Zum 50-jährigen Bestehen von Apple widmen SWR, NDR und HR dem Mitgründer Steve Jobs eine dreiteilige Dokumentation. Unter dem Titel „Steves Erbe“ ist die Reihe ab dem 26. März 2026 in der ARD Mediathek abrufbar. Die Produktion umfasst drei Episoden mit jeweils 30 Minuten Laufzeit und zeichnet dabei nicht nur die Unternehmensgeschichte nach, sondern ordnet sie zugleich gesellschaftlich und technologisch ein. Dadurch entsteht ein Gesamtbild, das über die übliche Erfolgserzählung hinausgeht.

Aufstieg, Brüche und Rückkehr
Im Zentrum der Doku steht der Weg von Steve Jobs vom Mitgründer eines Garagen-Startups hin zum prägenden Gestalter der digitalen Konsumwelt. Dabei zeigt die Reihe, wie früh Jobs auf Kontrolle, Design und vertikale Integration setzte, während andere Hersteller vor allem auf technische Daten blickten. Gleichzeitig verschweigt die Dokumentation nicht die Konflikte, die jedoch untrennbar mit diesem Ansatz verbunden waren. Jobs’ kompromissloser Führungsstil führte nicht nur zu Innovationen, sondern auch zu internen Spannungen, weshalb er zeitweise sogar aus dem eigenen Unternehmen gedrängt wurde. Gerade diese Phase gilt rückblickend als entscheidend, weil sie sowohl Jobs selbst als auch Apple nachhaltig veränderte.
Persönlichkeit statt Legendenbildung
„Steves Erbe“ verzichtet bewusst auf eine unkritische Heroisierung. Stattdessen wird gezeigt, wie Jobs’ Perfektionismus einerseits bahnbrechende Produkte ermöglichte, andererseits aber auch menschliche und organisatorische Kosten verursachte. Die Doku macht deutlich, dass Apples heutige Struktur nicht trotz, sondern auch wegen dieser Widersprüche entstanden ist. Dadurch wird nachvollziehbar, weshalb Jobs bis heute polarisiert, obwohl sein Einfluss auf Technologie, Design und Vermarktung unbestritten ist.
Deutsche Perspektiven ergänzen den Blick
Bemerkenswert ist zudem, dass die Reihe gezielt deutsche Wegbegleiter in den Fokus rückt. Entwickler, Manager und Berater aus Deutschland kommen zu Wort und zeigen, wie Jobs arbeitete, wodurch Entscheidungen entstanden und weshalb bestimmte Projekte scheiterten oder erfolgreich wurden. Diese Perspektive erweitert den sonst stark US-zentrierten Blick auf Apple erheblich.
Mehr als eine Firmengeschichte
Am Ende versteht sich „Steves Erbe“ nicht als reine Chronik eines Unternehmens, sondern als Einordnung eines kulturellen und technologischen Phänomens. Die Doku fragt deshalb nicht nur, was Steve Jobs geschaffen hat, sondern auch, warum seine Ideen bis heute nachwirken – in Produkten, Geschäftsmodellen und im Selbstverständnis eines Konzerns, der Technik und Alltag enger verbindet als fast jeder andere Hersteller.
Ob man Jobs und Apple nun mag oder nicht. Man muss ihm wirklich hoch anrechnen, dass er endlich ein vernünftiges Smartphone auf den Markt brachte, nachdem die etablierten Hersteller über Jahre hinweg einfach nicht mehr auf die Reihe brachten als ein Mini-Farb-LCD-Display, WAP, T9 und fest vorinstallierte Funktionen. Das iPhone war schon ein Game Changer und ohne ihn wären wir vielleicht immer noch in der mobilen Steinzeit.
Naja, Android kam nur ein Jahr später und auf dem ersten iPhone waren die Funktionen auch fix. Apples AppStore kam erst 2008 und nur für das iPhone 3G. Apple hat mit dem ersten iPhone effektiv auch nicht mehr gemacht, als alle anderen auch: Feste Funktionalität. Allerdings fast vollständiger Verzicht auf physische Knöpfe und Bedienung fast ausschliesslich über einen Touchscreen. Das war die wirkliche Neuerung. Das diese Idee auch noch andere hatten, aber nicht vor Apple ein marktreifes Telefon präsentieren konnten, steht auf einem anderen Blatt. Und neben Android und iOS gab es damals auch noch Blackberry OS (Symbian lasse ich bewusst aussen vor, denn das war Müll). Das Bold 9900 war für mich damals eines der besten Smartphones überhaupt. Aber es war auch etwas, das man so nie wieder gesehen hat. Schade, denn die Businessfeatures von RIM waren damals bahnbrechend.
Apple hatte damals das riesige Glück ein innovatives Bedienkonzept in einer schlichten Verpackung die intuitive Bedienung suggeriert zum richtigen Zeitpunkt vorzustellen. Und Steve Jobs war imho nicht bloss für solche Innovation etc. zuständig, sondern es ist ihm zu verdanken, dass er ein Gespür dafür hatte, wann und wie ein Produkt dem Publikum vorgestellt werden sollte.
Ich muss mal hier einwerfen, Symbian war nicht Müll, hatte ein Nokia N8 besessen und wie fix dass Telefon lief mit nur 600Mhz und 256MB RAM, war erstaunlich. Dass ist mir ehrlich gesagt wichtiger als Eine Millionen Features zu haben.
gepostet mit der Deskmodder.de-App für Android
Ja, Respekt was der Mann alles alleine schaffte…
Die Amis haben ein Händchen, für PR…
Bill Burr Doesn’t Believe The Steve Jobs Hype
https://www.youtube.com/watch?v=ew6fv9UUlQ8
Mag ich, alte Doku´s über MS, die ist authentisch – denn MS bestand nicht nur aus Bill.
Leben nach Microsoft Teil 1 von 8
https://www.youtube.com/watch?v=_JlHONlUbGY&list=PL72BDFE2C0C557E87
Es gibt noch mehr Trump.
Mary Trump, hat ihr Psychologie-Studium beendet und mag „Onkel“ Donald Duck, gar nicht.
https://www.youtube.com/@MaryTrumpMedia/videos
Viel spannender sind doch die Menschen hinter Bill und Steve, hinter Larry und Elon…
„Unbelievable sadness“ – Melinda French Gates responds to Bill Gates claims in latest Epstein files
https://www.youtube.com/watch?v=1iPe6Iegom4
P.S: drum prüfe, zu wem du aufschaust!
Gutes Wochenende
Das Wichtigste was Jobs geleistet hat war NeXTSTEP auf den Mac zu bringen. Smartphones sind überbewertet.
Die beste Doku ist „Triumph of the Nerds“.
Da wird sicherlich der deutsche Saatsfunk nicht herankommen.
Und dann gibt es „Steve Jobs – The Lost Interview“.
Findet man alles auf YouTube.
„Staatsfunk“
Nicht vergessen:
Jahre vor IOS und Android gab es schon die Smartphones mit Windows CE!
Gemessen an dem damaligen Stand der Technik boten die Teile ALLES was heute selbstverständlich ist, wie Navi, Email, Surfen, Sound und Video.
Das man damals noch mit einem Stift oder spitzen Fingernägeln das Display bedienen musste, war auch den geradezu winzigen Displaysgeschuldet…
Aber erst mit dem HTC-HD2 bekam das Windows-Handy einen Touchscreen und ein Display mit einer XXL-Briefmarken-Größe! Nur war da Windows-Mobile schon angezählt…
Ich mochte damals Windows wegen der, zum Vergleich mit dem PC, ähnlichen Bedienlogik und fand auch die Konnektivität zum PC wirklich praktisch.
Nokia und Co hatten da nichts gleichermaßen Praktisches zu bieten…
Und schon gar nicht vergessen: BlackBerry!
BlackBerry-Smartphones kamen 2002. Das iPhone erst 2007.
BlackBerry dominierte den Smartphone-Markt für Geschäftskunden schon mehrere Jahre vor Apple.
Die Wurzeln reichen sogar bis 1996/1998 zurück.
Was natürlich Apple für sich verbucht: Die haben da erst den Hype für Jedermann draus gemacht.
Für mich persönlich war BlackBerry weit vor Apple u. Windows. Liebte das System u. die Bedienung. Schade, dass ihre Smartphone-Sparte zuletzt aufgegeben wurde.
Naja die Handy sparte war tot, weil zu langsam, gerade in der schnell lebigern handys ist das zulange verweilen an alten tödlich.
Wenn BlackBerry 3-4 jahre vordran schon mit komplett touchscreen ohne tastatur angefangen hätten wären sie jetzt 100% der dritte im bund von handy os.
wolte auich noch ein Black Berry aber ich hatte schon genug Telefone gehabt mit tastatur udn als der touchscreen rauskamm wolte ich natürlich tastenlos arbeiten.
Wobei die BlackBerry-Tastatur schon genial war. Hatte damals noch eines mit Touchscreen u. zusätzlicher Tastatur (BlackBerry PRIV). Die Tastatur war zugleich als Touchpad nutzbar u. jegliche Schreibarbeiten liefen flüssiger von Hand als mit jeder Touchscreen-Tastatur die ich kenne. Alles was auf dem Screen ersichtlich war, konnte (u.a. per Shortcuts/Wischgesten die man auch selbst festlegen konnte) komplett mit dem Slider-Keyboard gesteuert werden. Somit hatte man immer den Screen in seiner ganzen Größe für sich. BlackBerry´s mit Tastatur waren halt richtige „Arbeitstiere“.
Leider kam der BlackBerry-App-Store auch bei weitem nicht mit dem Angebot von Google u. Apple mit. Die meisten Entwickler konzentrierten sich eben auf die beiden großen Anbieter. Das Defizit lag somit leider nicht allein beim (nicht) passenden Geräteangebot.
Zudem kommt wohl noch hinzu:
In der heutigen Zeit, wo Sätze überwiegend mit max. 5 Wörtern formuliert werden, Satzzeichen/Grammatik Mangelware sind u. jegliche Rechtschreibung sowieso den Bach runter geht, da braucht es wohl primär auch keine vernünftigen Tastaturen mehr. Für TikTok reicht ja eh aufm Bildschirm rumwischen.
26. März ?
Sind ja noch zwei Monate bis dahin… bitte dann nochmal daran erinnern wenns soweit ist
Und als nächstes macht ARD mal eine Dokuserie über den Aufstieg und Fall europäischer Computerhersteller? Wäre schön! Olympya, Triumph-Adler, Olivetti, Nixdorf, Acorn, Logabax, Thompson, Goupil, Philips, Ericsson, Robotron, Sinclair, Amstrad, Schneider, Apricot, usw.! In der Geschichte steckt viel Potential drin und wird uns schmerzlich aufzeigen, wie wichtig es wäre, wenn wir diese als Gegenpol zu amerikanischen und asiatischen Computerhersteller noch hätten!
Europa hat ASML! Ohne das könnten die anderen einpacken.
Ohne das würde es eine Firma in Asien oder den USA machen.
Und, du sprichst ja hier nur über einen Zulieferer, der die Halbleiterindustrie in Asien oder Silicon Valley bedient.
Europa und vor allem Deutschland wurde da doch deutlichst der Rang abgelaufen. Ist ja auch kein Wunder. Es ist viel zu teuer hier zu produzieren, und, auch in vielerlei anderer Sicht, ist Deutschland mittlerweile eher Industrie-feindlich, als dass die Firmen hier noch groß investieren möchten.
Ist schon ziemlich traurig, was die Politik und die Gesellschaft hier angerichtet haben.
Aber, wo waren wir? Ach ja, Steves Erbe. Naja, wen interessiert irgendso ein popeliger Elitist, der seine elitären Ideen an reiche Leute verkauft hat?
Die EUV-Technologie wurde größtenteils in USA entwickelt, ASML baut die Maschinen praktisch auf deren Lizenz, nachdem alle anderen Chipmaschinenhersteller aufgeben mussten. Nur ASML blieb übrig, das ist eine große Leistung und sollte nicht unterschätzt werden! Die Geschichte „How ASML Got EUV“ gibt es hier: https://www.construction-physics.com/p/how-asml-got-euv
Erst mit EUV und Apple silicon gab es _richtige_ Mac Computer! Leider hat Steve das nicht mehr erlebt.
Ok, aber, wenn man sich anschaut, wieviel Industrie hier abgezogen ist, und mittlerweile in Übersee produziert und engineered wird, dann ist das schon sehr traurig zu sehen.
Vergessen wir auch nicht, dass auch der Typ der den Computer überhaupt erst erdacht hat, ein Deutscher war.
Wir haben einfach komplett den Anschluss verloren, und das nicht nur in dem Bereich IT-Industrie.
Wem sagst du das, ich bin Alternativer und großer Systemkritiker.
Daher mein abfälliger Kommentar zum „Staatsfunk“.
Das Beispiel ASML zeigt aber, dass noch _nicht_ alles verloren ist.
Falls das erlaubt ist, kann ich auch meinen bescheidenen Beitrag zum Thema Apple und Steve Jobs anbringen:
https://ijg.org/docs/JPEG_On_Mac_New_Chapter_In_History.pdf
Was erzählst du hier für einen Käse?
Zitat:
„ASML ist der Eigentümer der Technologie und das einzige Unternehmen weltweit, das diese Maschinen herstellen kann. Die Behauptung, sie bauten „in Lizenz“, rührt daher, dass sie ohne die US-Patente aus den 90ern und die Übernahme von US-Firmen nie so weit gekommen wären – und dass die US-Regierung aufgrund dieses Ursprungs ein Vetorecht bei Exporten (z. B. nach China) beansprucht.“
Und „Staatsfunk“ ist eher ein rechter Kampfbegriff…
Worauf ich eigentlich hinaus wollte:
Auch bei ASML gab es charismatische Führungspersönlichkeiten, ähnlich wie Steve Jobs bei Apple, die den Erfolg trotz widriger Umstände erst ermöglicht haben.
Im Falle von ASML sind das Martin van den Brink und Peter Wennink. Die Geschichte gibt es hier:
https://managementscope.nl/en/interview/martin-van-den-brink-peter-wennink-asml-farewell-interview