-Versionen unter 10.7 laufen. Mit einem Programm wie bspw. ArchDetect kann man nachsehen, welche dies sind. Alternativ kann man dies auch im System-Profiler unter Software > Programme herausfinden. Auf Rosetta angewiesene User können also nur hoffen, dass sich ein anderer Software-Hersteller dieses Themas annimmt und einen tauglichen Ersatz-Emulator programmiert.

Safari: Safari ist stabiler durch eine verbesserter Isolierung von abstürzenden Plugins. Safari nutzt WebKit2. Der Bookmark-Plus-Knopf ist nun Bestandteil des Ladebalkens. Im Menü bietet Safari eine Do-not-track-Funktion, um der Neugier der Werbeindustrie einen Riegel vorzuschieben. Der bereits in Safari 5 zuschaltbare Downloads-Button zeigt in Version 5.1 den aktuellen Ladefortschritt an und ein Popup führt bereits abgeschlossene sowie die laufenden Downloads auf.

Samba: Die Open Source-Software, welche bisher Windows-Serverfunktionen unter Mac OS X zur Verfügung stellte, wird abgelöst von einer Apple-Software.

Scene Kit: Lion enthält ein neues Framework namens Scene-Kit, das es Entwicklern ermöglicht, einfache 3D-Rendering-Anwendungen zu implementieren.

Schriftverwaltung: Sie bietet eine Duplikat-Erkennung sowie ein verbessertes Informationsfenster.

Screen Sharing: Bei der Verbindung mit einem entfernten Mac kann man dort nicht nur den gerade eingeloggten Account fernsteuern, sondern sich auch als anderer User einloggen.

Smilies: Lion unterstützt Emoticons

Software-Updates: Mit Lion wird es vermutlich erstmals möglich, das Mac OS über den AppStore zu erwerben. Einer System-DVD bedarf es hierzu nicht mehr. Das System ist dann an den jeweiligen Rechner gebunden. Man kann dann nicht mehr mit einer Installations-DVD das Betriebssystem auf einen anderen Mac aufspielen. Die Handhabung beim Wechsel oder Verkauf des Rechners ist noch unklar. Wie beim iTunes-Store verbleibt gekaufte Software in der Apple-Datenbank und man kann sich die Software ggfs. jederzeit wieder kostenlos herunterladen. Künftig könnte also der AppStore die zentrale Vertriebsplattform für Apple-Software werden.

Spaces: Für jeden Space kann man einen anderen Bildschirmhintergrund wählen.

Spotlight: Die Integration von Quick View ermöglicht eine sofortige schnelle Treffer-Vorschau. Die Suchmöglichkeiten wurden verfeinert und die Suchtechnik verbessert. Die Icons sind im Suchfeld rechts oben deutlich größer.

Stacks: Sie bieten eine neue Quick View-Voransicht.

Systemeinstellungen: Es gibt in Anlehnung an iOS einige neue Systemeinstellungen wie z. B. Privacy, Internet Accounts und Disk Encryption (vorher File Vault). In der Systemeinstellung „Internet Accounts“ kann man z. B. einen Account bei GMail eintragen, der danach automatisch in iChat und Mail vorhanden ist.

System-Profiler: Er ist einfacher und übersichtlicher gestaltet und auch für Laien verständlicher geworden. Handbücher und Support-Dokumente lassen sich direkt aus dem System-Profiler öffnen.

Tab-Bars: Tab-Bars wie z. B. in den Systemeinstellungen „Exposé und Spaces“ sind jetzt Schalter wie der An/Aus-Schalter im iOS.

Terminal: Hier gibt es ein paar optische Neuheiten (Farben, Hintergrundmotive, Transparenzen usw.).

TextEdit: Verschiedene Funktionen wie z. B. Stil, Größe und Satz einer Schrift sowie die Schriften selber sind samt einer Farbwahltafel in der Symbolleiste des Dokuments aufrufbar. Die Rechtschreibkorrektur blendet Korrekturvorschläge ein. Das Wörterbuch wurde deutlich verbessert. Das neue TextEdit unterstützt außerdem vertikale Layouts für ostasiatische Sprachen.

Thunderbolt: Lion erlaubt an den neuen, mit Thunderbolt ausgestatteten MacBook Pro und iMacs eine höhere Netzwerkgeschwindigkeit.

Time Machine: TM-Backups können jetzt auch auf der eigenen Platte abgelegt werden. Das Wiederherstellen versehentlich gelöschter Daten geht dann sehr schnell. Zum Wiederherstellen eines kompletten Volumes, z. B. bei einem Platten-Crash, ist dieser Modus aber nicht zu empfehlen, weil sich dann Originaldaten und Backup auf der selben defekten HD befinden.

TRIM: Lion unterstützt TRIM (beugt Datenfragmentierung vor) auf SSDs, vermutlich jedoch nur Apple-SSDs.

Über diesen Mac: Das Feature unterm Apfel bietet im iOS-Stil eine Reihe zusätzlicher Angaben zu Speicher, Monitor, RAM, Akku usw.

Versionen: Diese Funktion arbeitet wie eine abgespeckte Time Machine. Sie erstellt automatisch bei jedem Öffnen des Dokuments und anschließend stündlich während der Bearbeitung eine Version des Dokuments. Zum Wiederherstellen einer älteren Version reicht in der Übersicht der gespeicherten Versionen ein Klick. Auch eine Kombination der Inhalte verschiedener Versionen ist möglich.

VoiceOver: Es stehen mehr Stimmen, Sprachen und nun auch regionale Sprachvarianten (z. B. Australian English, British English, Scottish English usw.) zur Verfügung – und das in nahezu natürlicher Klangqualität.

Vorschau.app: Das Programm hat eine Vollbildfunktion erhalten und kann nun auch Excel-, PowerPoint- und Word-Dokumente anzeigen. Zudem kann man mit einer Lupe Inhalte vergrößern. Die Möglichkeiten, PDFs mit Anmerkungen zu versehen, wurden deutlich erweitert. Unter der Einstellung „Signaturen“ kann man Unterschriften herstellen und anschließend in PDF-Dokumente einbetten. Dies funktioniert über die integrierte Kamera. Hierzu schreibt man seine Unterschrift mit einem schwarzen Stift auf ein Stück weißes Papier und hält sie dann beim Auslösen über einer angezeigten blauen Linie in die Kamera.


Danke!

Soweit so gut. Wer hier nun glaubt, ich hätte das alles selbst geschrieben und zusammengetragen der täuscht natürlich. Ich hatte es eigentlich vor, jedoch fand ich diese Auflistung auf http://forum.macsofa.net. Dort wurde von vielen fleißigen Usern diese Liste zusammengetragen, die ich kaum zu toppen finde. Mein Dank geht an dieser Stelle an Macmacfriend. Danke für die Erlaubnis diese Liste auch hier veröffentlichen zu dürfen!

Eure Meinung?

Ich wüsste natürlich nun gerne eure Meinungen.
Welche Feature vermisst ihr?
Wann werdet ihr umsteigen?
Und auf was freut ihr euch am meisten?

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3 Kommentare zu “OS X 7 (Lion) Teil 2: Die Neuerungen im Detail

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