CES 2026: Xthings zeigt, wie sich Sicherheits- und Smart-Home-Systeme neu sortieren

Die CES in Las Vegas war schon immer ein Schaufenster für technische Versprechen. Doch nur ein Teil davon setzt sich später auch im Alltag durch. Xthings nutzt die CES 2026, um weniger mit einzelnen Produktneuheiten aufzufallen, sondern um einen Richtungswechsel zu demonstrieren: weg von isolierten Smart-Home-Geräten, hin zu integrierten Sicherheitsplattformen mit lokaler Intelligenz und klaren Schnittstellen. Dabei geht es nicht um spektakuläre Einzelmerkmale, sondern um Architektur – und genau darin liegt die eigentliche Aussage dieser Messeankündigung.

Abschied von den Insellösungen

Über Jahre hinweg bestand der Smart-Home-Markt aus Insellösungen. Kameras, Türschlösser, Sensoren und Alarmsysteme funktionierten zwar jeweils für sich, blieben aber oft auf ihre eigene App und Cloud beschränkt. Xthings positioniert sich nun klar gegen dieses Modell. Das Unternehmen verfolgt einen Plattformansatz, bei dem verschiedene Sicherheitskomponenten gemeinsam agieren und Entscheidungen lokal treffen können. Der Fokus liegt dabei bewusst auf der lokalen Auswertung. Ereignisse sollen direkt am Gerät oder an einem lokalen Hub ausgewertet werden, statt jedes Signal ungefiltert an entfernte Server weiterzuleiten. Das reduziert Verzögerungen, senkt Abhängigkeiten von Cloud-Diensten und adressiert zugleich Datenschutzbedenken, die viele Nutzer inzwischen sehr bewusst wahrnehmen.

Zutrittssysteme als Schlüsselfunktion

Besonders deutlich wird dieser Ansatz im Bereich Zutrittskontrolle. Xthings zeigt zur CES neue Schlosslösungen der ULTRALOQ-Reihe, die klassische Zugangsmethoden mit biometrischen Verfahren kombinieren. Neben Fingerabdruck- und Code-Eingaben kommen unter anderem Handvenenerkennung und Gesichtserkennung zum Einsatz. Technisch interessanter als die Biometrie selbst ist jedoch die Einbettung in das Gesamtsystem.

Die Schlösser sind auf Matter, Z-Wave und Z-Wave Long Range ausgelegt und lassen sich damit nicht nur in bestehende Smart-Home-Umgebungen integrieren, sondern auch über größere Distanzen zuverlässig betreiben. Ergänzt wird das durch UWB-basierte Anwesenheitserkennung, die berührungslose und kontextabhängige Zugangsentscheidungen ermöglicht.

 

Kameras mit lokaler Auswertung statt Cloud-Zwang

Auch bei der Videoüberwachung setzt Xthings auf einen klaren Akzent. Die zur CES gezeigten Kameras verarbeiten KI-Funktionen direkt lokal. Bewegungen, Personen oder Situationen werden vor Ort bewertet, ohne dass jedes Videobild zwingend in die Cloud übertragen werden muss. Hinzu kommt der Einsatz von Wi-Fi HaLow, einem Funkstandard, der auf große Reichweiten und niedrigen Energieverbrauch ausgelegt ist.

Damit adressiert Xthings ein bekanntes Problem klassischer WLAN-Kameras: stabile Verbindungen in Außenbereichen oder auf größeren Grundstücken. Der Ansatz wirkt weniger spektakulär als hochauflösende Sensoren oder Marketing-KI, ist in der Praxis aber deutlich relevanter.

Öffentliche Sicherheit und gewerbliche Nutzung

Xthings beschränkt sich nicht auf den klassischen Smart-Home-Markt. Auf der CES 2026 werden auch Lösungen für öffentliche und gewerbliche Einsatzszenarien gezeigt. Dazu gehört ein solarbetriebener Sicherheitsturm, der Kameraüberwachung, Radar, Notrufsysteme und Funktechnik in einer autarken Einheit kombiniert.

Ergänzend präsentiert das Unternehmen eine lokale Sicherheitsplattform für Unternehmen, die Videoüberwachung, Zutrittskontrolle und Gerätemanagement bündelt. Auch hier steht nicht die Cloud im Mittelpunkt, sondern eine Infrastruktur, die eigenständig funktioniert und sich kontrolliert anbinden lässt.

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