Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Test: Starker Saug- und Wischroboter mit Matter

Roborock will mit dem Qrevo Curv 2 Flow einen besonders komfortablen Saug- und Wischroboter für anspruchsvolle Haushalte liefern. Offiziell setzt das Modell unter anderem auf 20.000 Pa Saugleistung, eine selbstreinigende SpiraFlow-Wischwalze, Reactive AI-Hinderniserkennung, eine automatische Dockingstation mit heißer Moppwäsche sowie zahlreiche App-Funktionen rund um Karten, Zeitpläne und Haustiere. In meinem Alltagstest musste der Roboter in einer 73 Quadratmeter Wohnung zeigen, wie gut das Gesamtpaket wirklich funktioniert. Das Ergebnis ist insgesamt positiv. Der Qrevo Curv 2 Flow saugt zuverlässig, wischt sehr ordentlich und ist gerade in einem Haushalt mit Tieren ein spannendes Modell. Perfekt ist er aber nicht, denn ausgerechnet bei Türschwellen hatte ich in der Praxis Probleme.

Roborock Qrevo Curv 2 Flow – Foto: Deskmodder

Aufbau, Einrichtung und erster Eindruck

Der Aufbau und die Einrichtung waren unkompliziert. Dockingstation aufstellen, Wasserbehälter einsetzen, Roboter koppeln und die ersten Einstellungen in der App vornehmen. Genau so sollte die Ersteinrichtung bei einem Saugroboter im Jahr 2026 auch ablaufen. Ebenfalls positiv: Die App führt sauber durch die ersten Schritte. Kartenaufbau, Reinigungsmodus und Routinen sind schnell eingerichtet. Wer bereits andere Roborock-Geräte genutzt hat, findet sich sofort zurecht. Ein kleiner Minuspunkt zeigt sich direkt beim Auspacken: Ein Putzmittel liegt nicht bei. Wer die Wischfunktion mit Reinigungsmittel nutzen will, muss dieses separat kaufen.

Design und Verarbeitung: optisch ansprechend, aber nicht ganz pflegeleicht

Optisch macht der Roborock Qrevo Curv 2 Flow einiges her. Der Roboter und die Dockingstation wirken modern, aufgeräumt und hochwertig. Das weiß glänzende Design passt gut in moderne Wohnungen und sieht auf den ersten Blick deutlich eleganter aus als viele Konkurrenzmodelle. Allerdings hat die Hochglanzoptik auch einen Nachteil: Haare, Staub und Schmutz sind auf der weißen Oberfläche relativ schnell sichtbar. Gerade in Haushalten mit Tieren bleibt das nicht lange unsichtbar. Der Roboter selbst ist laut Hersteller 353 * 353 * 119 mm groß, die Dockingstation misst 450 * 450 * 450 mm. Gerade die Station ist damit kein kleines Zubehör, sondern ein sichtbarer Teil der Einrichtung.

App, Fernzugriff und Matter in Apple Home

Die App gehört klar zu den Stärken des Systems. Karten, Räume, Sperrzonen, Reinigungsarten und Zeitpläne lassen sich sauber verwalten. Auch die Fernsteuerung klappt zuverlässig. Der Roboter kann also nicht nur zuhause, sondern auch unterwegs kontrolliert und gestartet werden. Für Apple-Nutzer besonders interessant: Matter-kompatible Saugroboter lassen sich in der Home-App steuern und in Szenen sowie Automationen einbinden. Genau das hat im Test mit dem Qrevo Curv 2 Flow auch funktioniert. Das ist ein echter Pluspunkt, weil der Roboter dadurch sauber in ein bestehendes Smart-Home-Setup integriert werden kann. Wer tiefer in die App einsteigt, bekommt viele Optionen: Roborock nennt auf der Produktseite unter anderem SmartPlan 3.0, Kartenverwaltung, individuelle Routinen sowie Haustier-Funktionen wie Fotoaufnahmen, Tiererkennung und Tierortung.

Navigation, Hindernisserkennung und Haustiere

Im Alltag navigiert der Qrevo Curv 2 Flow ordentlich durch die Wohnung. Die Kartierung funktioniert schnell und die Fahrwege wirken nachvollziehbar. Offiziell setzt Roborock auf PreciSense LiDAR und eine Reactive AI-Hinderniserkennung, die laut Hersteller mehr als 200 Objektarten erkennt und umfahren kann. Dazu kommen strukturierte Beleuchtung und RGB-Kamera. Besonders spannend ist das Thema Haustiere. Genau hier passt der Qrevo Curv 2 Flow gut in meinen Alltag. Die Fotos und Screenshots zeigen, dass der Roboter Tiere tatsächlich erkennt und entsprechend reagiert. Roborock bewirbt dazu automatische Haustier-Erkennung, Fotoaufnahmen, Tierortung und sogar Video-Funktionen. Im Test war vor allem die Erkennung im Wohnungsalltag interessant, weil der Roboter dadurch weniger hektisch auf Katzen und Hund zugesteuert ist.

Gerade in einem Haushalt mit Tieren ist das kein Gimmick, sondern ein echter Mehrwert. Die Kombination aus Navigation, Hinderniserkennung und Haustier-Modus ist eines der stärkeren Argumente für dieses Modell.

Saugleistung im Alltag

Bei der Saugleistung liefert der Qrevo Curv 2 Flow insgesamt sehr gut ab. Roborock gibt für das Modell 20.000 Pa Saugleistung an und kombiniert das mit einer Hauptbürste sowie Seitenbürsten mit Verhedderungsschutz. Im Alltag habe ich an der Saugleistung nichts zu kritisieren. Die Saugkraft lässt sich in der App anpassen, was im Betrieb sehr praktisch ist. Selbst wenn man nicht permanent auf Maximum unterwegs ist, wird Schmutz zuverlässig aufgenommen. Gerade auf Hartboden war das Ergebnis im Test überzeugend. Auch Tierhaare sind für den Roboter kein grundsätzliches Problem. Genau hier spielt das Gerät seine Stärken aus. Es arbeitet gründlich, ohne dass man ständig das Gefühl hat, nachreinigen zu müssen. Der einzige Nachteil war, dass Katzenstreu vom Teppich nicht immer zuverlässig eingesaugt wurde.

Wischfunktion und Dockingstation

Die Wischfunktion ist für mich einer der Hauptgründe, warum der Roborock interessant ist. Der Hersteller setzt hier nicht auf klassische Doppelmopps, sondern auf eine Wischwalze. Das Dock reinigt den Mopp außerdem mit bis zu 75 Grad heißem Wasser und trocknet mit 55 Grad Warmluft. Der Wischmopp funktioniert wirklich gut. Frische Verschmutzungen und normaler Alltagsschmutz werden sauber aufgenommen. Für regelmäßiges Wischen in Küche, Flur oder Essbereich ist das Gerät absolut ausreichend.

Grenzen gibt es aber trotzdem. Eingetrockneter Schmutz geht nicht immer restlos weg. Hier hilft es, die Stelle vorher einzuweichen oder notfalls klassisch per Hand nachzuarbeiten. Das ist kein Ausfall, sondern eher die Erinnerung daran, dass auch ein teurer Wischroboter keine hochgelobte Lösung gegen wochenalte Flecken ist. Positiv ist wiederum, dass die Station viel Arbeit abnimmt. Das automatische Reinigen des Mopp-Systems spart im Alltag spürbar Zeit. Trotzdem bleibt etwas Pflege nötig und ganz wartungsfrei ist das System nicht.

Wartung: Komfortabel aber nicht wartungsfrei

Roborock bewirbt den Qrevo Curv 2 Flow trotz Walzensystem als vergleichsweise pflegeleicht. Auf der Produktseite ist von einfacher Wartung die Rede, außerdem sind mehrere Komponenten wie Walzenmopp, Schmutzwasserkanal und integrierter Schmutzwassertank zum Reinigen oder Austauschen entnehmbar. Der Roboter nimmt einem viel Arbeit ab, aber eben nicht alles. Wer dauerhaft gute Ergebnisse will, muss das Gerät und die Station regelmäßig reinigen. Besonders in einem Haushalt mit Tierhaaren und häufiger Wischfunktion sollte man die Wartung nicht zu lange aufschieben. Das ist kein Kritikpunkt, sollte vor dem Kauf aber klar sein.

Die Türschwelle als Gegner

Der größte Schwachpunkt in meinem Test waren die Türschwellen. In meiner Wohnung hatte der Roboter bei 2 cm hohen Schwellen Probleme, obwohl ich mir hier ehrlich gesagt mehr erwartet hatte. Das fällt umso mehr auf, weil Roborock innerhalb der Qrevo-Curv-Serie mit AdaptiLift und einer Überwindung von bis zu 4 cm bei komplexen Doppelschwellen wirbt. In meinem Alltagstest ließ sich das mit dem Qrevo Curv 2 Flow so aber nicht abbilden. Ich musste mir am Ende sogar zusätzliche Bodenschwellen kaufen, damit der Roboter sauber durchkommt. Für viele Wohnungen mag das kein Problem sein. Wer aber mehrere höhere Übergänge zwischen Räumen hat, sollte diesen Punkt vor dem Kauf ernst nehmen.

Laufzeit im Alltag

Die Reinigungsdauer hängt stark vom Modus ab. In meiner 73 qm Wohnung braucht der Roboter ungefähr zwei Stunden, je nachdem, wie intensiv gesaugt und gewischt wird. Das ist nicht ungewöhnlich, sollte aber eingeplant werden. Vor allem dann, wenn man Reinigungsläufe tagsüber in den Alltag integrieren möchte. Praktisch ist dabei, dass der Roboter so autonom arbeitet, dass die reine Laufzeit im Alltag weniger stört als bei klassischen Staubsaugern. Man startet ihn, lässt ihn arbeiten und kümmert sich später um den Rest.

Fazit

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist ein starker Saug- und Wischroboter, der vor allem mit seiner sehr guten Wischfunktion, der guten App, der Haustier-Erkennung und der komfortablen Dockingstation punktet. Gerade auf Hartböden und in Haushalten mit Tieren ist das Modell ein sehr interessantes Gesamtpaket. Nicht ganz so stark ist er bei hohen Türschwellen. Außerdem bleibt trotz viel Selbstreinigung eine gewisse Wartung Pflicht, und eingetrocknete Flecken sind weiterhin ein Grenzfall. Dazu kommt, dass die glänzend weiße Oberfläche zwar schick aussieht, aber Schmutz eben auch schnell sichtbar macht. Unterm Strich bleibt dennoch ein positiver Eindruck. Wer einen modernen Saug- und Wischroboter mit starker Wischleistung, guter Smart-Home-Anbindung und sinnvoller Haustier-Erkennung sucht, bekommt mit dem Roborock Qrevo Curv 2 Flow ein insgesamt überzeugendes Gerät.

Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Test: Starker Saug- und Wischroboter mit Matter
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