Whisker Litter-Robot 5: Selbstreinigende Katzentoilette erkennt jetzt auch Urin und Kot

Whisker bringt seine neueste selbstreinigende Katzentoilette nach Deutschland. Der Litter-Robot 5 ist ab sofort für 999 Euro erhältlich und bekommt einige Funktionen, die über das automatische Entfernen der Hinterlassenschaften hinausgehen. Erstmals kann das Gerät zwischen Urin und Kot unterscheiden. Hinzu kommen ein größerer Innenraum, eine überarbeitete Gewichtserfassung und ein Farbdisplay. Der Hersteller verspricht außerdem eine bessere Geruchskontrolle und längere Abstände zwischen den notwendigen Leerungen.

WasteID soll Toilettengänge genauer erfassen

Die wichtigste technische Neuerung hört auf den Namen WasteID. Während bisherige Modelle vor allem registrierten, wann und wie häufig eine Katze die Toilette benutzt, soll der Litter-Robot 5 zusätzlich erkennen, welche Art von Ausscheidung hinterlassen wurde. Whisker nutzt diese Unterscheidung gleich für mehrere Funktionen. Zum einen soll die automatische Reinigung besser auf die jeweilige Nutzung abgestimmt werden. Zum anderen erhält die App genauere Informationen über das Toilettenverhalten der Tiere. Auch die Geruchskontrolle soll davon profitieren.

Für Katzenhalter ist vor allem die langfristige Auswertung interessant. Wer beispielsweise feststellen möchte, ob seine Katze häufiger als gewöhnlich uriniert oder sich die Häufigkeit des Kotabsatzes verändert, bekommt dafür zusätzliche Daten. Solche Auffälligkeiten können Anlass sein, genauer hinzusehen oder einen Tierarzt aufzusuchen. Eine medizinische Diagnose liefert der Litter-Robot allerdings nicht. Wie WasteID technisch zwischen den Ausscheidungen unterscheidet und welche Erkennungsgenauigkeit erreicht wird, erläutert Whisker bislang nicht näher. Gerade bei mehreren Katzen wird sich zeigen müssen, wie zuverlässig die Zuordnung im täglichen Betrieb funktioniert.

Größerer Innenraum für bis zu fünf Katzen

Auch an der eigentlichen Konstruktion wurde gearbeitet. Der Innenraum fällt beim Litter-Robot 5 größer und höher aus. Das soll nicht nur größeren Katzen mehr Bewegungsfreiheit bieten, sondern auch den Einsatz in Haushalten mit bis zu fünf Tieren ermöglichen. Die Abfallschublade hat ebenfalls an Volumen gewonnen. Gleichzeitig wurde die Verteilung des gesammelten Abfalls verändert. Dadurch soll sich die Schublade gleichmäßiger füllen, bevor sie geleert werden muss. Bei einem Mehrkatzenhaushalt ist das keine unwesentliche Verbesserung. Schließlich hängt der tatsächliche Komfort einer automatischen Katzentoilette nicht allein davon ab, ob sie selbstständig reinigt. Entscheidend ist auch, wie oft der Besitzer anschließend den Abfallbehälter leeren muss. Konkrete Angaben zum neuen Fassungsvermögen oder zu den möglichen Leerungsintervallen macht Whisker allerdings nicht. Wie lange eine Füllung tatsächlich reicht, dürfte ohnehin stark von der Anzahl der Katzen und deren Toilettengewohnheiten abhängen.

SmartScale soll auch auf Teppich genauer messen

Eine weitere Überarbeitung betrifft die SmartScale-Waage. Sie erfasst das Gewicht der Katzen bei der Benutzung und ermöglicht es, Veränderungen über einen längeren Zeitraum nachzuverfolgen. Beim Litter-Robot 5 soll die Gewichtsmessung präziser ausfallen. Außerdem ist nun eine Teppichschale direkt integriert. Sie ermöglicht eine zuverlässige Gewichtsmessung auf unterschiedlichen Bodenbelägen, ohne dass zusätzliches Zubehör erforderlich ist. So lässt sich das Gewicht der Katzen regelmäßig und automatisch kontrollieren. Statt die Tiere jedes Mal separat wiegen zu müssen, entstehen die Messwerte im Rahmen der normalen Toilettennutzung. Die Daten lassen sich anschließend über die Whisker-App abrufen. Dort können Katzenhalter neben dem Gewicht auch die Toilettenaktivitäten und Gewohnheiten ihrer Tiere verfolgen. Zusammen mit WasteID entsteht so ein detaillierteres Bild als bei den bisherigen Generationen.

Farbdisplay ersetzt die bisherige Tastenbedienung

Bei der Bedienung verabschiedet sich Whisker von den bisherigen Tasten und setzt auf ein vollfarbiges LCD-Display. Darüber sollen sich sowohl die Ersteinrichtung als auch die alltägliche Bedienung direkt am Gerät erledigen lassen. Das Smartphone bleibt dennoch Teil des Konzepts. Über die Whisker-App lässt sich der Litter-Robot 5 aus der Ferne steuern. Dort werden außerdem die erfassten Daten aufbereitet, sodass sich Veränderungen über einen längeren Zeitraum nachvollziehen lassen. Auch das Gehäuse wurde überarbeitet.

Whisker spricht von hochwertigeren Materialien und Oberflächen, die stärker an klassische Haushaltsgeräte erinnern sollen. Genaue Abmessungen und Gewichtsangaben für die neue Generation liegen in der Ankündigung allerdings nicht vor.

Erfahrungen mit dem Vorgänger

Wir hatten den Litter-Robot 4 bereits im Februar ausführlich getestet. Damals zeigte sich vor allem, wie viel Arbeit eine automatische Katzentoilette im Alltag tatsächlich abnehmen kann. Die Reinigung lief zuverlässig und angenehm leise, die geschlossene Abfallschublade mit Carbonfilter reduzierte die Geruchsbelastung deutlich. Auch die Sicherheitsmechanismen überzeugten. Erkennt das Gerät eine Bewegung oder einen Eingriff, stoppt es den Reinigungsvorgang sofort. Die Einbindung in Home Assistant ermöglichte außerdem die Überwachung von Füllstand, Gewicht und Reinigungsstatus über das bestehende Smart Home-System. Für den Praxistest waren seinerzeit Barney und Betty zuständig.

Die beiden damaligen Protagonisten des Tests: Barney und Betty.

Betty nutzte den Litter-Robot 4 problemlos, während Barney gelegentlich die klassische Katzentoilette bevorzugte. Dass selbst eine technisch ausgereifte Lösung nicht automatisch von jeder Katze gleichermaßen angenommen wird, sollte man beim Kauf weiterhin berücksichtigen. Beim Litter-Robot 5 liegt der Schwerpunkt nun weniger auf der grundlegenden Automatisierung als auf den zusätzlichen Informationen und der größeren Kapazität. Ob die neue WasteID-Erkennung im Alltag einen ebenso deutlichen Mehrwert liefert wie seinerzeit die automatische Reinigung, müsste ein erneuter Test zeigen. Auch die Unterstützung der neuen Funktionen durch Home Assistant ist bislang nicht geklärt.

Marktstart für 999 Euro

Der Litter-Robot 5 ist seit dem 15. Oktober 2026 über den europäischen Onlineshop von Whisker bestellbar. In Deutschland startet das Gerät für 999 Euro. Damit bleibt Whisker seiner Positionierung im Premiumsegment treu. Der Litter-Robot 4 kostete zum Zeitpunkt unseres Tests 899 Euro, inzwischen jedoch nur noch 799 Euro. Für den Nachfolger verlangt der Hersteller also 200 Euro mehr. Dafür gibt es mit WasteID eine zusätzliche Erkennung der Ausscheidungen, eine verbesserte SmartScale, mehr Platz für die Katzen, eine größere Abfallschublade und das neue LCD-Display. Die grundlegende automatische Reinigung beherrschte allerdings schon der Vorgänger. Wer bereits einen Litter-Robot 4 besitzt, bekommt somit vor allem mehr Komfort und zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten. Für Neueinsteiger stellt sich dagegen weiterhin die Frage, ob ihnen die weitgehend automatisierte Katzenhygiene knapp 1.000 Euro wert ist.

Whisker Litter-Robot 5: Selbstreinigende Katzentoilette erkennt jetzt auch Urin und Kot
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