Plex hebt den Preis seines Lifetime Plex Pass deutlich an. Plex wird den Preis für den Lifetime Plex Pass zum 1. Juli 2026 deutlich anheben. Statt bislang 249,99 US-Dollar verlangt das Unternehmen künftig 749,99 US-Dollar für die lebenslange Lizenz. Damit verteuert Plex den Lifetime-Zugang praktisch auf das Dreifache. Betroffen sind ausschließlich Neukunden. Wer bereits einen Lifetime Pass besitzt, behält sämtliche bisherigen Funktionen und Vorteile ohne Einschränkungen.
Plex wollte das Lifetime-Modell offenbar bereits abschaffen
Interessant fällt vor allem die Begründung des Unternehmens aus. Plex erklärt offen, intern mehrfach über eine vollständige Einstellung des Lifetime-Angebots nachgedacht zu haben. Stattdessen habe man sich nun dafür entschieden, die Einmalzahlung massiv anzuheben.
Der Hintergrund dürfte wirtschaftlicher Natur sein. Wiederkehrende Abonnements lassen sich langfristig deutlich besser kalkulieren als einmalige Käufe. Gerade Plattformen wie Plex verursachen dauerhaft laufende Kosten – etwa für Entwicklung, Infrastruktur, Metadaten-Dienste oder neue Streamingfunktionen. Genau deshalb wirkt die Entscheidung weniger wie eine klassische Preisanpassung und vielmehr wie eine klare Verschiebung in Richtung Abo-Modell.
Monatliche und jährliche Abos bleiben unverändert
An den regulären Plex-Pass-Abonnements ändert sich laut Unternehmen zunächst nichts. Sowohl die monatlichen als auch die jährlichen Tarife sollen unverändert bestehen bleiben. Auch bestehende Lifetime-Nutzer sind von der Änderung nicht betroffen. Wer den Lifetime Pass noch zum bisherigen Preis erwerben möchte, hat dafür allerdings nur noch bis zum 1. Juli 2026 Zeit. Danach greift automatisch die neue Preisstruktur.
Preissteigerung dürfte innerhalb der Community kritisch gesehen werden
Die Größenordnung der Anpassung dürfte innerhalb der Plex-Community allerdings für Diskussionen sorgen. Eine Erhöhung um rund 500 Dollar fällt selbst im Softwarebereich ungewöhnlich drastisch aus. Gerade viele Homelab-, NAS- und Medienserver-Nutzer hatten Plex über Jahre hinweg bewusst wegen des vergleichsweise attraktiven Lifetime-Modells genutzt. Mit 749 Dollar bewegt sich die lebenslange Lizenz künftig dagegen in einer Preisregion, in der viele Nutzer vermutlich genauer rechnen werden. Denn rein rechnerisch dauert es nun deutlich länger, bis sich die Einmalzahlung gegenüber einem klassischen Jahresabo überhaupt amortisiert.
Plex setzt weiter auf private Medienbibliotheken
Inhaltlich hält Plex gleichzeitig an seiner bisherigen Ausrichtung fest. Das Unternehmen betont weiterhin den Fokus auf private Medienbibliotheken, eigene Filmsammlungen, Musikarchive und zentral verwaltete Streaming-Inhalte. Gerade im NAS-Umfeld gehört Plex nach wie vor zu den bekanntesten Plattformen für selbst gehostete Medienserver. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Preisentscheidung aber auch, dass sich Plex zunehmend stärker als dauerhaft gepflegte Plattform mit laufender Finanzierung versteht – und weniger als klassische Einmal-Software. Für viele Nutzer dürfte deshalb vor allem eine Frage entscheidend werden: Ob sich ein Lifetime Pass zu diesem Preis künftig überhaupt noch sinnvoll rechnet.

749,99 € für genau was? Und dann geht Plex in 3 Jahren insolvent/pleite – gibt es nicht und dann? Was nützt dir da das Lifetime-Abo? Du lebst noch, aber Plex (vielleicht) nicht mehr …
Da lobe ich mit meinen simplen dummen, aber kostenlosen DLNA-Medienserver meines Synology-NAS, wo ich selbst manuell per Windows-Explorer meine Filme draufschiebe und per TV einfach anschaue, auf wenn ich keine Internetverbindung haben sollte.
Nicht Bunt, nicht intelligent, aber kostenlos und funktioniert für mich und meine Bedürfnisse …
Für mich ist hier weniger mehr und vor allem keine Kosten und Internet-Abhängigkeiten von einem Anbieter, hier Plex.
DLNA wäre mir dann doch zu spartanisch. Das funktioniert für kleine Bibliotheken und im eigenen Netzwerk. Aber es gibt auch Plex ähnliche Software wie zB Jellyfin, die sind komplett frei jeglicher Gebühren und auch auf Synology NAS installierbar (als Paket und auch als Dockerimage). Da gibt es keinen Onlinezwang, keinen Account und alles läuft lokal.
Bei Plex ist doch ein Cloudzwang bzw. mindestens eine Anbindung an deren Server vorhanden, wenn ich mich richtig erinnere, wo die dahinterstehende amerikanische Firma Informationen/Metadaten „hortet“. Würde mich nicht mal wundern, wenn darüber feststellbar wäre ob Musik/Filme aus illegaler Quelle kommt.
Die Metadaten für die Medien kommen aus verschiedenen Quellen. Nicht unbedingt von Plex selbst.
Großer Vorteil von Plex damals für mich war, das ich die Filme und Serien für Kinderprofile Freigeben konnte, die sich u.a. an die FSK richtete. Das konnte kein anderer Dienst.
Damals habe ich Plex Lifetime für irgendwas um 120 oder so gekauft. Als Abo würde ich es jetzt aber nicht mehr unbedingt nehmen. Mittlerweile läuft das meiste über Disney und Amazon Prime.
Ich bin vor nunmehr 5 Jahren von Plex zu Emby gewechselt und habe es seitdem nie bereut. Ich kann jeden empfehlen mal einen Blick drauf zu werfen.
Emby kann ich uneingeschränkt empfehlen. Es hat sozusagen viele Fehler bereinigt, die Jellyfin leider immer noch hat. Und von der Bedienung her ist es schneller als Jellyfin. Und vor allem schneller als Plex.
Ich nutze es seit ca. 1 Jahr auf der DS423+ als Medienserver, da kann Jellyfin und auch nicht Plex mithalten.
Ich nutze aktuell JellyFin. So wie ich das verstanden habe, ist JellyFin ein Fork von Emby. Worin liegt genau der Vorteil von Emby gegenüber JellyFin?
Ich habe Jellyfin 1 Jahr ausprobiert. Unter anderem haben mir die Clients/Apps beim Fire TV Stick nicht gefallen.
Man konnte keine Folgen hinereinander abspielen, als Playlist. Also Wiedergabe eines Ordnerinhalts nicht möglich (Autoplay). Desweiteren fehlte bei Jellyfin gänzlich etliche Wiedergabe Modi (ab hier abspielen, Alles abspielen, usw.). Die Buttons sind/waren schlichtweg nicht vorhanden. Ebenso konnte man zwar etwas zu den Favoriten hinzufügen, aber diese konnten nirgends in der Oberfläche aufgerufen werden.
Und auch die Vorschaubilder / Verwaltung war bei Jellyfin ein Graus. Jedes Bild hatte eine unterschiedliche Grösse, oder Einstellungen der Ansicht wurden nicht global übernommen.
Bei Emby funktioniert das alles einwandfreí. Erst recht in den Client-Apps. Das war mir das Geld wert. Bereue es absolut nicht, und ich finde den Emby Server schneller als den Jellyfin Fork. Jedenfalls auf der Synology.
Ich kann auch als kostenfreie alternative Jellyfin ist ein Fork von Emby empfehlen
Mann ist ja nicht gezwungen Plex zu nutzen.
Nutze auch Jellyfin hinter einem Cloudflare-Tunnel für die Familie und läuft super. Wäre zwar schön, wenn die mal noch eine ordentliche Hörbuch- und Hörspielintegration hinbekommen, aber ansonsten ist die Software völlig OK. Ich mag auch das Webinterface und die Administration. Ich habe dann noch zwei oder drei Addons und damit alles was man sich wünschen kann.
Wüsste nun wirklich nicht, was mir Plex oder andere mehr bieten könnten als dass ich auch nur in Betracht ziehen würde zu wechseln, selbst wenn die anderen ebenfalls vollkommen kostenlos wären. Gut, Hörbuch- und Hörspielintegration vielleicht.
Da PLEX sich weigert ISO zu unterstützen, bringt es mir Nix . Auch kostenlos nicht. Aber danke für den Hinweis.
Wow nur sechs Mal teurer als vor zwei Jahren, das nenne ich mal wertsteigerung meines Accounts! 🤣
Ich habe einen Tipp für die Aktionäre von Plex wie man noch mehr Geld macht, die meisten oldschool Leute haben ja schon lifetime als es noch unter 100 € gekostet hat und nutzen es jahrelang ohne weiteres Cash zu geben.
Wir schieben den in einem Jahr den Riegel vor, wir machen dann ein Premium Plus Abo, ohne lifetime, und schieben langsam Sachen von lifetime dort rüber, so zwingen wir diese knauserigen Leute wieder neu rein zu cashen, den Wachstum ist nicht unendlich, dank mir später.
Ach nee der Plan liegt wahrscheinlich schon lange in der Schublade, aber die Idee ist gut. 😁
Natürlich. So läuft es doch überall. Das ist das kapitalistische denken, das immer weiter ausufert. Unendliches Wachstum (Ressourcen) und unendliche Produktivität (Ausbeutung der Menschen)….
„Das Universum und die Dummheit der Menschen sind unendlich…“….
Ich würde auch die Gier mit einpflegen.
Es gibt „Plex“ und „Plesk“. Das eine ist ein Medienserver für zu Hause, das andere eine professionelle Webhosting-Lösung mir Fernwartung für Firmen. Ich verwechsele die beiden Namen immer.
Als ich die Preise gelesen haben, war ich fest davon überzeugt, dass der Beitrag über die Webhosting-Softwäre berichten würde. Erst die „eigene Filmsammlung“ am Ende des Textes machte mich stutzig.
Auch wenn ich eine riesige Sammlung an Filmen Musik und Bildern habe, verstand ich noch nie den Zweck von Software wie Plex, wenn ich jederzeit per z. B. Onedrive oder MEGA, auf meine Medien zugreifen kann.
Bei solchen unverschämten Preiserhöhungen, ist es dann kein Ärgernis, wenn diese Firma vom Markt verschwindet.
Bitter nur für Kunden mit „Lifetime“ Abo.
ich nutze seit vielen jahren Madsonic (fork von Subsonic), stemmt richtig grosse sammlungen und kann alles mögliche.
kauft nicht die Pro, im forum herrscht gähnende stille, seit 3 Jahren ca , ob Mad noch lebt weiss kein Mensch – der meldet sich in Lizenzfragen nicht.
Ich nutze es allerdings nur für meine Musiksammlung, und die liegt bei über 350.000 titeln, bricht nicht ein in der Performance.
Madsonic kann auch Filme.
Ich nutze Plex seit einem halben Jahr, um über Android Auto Zugriff auf meine selbstgehostete Musikbibliothek zu haben.
Ein schöner Nebeneffekt von Plex gegenüber Emby, Jellyfin, Navidrome etc. ist, dass Plex automatisch Metadaten für Stile und Stimmungen generiert, nach denen ich selektieren kann.
Ich glaub so langsam, die wollen jetzt auch noch an die Börse gehen.
mit 700 Tacken pro Kunde….
Medienserver – „Medienfarm“
Musk hat aktuell sein Spaceship erfolgreich gelauncht und wieder gelandet.
Demnächst an der Börse