Raspberry Pi Desktop für PC und Mac bekommt nach mehreren Jahren wieder ein größeres Update. Als Basis dient jetzt Debian 13 „Trixie“. Gleichzeitig verabschiedet sich Raspberry Pi von der bisherigen 32-Bit-Version und setzt erstmals auf amd64. Neu dabei ist außerdem Raspberry Pi Connect, womit sich auch entsprechend ausgestattete PCs und Intel-Macs aus der Ferne erreichen lassen. Raspberry Pi Desktop bringt die vom Raspberry Pi OS bekannte Oberfläche auf klassische x86-PCs. Die letzte verfügbare Ausgabe basierte noch auf Debian Bullseye. Neuere Versionen hatte das Team aus Zeitgründen zunächst nicht mehr umgesetzt. Die Nachfrage blieb nach Angaben der Entwickler allerdings bestehen.
Raspberry Pi Desktop wechselt auf 64 Bit
Mit der Neuauflage erfolgt ein größerer technischer Schnitt. Raspberry Pi Desktop basiert jetzt auf der amd64-Version von Debian Trixie. Die bisherigen Ausgaben für PC und Mac waren dagegen noch für 32-Bit-Systeme ausgelegt. Für halbwegs aktuelle x86-Hardware sollte das kaum eine Einschränkung darstellen. Raspberry Pi geht davon aus, dass die meisten PCs der vergangenen rund 15 Jahre mit der 64-Bit-Version zurechtkommen. Auch Intel-Macs werden weiterhin unterstützt. Anders sieht es bei neueren Macs mit Apple Silicon aus. Debian unterstützt die Plattform weiterhin nur experimentell, weshalb Raspberry Pi Desktop nicht nativ auf Macs mit M-Chips läuft. Eine entsprechende ARM-Version ist derzeit ebenfalls nicht geplant. Der Architekturwechsel hat noch eine weitere Konsequenz: Eine bestehende 32-Bit-Installation lässt sich nicht auf die neue Ausgabe aktualisieren. Entwickler Simon Long bestätigt, dass dafür eine vollständige Neuinstallation erforderlich ist.
Raspberry Pi Connect jetzt auch auf PC und Mac
Neben dem Wechsel auf Debian Trixie übernimmt die neue Ausgabe die aktuellen Änderungen der Raspberry-Pi-Oberfläche. Dazu gehören unter anderem das Control Centre und das neue Dock. Erstmals ist auch der Client für Raspberry Pi Connect enthalten. Damit lassen sich PCs und Macs mit Raspberry Pi Desktop zusammen mit den eigenen Raspberry-Pi-Systemen über denselben Dienst verwalten.
Unterstützt werden sowohl Bildschirmfreigabe als auch der Zugriff auf ein entferntes Terminal. Bei der Einrichtung erhält der PC oder Mac einen frei wählbaren Gerätenamen. Dieser wird anschließend in Raspberry Pi Connect angezeigt. Bei einem Raspberry Pi übernimmt diese Zuordnung normalerweise eine eindeutige Hardware-ID.
Als Live-System oder vollständige Installation
Raspberry Pi stellt die neue Version als bootfähiges Debian-Image bereit. Die ISO-Datei kann auf einen USB-Stick geschrieben und anschließend direkt davon gestartet werden. Mit der Option „run with persistence“ bleiben Änderungen und gespeicherte Daten auf dem USB-Stick erhalten. Wer das System dauerhaft einsetzen möchte, kann es anschließend auf einer internen SSD oder Festplatte installieren. Dafür ist der Debian-Installer Calamares integriert, der entweder über eine Desktop-Verknüpfung oder über die Systemwerkzeuge gestartet werden kann. Gerade ältere Notebooks und PCs bleiben damit ein naheliegendes Einsatzgebiet für Raspberry Pi Desktop. Gleichzeitig lässt sich die Umgebung nutzen, um auf einem normalen x86-System mit derselben Desktop-Oberfläche wie auf einem Raspberry Pi zu arbeiten. Die neue Version von Raspberry Pi Desktop für PC und Intel-Mac steht ab sofort zum Download bereit. Ob daraus wieder regelmäßige Veröffentlichungen werden, hängt offenbar auch von der Nachfrage ab. Raspberry Pi will die PC-Version nach Aussage von Simon Long grundsätzlich weiter unterstützen, gibt dafür derzeit aber keine feste Zusage.


für die alten Möhren, auf denen kein Windows 11 mehr zum Laufen gebracht werden kann sicherlich interessant.
Ich bleibe dennoch in diesen Fällen bei ChromeOS Flex:
https://www.deskmodder.de/phpBB3/viewtopic.php?t=27421