AliExpress muss in der EU 550 Millionen Euro Strafe zahlen. Die Kommission wirft dem Marktplatz vor, illegale und gefährliche Produkte nicht konsequent genug gestoppt zu haben. Grundlage ist der Digital Services Act, der für große Onlineplattformen strengere Pflichten vorsieht. Nach Angaben der Kommission waren unter anderem unsichere Spielzeuge, gefälschte Waren und gefährliche Kosmetikprodukte betroffen. Einige Angebote sollen trotz bekannter Probleme weiter online gewesen sein. Zudem sollen Nutzer solche Produkte weiterhin empfohlen bekommen haben.
Höchste Strafe nach dem Digital Services Act
Die Geldbuße ist die bislang höchste Strafe, die die EU-Kommission auf Grundlage des Digital Services Act verhängt hat. AliExpress gehört zur Alibaba Group und fällt als sehr großer Online-Marktplatz unter besonders strenge DSA-Vorgaben. Große Plattformen müssen systemische Risiken erkennen, bewerten und begrenzen. Dazu gehört auch, illegale oder unsichere Produkte schnell vom Marktplatz zu entfernen. Genau hier sieht die Kommission erhebliche Mängel. Die Höhe der Strafe begründet sie mit Dauer und Schwere der Verstöße.
Zu wenig Personal für Produktprüfungen
Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die internen Prüfprozesse. Nach den Feststellungen der Kommission prüfte AliExpress nicht ausreichend, ob genug Personal für die Kontrolle verdächtiger Produkte vorhanden war. Laut einem EU-Vertreter hatten Moderatoren teilweise nur 10 bis 20 Sekunden Zeit, um ein verdächtiges Angebot einzuschätzen. Bei Spielzeug, Elektronik oder Kosmetik dürfte eine solche Prüfung kaum ausreichen. Damit kritisiert die Kommission nicht nur einzelne Fehler, sondern die Struktur der Plattformaufsicht. AliExpress habe sich zu stark auf automatische Erkennungssysteme verlassen und deren Wirkung nicht ausreichend abgesichert.
Händler konnten Kontrollen umgehen
Auch die Compliance-Mechanismen sollen sich zu leicht umgehen lassen. Händler konnten problematische Produkte offenbar in falsche Kategorien einstellen, bei denen die Systeme ein geringeres Risiko annahmen. Dadurch prüfte AliExpress solche Angebote weniger streng. Gerade diese Lücken sind für Marktplätze problematisch, weil Händler sie gezielt nutzen können, um Kontrollen zu umgehen. Außerdem beanstandet die EU-Kommission, dass AliExpress den Einfluss von Empfehlungs- und Werbesystemen nicht ausreichend untersucht habe. Problematische Produkte konnten dadurch nicht nur auffindbar bleiben, sondern auch aktiv an Nutzer ausgespielt werden.
Unsichere Spielzeuge, Kosmetik und Fälschungen
Die Kommission nennt mehrere Produktgruppen, die besonders im Fokus standen. Dazu zählen unsichere Spielzeuge, gefährliche Kosmetika und gefälschte Produkte. Bei solchen Angeboten geht es nicht nur um Markenrechte. Unsichere Spielzeuge können verschluckbare Kleinteile enthalten, während Elektronik mangelhaft abgesichert sein kann. Kosmetikprodukte können zudem Stoffe enthalten, die nach EU-Regeln nicht zulässig sind. Für Verbraucher sind diese Risiken beim Onlinekauf oft schwer zu erkennen. Deshalb verpflichtet der DSA große Marktplätze dazu, ihre Systeme zur Erkennung und Entfernung solcher Produkte wirksam auszugestalten.
AliExpress muss bis Oktober Maßnahmenplan vorlegen
Mit der Geldbuße endet das Verfahren für AliExpress nicht. Der Marktplatz muss der EU-Kommission bis zum 20. Oktober 2026 einen Maßnahmenplan vorlegen. Darin soll AliExpress erklären, wie das Unternehmen die festgestellten Mängel dauerhaft beseitigen will. Gelingt das nicht oder bleiben die Maßnahmen unzureichend, drohen weitere Sanktionen. Ein Teil der Vorwürfe war bereits im Juni 2025 durch Zusagen des Unternehmens adressiert worden. Die nun verhängte Strafe betrifft die verbleibenden Verstöße, die die Kommission als ausreichend schwer bewertet.
AliExpress hält Strafe für unverhältnismäßig
AliExpress hält die Strafe für unverhältnismäßig und weist die Vorwürfe der Kommission zurück. Nach eigener Darstellung hat das Unternehmen bereits viel in Risikoprüfung, Produktsicherheit und Verbraucherschutz investiert. Der Konzern prüft nun seine Optionen. Gegen den Beschluss kann AliExpress vor dem Gericht der Europäischen Union vorgehen. Für andere große Onlineplattformen ist die Entscheidung trotzdem ein deutliches Signal. Automatische Filtersysteme allein reichen nicht aus, wenn gefährliche oder illegale Produkte weiter angeboten, beworben oder empfohlen werden.

Diese und andere Strafen sind längst eingepreist und außerdem ist der Gewinn vermutlich trotzdem höher.
Hersteller verstehen nur eine Sprache: Verkaufsverbot für längere Zeit und notfalls für das gesamte Unternehmen. Das ist, was wirklich noch weh tut, weil dann die Konkurrenz die Chance hat die Kunden zu gewinnen. Und genau das will jedes Unternehmen verhindern, weil das auch langfristige Folgen hat.
Was wegen Patentstreitigkeiten wegen Patenttrollen umzusetzen ist, sollte in solchen Fällen doch erst recht möglich sein.
Sollten Sie bei EBAY auch einführen; habe gerade einen offenen Fall. Habe mich beschwert ( war nacht Tagelanger warterei auch nicht mehr Freundlich ) und würde noch als blöd bezeichnet. Habe den dann entsprechend geantwortet. Hat das Geld noch nicht erstattet, ist ja noch Zeit. Hat nichtlieferung in den letzten 6 Monaten bereits 9 !! mal gemacht. Da nützt nur lebenslange Sperrung!!!
Du hast neun mal bestellt, obwohl vorher acht mal nicht geliefert wurde?
Ich habe ein mal bestellt. Habe erst viel zu spät seine 9 negativen Bewertungen im letzten halben Jahr gesehen. Dem geht einer ab, Leute zu verar… Verkauft einen Film für 3€, aber übernimmt selbst den Versand mit Sendungsverfolgung mit 18 er Bestätigung, was 9€ Kostet. Natürlich kommt nichts an.
Wenn ich mein Geld nicht zurück erhalte, wird es mir eine freude sein, EBAY dazu zu bewegen, diesen Voolh… zu sperren. Der ist als Privater Verkäufer angegeben, hat aber über 500 Anzeigen Online. Irgendwas stinkt.
Wieso wurde mein Kommentar entfernt?
Hier wurde keiner entfernt, oder hängt in der Warteschleife.
Ah, ich war irritiert, weil er erst sichtbar war und bearbeitet werden konnte und plötzlich nach einem Refresh weg war. Normalerweise kommt ja ein Hinweis, wenn ein Kommentar erst geprüft werden muss, deswegen dachte ich, dass er bereits da stehen müsste und entfernt wurde.
Wenn du deinen Kommentar noch mal editiert hattest, kanns sein, dass er kurz in der Warteschleife war. Dann war Björn wohl schneller ihn freizugeben, bevor ich nachschauen konnte.
Über die Strafe lachen doch Firmen wie AliExpress, da hilft nur eines konsequenter Einfuhrstopp jeglicher Produkte in die EU. Damit ist der Verlust deutlicher höher als die schlappen 550 Million Euro.
Das wiederum trifft aber auch sehr viele Händler in der EU, denn was glaubst du, wo die ihre Produkte beziehen? Das Zeug kommt alles aus Asien und vorwiegend aus China. Die gehen dann halt alle pleite, wenn sie keine Waren mehr bekommen. Und wenn die Einschränkung nur Verbraucher gelten soll, dann ist das Markt- und Wettbewerbsverzerrung. Denn wenn ich die Möglichkeit als Endverbraucher habe, Originalware günstiger zu beziehen, als direkt beim vermeintlichen, deutschen Hersteller, wo ist da dann das Problem? Dass dort auch Fälschungen verkauft werden, ist mir bewusst. Aber die erkennt man meist vor dem Kauf.
Anekdote dazu: Ich bin öfters mal im Porsche Zentrum bei mir um die Ecke, weil der Dicke aufgrund des Alters immer mal wieder irgendwelche Schmerzen hat. Vielleicht bin ich aber auch bloss überempfindlich und höre Dinge, die nicht da sind. Das will ich gar nicht ausschliessen. Jedenfalls gehöre ich als Stammkunde da mittlerweile quasi zum Inventar und bekomme öfters mal kleine Aufmerksamkeiten geschenkt (Basecaps, Schlüsselanhänger, T-Shirts, …). So ein Porsche Basecap kostet mich im offiziellen Porsche Shop CHF 39.-. Ich habe mir dann mal den Spass erlaubt und ein identisches Basecap bei Aliexpress für geradezu lächerliche CHF 4.50 inkl. Versand bestellt (da ich gleich zwei Stück bestellt habe und ab CHF 9.- der Versand von Choice-Artikeln inklusive ist). Zu meiner Überraschung sind alle drei Basecaps absolut identisch: Passform, Geometrie, Stickerei, Verarbeitung, Labels, Material, … einfach alles genau gleich. Bin dann mit einem der Aliexpress Basecaps zu Porsche. Die Damen am Empfang erkannte mich gleich, sah das Cap und meinte, „Oh, ich wusste gar nicht, dass wir wieder weisse Basecaps haben. Die sollen eigentlich erst in ein paar Wochen eintreffen.“ Habe ihr dann erzählt, dass ich das Ding bei Aliexpress gekauft habe. Daraufhin ging die Fachsimplerei los. Es wurde geprüft und verglichen und niemand war in der Lage, einen Unterschied auszumachen. Entweder ist das Aliexpress Basecap also ein grandioser Fake oder es ist schlicht original. Genauso, wie die anderen Sachen, die ich dort für meinen Porsche gekauft habe, und die teils in original Porscheverpackungen aber immer mit original Serien- und Artikelnummer bei mir angekommen sind — lediglich zu einem Bruchteil des Preises, den ich direkt bei Porsche bezahlt hätte.
Wenn ich sehe das sie immer noch VCDS für 20€ verscherbeln…..
Die eigentliche Härte für AliExpress liegt nicht im reinen Bußgeld, sondern in den operativen Auflagen der EU.
Investitionszwang:
AliExpress muss bis zum 20. Oktober 2026 einen strengen Maßnahmenplan vorlegen.
Personalaufbau:
Das Unternehmen wird gezwungen, massiv in Kontrollpersonal und Filter-Technologien zu investieren.
Folgestrafen-Risiko:
Kooperiert die Plattform nicht ausreichend oder setzt die Löschung illegaler Produkte nicht konsequent um, drohen tägliche Zwangsgelder durch Brüssel.
Zusätzlich wird das günstige Geschäftsmodell in Europa durch die zeitgleich eingeführte 3-Euro-Pauschalabgabe auf alle Pakete unter 150 Euro massiv belastet.
Und auch diese Massnahmen treffen wieder mal nur den Verbraucher, denn die Hersteller und Verkäufer preisen das entsprechend ein. Dem Wirtschaftsstandort Deutschland hilft diese Massnahme genau gar nicht. Das ist so ähnlich, wie wenn man mit Kanonen auf Spatzen schiesst, weil die einem dauernd auf’s Dach kacken, die Spatzen aber verfehlt und stattdessen das Haus trifft. Der Schaden am Haus ist damit nicht nur viel grösser als vorher, sondern — und das ist das tragische daran — selbst verursacht. Aber sowas begreifen die Damen und Herren in Brüssel nicht oder nur sehr schwer.
Was bitte soll den Verbraucher mehr treffen als Ware, welche nur Schrott ist ?
gepostet mit der Deskmodder.de-App
Durch die Änderungen der EU ergibt sich für den Verbraucher unweigerlich ein höherer Preis für das gleiche Produkt. Da spielt es keine Rolle, ob das Produkt Schrott ist oder nicht. Er bezahlt einfach mehr. Und da auch bei Amazon und Co. sehr viel direkt aus China kommt, nur eben zu einem deutlich höheren Preis als bspw. bei AliExpress, ändert das nichts an der Qualität des Produkts. Was bei Amazon und Co. gestern noch günstig aber teurer als bei AliExpress war, ist jetzt nochmals im Preis gestiegen, ohne dass der Kunde dadurch auch nur irgendeinen Mehrwert bekommt.
Das ist ein Problem, das auch bei allen anderen Händlern und Markplätzen auftaucht und nicht allein auf die Billig-Konkurrenz aus Asien zutrifft. Ich bin seit Jahren Kunde bei AliExpress und auch bei Alibaba. Bisher ist mir noch kein einziges Produkt in die Hände gefallen, das Schrott war und/oder seinen Einsatzzweck nicht erfüllt hat. Insbesondere bei Alibaba war es recht einfach direkt mit den Verkäufern Kontakt aufzunehmen, die Anforderungen zu klären und entsprechende Produkte zu einem sehr guten Preis zu beziehen. Bei AliExpress muss man vergleichen. Oft suggerieren die Produktbilder ein identisches Produkt zu einem günstigen Preis. Auch hier hilft nachfragen, Spezifikationen (sofern angegeben) vergleichen und erst dann eine Entscheidung treffen. Manchmal helfen sogar die Bewertungen der vorherigen Käufer (ist selten, aber mitunter doch recht hilfreich). Wenn ich aber stumpf das erstbeste Produkt kaufe, egal wo, und dann feststelle, dass es Murks ist, bin ich als Kunde selber schuld.
das mit den 3 € pro Warengruppe bekommen die auch nicht hin:
1.) die rechnen statt 3€ 3,58€ zoll vorab ab
2.) da die Händler selten der korrekten HS Code angeben. (für die Berechnung sind dier ersten 6 Zahlen relevant)
wird das ganz schnell 3,58€ pro artikel, wenn min nicht exakt den Gleichen artikel mehrfach bestellt.
Beispiel Zigbee sensoren: Temperatursensoren haben eine andere HS Nummer als
Türkontakte oder Bewegungsmelder.
(siehe Goggle KI Antwort auf „Zoll: HS Code Zigbee Sensoren“)
EUR 3.- plus 19% Mwst sind EUR 3.58. Daher gehe ich davon aus, dass die EUR 3.- als Nettobetrag angesehen werden. Korrekt wäre meines Erachtens, dass da EUR 3.- brutto pauschal pro Warengruppe verrechnet werden. Die Differenz von EUR 0.58 pro Warengruppe summiert sich recht schnell. Die Staatskasse wird es freuen.
Was für illegale Waren?
Geräte/Produkte ohne CE Zeichen sind illegal.
Die haben ein CE-Kennzeichen. Steht für „China Export“
Steht für CH ina E xplosion.
Das „China Export“ ist dort die „offizielle“ Bezeichnung.
Die sind sogar mit CE-Zeichen illegal, wenn sie die entsprechenden (nationalen) Gesetze nicht einhalten. Unsichere Produkte haben hier auf dem Markt nichts zu suchen. Das ist nicht gegen die Verbraucher, sondern Verbraucherschutz!
Ja, das ist so. Aber wie willst du das verhindern? Damals in der Schule mussten wir in der 10. Klasse ein Praktikum bei einer Firma unserer Wahl absolvieren. Die Firma, wo ich war, hat sich irgendwoher (vermutlich aus Asien) billige PC-Gehäuse organisiert, Hardware reingestopft und ein selbstgedrucktes CE-Zeichen draufgepappt. Hat niemanden interessiert. Um sowas zu verhindern, müsste man jegliche Handelsbeziehungen mit Asien und vermutlich auch mit anderen Kontinenten abbrechen, strikte Einfuhrkontrollen einführen und alles (also wirklich alles) im eigenen Land nach entsprechenden Richtlinien produzieren. Mal von den entstehenden Kosten abgesehen wird das niemals passieren. Also betreibt man Symptombekämpfung, ohne dass auch nur irgendwer irgendeinen Mehrwert dadurch generiert oder irgendwer vor irgendwas geschützt wird.
Gut so, immer drauf und die Bande(n) unter Druck setzen.
Und schönen Gruß an ehemals gute Portale wie MyDealz, die mit denen zusammenarbeiten und den Müll gnadenlos pushen inkl. fake Upvotes.
Schön, na hoffentlich kommt dann der ganze Mist aus den TEDI und KiK auch raus!