Auf der CES 2026 hat Intel neue Details zu seiner kommenden Notebook-Plattform vorgestellt. Mit Panther Lake und der dazugehörigen Core Ultra Series 3 will der Hersteller 2026 nicht weniger als den technologischen Wendepunkt im eigenen Mobile-Portfolio markieren. Bereits im Vorfeld hatte Intel die neue Generation angekündigt, in Las Vegas folgten nun erstmals belastbarere Eckdaten zu Architektur, Leistungsversprechen und Zeitplan. Die ersten Geräte sollen noch im Januar 2026 in den Handel kommen.
18A-Fertigung als strategischer Kern
Panther Lake ist die erste Client-Plattform, die vollständig auf Intels 18A-Fertigungsprozess setzt. Dieser spielt für den Konzern eine zentrale Rolle, da er nicht nur technologische Fortschritte verspricht, sondern auch symbolisch für Intels Anspruch steht, die eigene Fertigung wieder an die Spitze zu führen. Intel bezeichnet 18A als den fortschrittlichsten Halbleiterprozess, der derzeit in den USA entwickelt und produziert wird. Ob sich dieser Anspruch im Alltag bestätigt, wird sich allerdings erst außerhalb der Marketingfolien zeigen.
Neue Architektur mit Fokus auf Effizienz und KI
Technisch kombiniert die Core Ultra Series 3 mehrere bekannte Ansätze, setzt diese jedoch konsequenter um. Vorgesehen sind Konfigurationen mit bis zu 16 CPU-Kernen, ergänzt um überarbeitete Effizienzkerne. Ziel ist es, sowohl Multithread-Leistung als auch Energieverbrauch spürbar zu verbessern. Ein zentrales Element ist zudem die neue NPU-Generation, die laut Intel bis zu 50 TOPS erreichen soll. Damit positioniert sich Panther Lake klar im Wettbewerb um KI-beschleunigte Anwendungen, die zunehmend lokal auf dem Gerät ausgeführt werden sollen – unabhängig von Cloud-Diensten.
Xe3-Grafik und Arc-Weiterentwicklung
Auch die integrierte Grafik erhält ein größeres Update. Panther Lake setzt auf Xe3-Grafik, die zugleich als Grundlage für eine neue Generation von Intel Arc dient. Intel spricht von deutlichen Leistungsgewinnen bei Gaming, Content-Erstellung und produktiven Workloads. In Präsentationen nennt der Hersteller teils deutliche Prozentsteigerungen gegenüber der Vorgängergeneration. Diese Angaben bleiben jedoch vorerst theoretisch. Erst unabhängige Tests werden zeigen, wie sich Xe3 im Vergleich zu AMDs integrierten RDNA-Lösungen oder Apples GPU-Designs schlägt.
Breite Unterstützung durch OEMs angekündigt
Intel zufolge arbeiten mehr als 200 Design-Partner an Geräten mit Core Ultra Series 3. Entsprechende Notebooks sollen ab dem 27. Januar 2026 weltweit verfügbar sein, Vorbestellungen starten bereits am 6. Januar. Neben klassischen Notebooks deutete Intel zudem an, dass Panther Lake auch die Basis für neue Geräteklassen bilden soll. Unter anderem wurde ein dediziertes Handheld-Gaming-Gerät in Aussicht gestellt, zu dem bislang allerdings keine Details genannt wurden.
Viele Versprechen, noch wenig Praxis
So ambitioniert Intels Aussagen klingen, so offen bleiben zentrale Fragen. Besonders die angekündigten Effizienzgewinne werden entscheidend sein. In den vergangenen Jahren hatte Intel im Mobile-Segment zunehmend an Boden verloren – sowohl bei Akkulaufzeiten als auch bei thermischer Effizienz. Panther Lake soll genau hier ansetzen. Ob das gelingt, zeigen dann erste Seriengeräte im Alltag. Marketingfolien und Demo-Szenarien liefern dafür nur begrenzte Aussagekraft.
