Spotify erhöht Preise erneut – auch bald in Deutschland?

Spotify greift erneut zur Preisschraube. In den Vereinigten Staaten sowie in einzelnen europäischen Ländern hebt der Streamingdienst seine Abonnementpreise an. Deutschland ist von der aktuellen Runde zwar nicht unmittelbar betroffen, dennoch deuten die jüngsten Schritte auf eine weitere internationale Angleichung der Preisstruktur hin.

Deutliche Anpassung in den USA

Spotify setzt das Einzelabonnement künftig bei 12,99 US-Dollar an. Für Haushalte steigen die Kosten entsprechend: Das Duo-Angebot liegt bei 18,99 US-Dollar, das Familienabo bei 21,99 US-Dollar im Monat. Auch der Studierendentarif wurde 6,99 US-Dollar angehoben. Die neuen Preise gelten bereits mit der nächsten Abrechnungsperiode. Spotify setzt damit den Kurs fort, den das Unternehmen Ende 2025 eingeschlagen hatte, als es erstmals spürbar an der Preisschraube drehte.

Preiserhöhungen auch in Osteuropa

Parallel zu den Anpassungen in den USA hebt Spotify die Abopreise in Estland und Lettland an. Die Auswahl der Länder gilt in der Branche als Signal. Spotify testet Preisreaktionen zunehmend in kleineren Märkten, bevor weitere Regionen folgen. Beobachter werten dies als Vorbereitung auf breiter angelegte Anpassungen innerhalb Europas.

Deutschland bereits auf hohem Niveau

In Deutschland hatte Spotify seine Preise bereits im Herbst des vergangenen Jahres erhöht. Das Einzelabonnement liegt hier seitdem bei 12,99 Euro im Monat, das Duo-Modell bei 17,99 Euro. Für das Familienabo werden 21,99 Euro fällig, Studierende zahlen 6,99 Euro. Um Kündigungen abzufedern, führte Spotify zusätzlich ein günstigeres „Basic-Abo“ für Bestandskunden ein. Dieses verzichtet auf die im Premium-Tarif enthaltenen Hörbuchstunden und richtet sich gezielt an Nutzer, die den Dienst primär für Musik und Podcasts verwenden.

Begründung: Mehr Funktionen, höhere Kosten

Spotify verweist bei den Preisanpassungen auf zusätzliche Funktionen und Investitionen. Dazu zählen unter anderem Lossless-Audio sowie neue, KI-gestützte Features. Gleichzeitig steht der Konzern unter anhaltendem Druck der Musiklabels, die höhere Erlöse pro Nutzer fordern. Ob und wann Deutschland erneut von einer Preiserhöhung betroffen sein wird, bleibt offen. Angesichts des bereits hohen Preisniveaus dürfte der Spielraum begrenzt sein. Die jüngsten Schritte zeigen jedoch, dass Spotify an einer weiteren internationalen Harmonisierung seiner Tarife arbeitet – und damit auch etablierte Märkte nicht dauerhaft aus dem Blick verliert.

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