iOS 27: Apples höchste KI-Stufe könnte 59,99 Euro im Monat kosten

Apple gibt in der aktuellen iOS 27-Beta weitere Hinweise darauf, wie der Konzern iCloud+ künftig mit Apple Intelligence verknüpfen will. Dabei rückt vor allem der teuerste iCloud+-Tarif in den Fokus. Für 59,99 Euro pro Monat gibt es bei Apple derzeit 12 TB Speicher. Nach den Hinweisen aus der iOS 27-Beta könnte genau dieser Tarif künftig auch bei Apple Intelligence die meisten Reserven bieten.

Grafik: Apple

HomeKit Secure Video bekommt KI-Limits

Konkret geht es unter anderem um HomeKit Secure Video. Mit iOS 27 sollen Kameraaufnahmen stärker per KI ausgewertet werden können. Dazu gehören Erkennung, Gruppierung und Suche innerhalb der Aufnahmen. Die Funktionen sollen aber nicht in jedem iCloud+-Tarif gleich umfangreich verfügbar sein. Nach Angaben aus der Beta ist der 6-TB-Tarif für 29,99 Euro pro Monat offenbar auf 15 Kameras mit diesen KI-Funktionen begrenzt. Der 2-TB-Tarif für 9,99 Euro pro Monat erlaubt zwar bereits heute beliebig viele HomeKit-Secure-Video-Kameras. Offen ist aber, wie viele Kameras dort die neuen KI-Funktionen nutzen können. Wenn schon der 6-TB-Tarif bei 15 Kameras liegt, dürfte die Grenze beim 2-TB-Tarif entsprechend niedriger ausfallen.

12-TB-Tarif offenbar ohne harte Kamera-Grenze

Der 12-TB-Tarif soll die Beschränkung offenbar aufheben oder zumindest so weit erhöhen, dass sie praktisch kaum noch eine Rolle spielt. Damit würde Apple den teuersten iCloud+-Plan nicht mehr nur über Speicherplatz verkaufen. Interessant ist die Formulierung in der Beta. Apple bewirbt den 12-TB-Tarif offenbar mit „mehr Zugriff auf Intelligence-Funktionen“. Das klingt nicht nur nach HomeKit Secure Video, sondern nach einer breiteren Abstufung bei Apple Intelligence.

Mehr KI-Zugriff statt nur mehr Speicher

Apple hatte bereits angekündigt, dass bestimmte KI-Funktionen nicht unbegrenzt nutzbar sein werden. Dazu gehören etwa generative Funktionen in der Bildbearbeitung, das Erzeugen von KI-Bildern, das Verschieben der Perspektive oder das Erweitern eines Bildbereichs per KI. Damit wird iCloud+ zunehmend zu mehr als einem Speicherpaket. Je nach Tarif könnte künftig auch entscheidend sein, wie intensiv Nutzer Siri AI und andere Apple-Intelligence-Funktionen verwenden können. Der Unterschied zu klassischen Cloud-Speicherplänen wird damit größer. Wer viel KI nutzt, könnte nicht wegen des eigentlichen Speicherbedarfs in einen teureren Tarif gedrängt werden, sondern wegen höherer Nutzungslimits.

Apple bleibt bei genauen Grenzen vage

Noch ist das Bild nicht vollständig. iOS 27 befindet sich weiter im Betatest, und Apple kann Limits, Formulierungen oder Tarifdetails bis zur finalen Veröffentlichung noch ändern. Bei HomeKit Secure Video tauchen immerhin konkrete Kamera-Grenzen auf. Bei generativen KI-Funktionen bleibt Apple deutlich unklarer. Es ist daher noch offen, ob Apple später genaue Tageslimits nennt oder eher allgemein von erweitertem Zugriff spricht. Das ist für Nutzer ein wichtiger Punkt. Auch andere KI-Anbieter verkaufen teure Tarife längst nicht mehr automatisch als echte Flatrate. Häufig gibt es Limits, Priorisierungen oder Fair-Use-Regeln, die erst im Alltag spürbar werden.

EU bleibt bei Siri AI ein Sonderfall

Für Nutzer in Deutschland kommt hinzu, dass Siri AI auf iPhone und iPad in der EU zunächst nicht starten soll. Apple verweist dabei weiter auf den Digital Markets Act. Ein teurerer iCloud+-Tarif würde daran allein nichts ändern. Wer den 12-TB-Tarif bucht, erhält dadurch nicht automatisch Zugriff auf KI-Funktionen, die Apple in Europa noch nicht freigibt. Trotzdem zeigen die neuen Hinweise aus der iOS 27-Beta die Richtung klarer. Apple macht iCloud+ schrittweise zur Tarifbasis für Apple Intelligence. Speicher bleibt wichtig, künftig dürfte aber auch der KI-Zugriff stärker über den gewählten iCloud+-Plan laufen.

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