SwitchBot erweitert sein Produktportfolio um eine neue Gerätekategorie. Mit den sogenannten KATA Friends bringt das Unternehmen KI-gestützte Begleiter auf den Markt, die weniger als klassische Smart-Home-Produkte auftreten sollen, sondern vielmehr als interaktive Haustiere mit eigener Persönlichkeit. Zum offiziellen Start gehören die beiden Modelle Niko und Noa zur neuen Serie. Ganz neu ist das Projekt allerdings nicht. Bereits auf der IFA 2025 hatte SwitchBot die KI-Begleiter erstmals öffentlich gezeigt. Schon damals lag der Fokus klar auf emotionaler Interaktion, eigenständigem Verhalten und einer deutlich persönlicheren Form der KI-Nutzung als bei herkömmlichen Sprachassistenten.

KI soll nicht nur reagieren, sondern Beziehungen aufbauen
Während viele Smart-Home-Produkte hauptsächlich auf Sprachbefehle und Automatisierung reduziert bleiben, verfolgt SwitchBot mit KATA Friends einen anderen Ansatz. Die Geräte sollen langfristig mit ihren Nutzern interagieren, Gewohnheiten erkennen und im Alltag eigenständig reagieren. Dafür kombiniert SwitchBot mehrere Technologien miteinander. Die Geräte verfügen unter anderem über Kameras, Sensoren sowie lokale KI-Funktionen. Zusätzlich integrierte der Hersteller zwölf berührungsempfindliche Bereiche, wodurch die Begleiter auf Streicheln, Berührungen oder Gesten reagieren können.
Auch optisch setzt SwitchBot klar auf emotionale Wirkung. Bewegliche Augen, natürliche Bewegungsabläufe und eigenständige Navigation im Raum sollen dafür sorgen, dass die Geräte weniger technisch wirken und stärker als lebendige Begleiter wahrgenommen werden.
Niko und Noa lernen mit der Zeit dazu
Laut SwitchBot verändern sich Verhalten und Reaktionen der KATA Friends abhängig von der Nutzung. Die Geräte sollen verschiedene Personen im Haushalt erkennen und sich Vorlieben sowie wiederkehrende Abläufe merken können. Der Hersteller beschreibt dabei bewusst ein langfristiges Nutzungskonzept. Je häufiger Nutzer mit ihrem KATA Friend interagieren, desto stärker soll sich dessen Verhalten individualisieren. Dadurch entsteht laut SwitchBot eine Art digitale Bindung, die sich über längere Zeit entwickelt.

Zusätzlich sollen die Geräte Alltagssituationen erkennen und darauf reagieren können. Beispielsweise sollen sie Nutzer begrüßen, wenn diese nach Hause kommen, oder sich in ruhigen Situationen unaufdringlich im Hintergrund bewegen.
Kombination aus lokaler KI und Cloud-Anbindung
Technisch interessant ist vor allem die Mischung aus lokaler Verarbeitung und Cloud-Funktionen. Grundlegende Sprach- und Interaktionsfunktionen verarbeitet das integrierte KI-System direkt auf dem Gerät. Dadurch sollen Reaktionen schneller erfolgen und weniger dauerhaft von einer aktiven Internetverbindung abhängen. Für umfangreichere Gespräche nutzt SwitchBot zusätzlich cloudbasierte KI-Funktionen. Über den sogenannten Chat Mode können Nutzer mit den Geräten kommunizieren. Zum Marktstart unterstützen die KATA Friends dabei zunächst Englisch und Japanisch. Weitere Sprachen befinden sich laut Hersteller in Vorbereitung. Darüber hinaus verarbeitet das System auch visuelle Informationen lokal, etwa für Gesten- oder Gesichtserkennung. SwitchBot will dadurch sowohl die Reaktionsgeschwindigkeit als auch den Datenschutz verbessern.
Smart-Home-Integration soll später folgen
Zum Start konzentriert sich SwitchBot vor allem auf die Interaktion zwischen Nutzer und Gerät. Gleichzeitig plant das Unternehmen offenbar bereits die stärkere Einbindung in das eigene Smart-Home-Ökosystem. Laut den veröffentlichten Informationen arbeitet SwitchBot daran, die KATA Friends künftig zusätzlich als Smart-Home-Hub nutzbar zu machen. Konkrete Funktionen oder Zeiträume nennt der Hersteller aktuell allerdings noch nicht. Parallel dazu setzt SwitchBot auf Individualisierung. Nutzer können Zubehör, Outfits und verschiedene Anpassungen verwenden, um das Erscheinungsbild der Geräte weiter zu personalisieren.
Preis und Verfügbarkeit
Die neuen KATA Friends werden zunächst ausschließlich über die offizielle Webseite von SwitchBot verkauft. Eine Verfügbarkeit über Amazon ist derzeit noch nicht bestätigt. Preislich startet die Serie bei 599,99 Euro. Zusätzlich weist SwitchBot darauf hin, dass für bestimmte Funktionen und das vollständige KI-Erlebnis ein kostenpflichtiges Abonnement notwendig sein wird.
Äh, wir haben den 12. Mai und nicht den 1. April !
So hat jetzt das Tamagotchi die Generation Z erreicht … oder sollte man es eher so formulieren, daß die GenZ endlich ein Tamagotchi hat ?!
Preislich und konstruktiv gesehen sollten / werden die Mitglieder der Zielgruppe in Deutschland volljährig sein.
Mir tun all die sensiblen Haustiere leid, die mit sowas konfrontiert werden. Und auch die Hunderassen, die trotz Familienzugehörigkeit hier etwas zum Knautschen vermuten, aber sehr enttäuscht und zurechtgewiesen werden.
Die philosophische Wortklauberei zur Formulierung ein Lebewesen wegen sowas * zu-recht-weisen * zu müssen, er’chpare ich mir. Ich will auch hier niemanden überfordern.
Die Entwickler und Hersteller haben ihre postpubertäre Phase noch nicht abgeschlossen. Eine Verhaltenstherapie mit Gruppenrabatt wird nicht helfen.
Wenigstens führen in D – vorbehaltlich einer Rücksendung mit Vollgutschrift – die Käufer brav die 19% Märchensteuer ab = knappe 120,00 Euro ! Wieviel ist das in Liter Sprit ?
* kopfschüttel * und * Daumen runter * wie zu besten römischen Zeiten
Ist notiert. Der technische Fortschritt wurde dank deines Kommentars erfolgreich aufgehalten. Die KATA Friends fahren jetzt zurück ins Werk und SwitchBot konzentriert sich wieder auf Staubsauger, Luftreiniger und Türschlösser.