In Österreich ist das Bestellen im Internet bei bestimmten Online-Shops ab heute etwas teurer geworden: Große Versandhändler mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz in Österreich müssen künftig 2 Euro pro Paket oder Bestellung als Paketsteuer abführen. Dazu kommt die österreichische Umsatzsteuer von 20 Prozent, sodass am Ende 2,40 Euro daraus werden.
Für deutsche Kunden ändert sich dadurch grundsätzlich nichts. Betroffen sind Händler, die Waren an österreichische Privatkunden in Österreich verschicken. Berichten zufolge trifft die Regelung derzeit 16 große Onlinehändler und Marktplätze wie Amazon, Temu, Zalando, Otto, eBay, Apple, IKEA, MediaMarkt und Shein.
Amazon nimmt 2,40 Euro pro Bestellung
Bei Amazon wird die Abgabe pro Bestellung berechnet und nicht für jedes einzelne Paket. Werden die Artikel also auf mehrere Pakete verteilt, bleibt es bei den 2,40 Euro. Auch Prime-Bestellungen sind nicht ausgenommen. Amazon weist den Betrag im Bestellvorgang separat aus und hat zur Paketsteuer auch eine ganze FAQ-Seite mit detaillierteren Infos veröffentlicht.
Man äußert außerdem Bedenken hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit des Paketsteuer-Gesetzes und seiner Vereinbarkeit mit den Regeln des EU-Binnenmarkts und strebt wohl eine gerichtliche Überprüfung an.

Eine sehr zweifelhafte Steuer und zusätzlich auf diese Steuer zusätzlich eine weitere Steuer zu verlangen ist dreist!