Mit dem heutigen Start von HBO Max ist der deutsche Streamingmarkt um einen weiteren relevanten Anbieter ergänzt worden. Der Dienst bündelt erstmals auch hierzulande das Serien- und Filmangebot von Warner Bros. Discovery unter einer eigenen Plattform und beendet damit die jahrelange Phase verteilter Auswertungen über Drittanbieter. Für deutsche Zuschauer bedeutet das vor allem eines: Inhalte, die bislang über Partner wie Sky oder WOW verfügbar waren, wandern nun in ein geschlossenes Ökosystem. Warner Bros. Discovery folgt damit einem Weg, den andere große Medienkonzerne bereits eingeschlagen haben – der direkten Kontrolle über Distribution, Vermarktung und Kundenbeziehung.

Vom Umweg zur eigenen Plattform
International ist HBO Max kein neuer Dienst. Bereits 2020 startete das Angebot in den USA und weiteren Märkten, wurde zwischenzeitlich jedoch unter dem Namen „Max“ geführt. Diese Phase blieb nicht ohne Kritik, da sie die über Jahrzehnte aufgebaute Marke HBO in den Hintergrund rückte. 2025 folgte die Rückbesinnung. Warner Bros. Discovery kehrte bewusst zum Namen HBO Max zurück und stellte damit wieder klar, wofür der Dienst stehen soll: hochwertige Serienproduktionen, starke Autorenformate und ein klar kuratiertes Programm. Der nun erfolgte Deutschlandstart ist Teil dieser strategischen Neuausrichtung und erfolgt zeitgleich mit weiteren europäischen Märkten.
Abos und technische Ausstattung
Zum Marktstart bietet HBO Max drei Abo-Varianten an, die sich sowohl preislich als auch technisch unterscheiden. Alle Modelle sind monatlich kündbar. Der Zugang zu HBO Max erfolgt in drei Stufen. Den Einstieg bildet ein werbefinanziertes Abo, das Inhalte in Full HD bereitstellt und gleichzeitiges Streaming auf zwei Geräten erlaubt. Über dem werbefinanzierten Einstieg liegt ein Standard-Abo ohne Unterbrechungen, das zusätzlich Downloads für die Offline-Nutzung freigibt. Die höchste Stufe bildet das Premium-Abo. Es liefert Inhalte in 4K, unterstützt Dolby Atmos und erlaubt die parallele Nutzung auf bis zu vier Geräten. Ergänzend bietet HBO Max bereits ein separates Sport-Add-on mit Eurosport-Inhalten an, das aktuell 19,99 Euro pro Monat kostet. Darüber hinaus sind zeitlich begrenzte Kombi-Angebote mit anderen Streamingdiensten geplant, deren konkrete Ausgestaltung jedoch noch offen ist.
Serien: Das Fundament des Angebots
Zum Marktstart verlässt sich HBO Max auf Titel, die dem Publikum seit Jahren vertraut sind. Produktionen wie Game of Thrones, House of the Dragon, The Last of Us oder Succession gehören ebenso zum Programm wie langlebige Serienformate à la Friends, The Big Bang Theory und Rick and Morty. Statt auf eine hohe Taktung neuer Veröffentlichungen zu setzen, rückt der Dienst bewusst Serien in den Vordergrund, die über lange Zeit gewachsen sind und ihren Ruf nicht zuletzt durch konstante Qualität aufgebaut haben.
Filme und große Marken
Auch im Filmbereich greift Warner auf ein umfangreiches Archiv zurück. Zum Start stehen große Franchises wie Harry Potter, Der Herr der Ringe, Dune, Batman oder Joker zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch neuere Kinoproduktionen, die schrittweise in den Katalog aufgenommen werden sollen. Die Auswertung folgt dabei dem international etablierten Modell: Kino, anschließend Streaming – allerdings nun ohne Umwege über externe Plattformen.
Neue Inhalte und langfristige Planung
Neben dem bestehenden Katalog setzt Warner Bros. Discovery weiterhin auf exklusive Eigenproduktionen. Geplant sind neue Serien innerhalb bekannter Universen ebenso wie eigenständige Dramen und Thriller. Langfristig gehört auch die angekündigte Harry-Potter-Serie zu den zentralen Projekten. Der Start ist derzeit für 2027 vorgesehen und soll das Franchise erstmals seriell neu interpretieren – exklusiv für HBO Max.
Mehr Auswahl, weniger Übersicht
Mit dem Start von HBO Max verschärft sich die Fragmentierung im Streamingmarkt weiter. Hochwertige Inhalte verteilen sich zunehmend auf separate Plattformen, was für Nutzer eine steigende Zahl paralleler Abonnements bedeutet. HBO Max setzt dabei nicht auf Masse, sondern auf ein klar abgegrenztes Profil. Ob dieser Ansatz auch in Deutschland dauerhaft trägt, wird sich weniger kurzfristig zeigen, sondern daran, wie konsequent Warner Bros. Discovery den Dienst weiterentwickelt. Fest steht jedoch schon jetzt: Wer aktuelle HBO-Serien sehen möchte, kommt an HBO Max künftig nicht mehr vorbei.
Definitiv positiv daran ist, dass Game of Thrones nun auch mal in hoher Qualität abseits der FullHD-Zwangsbegrenzung von Sky/WOW zu sehen ist, als Streaming-Inhalt.
Ich frage mich ja immer, wer das alles gucken soll. Ok, wir haben auch Netflix und Amazon Prime und Paramount+ als Teil von One+ über unseren Internetanschluss bei Sunrise. Aber One+ ist gratis im Internetanschluss enthalten und Amazon Prime haben wir nur, weil meine Frau abartig viel Zeugs dort bestellt und wir keine Lust auf Versandkosten haben. Dass da auch Prime Video etc. mit enthalten ist, ist zwar ganz nett, aber wirklich nutzen tun wir das nicht.
Früher war das so, dass wir uns Popcorn gemacht, Netflix eingeschaltet und 5min später nichts mehr vom Film mitbekommen haben, weil wir – aus selbstverständlich unerklärlichen Gründen – plötzlich beide keine Klamotten mehr anhatten. Ich weiss bis heute nicht, wie das passieren konnte. Aber auch wir sind mittlerweile alte Menschen, so dass meine Frau während dem Film einschläft (spätestens nachdem das Intro rum ist, und wir haben beide noch was an) und ich eh spätestens um 21 Uhr im Bett verschwinde, weil die Nacht um 5:30 Uhr zu Ende ist.
Ich weiss daher nicht bzw. kann es schlicht nicht nachvollziehen, wann Menschen wirklich bewusst all die Streamingangebote nutzen. Klar, ich kenne auch Leute die wirklich alles abonniert haben. Aber wenn ich die frage, wann sie das gucken, heisst es entweder „ach, wir nutzen das eigentlich gar nicht bis selten“ (ja, warum zahlst du’s dann?) oder „die Kinder schauen viel“ (warum parkst du deine Kinder vor der Glotze?).
… ich frag mich auch, wer diesen Ami-Müll der Streaming-Portale freiwillig anschaut und seine wirklich begrenzte Lebenszeit mit dem Quatsch vergeudet …
Um mich kurz abzulenken, schau ich lieber mal 2 bis 3 Folgen „Shaun, das Schaf“ oder „Feuerwehrmann Sam“ a ca. 10min an … Und wenn meine Frau mal Zeit hat … naja …
Und falls Abends gegen 20 Uhr mal wirklich nix gescheites im Linear-TV kommt (kommt leider in letzter Zeit immer öfters vor), schalte ich mein NAS an und schaue mir was mit europäischem Niveau an.
Das funktioniert auch ohne Internet oder Satellit, selbst bei Stromausfall, da das NAS und der TV an einer USV hängen …
Die Filme bzw. Staffeln auf dem NAS lade ich mir via
https://mediathekviewweb.de
herunter, meist in Full-HD. Völlig Ok.
Gibt echt schöneres, als den Ami-Quatsch … hirnlos, oberflächlich, das ist m.M.n. kein Entertainment, das ist Volksverblödung.
ganz Deiner Meinung…:)
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