GEEKOM hat mir den A5 Pro 2026 für diesen Test zur Verfügung gestellt. Auf Deskmodder hatten sich zuletzt einige Leser ausdrücklich einen günstigeren PC im Test gewünscht. Genau hier setzt der GEEKOM A5 Pro an: kein High-End-Mini-PC, sondern ein kompaktes Einstiegsgerät, das im Preisbereich um 600 Euro vor allem Office, Homeoffice, Multimedia und leichte kreative Aufgaben abdecken soll. Für wen sich der PC eignet, habe ich für euch herausgefunden.

Kompakt, sauber verarbeitet und unauffällig
Schon beim Auspacken macht der GEEKOM A5 Pro einen guten ersten Eindruck. Das Gerät ist klein, sauber verarbeitet und lässt sich durch seine kompakte Bauform praktisch überall unterbringen. Laut Hersteller misst das Gehäuse nur 112 * 112 * 37 mm und besteht aus Aluminium. Dazu kommt VESA-Unterstützung, was den Mini-PC auch für aufgeräumte Schreibtisch-Setups interessant macht. Im Alltag passt dieser Eindruck dann auch zur Praxis: Die Verarbeitung ist sehr gut, das Gerät wirkt nicht billig und macht auf dem Schreibtisch genau das, was ein Mini-PC in dieser Klasse machen soll.
Ausstattung: sinnvoll für den Alltag
Im Inneren arbeitet ein AMD Ryzen 5 7530U mit 6 Kernen, 12 Threads, bis zu 4,5 GHz Boost-Takt und 15 Watt Standard-TDP. Dazu kommt die integrierte Radeon-Grafik. GEEKOM kombiniert das Gerät in der getesteten Konfiguration mit 16 GB RAM und 1 TB SSD. Außerdem sind Windows 11 Pro, Linux-Support, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2, 2,5G-LAN und Unterstützung für bis zu vier 4K-Monitore mit dabei. Produktives Arbeiten statt maximale Leistung steht hier also im Fokus. Office-Anwendungen, Browser mit vielen Tabs, Mails, Teams- oder Videokonferenzen sowie typische Routineaufgaben liefen im Test ohne Ruckler und ohne Auffälligkeiten. Wer einen kleinen, problemlosen Windows-Rechner für den täglichen Einsatz sucht, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Anschlüsse: Für den Preis absolut ausreichend
Bei den Anschlüssen liefert GEEKOM keine Luxusausstattung, aber genau das, was von diesem Preis erwartet werden kann. Verbaut sind insgesamt sechs USB-Ports, darunter drei USB 3.2 Gen 2 Type-A, zwei USB 3.2 Gen 2 Type-C und ein USB-2.0-Port. Hinzu kommen zweimal HDMI 2.0, ein SD-Kartenleser, ein 3,5-mm-Klinkenanschluss und 2,5 Gbit LAN.
SSD-Leistung und WLAN im Test
Ein Blick auf die SSD-Werte zeigt, dass der kleine Rechner im Alltag nicht an der falschen Stelle spart. Im CrystalDiskMark wurden sequentiell rund 3723 MB/s lesend und 3408 MB/s schreibend erreicht. Auch die Q1T1-Werte mit 2822 MB/s lesend und 2718 MB/s schreibend sind für einen günstigen Mini-PC absolut ausreichend. Programme starten schnell, Windows reagiert direkt und auch größere Datenmengen lassen sich gut bearbeiten.

Im WLAN-Test erreichte das Gerät rund 297,97 Mbit/s Download, 138,42 Mbit/s Upload und 35 ms Latenz. Solche Werte hängen natürlich immer auch von der eigenen Internetleitung und vom Funknetz ab. Die Verbindung lief stabil und ohne Auffälligkeiten. Offiziell setzt GEEKOM beim A5 Pro auf Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2.

Angenehm leise im Betrieb
Sehr positiv ist die Lautstärke. Der Lüfter bleibt auch bei normaler Arbeit wirklich leise und drängt sich nicht in den Vordergrund. GEEKOM bewirbt den A5 Pro mit dem IceBlast-3.0-Kühlsystem und nennt einen Geräuschpegel von unter 30 dB. Solche Herstellerangaben sollte man immer mit etwas Vorsicht lesen, subjektiv passt der Eindruck im Test aber gut.
Office ja, Gaming nur mit Einschränkungen
Man sollte beim GEEKOM A5 Pro die Leistungsklasse realistisch einordnen. Der Ryzen 5 7530U ist ein effizienter 15-Watt-Prozessor für Alltags- und Produktivaufgaben, keine Performance-CPU für aufwendige Workloads. Gleiches gilt für die integrierte Radeon-Grafik. Leichte Bildbearbeitung ist drin, auch ältere oder weniger anspruchsvolle Spiele sind grundsätzlich möglich, aber für modernes Gaming mit hohen Details fehlt dem System schlicht die nötige Grafikleistung. GEEKOM positioniert das Gerät passend dazu eher für Multimedia, Office sowie lockere Spiele wie League of Legends oder CS:GO.
Wer also einen kleinen Rechner für Word, Excel, Browser, Streaming und gelegentliche Bildbearbeitung sucht, ist hier richtig. Wer dagegen ernsthaft spielen oder regelmäßig große Foto- und Videoprojekte bearbeiten will, sollte eher zu höherpreisigen Geräten greifen.
Fazit: Ein gutes Einstiegsgerät zum fairen Preis
Der GEEKOM A5 Pro 2026 ist kein Mini-PC, der mit roher Leistung beeindrucken will. Seine Stärken liegen an anderer Stelle: gute Verarbeitung, kompakter Bauform, leiser Betrieb, alltagstaugliche Ausstattung und eine flotte SSD. Dazu kommt, dass im Test alles sauber, stabil und ohne Probleme lief. Unterm Strich ist der GEEKOM A5 Pro für den aufgerufenen Preis ein gutes Einstiegsgerät. Wer einen günstigen Mini-PC für Office, Homeoffice, Multimedia und leichte Bildbearbeitung sucht, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket. Für Gaming oder aufwändige Foto- und Videobearbeitung ist er nur eingeschränkt geeignet, als kompakter und leiser Alltagsrechner macht er aber einen wirklich guten Job. Mit dem Code „KM5PRO7F“ bekommt ihr den Mini PC nochmal 12 % günstiger. Wenn ihr auf Amazon bestellt, unterstützt ihr unsere Arbeit.
Nie wieder so einen Mini-PC ! Hatte mir 2015 eine BeeBOX von AsRock gekauft. Und habe damals sofort RAM und Speicherplatz auf das maximale aufgerüstet. Eigentlich war das Ding nicht schlecht. Nach nur 4 Jahren wurde das Gerät durch die explodierenden Leistungsanforderungen von W10 bereits total überfordert. Selbst eine vernünftige Linux-Distro und dann sogar COSF überforderten ab 2022 das Gerät. Also habe ich das Kästchen bei Kleinanzeigen verkauft und so steht es seit 2024 im Rheinland, wo eine spezielle Konsolen-Linux-Dstri darauf läuft.
Mein Fazit: habe rund 500 Euro weitgehend sinnfrei verbrannt.
Ein Desktop-PC ist halt daheim weit flexibler, wenn ich da allein an das Aufrüsten bei der CPU denke. Wer allerdings sowieso alle 5 Jahre für eine Büroumgebung neu kauft, für den mag so etwas interessant sein. Wobei dieser Geekom-Mini sowieso nur auf Zen 3 basiert.
hi,
ein ähnliches Angebot , aber 150,- € billiger, erhält man hier mit 32 GB DDR4 RAM
https://acemagic.de/products/am06pro-minipc?
AMD Ryzen™ 7 7730U
32GB DDR4 3200 MHz RAM + 1TB SSD (keine NVM)
Windows 11 PRO
2,5 Gbps adaptiv RJ45 Gigabit Ethernet
1,0 Gbps RJ45 Gigabit Ethernet
2 x USB 3.2 Gen 2 Typ-A
1 x USB 3.2 Gen 2 Typ-C
2 x USB 2.0 Typ-A
WiFi 6, BT 5.2
nur ein Card-Reader fehlt
Wir haben aktuell 20 Industriepanel PCs, die Herbst EOL sein werden, da sie dann 10 Jahre im Einsatz waren. Kostenpunkt pro Panel ca. EUR 2.500,- Wenn ich jetzt auf Mini-PCs mit entsprechender Leistung umstellen würde, käme mich das mit Peripherie über den gleichen Zeitraum etwa identisch teuer zu stehen. Denn die Panel-PCs werden seitens des Herstellers mit unserer ISO bespielt, sind also sofort einsetzbar, wenn sie bei uns eintreffen. So einen Mini-PC müssten wir erst neu installieren, weitere Hardware beschaffen, alles aufbauen und dann nach 5 Jahren das gleiche Spiel wieder.
Folglich sind solche Mini-PCs wirklich nur für den 5-jährigen Einsatz als Office-PC geeignet und finanziell sinnvoll.
Persönlich würde ich sowas auch nicht mehr kaufen. Aktuell habe ich so eine Box mit deutlich mehr Leistung im Keller stehen. Das ist OK, das Ding funktioniert, aber ich komme trotz unzähliger Anschlüsse an die Grenzen. Bei einem herkömmlichen PC hätte ich jetzt mehr Möglichkeiten. Aber der nimmt auch deutlich mehr Platz weg.