Anthropic muss den Zugriff auf seine Modelle Fable 5 und Mythos 5 abrupt sperren. Auslöser ist eine Anweisung der US-Regierung, die mit nationalen Sicherheitsbedenken begründet wird. Nach Darstellung von Anthropic betrifft die Vorgabe alle ausländischen Staatsangehörigen – unabhängig davon, ob sie in den USA oder außerhalb des Landes leben. Betroffen sind damit auch ausländische Mitarbeiter von Anthropic. Für Kunden hat die Entscheidung unmittelbare Folgen. Anthropic deaktiviert Fable 5 und Mythos 5 vollständig, um die rechtlichen Vorgaben einzuhalten. Andere Modelle des Unternehmens sollen von der Maßnahme nicht betroffen sein. Die Anweisung ging Anthropic nach eigenen Angaben am 12. Juni um 17:21 Uhr US-Ostküstenzeit zu.
Regierung nennt Sicherheitsbedenken, bleibt aber vage
Die US-Regierung soll ihre Entscheidung mit nationalen Sicherheitsbedenken begründet haben. Konkrete technische Details habe Anthropic nach eigener Darstellung allerdings nicht erhalten. Das Unternehmen geht davon aus, dass es um eine Methode geht, mit der sich Schutzmechanismen von Fable 5 teilweise umgehen lassen.
Anthropic beschreibt den vorliegenden Fall jedoch deutlich anders als die Regierung. Nach eigener Prüfung gehe es nicht um einen universellen Jailbreak, der breite Schutzmechanismen des Modells aushebelt. Vielmehr sei eine eng begrenzte Methode demonstriert worden, mit der das Modell in einem bestimmten Kontext kleinere, bereits bekannte Schwachstellen identifizieren konnte. Genau an diesem Punkt setzt der Widerspruch des Unternehmens an. Anthropic verweist darauf, dass vergleichbare Ergebnisse auch mit anderen öffentlich verfügbaren Modellen möglich seien. Die gezeigte Fähigkeit sei nach Darstellung des Unternehmens nicht exklusiv für Fable 5 oder Mythos 5 und liefere keinen besonderen technischen Vorsprung.
Anthropic verteidigt Sicherheitskonzept von Fable 5
Anthropic stellt sich ausdrücklich hinter die eigenen Sicherheitsmaßnahmen. Vor dem Start von Fable 5 sei das Modell über Tausende Stunden hinweg intern, durch externe Organisationen sowie gemeinsam mit Regierungsstellen getestet worden. Beteiligt gewesen seien unter anderem die US-Regierung und das britische AI Safety Institute. Nach Darstellung des Unternehmens hätten diese Tests gezeigt, dass die Schutzmaßnahmen von Fable 5 wirksamer seien als bei früher veröffentlichten Modellen. Einen universellen Jailbreak habe bislang kein Tester gefunden. Gleichzeitig räumt Anthropic ein, dass perfekte Jailbreak-Sicherheit nach heutigem Stand wohl für keinen Anbieter erreichbar ist.
Stattdessen setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf ein mehrstufiges Sicherheitskonzept. Jailbreaks sollen entweder eng begrenzt bleiben oder so aufwendig werden, dass sie schnell erkannt und eingedämmt werden können. Dazu gehört bei Fable 5 auch eine 30-tägige Speicherung von Kundendaten, die Anthropic mit der Analyse und Abwehr solcher Angriffe begründet.
Streit über Maßstab für KI-Sicherheit
Der Kern des Konflikts liegt damit weniger in der Frage, ob KI-Modelle grundsätzlich umgangen werden können. Das bestreitet Anthropic nicht. Entscheidend ist vielmehr, welcher Maßstab für ein Verbot oder eine Sperrung eines kommerziellen Modells gelten soll. Anthropic hält die jetzige Entscheidung für unverhältnismäßig. Ein eng begrenzter möglicher Jailbreak dürfe nach Auffassung des Unternehmens nicht ausreichen, um ein Modell zurückzurufen, das bereits breit im Markt eingesetzt wird. Würde dieser Maßstab für die gesamte Branche gelten, könnten neue Frontier-Modelle faktisch kaum noch veröffentlicht werden.
Gleichzeitig betont Anthropic, dass Regierungen gefährliche KI-Bereitstellungen grundsätzlich stoppen können sollten. Dafür brauche es aber ein transparentes, faires und technisch nachvollziehbares Verfahren. Genau diese Kriterien sieht das Unternehmen im aktuellen Fall nicht erfüllt.
Zugang soll so schnell wie möglich wiederhergestellt werden
Anthropic kommt der Anweisung zunächst nach und entfernt den Zugriff auf Fable 5 und Mythos 5 für alle Nutzer. Zugleich kündigt das Unternehmen an, weitere Details innerhalb von 24 Stunden zu veröffentlichen. Man gehe von einem Missverständnis aus und arbeite daran, den Zugang so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Der Fall ist dennoch bemerkenswert. Er zeigt, wie schnell sich der Konflikt zwischen KI-Sicherheit, nationaler Sicherheit und kommerziellem Einsatz zuspitzen kann. Wenn Regierungen künftig einzelne Modelle kurzfristig sperren lassen, entsteht für Anbieter, Kunden und Entwickler eine neue Unsicherheit. Besonders Unternehmen, die KI-Systeme produktiv einsetzen, müssen damit rechnen, dass regulatorische Eingriffe nicht nur abstrakte Debatten bleiben, sondern unmittelbare technische Folgen haben.

Richtig so – Nationale Sicherheit geht eben vor !
Die wollen ja wohl kaum wie Europa enden.
Wie ist Europa denn „geendet“?
Was bitte ist ein „Anthropic“ ???
„Anthropic PBC ist ein US-amerikanisches Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz mit Sitz in San Francisco. Es entwickelt die Familie von großen Sprachmodellen namens Claude…..
Auszug aus Wickelpeter
Siehe (auch) https://www.deskmodder.de/blog/2026/06/05/anthropic-fordert-ki-pause-investiert-aber-selbst-milliarden-in-neue-modelle/
Ich vermute, die Frage war nicht ernst gemeint!?
Anthropic ist, glaube ich, eine Insel in tropischen Umgebung der Antillen. Ich glaube, so ist es. 😁😂😎
Meinst du betreffend der Etymologie?
Egal, mich würde nur interessieren: Braucht man sowas? Macht das satt? Oder gar gesund? Oder vielleicht sogar schön ???
Oder bringt mir Das endlich meinen Müll raus?
/Sarkasmus aus/
Es macht insbesondere gewisse Personengruppen sehr reich.
Da ist – gewaltig – was dran! Zumindest, bis auch diese Blase wieder platzt …
Ist aber nicht so schlimm: Man kann ja dann locker neue Kriege anzetteln …
Na und? Das Geld ist ja nicht weg – nur woanders.
Sie scheinen sich noch nie ernsthaft mit KI (Künstlicher Intelligenz) beschäftigt zu haben.
Sind die enormen Entwicklungen der vergangenen 3,5 Jahre wirklich vollständig an Ihnen vorbeigegangen?
Als enorm würde ich diese Entwicklung nicht bezeichnen wenn ich sehe das KI immer noch mehr Fehler macht als alles andere. Man kommt sich vor wie in einer permanenten Betaphase und bis KI wirklich mal einen Stand erreicht wo sie auch für Normalos nützlich wird ist der Hype bestimmt vorbei.
Sicher hat die KI in den letzten Jahren Fortschritte gemacht. Vor 3 Jahren hat sie noch extrem fehlerhafte Bilder generiert und heute kann sie einfache Apps erstellen. Problem ist nur der Preis den die Welt dafür bezahlt.
Damit KI einfache Aufgaben bewältigt bekommt braucht es Massen an Rechenzentren und die brauchen Platz also wird die Umwelt platt gemacht weil Natur und Sauerstoff braucht die KI ja sowieso nicht.
Von dem CO2 was diese Rechenzentren produzieren brauchen wir gar nicht erst reden.
KI wird uns irgendwann vernichten aber nicht durch T-800er sondern weil der Planet unbewohnbar wird.
Es ist bemerkenswert, wie selektiv Argumente konstruiert werden können, wenn sie den eigenen Interessen entsprechen. So habe ich beispielsweise gelesen, dass künstliche Intelligenz (KI), insbesondere im Kontext von Chatbots, etwa zehnmal mehr Strom verbraucht als eine Google-Suche. Vorausgesetzt, der Prompt für die KI wurde sorgfältig formuliert, erhält man das gewünschte Ergebnis unmittelbar, im Gegensatz zu Google, wo in der Regel mehrere Links angeklickt werden müssen. Insgesamt verbraucht das Internet enorm viel Energie. Das scheint aber bei der Gelegenheit wiederum egal zu sein. Andere zocken über das Internet, auch egal. Viele fliegen in Urlaub, das kann gegebenenfalls gar nicht weit genug sein, auch egal. Andere pendeln ewige Zeit zur Arbeit, obwohl so einige durchaus umziehen könnten, auch egal. KI dagegen killt den Planeten. Ohne Worte.
Das war auch mein Gedanke beim Kommentar. Ignoranz scheint was sehr Schönes zu sein, macht das Leben – zumindest temporär – wohl auch leichter. Ja, KI hat sich in den letzten 3,5 Jahren enorm entwickelt. Es ist immer wieder beeindruckend. Ich habe mir vor ein paar Jahren einen Mac gekauft und wollte im Zusammenhang mit der Z-Shell-Programmierung einsteigen. Vernünftige Infos über Z-Shell sind z.B. mit Google kaum zu finden. KI erstellt mir die Scripts und sie laufen. Natürlich muss man den Source Code nachvollziehen und ggf. etwas überarbeiten. Insgesamt war es aber noch nie so leicht an Informationen zu kommen. Natürlich ist KI nicht gleich KI. Ich beziehe mich auch „nur“ auf KI-Chatbots. Für Programmierung sollte man z.B. Gemini nicht fragen. Da sind zu viele Fehler enthalten. ChatGPT ist da wesentlich leistungsfähiger. Gerade letztens habe ich zwei alte, völlig verrauschte Bilder von ChatGPT optimieren lassen. Nach ein paar Experimenten mit dem richtigen Prompt war das Ergebnis phänomenal gut. Leider ist man ja auf ein paar Bilder pro Tag beschränkt. Wenn ich mal mehr Zeit habe, werde ich wohl für ein paar Monate ein Abo abschließen.
Das ist nicht der erste Auseinandersetzung zwischen Anthropic und der US Regierung. Hört euch diese Folge des Podcasts an, ab Minute 24:00 (https://www.deutschlandfunk.de/die-openai-story-6-6-rote-linien-100.html) oder gleich die ganze OpenAI Story.
Ganz so, wie im Artikel dargestellt, ist das aber nicht gewesen. Dario, der CEO von Anthropic hat sich selbst an die US-Regierung gewandt, weil er der Ansicht ist, dass diese die Macht über die KI respektive über die verfügbaren Modelle haben soll. Zitat:
„The government should have the power to block or deter deployment of the model if it is determined, in light of third-party assessment, to present unacceptable risks. This power must be scoped to the above four specific risks and there must be protective measures against political favoritism or arbitrary decisions.“
Zu Deutsch:
„Die Regierung sollte die Befugnis haben, den Einsatz des Modells zu blockieren oder zu unterbinden, wenn auf Grundlage einer unabhängigen Drittbewertung festgestellt wird, dass es inakzeptable Risiken birgt. Diese Befugnis muss auf die oben genannten vier spezifischen Risiken beschränkt sein, und es müssen Schutzmassnahmen gegen politische Bevorzugung oder willkürliche Entscheidungen bestehen.“
Den vollständigen Beitrag (auf Englisch) findet ihr hier: https://darioamodei.com/post/policy-on-the-ai-exponential
Nun ja, das wird nicht die letzte Nachricht dieser Art gewesen sein. Der Nvidia CEO mutiert zum Guru und erzählt jedem das Token mit Provit gleichzusetzen seien. Dazu ein wenn nicht zutiefst korrupter narzistischer US-Präsident, dafür umso Geld gieriger der sich von jedem, der ihm Geld verspricht beeinflussen lässt – natürlich ausschließlich zu seinem Vorteil. Es ist ein offenes Geheimnis, der Run ums große Geld befeuert die AI-Blase. Könnte uns Consumer egal sein, der „Beste“ wird ja irgendwann gewinnen und uns seinen „Standard“ aufzwingen. Dennoch sind gerade für Ottonormalo die Auswirkungen schon sehr spürbar (–> Preisentwicklung alles was auf Chips basiert).
Stellen wir uns also darauf ein, wie Zuschauer um eine antike Gladiatorenarena gespannt zuzusehen wie die Protagonisten sich mit mehr order minder jedem Mittel an die Gurgel gehen um irgendwann wie Gläubige den Sieger zu huldigen – egal ob dieser ob seiner Fähigkeiten oder aufgrund der Entscheidung des Imperators zum selbigen gekürt wurde.