Eine Sammelklage in den USA sorgt derzeit für Unruhe rund um WhatsApp. Im Kern geht es um die Frage, wie belastbar die viel zitierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Messengers tatsächlich ist. Die Kläger zweifeln daran, dass private Chats ausschließlich für die beteiligten Gesprächspartner einsehbar sind. Nach ihrer Darstellung soll es innerhalb des Meta-Konzerns Möglichkeiten geben, auf Inhalte zuzugreifen, die offiziell als geschützt gelten. Sollte sich das bestätigen, stünde eines der zentralen Sicherheitsversprechen von WhatsApp infrage.
Vorwurf: Zugriff über konzerninterne Strukturen
Laut Klageschrift seien Nachrichten zwar verschlüsselt gespeichert, die zur Entschlüsselung notwendigen Schlüssel jedoch nicht ausschließlich bei den Nutzern selbst verortet. Stattdessen sollen konzerninterne Prozesse existieren, über die Mitarbeiter Zugriff auf Chatverläufe erhalten können. Genannt werden dabei auch Inhalte, die Nutzer bereits gelöscht haben. Der Zugriff soll nach Darstellung der Kläger ohne größeren zeitlichen Verzug möglich sein. WhatsApp hätte damit faktisch Einsicht in Kommunikation, die nach außen als strikt privat dargestellt wird.
Widerspruch zur bisherigen Kommunikation
Damit geraten die Vorwürfe in direkten Konflikt mit der öffentlichen Position des Unternehmens. WhatsApp betont seit Jahren, selbst keinen Zugriff auf Inhalte privater Chats zu haben. Dieses Narrativ ist fester Bestandteil der Außendarstellung – und spielt auch im Dialog mit Behörden und Datenschutzstellen eine zentrale Rolle. Gerade deshalb wiegt der Vorwurf schwer. Denn ohne eine solche Zusicherung wäre WhatsApp für viele Nutzer kaum von anderen Messengern zu unterscheiden.
Technische Einordnung aus Expertensicht
Der Kryptograf Matthew Green von der Johns-Hopkins-University hat die Anschuldigungen öffentlich eingeordnet. Er hält das beschriebene Szenario grundsätzlich für denkbar, sieht derzeit jedoch keine belastbaren Anhaltspunkte dafür, dass WhatsApp systematisch Hintertüren betreibt. Green verweist darauf, dass WhatsApp auf dem Signal-Protokoll aufsetzt – einem in der Fachwelt gut untersuchten Verschlüsselungsstandard. Zwar ist der vollständige Quellcode der App nicht offen einsehbar, doch auch geschlossene Software lässt sich analysieren. Alte Versionen können untersucht, Netzwerkverbindungen überprüft und ungewöhnliche Datenflüsse identifiziert werden. Ein jahrelanger, verdeckter Zugriff auf Nachrichten würde nach seiner Einschätzung kaum unbemerkt bleiben.
Absolute Sicherheit bleibt eine Illusion
So unbequem es ist: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Nutzer von Messengerdiensten bewegen sich zwangsläufig in einem Spannungsfeld aus Technik und Vertrauen – ganz gleich, ob es um WhatsApp oder andere Anbieter mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geht. Entscheidend ist daher weniger die theoretische Möglichkeit eines Zugriffs als die Frage nach konkreten Belegen. Und genau hier bleibt die Sammelklage bislang vage. Technische Nachweise fehlen, die Argumentation stützt sich vor allem auf Aussagen mutmaßlicher Insider.
Schwere Anschuldigungen, bislang ohne Beweislast
Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, hätte das erhebliche Konsequenzen – nicht nur für WhatsApp, sondern für das Vertrauen in verschlüsselte Messenger insgesamt. Bislang handelt es sich jedoch um Anschuldigungen, denen die technische Substanz fehlt. Für Nutzer ändert sich damit vorerst wenig. Der Fall zeigt jedoch einmal mehr, wie stark digitale Sicherheit letztlich nicht nur von Technik, sondern auch von Vertrauen abhängt.

Endlich mal ein kritischer, sehr gerechtfertiger Beitrag!
Hui.
Da tut sich ja was.
Wird auch weiterhin (vorerst) nichts an der Dominanz von WhatsApp ändern, dafür sind die Strukturen in der Gesellschaft viel zu verkrustet.
Ja da hast du leider recht. Möglicherweise wird die geplante Werbung einige Menschen dazu bewegen sich Alternativen zu suchen.
Aber nur einige Menschen.
Sehr vielen Menschen ist es sogar schlicht egal, ob ein Messenger E2E-Verschlüsselung hat oder nicht.
Ich höre sehr oft ein „ich habe nichts zu verbergen“. Diesen Leuten ist Verschlüsselung etc. völlig egal.
Die würden auch ein Medium nutzen, bei dem alle Nachrichten öffentlich für jedermann einsehbar sind.
Und diese Leute reagieren mit völligem Unverständnis, wenn man wegen Sicherheit o.Ä. den Messenger wechselt.
Und ein Großteil der Nutzer weiß nicht einmal etwas von der E2E-Verschlüsselung, haben davon noch nie gehört oder gelesen.
Und diese Ich hab nix zu verbegren Leute haben evtl. sogar recht! Kommt halt immer darauf an was man über den Messanger publiziert!
Was ich zu verbergen habe läuft garantiert niemals über einen Messanger ganz egal ob offen oder E2E verschlüsselt!
Genauso wie ich für nen Drecksforum sicher kein hochkomplexes PW verbrenne…
Immer schön dem Zweck angepasst!
Du hast völlig recht! Da fällt mir nix mehr dazu ein, denn der Umstand ist in meinen Augen traurig.
Mich interessiert die Verschlüsselung in WhatsApp tatsächlich nicht.
Ich nutze WhatsApp weil alle es nutzen. Und Werbung im Status (die in Europa erstmal nicht kommen wird) würde mich auch nicht stören.
Der klassische Nutzer: Wenn alle von der Brücke springen dann denke ich gar nicht darüber nach und mache mit.
Nein ich nicht ich versuche sie zu retten, das sie nicht springen ich liebe die Menscheit.
Ich bin eigenständig denkend.
Aber ich hab keine Zeit de ganzen Tag darüber nachzudenken wo ich sicher bin, Sicherheits Phobien pflegen, Leute rauswerfen und nerven sie solten Signal und co nemen sonst bin ich weg, oder sind alle doof und blöd weil sie nicht meine Meinung unterstützen.
Jeder soll das einsetzen wo er will, mir ist das sowas von egal.
Wir wurden jahrelang nur verarscht? Das konnte ja niemand kommen sehen…
Ich denke schon dass das sicher ist, sonst würde ja… Suckerberg
Bitte auf möglichen Sarkasmus und Ironie achten.
Hmm ich verwende auch nur WhatsApp, und ich hab sicher so 20 probiert im jahre 2010 und den besten genomen, jetzt hab ich ein paaar Leute und partmerin wo mit WhatsApp schreiben Telegram konto gelöscht. 🤣
Ja ich hab 0 Paranoia, wo ja in DE sehr verbreitet ist angst vor allem neue, und Angst vor technik, und Daten angst.
Und wer Straftaten macht macht das über ein anonyme sim im Handy und sicher nicht über ein messenger.
„Und wer Straftaten macht macht das über ein anonyme sim im Handy und sicher nicht über ein messenger.“
Deswegen werden über WhatsApp auch illegale Geschäfte abgeschlossen mit denen man in Telegramgruppen wirbt.
Mir wurden sogar schon illegale Substanzen angeboten nach denen ich niemals gefragt habe weil ich sowas nicht nehme.
Kenne ich nicht, auch in Telegramm nicht?
Wo treibst. Du dich den rum.
Das einzige was ich oft sa waren halt OF wo da ihre Kanäle hatten oder fakes Damen naja 100% Männer wo immer über Telegramm geredet haben, aber die musste man auch zuerst einladen.
hi,
es gibt, laut Klageschrift, noch keinerlei belastbare Beweise !
Natürlich gibt es keine „absolute“ Sicherheit das es keine „Hintertür“ gibt, aber das gilt für alle Messenger.
deshalb sollte man grundsächlich kein „wichtigen“ Informationen über Messenger versenden.
Hmm Hintertüren Hmm und glaube nicht das sich ein NSA und co für ein nornalo User interessieren, die werde auch nicht dein konto leeren.
Wo sie Zugriff wollen ist natürlich im kriminellen Bereich und da ist es mir sowas von egal man muss ja nicht kriminelles tun.
Man muss auch nicht rechts oder links radikal sein und auch kein punk oder Ultra oder so tja selber schuld.
Hallo, als Hörgeschädigter bleibt ja fast nur WhatsApp übrig, seitdem ICQ & Skype still gelegt wurden. Es geht auch darum, WhatsApp haben 99% meiner Freunde und Familienangehörige. Zu FB & CO bringt mich keiner zurück, zu schlechte Erfahrung gemach.
Gruß Uw58
Es gibt 3 große Faktoren warum auch eine Klage nichts daran ändern wird das WhatsApp der größte Messenger ist und bleibt.
1. Die Macht der Gewohnheit: WA gibt es nun schon seit 2009, das heißt wir nutzen den Dienst schon seit 17 Jahren und wir Menschen mögen grundsätzlich keine Veränderung (Ja es gibt Ausnahmen also ganz ruhig ^^).
2. Gruppenzwang: Da WhatsApp jeder nutzt fühlt man sich dazu gezwungen dies ebenfalls zu tun um nicht allein zu sein.
3. Verlustängste: Wenn man seinen Messenger wechselt hat man Angst Kontakte zu verlieren und ich kann aus eigener Erfahrung sagen das diese Angst durchaus berechtigt ist.
Mein Therapeut sagt mir alle 2 Wochen:
„Man muss sich seinen Ängsten stellen und darf sich nicht an sie klammern.“
Deswegen und wegen der Tatsache das ich jetzt alle verbliebenen Kontakte in einer App erreiche bin ich auf RCS gewechselt.
Der große Vorteil dabei ist das sich niemand für mich eine passende App installieren muss da eine Nachrichten (SMS/RCS) App auf jedem Smartphone zur Grundausstattung gehört und man die ja so oder so benötigt zb. für Bestätigungscodes, Notfallwarnungen, etc. pp.
Ich wünsche euch allen eine schöne Woche und nutzt einfach was euch am Besten gefällt aber lasst euch dabei nicht von Angst und Zwang leiten. Die Welt ist viel schöner wenn man sie frei erleben kann.
Leider hat die SMS die geringste Sicherheit und klassische Messenger mit E2EE die höchste Schutzklasse. RCS macht zwar Fortschritte bei der Verschlüsselung, aber momentan noch nicht das gleiche Maß an Sicherheit und Privatsphäre bietet wie dedizierte Messaging-Apps mit durchgängig implementierter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
So sieht leider unsere schöne IT-Welt aus, vertraut lieber nicht alles euren Messengern an.
Dennoch haben wir fast 2 Jahrzehnte mit SMS überlebt bevor es WhatsApp gab und wir waren zufrieden damit.
Gäbe es wirklich die unüberwachte Kommunikation, dann würde es keine solchen Diskussionen geben.
Ein Chat wo nur der Sender und der Empfänger den Inhalt wissen, dies ist in der heutigen Zeit unmöglich
Dazu haben die Machthaber, Initiatoren viel zu viel Angst. Sie können somit nicht überwachen. Der Aspekt von Terrorismus, Kinderschutz usw. zieht dabei nicth. Dies ist nur ein Vorwand.
Das war ja wieder sowas von klar…
Was verdient der Dienst im Jahr? Gleich das zehnfache
an Strafe und die verantwortlichen in den Steinbruch;
Sandschaufeln in der Sahara, Schneeschippen am Nordpol usw.
Das Problem ist die Gesetzgebung in den USA.
Selbstverständlich kann die NSA alles mitlesen, aber WhatsApp muss es leugnen da die Chefetage sonst in den Knast wandert.
Das einzige Tool dem ich (noch) traue ist Threema. Sobald dort die Server in den EU-Raum verschoben werden (neuer Eigentümer) ist es auch damit aus.