Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat Klage gegen die DHL Paket GmbH eingereicht. Auslöser sind neue Packstationen des Logistikunternehmens, die ausschließlich über die Post & DHL App geöffnet werden können. Nach Auffassung der Verbraucherschützer entsteht dadurch ein faktischer Zwang zur Installation der Anwendung. Der Verband argumentiert, dass Empfänger dadurch benachteiligt würden. Wer kein Smartphone besitzt oder die App bewusst nicht nutzen möchte, könne seine Sendung an diesen Automaten nicht abholen.

Neue Packstationen verzichten auf Bildschirm
Der Hintergrund ist eine technische Umstellung bei DHL. Während ältere Packstationen noch über ein integriertes Display und einen Abholcode funktionierten, setzt das Unternehmen bei neueren Anlagen auf ein deutlich vereinfachtes Konzept. Die Geräte kommen ohne Bildschirm aus und lassen sich vollständig über die Smartphone-App steuern. Der Zugang zum Paket erfolgt dabei über Bluetooth und die in der App hinterlegte Sendung. Ohne App bleibt das Fach geschlossen.
Digitalisierung im Paketnetz
Aus Sicht des Unternehmens handelt es sich vor allem um eine technische Weiterentwicklung. Bildschirme, Scanner und Eingabefelder gehören zu den Komponenten, die an klassischen Packstationen besonders störanfällig sind. Durch den Verzicht auf diese Technik werden die Automaten einfacher aufgebaut und lassen sich schneller installieren. Zugleich reduziert sich der Wartungsaufwand. Für ein Logistiknetz mit tausenden Standorten kann das ein relevanter Faktor sein. Hinzu kommt, dass ein großer Teil der Kunden die DHL-App ohnehin nutzt – etwa zur Sendungsverfolgung, zur Paketankündigung oder zur Steuerung von Zustelloptionen.
Alternativen bleiben weiterhin bestehen
Ganz ohne Alternative sind Empfänger dennoch nicht. Pakete können weiterhin an die Haustür geliefert oder an Filialen umgeleitet werden. Auch das neue Postgesetz sieht bereits vor, dass Verbraucher einer Zustellung an rein appgesteuerte Packstationen widersprechen können.
Gericht muss Abwägung treffen
Das zuständige Gericht wird nun klären müssen, ob die App-Pflicht tatsächlich eine unzulässige Einschränkung darstellt – oder ob sie lediglich Teil einer technischen Modernisierung der Paketinfrastruktur ist. Fest steht: Mit der zunehmenden Digitalisierung von Logistikprozessen werden Smartphone-basierte Lösungen immer häufiger zum Standard. Die Frage ist daher weniger, ob solche Systeme kommen – sondern eher, wie viel Wahlfreiheit Nutzer künftig noch haben müssen.
Sowohl bei DHL als auch bei mehreren Lebensmittelketten soll ich gezwungen werden, deren App auf mein nicht vorhandenes Smartphone aufzuspielen. Ich bin damit nicht einverstanden.
Also ich wüsste nicht bei welchem Lebensmittelhändler ohne App nicht einkaufen könnte!
Somit nicht mit der Packstation vergleichbar.
Vinayaka tut sich schwer, die Apps nicht auf dem nicht vorhandenen Smartphone zu installieren.
Der Wille wäre (vielleicht) da, aber das Smartphone definitiv nicht. 😉
Das war mitunter übertrieben, doch;
Man wird zumindest beim Penny, stehts nach der sogenannten Penny-App gefragt. Zusätzlich zu dessen, bekommt nur derjenige Augenscheinlich Rabatte, der eben jene App Installiert und Konfiguriert hat. Auch hier müsste mMn eingegriffen werden.
Penny-App Verbot; jetzt!
Bezüglich DHL;
Den schritt finde ich richtig und wichtig. Und auf der Gegenseite; Kunden die tagtäglich Bestellen und nicht Wissen das sie zu Hause sind, sollten ihre Pakete schon zuvor Umleiten lassen. Vor allem dann, wenn sie kein Ablagevertrag haben und oder nicht wollen, das ein Paket beim Unliebsamen Nachbarn abgegeben wird. Zusätzlich sind so einige Briefkästen weder direkt Zugänglich, korrekt Beschriftet und oder der Zeit entsprechend „passend“ vorhanden. Die Beschriftung betrifft auch so manche Häuser. Nummern sind nicht zum Suchen da!
Mit einem freundlichen Lächeln,
Fred.
und trotzdem kann ich dort ohne App kaufen!
Man kann auch ohne Payback Account kaufen obwohl man damit an der Kasse belästigt wird.
Wenn die bezahlte! Ware in einer Packstation landet und man dann dort ohne App nicht an seine bezahlte! Ware kommt, ist das immer noch was anderes.
Und wiso hat man kein Handy??????
Man kann auch ein Handy haben ohne ein Smartphone zu besitzen.
Das was für uns früher Handys waren nennt man heute nur einfach Feature Phones und im Grunde bieten die alles was ein Mobiltelefon können muss ohne das ganze drumherum.
Ich muss sogar sagen das sich die Geräte allein schon wegen der physischen Tastatur lohnen wenn man wie ich Probleme damit hat auf einem Touchscreen zu schreiben.
weil nicht jeder so einen Mist braucht !!!!!!
Ich habe sogar 2 Handy – aber ebend nur einfache Handys. Die Finger meiner rechten Hand sind seit Jahren etwas defekt und dadurch kann ich u.a. auf Smartphone und Co keine gesteuerten Wisch- und Tippbewegungen realisieren. Übrigens kann ich auch handschriftlich nichts mehr machen. Wenn man sich nun wegen dem App-Wahn-Zwang an die Bundesbehörde mit dem Beauftragten für den Behindertenschutz wendet, dann bekommt man von dort nur die Info, dass diese Behörde nichts machen kann und daher eigentlich total überflüssig ist. So hatte ich u.a. eine mehrjährige unkündbare Geldanlage bei einer Bank, die während der Anlagezeit von Online-Banking per PC komplett auf App umgestellt hat. Mit dem Ergebnis, dass ich nun an meine dort liegenden 99 637 Euro nicht ran komme. Und auch die Bafin kann mir wegen dem App-Wahn nicht helfen.
ZITAT: Sowohl bei DHL als auch bei mehreren Lebensmittelketten soll ich gezwungen werden, deren App auf mein nicht vorhandenes Smartphone aufzuspielen. Ich bin damit nicht einverstanden.
Vinayaka, ich verweigere es auch.
Wer mit der alten DHL-Plastikkarte abholen will (eine schnöde Nummer als Barcode, Sicherheitsfaktor gleich null) der sollte dann auch auf den Versicherungsschutz verzichten.
Aber ja, bin auch dabei es sollte zumindest per SMS-TAN entsperrbar sein für low tech Senioren, das ist einfach fair. Es ist zumindest sicherer als ein Barcode den man nur mit der Nummer selbst beliebig oft generieren/entwenden kann.
Aber da sollen sich andere darüber aufregen
Es geht gar nicht unbedingt um Packstationskunden, sondern um Kunden deren Ware statt an der Haustür abzugeben unerwartet in die Packstation umgeleitet wurde. Man hat dann einen Abholzettel mit Barcode im Briefkasten, nützt einem nur nichts wenn die Ware in einer scannerlosen Packstation landet.
Hier kann man das generell verweigern: https://www.dhl.de/keine_ps-zustellung
„Hiermit widerspreche ich der Zustellung meiner Sendungen in eine App-gesteuerte Packstation. In einer Packstation mit Display oder einer Filiale können meine Sendungen weiterhin hinterlegt werden. *“
DHL verlangt die Angabe einer Email Adresse. Daher ist das Formular nicht nutzbar. Widerspruch geht daher schriftlich an die ladungsfähige Anschrift von DHL.
Den macht man extra für dhl eine neue email
Zum Beispiel die dhl bischen Necken EmailfuerdieDoofenDHLautomaten@web.de 😊😁😂 lach
Einschreiben + Rückschein nicht vergessen,
oder man erstellt sich einfach eine eMail Adresse nur dafür, so schwierig ist das doch nicht.
Ob das so barrierefrei (BFSG) ist , bezweifle ich ein wenig und es kann diskriminierend sein, für die Personengruppen , die die Voraussetzungen nicht erfüllen.
Träum weiter. Du glaubst doch nicht ensthaft6, dass Dir der Bundesbehindertenbeauftragte samt seiner real absolut sinnlosen Behörde auch nur einen Millimeter Hilfe geben kann. Ich habe weiter oben ein Bespiel gepostet.
Ich habe schon vor Jahren meinen DHL Account gekündigt, als die ersten Packstationen per App aufkamen und DHL den Code für die konventionellen Packstation nicht mehr per Email zustellte. Niemals werde ich eine ranzige App von DHL oder anderen Dienstleistern nutzen. Zudem kleistere ich mein schwachbrüstiges und 8 Jahre altes Phone nicht so was zu. Nun muß der Zusteller eben zu mir nach Hause ggf. auch mehrmals. ES ES KA EM, selbst schuld, kein Mitleid.
@mw:
Da wirst du aber lange warten müssen…
Wenn ein Paket einmal im gelben Sarg eingelegt ist, dann geht es höchstens zurück an den Absender.
Hab ich alles mehrfach hinter mir. Ich hab explizit widersprochen Pakete in die App-Box zu legen, aber es wird trotzdem getan. Ein Auftrag zur erneuten Zustellung wird ignoriert.
Was ist das denn für eine dämliche Argumentation seitens der VZBV? Niemand wird gezwungen, sich Pakete an die Packstation schicken zu lassen. Die Alternative ist, die Pakete nach Hause liefern zu lassen. Wer das nicht will, hat eben Pech. Ich kann auch nicht den Supermarkt verklagen, weil er Kartenzahlung anbietet, ich die aber nicht nutzen will, obwohl mir der Supermarkt auch eine alternative Zahlungsmethode anbietet. Das, was die VZBV da macht, ist genau der Unfug, der dafür sorgt, dass Deutschland technologisch vom Rest der Welt abgehängt wird.
Doch mach Sinn, siehe meine Antwort weiter oben!
Haben wir selbst so erlebt, (ggf anderer) Fahrer hatte keinen Bock das wie üblich beim Nachbarn abzugeben und hat es in eine displaylose Packstation geworfen (obwohl in der Nähe auch noch 2 mit Display gewesen wären)
Wir sind kein Packstationskunde und haben auch nichts dorthin bestellt.
Daher https://www.dhl.de/keine_ps-zustellung und Ruhe ist
Siehst du! Auch für solche Fälle gibt es eine Alternative. Würde mich trotzdem nicht wundern, wenn das Gericht zugunsten des VZBV entscheidet.
„Ich kann auch nicht den Supermarkt verklagen, weil er Kartenzahlung anbietet, ich die aber nicht nutzen will, obwohl mir der Supermarkt auch eine alternative Zahlungsmethode anbietet.“
Genau das ist ja der Punkt: DHL bietet bei neuen Packstationen keine Alternative zur App an da sie keinen Bildschirm mehr haben. Die Kritik ist also durchaus berechtigt aber der Vergleich mit einer optionalen Supermarkt App hingt gewaltig.
Lies den zitierten Satz bitte nochmal. Es geht nicht um eine Supermarkt App.
Es geht darum, dass DHL imho ausreichend Möglichkeiten zur Verfügung stellt, um Pakete zu empfangen. Als Verbraucher habe ich folglich die Wahl, wie und wo ich meine Pakete empfangen möchte. Genauso, wie ich im Supermarkt die Wahl habe, wie ich bezahlen möchte. Daher sehe ich hier absolut keine Benachteiligung des Verbrauchers.
Nur weil du keine Benachteiligung sehen willst heißt es nicht das es keine gibt.
Es gibt durchaus genug Orte wo überall Packstationen stehen aber die nächste Filiale etwas weiter weg ist.
Ist man nicht Zuhause und hat auch keinen Nachbarn der für einen Pakete annimmt darf man sich also auf den weiten Weg zur Post machen und die haben dann oft auch noch ungünstige Öffnungszeiten.
Soll man jetzt deiner Meinung nach für jedes Paket Urlaub nehmen oder einfach nichts mehr bestellen?
Das scheint ein typisch deutsches Problem zu sein. Anstatt sich technologieoffen zu zeigen, bringt man das Totschlagargument „Benachteiligung“.
Wenn du einer der wenigen bist, der genau während der Öffnungszeiten der Postfilialen arbeitet und das 6 Tage die Woche, doofe Nachbarn hat, fernab jeglicher Zivilisation wohnst und daher ausschliesslich Pakete über eine Packstation empfangen kannst, dann nimm ein halbwegs aktuelles Smartphone, installier die App und du kannst deine Paket empfangen wann immer es dir lieb ist. Wo ist das Problem? Wo ist da die Benachteiligung? Und komm mir jetzt nicht mit, „Ich habe ein altes Smartphone, das die neuen, displaylosen Packstationen nicht unterstützt, und auch kein Geld, um ein neues zu kaufen.“ Denn wer kein Geld für ein halbwegs aktuelles Smartphone hat, sollte sich überlegen, wieso er Geld hat, um sich Dinge zu bestellen. Auch das potenzielle Argument der Nachhaltigkeit entbehrt jeglicher Realität. Es hat mit Nachhaltigkeit absolut nichts zu tun, wenn man ein uraltes Smartphone benutzt, während seit Jahren tausende Liter Öl in den Golf von Mexico fliessen, weil BP das Loch nicht gestopft kriegt, was sie gebohrt haben. Auch die aktuellen brennenden Ölfelder im Nahen Osten sind sicherlich super für’s Klima. Aber ein altes Smartphone aus Gründen der Nachhaltigkeit zu nutzen, ist dämlich, denn ein altes Smartphone ist vor allem eines: Ein erhebliches Sicherheitsrisiko.
Möglicherweise habe ich ein Feature Phone ohne Android Apps (Die gibt es und sind nicht veraltet) und möchte kein Smartphone kaufen nur um Pakete abholen zu können.
Prima, dass die VZBV endlich einschreitet.
Ich hatte genau das Problem kurz vor Weihnachten.
Laut Sendungsverfolgung nur noch 3 Stopps, dann Ablage in Paketstation, rein App-gesteuert, obwohl ich zu Hause war.
Ich werde die Sch….App niemals installieren, schon gar nicht weil DHL es will.
Habe mich dann schlau gemacht, eine 2. Zustellung nach Hause angefordert und einer Zustellung an eine Paketstation widersprochen ( https://www.dhl.de/keine_ps-zustellung ).
Zudem habe ich mich bei Pollin Elektonik über DHL beschwert. Wenn ich Ware kaufe, kann es doch nicht sein, dass ich evtl. eine App brauche, um sie zu bekommen. Pollin hätte ausdrücklich auf der Website schreiben müssen, dass es erforderlich sein könnte und war nicht Vertragsbestandteil.
Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen sich darauf einzulassen, nur Ich will es nicht.
Übrigens habe ich bei meinen Recherchen gelesen, dass DHL die Fahrer anweist, verstärkt an Paketstationen zu liefern. Erspart denen viel Zeit.
Ich finde es unverschämt von DHL, dass ich der Paketstationszustellung ausdrücklich widersprechen muss, weil ich sonst die unerwünschte Leistung bekomme.
Was genau spricht jetzt gegen die Möglichkeiten, die durch die DHL und Post app eröffnet werden? Insbesondere wenn man aktiver DHL Kunde ist?
Der Zwang zu einer App ist natürlich Bullshit – egal, wo man einkauft, wird man gegängelt, eine Äpp zu installieren.
Andererseits ist es mir noch nie passiert, das DHL ein Paket in die PS zugestellt hat. Hier sind vier DHL Standorte bzw. Shops in Fußweite (<1.000m), in denen die Fahrer, je nach Route, ihre Pakete abliefern, wenn nicht zustellbar.
In die Packstation, die auch in der Nähe ist, wurde noch nie ein Paket gelegt.
PS: Hier große Kreisstadt in Metropolregion Muc.
Die App ist Bestandteil des Paketbeförderungsangebots… wie man das gedanklich trennen kann, verstehe ich nicht
Wenn ich Auto fahren will, zwingt mich auch ein Regelwerk dazu einen Befähigungsnachweis zu erlangen, ohne das es Alternative Lösungen gäbe.
Schließlich muss man seine Pakete nicht durch DHL liefern lassen
Grundsatzfrage. Wenn ich mir durch dritte per DHL was liefern lasse, akzeptiere ich doch zugleich die Bedingungen von DHL? Wie kann ich das nutzen wollen von denen beliefert zu werden, wenn ich mit den Gepflogenheiten nicht einverstanden bin weil ich selbst bestimmte Erfordernisse nicht erfüllen will oder kann?
Finde ich schwierig, hier eine Argumentation für diese Antihaltung zu finden.
Mit der Argumentation könnte der deutsche im internet auch die bezahlung per Bargeld fordern, weil für viele noch immer 1978 ist…
Aus jedem technischen „können“ wird nun mal ein „müssen“
„Wenn ich mir durch dritte per DHL was liefern lasse, akzeptiere ich doch zugleich die Bedingungen von DHL?“
Nur wenn du den Dienstleister auswählen kannst, was oft aber eben nicht der Fall ist also kommt ein Paket mit DHL ohne das man deren Bedingungen zugestimmt hat. Außerdem darf man immer Kritik äußern.
In den AGB wird aber sehr oft definiert, wer liefert… also hat man fernmündlich oder per Klick zugestimmt
Der Konsument ist hier kein Opfer, nur weil er informationsträge, bequem und unflexibel ist, um auf Veränderungen zu reagieren.