Der Markt für ultraleichte Notebooks ist über Jahre hinweg erstaunlich übersichtlich geblieben. Weniger Gewicht bedeutet fast immer Kompromisse: flache Tastaturen, nervöse Lüfter, eingeschränkte Dauerleistung oder Displays, die zwar scharf sind, aber im Alltag wenig Freude machen. Das GeekBook X14 Pro tritt mit dem Anspruch an, diese bekannten Schwächen zumindest teilweise zu vermeiden. GEEKOM kombiniert ein unter ein Kilogramm leichtes Magnesiumgehäuse mit einem hochauflösenden OLED-Panel und Intels Core-Ultra-Plattform der ersten Generation. Das Gerät war bereits auf der IFA 2025 in Berlin zu sehen und wurde auf der CES 2026 deutlich prominenter präsentiert. Entscheidend ist jedoch nicht der Messeauftritt, sondern der Eindruck im täglichen Einsatz.

Plattform und Technik
Im Inneren arbeitet in unserem Testgerät der Intel Core Ultra 9 185H, ein Vertreter der ersten Core-Ultra-Generation (Meteor Lake). Intel verfolgt mit dieser Plattform einen anderen Ansatz als bei früheren Prozessoren. Statt reiner Spitzenleistung stehen Effizienz, Funktionsintegration und ein möglichst breites Einsatzspektrum im Vordergrund. Neben den klassischen CPU-Kernen kommen eine integrierte Arc-Grafik sowie eine dedizierte NPU zum Einsatz, die perspektivisch KI-Workloads übernehmen soll. Das GeekBook fühlt sich damit nicht wie ein klassisches Ultrabook an, sondern eher wie ein sehr kompaktes Arbeitsgerät, das bei Bedarf Leistung bereitstellt, ohne dauerhaft an thermische Grenzen zu stoßen.

Gehäuse, Gewicht und Verarbeitung
Mit rund einem Kilogramm gehört das GeekBook X14 Pro zu den leichtesten 14-Zoll-Notebooks seiner Klasse. Der Gewichtsvorteil ist im Alltag sofort spürbar – im Rucksack ebenso wie beim Arbeiten unterwegs. Das Magnesium-Unibody-Gehäuse wirkt dabei nicht filigran oder fragil. Die Handballenauflage gibt nicht nach, die Unterseite sitzt sauber, und auch der Displaydeckel bleibt ausreichend steif.
Zudem halten die Scharniere das Display stabil in Position. Insgesamt vermittelt das Gerät einen sachlichen, funktionalen Eindruck. Es versucht nicht, durch Design zu beeindrucken, sondern durch saubere Verarbeitung und Alltagstauglichkeit.
Tastatur: ein unterschätzter Pluspunkt
Die Tastatur gehört zu den stärksten Komponenten des GeekBook X14 Pro. Kurze Tastenwege, ein klar definierter Druckpunkt und eine saubere Rückmeldung sorgen dafür, dass sich auch längere Texte angenehm schreiben lassen. Dass der komplette Testbericht auf genau dieser Tastatur entstanden ist, ist mehr als eine Randnotiz – es zeigt, dass das Gerät nicht nur für kurze Eingaben, sondern für echte Arbeitsphasen geeignet ist.

Das Layout ist logisch, die Hintergrundbeleuchtung gleichmäßig und unaufdringlich. Es gibt keine Experimente, keine versetzten Tasten, keine unnötigen Abkürzungen. Genau das ist bei einem Arbeitsnotebook ein Vorteil. Einzig ein Nummernblock fehlt dem GeekBook X14 Pro aufgrund seiner Größe. Dies gleicht jedoch die größere Version – das GeekBook X16 Pro – aus.
Touchpad: funktional, nicht luxuriös
Das Touchpad erfüllt seinen Zweck zuverlässig. Gesten werden sauber erkannt, die Präzision reicht für den Alltag aus. Gleichzeitig bleibt es klar unter dem Niveau der besten Trackpads am Markt. Wer regelmäßig mit einem MacBook arbeitet, merkt den Unterschied sofort. Das ist keine Überraschung, sollte aber klar benannt werden: Das Touchpad ist brauchbar, aber kein ultimatives Kaufargument.
Display: OLED mit Stärken und bekannten Grenzen
GEEKOM setzt auf ein 14-Zoll-OLED-Panel mit 2880 × 1800 Pixeln, 120 Hz und vollständiger DCI-P3-Abdeckung. Die Darstellung ist sehr scharf, Texte wirken klar, Farben kräftig, aber nicht überzeichnet. Für längere Arbeitsphasen – Schreiben, Recherche, Bildauswahl – bleibt das Display angenehm und ermüdungsarm. Die Hochglanzoberfläche bringt jedoch die bekannten Nachteile mit sich.

Direkte Sonne ist störend, im mobilen Einsatz aber meist beherrschbar. In Innenräumen bietet das Panel ausreichend Reserven. Wer häufig im Freien arbeitet, sollte sich dieser Einschränkung bewusst sein. Für klassische Büro- und Homeoffice-Umgebungen ist das Display dagegen eine klare Stärke.
Anschlüsse und Erweiterbarkeit
Trotz der kompakten Bauform ist das GeekBook X14 Pro sinnvoll ausgestattet:
• 2× USB4 (40 Gbit/s)
• HDMI 2.0
• USB-A 3.2 Gen1
• 3,5-mm-Klinke
• GEEKOM 5-in-1 USB-C-Hub mit 2x USB3, 1x USB-C, 1x HDMI und 1x RJ45 liegt bei
Gerade HDMI ist im Alltag weiterhin relevant, etwa in Besprechungsräumen oder beim spontanen Anschluss externer Displays. Über USB4 lassen sich moderne Docks und schnelle externe Laufwerke problemlos nutzen. Bis zu drei 4K-Displays sind möglich – ein klarer Pluspunkt für ein Notebook dieser Gewichtsklasse.
Leistung im Alltag und in Benchmarks
Im täglichen Einsatz wirkt das GeekBook X14 Pro sehr reaktionsschnell. Große Browser-Sessions, paralleles Arbeiten in mehreren Anwendungen und klassische Office-Workflows stellen kein Problem dar. Auch die SSD-Performance liegt klar im PCIe-4.0-Bereich und sorgt dafür, dass das System nicht durch Ladezeiten ausgebremst wird.
Dies untermauern auch die UL-Procyon-Benchmarks:
- Office Productivity: sehr stark, das Gerät ist klar auf produktives Arbeiten ausgelegt.
- Photo Editing: solide bis gut, ausreichend Reserven für gängige Foto-Workflows.
- Video Editing: möglich, aber nicht die Paradedisziplin. Für gelegentliche Projekte geeignet, nicht für dauerhaften Render-Betrieb.
- AI / WinML: messbar vorhanden, im Alltag derzeit noch stark von Software abhängig.
In der Summe zeigt sich das GeekBook als leistungsfähiges Arbeitsnotebook, nicht als mobile Workstation.
Kühlung und Geräuschentwicklung
Im Office-Betrieb bleibt das Gerät praktisch lautlos. Lüfter sind erst bei anspruchsvolleren Anwendungen wahrnehmbar – und selbst dann nur als leises, gleichmäßiges Luftgeräusch. Hochfrequente Töne oder hektisches Hochdrehen treten nicht auf. Die Kühlung arbeitet kontrolliert und unaufgeregt, was dem Gesamteindruck deutlich zugutekommt.

Akku und Mobilität
Die vom Hersteller genannten bis zu 16 Stunden sind als Idealwert zu verstehen. In der Praxis reicht der Akku – abhängig von Arbeitslast und Hintergrunddiensten – mal durch den Arbeitstag, mal ist eine Zwischenladung nötig. Dieses Verhalten ist realistisch und vergleichbar mit anderen leistungsstarken Mobilgeräten, einschließlich aktueller MacBooks. Um den Akku zu Laden, legt GEEKOM ein passendes 65-W-GaN-Netzteil samt gesleevtem USB-C-Kabel bei. In der Praxis konnten aber Ladeleistungen mit bis zu 95W gemessen werden.
Software, PC Manager und Copilot-Taste
Ab Werk kommt das GeekBook X14 Pro mit Windows 11 Pro. Wie bei nahezu allen OEM-Geräten empfiehlt sich eine saubere Neuinstallation, um unnötige Zusatzsoftware zu vermeiden und vor allem einen richtig lokalisierten Windows-Core zu haben. Positiv ist jedoch anzumerken, dass GEEKOM in unserer Version des Gerätes auf Bloatware oder sonstige unerwünschte Anwendungen verzichtet hat. Jedoch ist der hauseigene PC Manager vorinstalliert, welcher zunächst wie eine eigene Oberfläche für bekannte Windows-Funktionen wirkt. Sein eigentlicher Nutzen liegt jedoch der Möglichkeit, Treiber sowie BIOS-/UEFI-Updates zentral einzuspielen. Das ist kein Muss, aber praktisch – vor allem für Nutzer, die Firmware-Updates sonst meiden.

Weiterhin besitzt das GeekBook X14 Pro als Copilot+ zertifiziertes Gerät dedizierte Copilot-Taste. Wer Copilot bewusst nicht nutzt, kann diese Taste unter Windows neu belegen, etwa mit der Suche oder einer eigenen Funktion. Dadurch wird aus einem zunächst überflüssig wirkenden Element ein sinnvoll nutzbarer Shortcut.
Fazit
Das GeekBook X14 Pro ist kein Gerät für Superlative, sondern für den Alltag. Es überzeugt durch sehr geringes Gewicht, eine überraschend gute Tastatur, ein hochwertiges OLED-Display und eine ausgewogene Leistungsentfaltung. Die Kühlung bleibt leise, die Verarbeitung solide, die Ausstattung praxisnah. Die Schwächen sind konstruktionsbedingt und vorhersehbar: Hochglanzdisplay im Freien, Touchpad ohne High-End-Anspruch und begrenzte Dauerleistung bei Video-Rendering. Wer diese Punkte einordnen kann, erhält ein sehr mobiles, erwachsenes Arbeitsnotebook, das mehr kann als viele klassische Ultrabooks – ohne sich größer zu machen, als es ist. Dieser Anspruch spiegelt sich auch im Preis wider.
Die unverbindliche Preisempfehlung für das GeekBook X14 Pro liegt bei 1.799 Euro. Aktuell lässt sich die 2-TB-Variante mit dem Ultra 9 bei Amazon jedoch mithilfe eines 450-Euro-Coupons auf 1.349 Euro reduzieren. Die kleinere 1-TB-Version inklusive Ultra 5 startet mit einer UVP von 1.399 Euro und fällt durch einen 250-Euro-Rabatt derzeit auf 1.149 Euro. Wer stattdessen direkt im Geekom Store kaufen will, kann beim Checkout den Rabattcode MD14PRO10 nutzen und erhält die gleichen Preisnachlässe wie bei Amazon.



Insgesamt wirkt das X14 Pro auf mich wie ein solides Gerät. Neben dem X16 Pro hat GEEKOM solide, erste Laptop-Modelle auf den Markt gebracht. Mal sehen, was man in Zukunft geplant hat.
jaja die laufzeit
Mein laptop lauft auch 10 stunden aber den ruckelt fast schon Word beim arbeiten
ich habe auf volle Leistung nach 3 stunden tod ^^ amd