Apple sucht weiter nach Wegen, die hohen Speicherpreise abzufedern. Als möglicher Hebel galt zuletzt ChangXin Memory Technologies, kurz CXMT. Der chinesische DRAM-Hersteller sollte Apple mehr Spielraum in Verhandlungen mit Samsung, SK Hynix und Micron verschaffen. Genau dieser Plan scheint aber schwieriger zu werden als gedacht. Laut Berichten aus der asiatischen Fachpresse kann CXMT Apple offenbar nicht deutlich günstiger beliefern. Damit fällt ausgerechnet der Anbieter als Preisdruckmittel aus, der den etablierten Speicherherstellern Konkurrenz machen sollte.

CXMT produziert, aber nicht automatisch billiger
CXMT ist längst kein reiner Nachzügler mehr. Das Unternehmen fertigt inzwischen moderne DRAM-Produkte und hat LPDDR5X bereits in die Massenproduktion gebracht. Genau dieser Speicher ist für Smartphones, Tablets und Notebooks relevant. Der Haken liegt aber in der Fertigung. CXMT kann nicht auf dieselbe moderne EUV-Ausrüstung zurückgreifen wie die führenden Anbieter aus Südkorea und den USA. Das zwingt den Hersteller zu aufwendigeren Produktionsschritten mit älterer Technik. Damit verschiebt sich die Rechnung. Chinesischer Speicher muss nicht automatisch günstiger sein, wenn die Herstellung mehr Aufwand verursacht oder die Ausbeute niedriger liegt. Für Apple ist das ein Problem, weil CXMT nur dann als echter Hebel taugt, wenn der Anbieter preislich klar unter Samsung und SK Hynix liegt.
Apple wollte offenbar mehr Druck im Einkauf
Berichten zufolge wollte Apple CXMT nicht nur als zusätzlichen Lieferanten prüfen, sondern auch als Signal an die bisherigen Speicherpartner nutzen. Mehr Anbieter bedeuten normalerweise mehr Verhandlungsmacht. Im aktuellen Markt funktioniert diese Logik aber nur begrenzt. Die Nachfrage nach Speicher ist durch KI-Rechenzentren hoch. Samsung, SK Hynix und Micron verlagern Kapazitäten in Richtung High Bandwidth Memory, weil dort höhere Margen winken. Für klassischen Mobil- und PC-Speicher bleibt dadurch weniger Entlastung. Wenn CXMT dann nicht deutlich günstiger anbieten kann, steigt Apples Druck auf die etablierten Lieferanten kaum.
Huawei und Xiaomi binden Kapazitäten
Ein weiterer Punkt kommt hinzu: CXMT ist im eigenen Markt gefragt. Huawei, Xiaomi und andere chinesische Hersteller haben ein starkes Interesse daran, heimische Speicherlieferanten langfristig abzusichern. Wenn große Teile der Kapazität bereits über solche Kunden gebunden sind, muss CXMT Apple nicht um jeden Preis gewinnen. Das ist für Apple ungewöhnlich. Normalerweise kann der Konzern durch seine Größe und seine Abnahmemengen erheblichen Druck auf Zulieferer ausüben. Bei Speicher scheint diese Macht derzeit begrenzter zu sein. Ein Anbieter, dessen Produktion ohnehin ausgelastet ist, hat weniger Anlass, Apple Rabatte einzuräumen.
Politischer Druck bleibt ein Risiko
Hinzu kommt die politische Ebene. CXMT ist in den USA umstritten. Apple müsste bei einem stärkeren Einsatz chinesischer Speicherchips nicht nur technische und preisliche Fragen klären, sondern auch den politischen Widerstand in Washington einkalkulieren. Das macht CXMT für Apple zu einem komplizierten Lieferanten. Einerseits könnte ein zusätzlicher Anbieter die Abhängigkeit von Samsung, SK Hynix und Micron reduzieren. Andererseits entstehen neue Risiken bei Exportkontrollen, Lieferfreigaben und öffentlicher Wahrnehmung. Für globale Produkte wäre das besonders heikel. Wahrscheinlicher wäre daher zunächst ein begrenzter Einsatz, etwa für bestimmte Geräte oder Märkte.
Speicherpreise bleiben Apples Problem
Für Kunden ist die Entwicklung wenig erfreulich. Wenn Apple keinen glaubwürdigen günstigeren Speicherlieferanten aufbauen kann, fehlt ein wichtiger Hebel gegen steigende Einkaufspreise. Das betrifft nicht nur Macs und iPads. Auch kommende iPhones könnten unter höheren Speicher- und RAM-Kosten leiden. Ob Apple diese Kosten vollständig selbst trägt oder teilweise an Kunden weitergibt, bleibt offen. Tim Cook hatte zuletzt bereits vorsichtig formuliert, dass zusätzliche Anbieter auf der Angebotsseite helfen können, die Wirkung auf Preise aber unklar bleibt. Genau diese Einschränkung wirkt nun plausibler.
Kein Ende der CXMT-Schiene
Trotzdem dürfte Apple den Kontakt zu CXMT nicht abbrechen. Auch ein Lieferant ohne klaren Preisvorteil kann strategisch wertvoll sein, wenn er die Versorgung breiter aufstellt. Für Apple geht es also nicht nur um billigeren Speicher. Es geht auch darum, nicht vollständig von wenigen großen DRAM-Anbietern abhängig zu bleiben. Kurzfristig dürfte CXMT die Speicherpreise aber kaum drücken. Samsung, SK Hynix und Micron behalten damit vorerst ihre starke Position. Für Apple bleibt die Suche nach Entlastung im Speichermarkt offen.
Na, hier sehen wir vermutlich das Problem, dass ca. 30–45 % Helium vom Markt verschwunden sind. Und N6-Helium braucht man, um mit den ASML-Maschinen Chips herstellen zu können. China hat am 9.7. sehr plötzlich ein komplettes Exportverbot für Heliumprodukte erlassen.
Und diesen Rohstoffmangel wird man in den kommenden Wochen/Monaten ziemlich stark merken. Nicht nur höhere Preise, aber auch keine Zusagen für Chiplieferungen.
Ich als Hersteller für Speicher würde einem Ekel wie Apple auch keinen einzigen Cent Nachlass geben, weil ich deren Margen durch die Börse ja kenne.
Heißt Apple braucht die Speicherpreise nur mit ihren abartigen Gewinnmargen abzufedern, denn dafür gibt es Kapital welches als „Notgroschen“ in guten, für schlechte Zeiten angesammelt wird.
Damit könnten sie problemlos die Preise für die Telefone und Tablet halten, statt sich in ein paar Monaten über die bösen Speicherhersteller zu beschweren.
Bei Microsoft genauso.
134 Milliarden!!! Gewinn im letzten Geschäftsjahr.
Die paar Millionen um die XBOX dauerhaft bei 400-500 € zu lassen und damit Sony komplett vom Markt zu drücken, wären locker da.
Nein, man geht immer den gierigen Weg und schraubt Preise nach oben.
Niemand kauft mehr eine XBOX. Der Preispunkt dafür ist völlig überhöht.
Wenn das bei Apple mit den Telefonen auch passiert ist Polen aber offen.
Das Argument würde passen, wenn Apple die Preise sofort erhöht hätte. Genau das ist aber nicht passiert. Apple hat die Mehrkosten laut eigener Aussage zunächst selbst getragen und erst jetzt eingeräumt, dass sich das auf Dauer nicht vollständig kompensieren lässt. Hohe Gewinne bedeuten nicht, dass ein Unternehmen unbegrenzt steigende Materialkosten subventioniert.
https://www.deskmodder.de/blog/2026/06/18/apple-preise-sollen-steigen-ki-boom-verteuert-speicherchips-massiv/
Bin ich theoretisch bei dir.
Aber wenn Apple TROTZ angeblich hoher Kosten, Rekordgewinn um Rekordgewinn einfährt, dann stimmt etwas nicht an der Rechnung.
Denn auf der einen Seite nicht mehr wissen wohin mit den Gewinnen, auf der anderen Seite rumheulen und Preise erhöhen um noch mehr Gewinn zu machen.
https://www.computerbase.de/news/wirtschaft/apple-quartalszahlen-naechste-preissteigerung-bei-mehr-gewinn-anvisiert.98654/
Rekordgewinne schließen steigende Kosten nicht aus. Apple hat die höheren Speicherpreise laut Tim Cook zunächst über Monate selbst abgefedert und eben nicht sofort an die Kunden weitergegeben. Dass ein Unternehmen insgesamt hohe Gewinne erzielt, bedeutet nicht, dass einzelne Kostensteigerungen dauerhaft aus der Marge finanziert werden. Irgendwann muss entschieden werden, ob man die Marge sinken lässt oder Preise anpasst. Genau an diesem Punkt scheint Apple inzwischen angekommen zu sein.
„Irgendwann muss entschieden werden, ob man die Marge sinken lässt oder Preise anpasst.“
Genau das schrieb ich ja.
Apple könnte spielend auf ein paar % der eigenen Marge verzichten um die Preise niedrig zu halten.
NEIN, stattdessen wird rumgeheult.
Es wäre doch weitaus effektiver, wenn man die Preise niedrig hält und damit viel mehr Kunden anlockt, die dann abartig viel Geld im überteuerten Kosmos von Apple ausgeben, weil sie z. B. nicht wissen dass sie im Store abgezockt werden, weil sie da 30 % mehr zahlen (wie bei Google, Sony und Steam ja auch)
Hmm also ich weiss nicht gewinn bei Firmen ja, also du nimmst den notgroschen weg und macht das produkt biliger den passiert was mit der Börse und deine Firma ist tod weil den notgroschen genomen hast ob das besser ist???
erinner mich an Deutsche firmen wo nie was auf die seiten tun, wenns mal überschuss ist den machts bum Firma tot natürlich Staat schuld nicht die Firma wo nie Rückhalt aufgebaut hat.
Apple hat die größte Marge an Geräten bezogen auf den lächerlich kleinen Speicher der dort verbaut ist. Die RAM Hersteller sollten Apple einfach mal aus hungern lassen. Apple sitzt am kleineren Hebel.
Ich fühle es.
Wird nur leider nicht passieren, da Geld leider alles regelt.
Und Apple schwimmt in Ozeanen von Geld.
Deine Firma in der USA währe nach einem Monat wider tot.
ich bau eien Firma um geld zu verdienen und nicht um sozial zu sein gegen über kunden und aus den roten zahlen zu kommen, den vergrössern und vergrössern, menschen einstellen die auch bleiben, und das werden sie nicht wenn die firma immer bischen über dem gewinn rennt und die mitarbeiter Angst haben, und wenn was los ist oder eine grössere anschaffung, leiden die mitarbeiter.
„lächerlich kleinen Speicher“: schreib doch mal über etwas, von dem du Ahnung hast.
Er hat aber nicht ganz unrecht, gab doch auch erst News dass im Nachhinein doch wiederum Speicher zusammen gestrichen wurde für bestimmte Modelle, obwohl der Trend klar zu mehr Speicher geht.
Gutes swapping kaschiert zwar einiges, aber RAM ist halt durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr RAM.
Apps werden immer aufgeblähter, betriebssysteme und dessen Dienste auch, und wenn wir von KI anfangen sind die Mindestanforderungen auch weit über dem was heute als Mindestmaß verbaut wird, und bei Minimum reden wir nicht von Optimum.
Bei Microsoft doch gleiches Spiel, auch frische News, 8GB sind heute einfach zu wenig wenn man mehr als eine App gleichzeitig benutzen möchte, gut das ist Windows, aber grob gesagt, überall geht der Trend hin zu mehr Speicher.
Ich benutze xiaomi Handys, und habe demnach auch deren Arbeitsspeicher verbaut, was heißt denn ältere Fertigung in dem Fall genau?
Kostet das mich mehr Akku, instabiler, langsamer, was genau sind die Nachteile?
Also für mich läuft mein Handy normal, keine Ahnung woran ich dann den chinesischen Speicher merke. 😅
Älterer Prozess bedeutet, wie im Artikel geschrieben, dass der Prozess zu Herstellung der Chips technisch aufwendiger, langsamer und mit einem höheren Ausschuss einhergeht.
Es bedeutet auch, dass ggf. nicht die Geschwindigkeiten und Timings der Konkurrenz erreicht werden könnten es bedeutet aber nicht zwangsläufig das der RAM instabiler läuft oder mehr Strom benötigt.
Wie groß die Nachteile sind kann von uns hier niemand sagen aber da Smartphonehersteller eh selten den schnellen RAM mit scharfen Timings verwenden sondern eher die standard JEDEC Spezifikation, kann es dir als Endkunden egal sein.
Der Nachteil in der Fertigung würde eher bei Desktop PCs auffallen. CXMT kann dann einfach keinen vergleichbar schnellen und scharfen RAM anbieten wie es Micron, Samsung oder SK Hynix können.
Deren RAM hört dann ggf. bei 6000CL40 auf während die anderen z.B. 6000CL26 oder 8000CL36 anbieten können.
Was dann letztendlich bei dir läuft ist auch noch mal von deinem eigenen IMC abhängig.
Wegen der vielen Variablen und um möglichst stromsparend und mit hoher Ausbeute unterwegs zu sein bevorzugen Smartphone Hersteller den JEDEC Standard. Den muss jeder IMC und jeder RAM Chip erfüllen können und da ist es nicht so relevant wie modern die Fertigung selbst ist. Entweder du erreichst die Vorgaben oder nicht. Alles was die Vorgaben nicht erreicht landet im Müll.