Google Gemini: AI Plus verliert Zugriff auf Pro-Modelle – Kunden müssen künftig mehr bezahlen

Google schränkt den Funktionsumfang seines AI-Plus-Abonnements ein. Ab dem 13. November 2026 können Kunden mit diesem Tarif die leistungsfähigeren Pro-Modelle in Gemini nicht mehr gezielt auswählen. Wer weiterhin direkten Zugriff darauf haben möchte, benötigt künftig mindestens Google AI Pro. Die Änderung betrifft sowohl die Gemini-App als auch den KI-Modus der Google-Suche. Bestandskunden werden derzeit per E-Mail über die bevorstehende Umstellung informiert.

Grafik: Google

Pro-Modelle künftig erst ab Google AI Pro

Bislang konnten auch Nutzer des günstigeren AI-Plus-Abonnements auf die Pro-Modelle zugreifen. Damit ist ab Mitte November Schluss. Google beschränkt die Modellauswahl für diesen Tarif künftig auf Flash-Lite und Flash. Flash-Lite ist auf möglichst schnelle Antworten bei geringem Rechenaufwand ausgelegt. Flash soll dagegen einen Mittelweg zwischen Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit bieten. Die Pro-Modelle sind insbesondere für komplexere Aufgaben und anspruchsvollere Schlussfolgerungen vorgesehen. Wer solche Modelle weiterhin selbst auswählen möchte, muss auf Google AI Pro oder AI Ultra wechseln. Für bestehende AI-Plus-Kunden bedeutet das eine Einschränkung ihres bisherigen Leistungsumfangs, ohne dass Google in der Mitteilung eine entsprechende Preissenkung ankündigt. Immerhin bleiben frühere Unterhaltungen erhalten. Chats, die ursprünglich mit einem Pro-Modell geführt wurden, können auch nach der Umstellung fortgesetzt werden. Allerdings erfolgt die weitere Verarbeitung dann gegebenenfalls mit einem anderen Modell.

Kostenlose Nutzer bekommen eine automatische Modellauswahl

Auch für Nutzer ohne kostenpflichtiges KI-Abonnement ändert Google die Modellverwaltung. Seit dem 9. Oktober wird schrittweise eine automatische Auswahl eingeführt, die abhängig von der jeweiligen Anfrage das passende Modell bestimmen soll. Standardmäßig landen die meisten Anfragen bei Flash-Lite. Bei komplexeren Aufgaben kann Gemini automatisch auf Flash oder Pro zurückgreifen. Ein gezielter Zugriff auf die leistungsfähigeren Modelle ist damit allerdings nicht verbunden. Wer die automatische Modellauswahl deaktiviert, verwendet im kostenlosen Tarif ausschließlich Flash-Lite. Google entscheidet somit zunehmend selbst, wie viel Rechenleistung einer Anfrage zugeteilt wird. Während kostenlose Nutzer auf die automatische Auswahl angewiesen sind, bleibt die gezielte Nutzung der Pro-Modelle künftig den teureren Abonnements vorbehalten.

Nutzungslimits richten sich nach dem Rechenaufwand

Parallel dazu stellt Google die Nutzungslimits auf ein rechenbasiertes System um. Statt ausschließlich die Anzahl der Anfragen zu berücksichtigen, fließen künftig auch deren Komplexität, der Umfang einer Unterhaltung und die verwendeten Funktionen in die Berechnung ein. Die verfügbaren Kontingente werden alle fünf Stunden aufgefrischt, solange das jeweilige Wochenlimit noch nicht erreicht wurde. Besonders rechenintensive Funktionen können das Kontingent entsprechend schneller aufbrauchen. Dazu gehören unter anderem Deep Research, die Generierung von Bildern, Videos und Musik sowie erweiterte Denkfunktionen. Bei den regulären Nutzungslimits unterscheidet Google weiterhin zwischen den Abonnementstufen. AI Plus erhält das Doppelte des kostenlosen Standardkontingents, AI Pro das Vierfache. Bei AI Ultra liegt das Limit je nach gebuchter Variante beim Fünf- beziehungsweise Zwanzigfachen von AI Pro. Die höheren Kontingente bleiben AI-Plus-Kunden somit erhalten. Beim Zugriff auf die leistungsfähigeren Modelle müssen sie künftig jedoch Abstriche machen.

Weniger Modellauswahl trotz laufendem Abonnement

Bemerkenswert ist vor allem der Umgang mit bestehenden Kunden. Google nimmt die Änderung nicht ausschließlich bei neuen Vertragsabschlüssen vor, sondern stellt auch bereits laufende AI-Plus-Abonnements auf die eingeschränkte Modellauswahl um. Der konkrete Umstellungstermin wird den betroffenen Nutzern per E-Mail mitgeteilt. In der aktuellen Benachrichtigung nennt Google den 13. November 2026. Damit verliert das günstigere Abonnement eine bislang verfügbare Funktion. Wer regelmäßig mit Pro-Modellen arbeitet, steht anschließend vor der Wahl, entweder auf Flash auszuweichen oder in einen teureren Tarif zu wechseln.

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