Zum Jahreswechsel hat Microsoft noch einmal deutlich gemacht, worauf der Konzern 2026 setzt: künstliche Intelligenz. In öffentlichen Stellungnahmen beschreibt CEO Satya Nadella das kommende Jahr als Wendepunkt, in dem sich KI von bloßer Demonstration hin zu echter Substanz entwickeln soll. Gleichzeitig fordert er, die Technologie nicht länger als „Slop“ oder Spielerei abzutun. Diese Einordnung wirkt nachvollziehbar – und doch bleibt ein spürbarer Widerspruch. Denn kaum ein anderes Unternehmen treibt KI derzeit so flächendeckend in seine Produkte, unabhängig davon, ob der konkrete Mehrwert für Nutzer bereits erkennbar ist.
KI überall – Nutzen oft unklar
Im Microsoft-Ökosystem ist KI inzwischen allgegenwärtig. Windows, Office, Edge, Entwicklerwerkzeuge, Cloud-Dienste – nahezu jedes Produkt trägt inzwischen ein KI-Label. Besonders Microsoft Copilot steht dabei im Mittelpunkt der Strategie. Copilot ist fest in Windows integriert, wird in Office tief verankert und nimmt eine prominente Rolle in der Cloud-Vermarktung ein. Auffällig ist jedoch, dass viele dieser Integrationen eher wie ein Zusatz wirken als wie eine ausgereifte Funktion. In der Praxis erfordern sie oft Einarbeitung, Nacharbeit oder schlichtes Gegenprüfen. Für Endnutzer entsteht so nicht selten der Eindruck, dass KI eher demonstriert als tatsächlich gebraucht wird.
Zwischen Anspruch und Realität
Nadella spricht davon, zwischen „Spektakel“ und „Substanz“ unterscheiden zu wollen. Tatsächlich dominiert der öffentliche KI-Diskurs weiterhin Schlagworte, Memes und überzogene Erwartungen. Gleichzeitig fließen Milliarden in Rechenzentren, Modelle und Partnerschaften, während die wirtschaftliche Tragfähigkeit vieler KI-Anwendungen offen bleibt. Auch Microsoft selbst liefert hier ein ambivalentes Bild. Während der Konzern betont, KI solle menschliche Arbeit ergänzen, verweist er gleichzeitig darauf, dass bereits ein erheblicher Teil des eigenen Codes durch KI erzeugt werde. Sichtbare Verbesserungen bei Produktqualität oder Nutzerzufriedenheit lassen sich daraus bislang kaum ableiten.
Der Blick auf die Basisprodukte fehlt
Bemerkenswert ist zudem, worüber Microsoft kaum spricht. Themen wie Windows-Qualität, Surface-Strategie oder die Preisentwicklung im Xbox-Ökosystem spielen in Nadellas Ausblick praktisch keine Rolle. Stattdessen steht KI als universelle Antwort im Raum – unabhängig davon, ob sie das jeweilige Produkt tatsächlich voranbringt. Für langjährige Nutzer entsteht so der Eindruck, dass klassische Kernprodukte zunehmend in den Hintergrund rücken. Dabei bilden gerade Windows, Office und die dazugehörige Nutzerbasis das Fundament, auf dem Microsofts heutiger Erfolg aufbaut.
Parallelen zu früheren Hype-Zyklen
Der aktuelle Kurs weckt Erinnerungen an frühere Technologie-Narrative. Noch vor wenigen Jahren wurde das „Metaverse“ als nächste große Plattform gehandelt – inklusive ambitionierter Visionen, die sich letztlich nicht durchsetzen konnten. Auch hier war Microsoft präsent, wenn auch zurückhaltender als andere Anbieter. Der Unterschied: KI ist keine Randerscheinung, sondern bereits real im Einsatz. Dennoch bleibt die Frage, ob Microsoft aus früheren Übertreibungen gelernt hat oder erneut Gefahr läuft, Erwartungen zu schüren, die Produkte nicht einlösen können.

Währe doch ganz einfach liebe Microsoft.
Wenn man ein MS365 kauft oder ein Windows 11 in Deutschland, sind alle Daten auf dem deutschen MS cloud wie die Grossfirmen E1 und so Lizenzen wo auch in Deutschland den Cloud Server hat.
Auch KI Sachen währen den über den deutschen Cloud.😊
Schon hättet ihr viel Probleme wrniger. 😊
Und das bringt genau was? Siehe: https://www.itreseller.ch/Artikel/104565/Gutachten_Cloud-Standort_Europa_schuetzt_nicht_vor_US-Zugriff.html
Ich nutze selbst iCloud, OneDrive, Google Drive und meine NAS als personal Cloud. Aber wer glaubt in der EU gespeichertes sei „sichererer“, der lebt vermutlich in einer paralellwelt.
^^
Falsch!
Der US Cloud Act sagt explizit, das es keine Rolle spielt, wo auf der Weölt die Server stehen.
D.H., US-Firmen können keine „deutsche Cloud“ anbieten.
Es bleibt immer eine US-Cloud, auch wenn die Server in Deutschland stehen oder in Japan oder in der Türkei oder sonstwo auf der Welt.
Und ob US-Behörden auf die Inhalte zugreifen, wird man nie erfahren, denn die Serverbetreiber dürfen nicht einmal erwähnen, das es einen Datenzugriff gegeben hat. Das ist streng geheim.
Und daher ist auch der Angemessenheitsbeschluß der EU mit den USA das Papier nicht Wert, auf dem er steht.
Naja nicht wirklich schlimm… MS hat ja Erfahrung darin gehypte Microsoft Produkte zu beerdigen ;-P
Sie treiben es soweit, das wirklich jeder davon genervt ist.
Hätte uns doch nur jemand gewarnt, dass der Nadella … Ach, was mache ich mir vor? Hab ich zudem schon oft genug gesagt. Langsam wird’s echt mühsam. KI im aktuellen Stadium ist nur als Spielzeug zu gebrauchen. Ernsthaftes Arbeiten oder gar die oft gepriesenen Produktivitätssteigerung sind entweder im nicht messbaren Bereich oder schlicht nicht existent. Trotzdem meint jeder, dass KI all unsere Probleme lösen wird. Ist ja auch einfach, wenn man die Schuld des eigenen Versagens einer KI anlasten kann. Microsoft macht’s vor: Grossteile der Softwareentwicklung an KI ausgelagert. Oh, funktioniert nicht? Tja, bedauerlicher Softwarefehler. Kann man leider nichts machen. Warten Sie einfach bis zum nächsten Update. Dann wird alles besser. Garantiert.
KI und Cloud sind für mich ein No-Go und ich werde MS auf diesem Weg nicht folgen.
Frühers habe ich beruflich z.B. Witchpen (Textverarbeitung) genutzt. MS kam erst mit Multiplan Einzug in die Firma. Es gab und gibt Alternativen zu MS Produkten.
Back to the roots – Linux wartet und alte Liebe rostet nicht.
Spiele ebenso seit paar Wochen mit Linux herum, um das Passende für mein altes Surface Go 1 und ein Asus 5253 mit AMD E-350 zum Retrospielen zu finden.
Batocero, welches ich gestern im Zuge der Installation eines Arcadeautomaten bei Freunden, entdecken durfte, ist leider nicht als Daily geeignet, da es ein, zwar überragendes Spielelinux ist für Retro, aber alles Weitere, wie Office, Browsing usw. eher ungünstig bis nicht nutzbar ist.
Teste jetzt Nobara, CachyOS, Bazzite, ZorinOS und nochmal openSUSE.
Vom ehemaligen Microsoft Hardcore Fanatiker, brachte mich Nadella zu einem Menschen, dem Microsoft mittlerweile völlig egal ist.
Gäbe es da nicht OneDrive, ich würde selbst auf dem ASUS Zenbook 13, mein (mit den letzten Betaupdates, sogar wieder halbwegs nutzbaren Win11 auf den 8GB RAM und 5600U ) Windows 11 gegen wahrscheinlich CachyOS tauschen.
Aber genau solche Consumer verachtenden bringen mich schon noch dazu, endgültig umzusteigen.
Sanfte Grüße
Mit OneDrive hast du deine Daten schon an Microsoft verschenkt!
Einfach mal die AGB lesen: Mit dem Hochladen von Daten zu OneDrive räumt man Microsoft ein Nutzungsrecht an den Daten ein!
OneDrive war daher bei mir das erste, was ich aus Windows entfernt habe.
Es gibt genug Alternativen, bei denen man seine Daten nicht fremden Konzernen in den Rachen wirft.
Die einfachste Lösung für Leute, die eine Fritzbox haben:
USB-Festplatte an die Fritzbox anschließen und MyFritz aktivieren.
Schon hat man seinen eigenen Cloudspeicher, auf den man von überall auf der Welt zugreifen kann und auch mit allen Geräten.
Und man behält die Hoheit über seine Daten.
Was Microsoft angeht:
Seit Nadella da am Ruder ist, verschlechtert sich das, was von Microsoft kommt, stetig und Microsoft hört immer weniger auf die Kunden, sondern zieht ohne Rücksicht seinen Kram durch, egal, ob die Kunden das wollen oder nicht.
Und bei den eigenen Leuten wird verlangt, das die „KI“ nutzen.
Wer das nicht macht, dem droht die Kündigung!
ist aber das einzige program was fehlerfrei funktioniert…. google drive funktioniert immer nicht….
der speichert die sachen random wo er will und die funktion „Windows scrreenshots speichern“ funktioniert auch nicht
Hast Du Pop!_OS auch schon ausprobiert?
Ich habe kürzlich den Crapfixer entdeckt. Da ist ein Tool drinnen dass alle KI Sachen komplett entfernt. Bis jetzt dauerhaft. Zuvor war zb in Edge der Knopf nach wenigen Tagen wieder aktiviert!
Solange es solche Tools gibt, ist mir egal was MS macht.
Aber muss wohl auch mal zu linux schauen.
Wenn ich KI brauche, dann rufe ich nach ChatGPT. ChatGPT hat mir bislang gute Dienste geleistet. Bei Fragen, beim Generieren von Code und bei Formeln für Excel. Microsofts Copilot benutze ich nie! Nicht einmal ausprobiert habe ich das, da MS es uns einfach aufzwang und gerne damit nervt. OneDrive nutze ich, aber ausschließlich für Dinge, die absolut nichts persönliches enthalten. Ich brauche das um von Unterwegs sowie von zuhause aus auf mehrere Dateien zuzugreifen. Wegen des IPv6 habe ich leider noch Schwierigkeiten dies anders zu lösen.
Mich wundert nur warum der Nadella noch immer nicht gefeuert wurde. Der hat doch von Anfang an nur Mist gebaut.
Schau dir den Aktienkurs der letzten 10 Jahre an. Dann weißt du, warum er nicht gefeuert wurde.
Im Netz macht, seit dem der Artikel durch die Medien geht, die Bezeichnung „Microslop“ die Runde.
Und Satya Nadella mag diese Bezeichnung gar nicht.
Auch auf YouTube gibt es bereits sehr viele Videos dazu.
Also Apple und Linux geht seit 8 Monaten durch die Decke – alleien was ich mitbekommen habe wie viele Privaten Leute Linux – ZorinOS, MINT oder Ubuntu installiren es bereitet mir Freude MS abkotzen zu sehen – natürlich jeuckt das MS erst wenn b2B und GOV umsatteln –
Ich hätte das jetzt eher so eingeordnet, dass Satya Nadella im Grunde nur seine Position verkündete, er werde jede Diskussion um den Sinn der Technologie abwürgen und für veraltet erklären.
Er muss ja voraussetzen, dass die Diskussion eigentlich im Sinne von KI entschieden wurde, die Leute aber noch daran hängen. Ich sah darin auch eine Drohung an die eigenen Mitarbeiter, dass jeder Zweifel fehl am Platz sei und man sich nur noch Gedanken machen solle, wie man KI in den Arbeitsfluss einbinden könne.
Ganz im Sinne von „Roma locuta, causa finita“ (Rom hat gesprochen, der Fall ist erledigt).
Bei Microsoft gilt folgendes Gesetz:
§1: Der Chef hat immer Recht
§2: Sollte er einmal nicht Recht haben, so tritt automatisch §1 in Kraft.
Das die meisten Leute den KI-Mist nicht wollen, sollte Nadella eigentlich wissen.
Er muss nur in die Vergangenheit schauen.
In Office gab es früher „Karl Klammer“, heute würde man KI-Assistent dazu sagen.
Karl Klammer war standardmäßig aktiviert.
Das erste was 95% aller Officenutzer gemacht haben, ist, Karl Klammer zu deaktivieren.
Das Ding hat nur genervt.
Bin eher dafür, dass die bei Microsoft mal das Betriebssystem etwas entschlacken sollten, bevor sie noch mehr Dinge reinklatschen
sehe ich auch so und frage mich immer wieder, wie die Großunternehmen das mit dem Ausrollen von Windows für die Clients hinbekommen. Die wollen da bestimmt nicht das ganze MS Gedöns drauf haben. Ein Betriebssystem für ihre Anwendungen. That´s it. Wahrscheinlich wird ein „golden Master“ – befreit von sämtlichen Schnickschnak – angefertigt und dann verteilt.
Ein Windows IOT ENT LTSC als Normalversion wäre schön. Für die Privatanwender etc. dann meinethalben die Spielwiese. Aber Opt-In für den ganzen Kram wäre m.E. noch zielführender.
Oh ja, davon träume ich schon lange. Vor Allem könnte sie mal wieder der ganze Copilot+ Apps aus dem kumulativen Update entfernen. Die kann man auch separat für unterstützte Systeme verteilen.