Die Europäische Kommission stuft Apple Ads und Apple Maps nicht als sogenannte „Gatekeeper-Dienste“ im Sinne des Digital Markets Act (DMA) ein. Entsprechend unterliegen beide Angebote nicht den besonders strengen Wettbewerbsauflagen des Gesetzes.

Keine zentrale Vermittlerrolle zwischen Unternehmen und Nutzern
Auslöser der Entscheidung war eine formelle Meldung Apples vom 27. November 2025. Darin hatte der Konzern argumentiert, dass weder Apple Ads noch Apple Maps eine zentrale Vermittlerfunktion zwischen Geschäftskunden und Endnutzern einnehmen. Nach Prüfung dieser Angaben folgt die Kommission dieser Einschätzung. Nach Auffassung der Behörde erfüllen beide Dienste nicht die Voraussetzungen eines „wichtigen Zugangstors“ („important gateway“) zum Markt. Genau dieses Kriterium ist jedoch entscheidend für eine Einstufung als Gatekeeper nach dem DMA.
Geringe Marktbedeutung in der EU ausschlaggebend
Zur Begründung verweist die Kommission unter anderem auf die vergleichsweise geringe Nutzung von Apple Maps innerhalb der Europäischen Union. Auch Apple Ads spiele im europäischen Online-Werbemarkt bislang nur eine untergeordnete Rolle und erreiche nicht die Marktrelevanz, die der DMA voraussetzt. Vor diesem Hintergrund kommt die Behörde zu dem Schluss, dass Apple in Bezug auf diese beiden Dienste keine marktbeherrschende Stellung innehat, die zusätzliche regulatorische Eingriffe rechtfertigen würde.
Gatekeeper-Einstufung Apples bleibt bestehen
Die Entscheidung betrifft ausschließlich Apple Ads und Apple Maps. Die bereits erfolgte Gatekeeper-Einstufung Apples für andere zentrale Plattformdienste bleibt davon unberührt. Apple wurde in den Jahren 2023 und 2024 unter anderem für den App Store und weitere Kerndienste als Gatekeeper eingestuft. Die EU-Kommission betont zugleich, dass sie die weitere Marktentwicklung beobachten werde. Sollten sich Nutzung, Reichweite oder wirtschaftliche Bedeutung der beiden Dienste deutlich verändern, könne eine Neubewertung erfolgen.
Bei Apple Karten bin ich von der hervorragenden Umsetzung der „Umschauen“-Funktion begeistert. Ist Google „Street View“ meilenweit voraus. Bessere Bildqualität, flüssige Darstellung gegenüber dem unsäglichen Geruckel bei Google. Und da der Dienst offenbar nicht so sehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, ist sehr viel weniger verpixelt. Für mich einer der besten Dienste, die Apple anbietet!
Ja, das stimmt. Aber dass Apples Umschauen mehr zeigt, als Google Maps, liegt auch daran, dass Apple sich nicht an die Strassenverkehrsregeln hält. Während die StreetView Fahrzeuge alle brav nicht in Anliegerstrassen fahren, rauschen die Apple Fahrzeuge da durch, als sei es eine Durchgangsstrasse. Klar, der positive Aspekt (sofern man das als positiv erachtet) ist, dass man mit Apple Maps so auch eine Ansicht der Strassen und Gebäude bekommt, die Google Maps nicht bietet. Korrekt ist es aber nicht. Da werden teils selbst Wald- und Feldwege von Apple abgefahren, ganz gleich, was da für ein Schild steht. Google nutzt für sowas wohl auch Fahrräder. Zumindest habe ich mal im Kamerawinkel ein Fahrrad mit montierter StreetView-Kamera erahnen können, als ich StreetView benutzt habe.