Apple verpasst dem iPad Air in diesem Jahr kein Feintuning, sondern einen echten Generationssprung. Statt eines kleineren Chip-Updates arbeitet nun der M4 im Gerät, dazu kommen 12 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher sowie erstmals eigene Apple-Chips für WLAN und Mobilfunk. Interessant ist dabei vor allem die Preisstruktur: Das 11-Zoll-Modell startet weiterhin bei 649 Euro, die 13-Zoll-Version bei 849 Euro. Apple hebt also die technische Basis deutlich an, ohne den offiziellen Einstiegspreis zu verändern. In der Praxis rückt das iPad Air damit spürbar näher an die Pro-Klasse heran. Nicht, weil es diese ersetzt – sondern weil die Leistungsreserven im mittleren Segment deutlich gewachsen sind.

M4 im Air: Deutlich näher an der Pro-Klasse
Im neuen iPad Air arbeitet der M4 mit 8-Core-CPU und 9-Core-GPU. Laut Apple liegt die Leistung bis zu 30 Prozent über dem iPad Air mit M3 und bis zu 2,3-mal über dem M1-Modell. Solche Herstellervergleiche sind traditionell wohlwollend gewählt, dennoch ist der Generationssprung real. Interessant ist vor allem die GPU-Architektur: Hardwarebeschleunigtes Raytracing sowie Mesh Shading der zweiten Generation halten nun Einzug in das Air-Segment.

Für 3D-Rendering, CAD-Anwendungen oder grafikintensive Spiele bedeutet das ein klares Plus. Gleichzeitig bleibt die thermische Auslegung konservativer als beim iPad Pro. Dauerlastszenarien werden also weiterhin Unterschiede offenbaren. Für die Zielgruppe des Air – Studierende, Kreative, mobile Office-Nutzer – dürfte die Leistungsreserve jedoch mehr als ausreichend sein.
12 GB RAM: Der eigentliche Fortschritt
Noch relevanter als der reine CPU-Sprung ist die Erhöhung auf 12 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher. Zusätzlich steigt die Speicherbandbreite auf 120 GB/s. Unter iPadOS 26, das ein erweitertes Fenstersystem und stärkeres Multitasking einführt, sind diese Reserven entscheidend. Mehrere parallel laufende Apps, größere Bild- oder Videodateien sowie KI-gestützte Prozesse profitieren direkt davon. Wer von einem M1-Air oder älter kommt, wird den Unterschied im Alltag spürbar wahrnehmen – weniger Neuladen, stabilere Hintergrundprozesse, insgesamt mehr Souveränität.
lokale KI statt Cloud
Die 16-Core Neural Engine des M4 soll laut Apple dreimal schneller arbeiten als die des M1. Funktionen wie Transkription, Motivsuche oder KI-gestützte Bildanalyse laufen direkt auf dem Gerät. Apple setzt damit weiter auf lokale KI-Verarbeitung. Das reduziert Latenzen und stärkt die Datenschutzargumentation. Ob die zusätzlichen Reserven künftig für komplexere On-Device-Modelle genutzt werden, bleibt abzuwarten. Technisch wäre das Air nun zumindest vorbereitet.
Eigene Funkchips: N1 und C1X
Erstmals integriert Apple im iPad Air eigene Chips für die Konnektivität. Der neue N1 übernimmt WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread. Die Cellular-Modelle erhalten zusätzlich das C1X-Modem. Apple spricht von bis zu 50 Prozent höherer Mobilfunkleistung und einem geringeren Energieverbrauch gegenüber der Vorgängergeneration. Solche Angaben beziehen sich erfahrungsgemäß auf Laborbedingungen, zeigen jedoch die strategische Richtung: Apple baut seine Abhängigkeit von externen Zulieferern weiter ab und integriert zentrale Technologien zunehmend selbst. Für Nutzer bedeutet das vor allem modernere Funkstandards und perspektivisch bessere Energieeffizienz.
iPadOS 26: Mehr Desktop-Charakter
Mit iPadOS 26 erhält das iPad ein überarbeitetes Fenstersystem. Apps lassen sich flexibler organisieren, eine neue Menüleiste erleichtert den Zugriff auf Funktionen. Auch die Dateien-App wird erweitert und bekommt mehr Verwaltungsoptionen. Das System nähert sich damit erneut klassischen Desktop-Arbeitsweisen an, ohne die Touch-Logik aufzugeben. Gerade in Kombination mit 12 GB RAM wirkt das Air nun deutlich weniger eingeschränkt als frühere Generationen.
Preise und Positionierung
Das 11-Zoll-Modell startet bei 649 Euro, während für das das 13-Zoll-Modell 849 Euro fällig werden. Cellular-Varianten liegen entsprechend darüber. Die Vorbestellungen nimmt Apple ab 4. März an, die Auslieferung startet am 11. März 2026. Im direkten Vergleich rückt das iPad Air damit gefährlich nahe an die Pro-Reihe heran. Die klare Differenzierung bleibt jedoch beim Display und bei der thermischen Dauerleistung. Apple wahrt die Hierarchie – aber sie wird schmaler.
Oha, das wäre evtl. eine Überlegung, mein iPad Pro M1 bald zu ersetzen😇
Weiterhin nur ein 60Hz IPS Display killt das Teil direkt, alle sonstigen Verbesserungen sind dadurch (für mich) komplett uninteressant.