Apple streicht Stellen bei Siri, Vision Pro und Gaming-Teams

Apple baut mehrere Teams um und streicht dabei mehr als 200 Stellen. Betroffen sind unter anderem Bereiche rund um Siri, Apple Intelligence, Vision Pro, immersive Videos und Gaming für das Headset. Der Konzern spricht von einer Neuausrichtung einzelner Teams und will Ressourcen stärker auf neue Geräte sowie KI-Funktionen verlagern.

Symbolfoto: unsplash

Mehr als 200 Stellen betroffen

So entfallen rund 100 Stellen in der Vision-Pro-Organisation. Weitere etwa 100 Stellen betreffen Siri- und Softwareteams. Dazu gehört auch der Bereich „Intelligent Systems Experience“. Dieses Team ist innerhalb der Softwareentwicklung für bestimmte KI-Funktionen auf Apple-Geräten zuständig. Apple bestätigte eine Umstrukturierung, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Man richte Teams neu aus, um die besten Nutzererfahrungen zu liefern. Gleichzeitig sollen im Zuge der Änderungen auch neue Rollen entstehen.

Siri AI braucht andere Strukturen

Bei Siri hängt der Umbau mit der kommenden KI-Version des Assistenten zusammen. Siri AI basiert auf einer neuen technischen Architektur und soll stärker mit Apple Intelligence, persönlichen Daten und geräteübergreifenden Funktionen verzahnt werden. Dadurch ändern sich offenbar auch die Anforderungen an die Teams. Apple streicht bestehende Rollen, verteilt Ressourcen neu und schafft gleichzeitig neue Stellen für die überarbeitete Siri-Plattform. Das passt zu Apples aktueller Lage. Siri AI ist eines der wichtigsten Softwareprojekte des Konzerns, gleichzeitig steht Apple hier unter Druck. Der Assistent soll mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 deutlich leistungsfähiger werden und stärker in Richtung KI-Chatbot gehen.

Vision Pro: Weniger Fokus auf Gaming

Deutlich sichtbar ist der Einschnitt auch bei Vision Pro. Apple soll ein Team weitgehend schließen, das sich mit Gaming für das Headset beschäftigt hat. Das ist bemerkenswert, aber nicht überraschend. Vision Pro gilt zwar technisch als aufwendiges Produkt, hat sich wegen Preis, Gewicht und begrenztem Anwendungsfeld aber schwerer getan als viele andere Apple-Geräte. Gerade im Gaming-Bereich konnte das Headset bislang keine breite Dynamik aufbauen. Apple scheint die Ressourcen deshalb stärker in andere Zukunftsprodukte zu verschieben.

Immersive Video wird kleiner gefahren

Auch das Team für immersive Videoinhalte wird verkleinert. Diese Inhalte waren seit dem Start der Vision Pro ein wichtiges Verkaufsargument. Die Produktion ist allerdings teuer und aufwendig. Dafür braucht Apple zahlreiche Mitarbeiter und externe Produktionsteams. Bei einer noch kleinen aktiven Nutzerbasis der Vision Pro wird das wirtschaftlich schnell schwierig. Apple will immersive Videos dem Bericht zufolge nicht komplett aufgeben. Künftig sollen aber weniger Inhalte intern entstehen. Gleichzeitig soll stärker auf externe Produzenten gesetzt werden.

Vision Pro verschwindet nicht

Apple soll den Mitarbeitern zugleich mitgeteilt haben, dass Vision Pro und visionOS nicht eingestellt werden. Das Headset bleibt also Teil der Produktstrategie. Kurzfristig liegt der Fokus aber offenbar woanders. Apple arbeitet zudem angeblich stärker an Smart Glasses, die deutlich leichter und alltagstauglicher ausfallen sollen. Solche Brillen würden allerdings weder immersive Videos noch aufwendige Gaming-Titel in der Form unterstützen, wie es Vision Pro kann.

Apple verschiebt Ressourcen Richtung KI und neue Geräte

Die Stellenstreichungen zeigen weniger einen kompletten Rückzug aus einzelnen Bereichen, sondern eher eine Neuordnung. Siri AI und Apple Intelligence werden für Apple wichtiger. Gleichzeitig muss Vision Pro nach dem teuren Start offenbar mit weniger interner Sonderbehandlung auskommen. Für Apple ist das ein Balanceakt. Der Konzern will seine KI-Plattform beschleunigen, neue Geräte vorbereiten und gleichzeitig verhindern, dass Vision Pro als aufgegebenes Projekt wahrgenommen wird. Die Botschaft ist damit klar: Apple hält an Siri AI, Vision Pro und visionOS fest, setzt intern aber neue Prioritäten.

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