Google startet „Personal Intelligence“ als optionalen KI-Dienst für Gemini

Mit „Personal Intelligence“ führt Google einen KI-Dienst ein, der Daten aus mehreren eigenen Diensten zusammenführt und für individuelle Antworten nutzt. Der Dienst ist optional und standardmäßig deaktiviert. Zum Start steht er ausschließlich in den USA zur Verfügung und ist an kostenpflichtige Google-AI-Abonnements gebunden.

Grafik: Google

Verknüpfung mehrerer Google-Dienste

Im Zentrum von „Personal Intelligence“ steht die Auswertung bestehender Nutzerdaten innerhalb des Google-Ökosystems. Dazu zählen unter anderem Inhalte aus Gmail, Google Fotos, der Google Suche sowie der YouTube-Verlauf. Gemini greift dabei nicht mehr nur punktuell auf einzelne Informationen zu, sondern setzt Daten aus verschiedenen Diensten zueinander in Beziehung. Ziel ist es, Antworten stärker am tatsächlichen Nutzungskontext auszurichten, statt lediglich allgemeines Wissen bereitzustellen.

Kontextbasierte Antworten ohne explizite Quellenangabe

Im Unterschied zu bisherigen Funktionen müssen Nutzer nicht mehr angeben, aus welcher App eine Information stammen soll. Gemini zieht selbst Rückschlüsse über Zusammenhänge. So können etwa Reiseanfragen mit Buchungsbestätigungen aus Gmail oder mit Motiven aus Google Fotos kombiniert werden, ohne dass diese Quellen ausdrücklich genannt werden. Technisch basiert der Dienst auf Gemini 3. Das Modell soll in der Lage sein, Inhalte dienstübergreifend zu analysieren und daraus neue Schlussfolgerungen abzuleiten. Damit verschiebt sich der Fokus von einzelnen Abfragen hin zu einer fortlaufenden Kontextbewertung.

Verfügbarkeit und Einschränkungen zum Start

Der Roll-out beginnt am 14. Januar. Zugriff erhalten zunächst nur Abonnenten von Google AI Pro und Google AI Ultra in den USA. Die Funktion lässt sich sowohl in der Gemini-App als auch in der Web-Version sowie auf Android- und iOS-Geräten nutzen. Nicht verfügbar ist „Personal Intelligence“ vorerst für Google-Workspace-Konten aus dem Business-, Enterprise- und Bildungsbereich. Auch dort bleibt Gemini auf nicht personalisierte Antworten beschränkt. Eine Ausweitung auf weitere Länder und auf die kostenlose Version ist angekündigt, jedoch ohne konkreten Zeitplan.

Kontrolle und Datenschutz

Google betont, dass Nutzer die Kontrolle über den Funktionsumfang behalten. Jede App muss einzeln freigegeben werden, zudem lässt sich die Personalisierung für einzelne Antworten deaktivieren. Auch frühere Chatverläufe können verwaltet oder gelöscht werden. Darüber hinaus soll „Personal Intelligence“ nicht bei jeder Anfrage automatisch eingesetzt werden. Gemini entscheidet nach Angaben von Google selbstständig, ob eine personalisierte Antwort in der jeweiligen Situation sinnvoll ist.

Ausblick

Mit „Personal Intelligence“ geht Google einen Schritt, der die Nutzung von KI deutlich verändert. Statt rein reaktiver Antworten rückt der persönliche Nutzungskontext in den Mittelpunkt. Ob dieser Ansatz von Nutzern akzeptiert wird, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie transparent und kontrollierbar der Zugriff auf persönliche Daten in der Praxis bleibt.

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