Meta muss anderen KI-Anbietern den kostenlosen Zugang zu WhatsApp wieder ermöglichen. Die EU-Kommission hat dazu vorläufige Maßnahmen verhängt, die bis zum Ende des laufenden Kartellverfahrens gelten. Es geht um die WhatsApp for Business API. Über diese Schnittstelle binden Unternehmen eigene Dienste an den Messenger an. Meta hatte im Oktober 2025 den Zugang für allgemeine KI-Assistenten anderer Anbieter gesperrt. Übrig blieb nur Meta AI. Später ließ der Konzern Drittanbieter zwar wieder zu, verlangte dafür aber Gebühren. Nach der vorläufigen Einschätzung der Kommission waren diese so hoch, dass sie praktisch ähnlich wirkten wie das vorherige Verbot. Meta hat nun fünf Arbeitstage Zeit, die alten Bedingungen wiederherzustellen.
Zugang soll wieder kostenlos sein
Vor dem 15. Oktober 2025 konnten Anbieter allgemeiner KI-Assistenten die WhatsApp-Schnittstelle kostenlos nutzen. Genau zu diesem Stand soll Meta vorerst zurückkehren. Die Kommission hält den Eingriff für dringend. Der Markt für KI-Assistenten entwickle sich derzeit so schnell, dass kleinere Unternehmen dauerhaft zurückfallen könnten, wenn ihnen der Zugang zu WhatsApp länger verwehrt bleibt. Dabei geht es nicht nur um Reichweite. WhatsApp bietet KI-Anbietern einen direkten Weg zu Millionen Nutzern. Wer dort nicht vertreten ist, hat es deutlich schwerer, seinen Dienst bekannt zu machen und weiterzuentwickeln.
Meta AI blieb als einziger Assistent übrig
Mit der Änderung vom Oktober 2025 schloss Meta konkurrierende allgemeine KI-Assistenten aus der Business-API aus. Der eigene Dienst Meta AI war davon nicht betroffen. Für die Kommission spricht vieles dafür, dass Meta seine starke Stellung ausnutzt. WhatsApp gilt nach ihrer vorläufigen Einschätzung seit mindestens Januar 2023 im Europäischen Wirtschaftsraum als marktbeherrschend. Entscheidend ist dabei, dass die Schnittstelle zuvor für Drittanbieter offenstand. Meta könnte Konkurrenten damit den Zugang zu einer wichtigen Infrastruktur verweigert haben.
Gebühren überzeugten die Kommission nicht
Im März 2026 änderte Meta seine Regeln erneut. Drittanbieter durften wieder auf WhatsApp zurückkehren, mussten aber für den Zugang zahlen. Das reichte der Kommission nicht. Sie geht vorläufig davon aus, dass die Gebühren in der Praxis kaum einen Unterschied zum vorherigen Ausschluss machten. Deshalb ordnete sie nun die Rückkehr zu den früheren Bedingungen an. Solange das Verfahren läuft, dürfen konkurrierende KI-Assistenten die Schnittstelle wieder kostenlos nutzen.
Kartellverfahren läuft weiter
Die Untersuchung begann im Dezember 2025. Zwei Monate später teilte die Kommission Meta ihre ersten Bedenken mit und stellte bereits vorläufige Maßnahmen in Aussicht. Im April folgte eine weitere Mitteilung. Darin machte die Behörde klar, dass sie den Zugang für Drittanbieter wiederherstellen lassen will. Mit der jetzigen Entscheidung setzt sie diesen Schritt um. Eine endgültige Feststellung, dass Meta gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen hat, ist damit noch nicht verbunden.
WhatsApp als Zugang zum KI-Markt
Für konkurrierende Anbieter ist WhatsApp mehr als nur ein zusätzlicher Vertriebskanal. Der Messenger kann zum direkten Zugangspunkt für KI-Assistenten werden. Nutzer müssen keine separate App installieren und können den Dienst in einer Umgebung verwenden, die sie ohnehin täglich nutzen. Genau deshalb kann ein Ausschluss aus WhatsApp erhebliche Folgen haben. Die Kommission befürchtet, dass Meta diesen Vorteil allein für Meta AI reserviert. Bis zur endgültigen Entscheidung soll deshalb verhindert werden, dass sich die Marktverhältnisse bereits zugunsten des Konzerns verschieben.
Hohe Strafen bei Missachtung
Meta muss die Anordnung innerhalb von fünf Arbeitstagen umsetzen. Setzt Meta die Vorgaben nicht um, kann die Kommission eine Geldbuße von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen. Außerdem sind tägliche Zwangsgelder möglich. Diese dürfen bis zu fünf Prozent des durchschnittlichen Tagesumsatzes aus dem vorherigen Geschäftsjahr betragen. Wie lange die Untersuchung dauert, ist offen. Für Kartellverfahren dieser Art gibt es keine feste Frist. Bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibt der kostenlose Zugang für konkurrierende KI-Assistenten jedoch bestehen.

Und? Kein Kommentar der sonst so vehementen EU-Kritiker? 🤔
Ich mag mein WhatsApp.
Grins Meta könnte mal die EU verklagen 🤣😂
Der Staat/die EU überschreitet hier Kompetenzen. WhatsApp ist nicht die einzige Kommunikationsplattform, und es liegt an den Nutzern, durch ihre Wahl offener Messenger die Richtung vorzugeben. Wenn ein Anbieter sich abschottet, sollen Marktmechanismen greifen – nicht staatliche Zwangsmaßnahmen. Unternehmen müssen die Hoheit über ihre Produkte behalten, und es ist nicht Aufgabe der Politik, jede digitale Infrastruktur zu regulieren, nur weil sie weit verbreitet ist. Wettbewerb entsteht durch Entscheidungen der Nutzer, nicht durch staatliche Intervention.
Wo soll das für den normalen Nutzer ein Vorteil sein? Noch mehr KI in seinen persönlichen Nachrichten? Ja, echt super toll so eine „freie“ Wahl.
Als ob das für den Nutzer von Vorteil wäre….dann können noch mehr KI Scanner über WhatsApp drüber fahren, und nicht nur der Meta eigene. Insbesondere ist der Sicherheit damit auch nicht gedient, wenn sich jede KI da einbinden kann. Die Verschlüsselung wird da bestimmt auch noch de-reguliert.
Meta ist für mich sowieso schon – neben Microsoft und Google – die absolute Datenkrake. Aber so können sich andere wohl auch eine Scheibe davon abschneiden.
Genauso wird ein Mist bei Apple Geräten gemacht. Wir sind vor ein paar Jahren darauf umgestiegen, eben weil das System nicht für jeden Hinz und Kuntz offen war, und die EU reguliert jetzt das genaue Gegenteil. Und ich denke, so geht es vielen Usern. Gerade wegen der Sicherheit, was heutzutage das wichtigste ist, wenn jede KI einem jeden Mist unterschieben oder aushorchen kann, und man das kaum noch unterscheiden kann.
In dieser Welt sollen die Systeme offener werden? Genau das bringt doch die Sicherheit zu Fall.
Im ürbrigen, was die EU tatsächlich mit der „Chatkontrolle“ und „E-Identiät“ nebenbei so plant…da haben die ganz sicher noch andere Lobbyisten, für die das ganze auch von Vorteil wäre.
Genau! Was soll die freie Wahl!? Ich will die 90er wiederhaben. Oder waren es die 80er? Alles nur Microsoft: Windows, Word, Outlook, Internet Explorer. Wettbewerb um die beste Lösung? Nein, niemals! „Wie es euch gefällt“? Im Theater okay, aber nicht im PC!
Es gibt genug Alternativen, und nicht jede App/Software muss gleichgeschaltet sein. Wettbewerb ist mehr als genug vorhanden, die EU will nur um jeden Preis alles regulieren. Auf Kosten der Sicherheit und eigener Integration von Überwachungsmassnahmen.
Irgendwann kehrt sich das ganze um, spätestens mit den ganzen KI Nachteilen.
Die Reise geht in die falsche Richtung, auch wenn es auf den ersten Blick nach mehr Wahlfreiheit aussieht.
ChatGPT konnte man in WA nutzen – wurde dort verbannt. ChatGPT musste Geld verdienen ging nur noch über Abo wenn man echten Nutzen haben wollte. ChatGPT hat jetzt 1Mrd. Nutzer, das wurde für die EU interessant und zugleich gefährlich ! ChatGPT wurde weichgespült. Eine Rückkehr zu WA dient dann der Kontrolle ! Zur Zeit ist nur Gemini frei von Beeinflussung einer Meinung zu gesellschaftlichen Fragen. Beste Unterhaltung ! Der EU Eingriff auf KI ist die letzte Bastion der persönlichen Freiheit !
Huch, warum kann man denn beim anderen EU-Thema keine Kommentare mehr schreiben?
Weil die Kommentare dort inhaltsleer und zugleich selten dämlich waren…
Danke für deine inhaltsleere und dämliche Antwort, was zugleich nicht einmal eine ist. Also Danke für nichts.