Der Marktforscher TrendForce rechnet für das erste Quartal 2026 mit einem historischen Preissprung bei Arbeitsspeicher und Flash-Speicher. Sowohl DRAM als auch NAND Flash sollen gegenüber dem Vorquartal so stark zulegen wie noch nie zuvor. Ursache ist eine weiter eskalierende Schieflage zwischen Angebot und Nachfrage, die sich insbesondere durch den anhaltenden KI-Boom und den Ausbau von Rechenzentren verschärft.

DRAM: Verdopplung der Preise in Sicht
Besonders drastisch fällt die Prognose für klassischen DRAM aus. TrendForce hebt seine Erwartung für die Quartalssteigerung deutlich an. Statt der zuvor prognostizierten 55 bis 60 Prozent werden nun Preiszuwächse von 90 bis 95 Prozent erwartet. In einzelnen Segmenten, insbesondere bei PC-DRAM, könnten die Preise sogar um mehr als 100 Prozent steigen. Der Hintergrund: Die PC-Auslieferungen im vierten Quartal 2025 lagen über den Erwartungen. Das hat die Lagerbestände vieler Hersteller schneller als geplant schrumpfen lassen. Selbst große OEMs mit langfristig gesicherten Lieferkontingenten berichten inzwischen von Engpässen. In einem klaren Verkäufermarkt steigen die Vertragspreise entsprechend stark an.
Server- und Mobil-DRAM ebenfalls unter Druck
Auch im Serverumfeld spitzt sich die Lage zu. Große Cloud-Anbieter und Serverhersteller in Nordamerika und China verhandeln weiterhin langfristige Lieferverträge, konkurrieren dabei jedoch um begrenzte Produktionskapazitäten. TrendForce erwartet für Server-DRAM ebenfalls einen Preisanstieg von rund 90 Prozent im ersten Quartal 2026 – ein Rekordwert. Ähnlich angespannt zeigt sich die Situation bei mobilen Speichertypen. LPDDR4X und LPDDR5X sollen ebenfalls um rund 90 Prozent zulegen. Während Verträge mit US-Smartphoneherstellern bereits Ende 2025 abgeschlossen wurden, stehen größere Einigungen mit chinesischen Anbietern erst gegen Ende Februar an.
NAND Flash: SSDs werden deutlich teurer
Auch bei NAND Flash korrigiert TrendForce seine Prognose spürbar nach oben. Statt eines Anstiegs von 33 bis 38 Prozent rechnet man nun mit 55 bis 60 Prozent im Quartalsvergleich. Besonders betroffen sind Enterprise-SSDs für Rechenzentren. Seit Ende 2025 haben große Cloud-Anbieter in Nordamerika ihre Bestellungen massiv ausgeweitet. Der steigende Bedarf an leistungsfähigem Speicher für KI-Inference übertrifft laut TrendForce die ursprünglichen Erwartungen deutlich. Da Speicherhersteller parallel Teile ihrer Produktionslinien in Richtung DRAM verlagern, bleibt das NAND-Angebot zusätzlich eingeschränkt. Kurzfristige Entspannung ist nicht in Sicht. Für Enterprise-SSDs prognostiziert TrendForce Preissteigerungen von 53 bis 58 Prozent – ebenfalls ein neuer Rekord.
Auswirkungen bis in den Endkundenmarkt
Die Zahlen deuten darauf hin, dass steigende Speicherpreise 2026 nicht auf Rechenzentren beschränkt bleiben werden. Höhere DRAM- und Flash-Kosten wirken sich mittelbar auf PCs, Notebooks, Serverhardware und perspektivisch auch auf Smartphones aus. Hersteller dürften versuchen, die Mehrkosten zumindest teilweise weiterzugeben.
Klar, Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Ich persönlich empfinde den KI-Boom aber als total sinnlos, da KI zwar sicherlich auch ihre sinnvollen Zwecke hätte, aber ich halt jeden Tag erlebe, wie sie genutzt wird. Auf YouTube spült mir der Algorithmus tagtäglich Videos von irgendwelchen Auto-fahrenden Katzen und anderen Schwachsinn rein. Oder diese eine Freundin von mir, die absolut jeden Mist (inkl. simpelster Volksschul-Mathematik) bei ChatGPT eingibt, anstatt selbst das Hirn einzuschalten oder wenigstens den Taschenrechner zu bemühen.
Und als Ergebnis daraus sind die leidtragenden die Endverbraucher, die plötzlich den 6-fachen Preis für RAM bezahlen sollen. Da fehlt mir leider jegliches Verständnis…
Da bleibt nur eins, nämlich aussitzen. Ich bin mir sicher, dass es zwar dieses Mal eine besonders ausgeprägte Form des „Schweinezyklus“ ist, aber auch diese Phase wird irgendwann ein Ende haben. Es werden neue Kapazitäten geschaffen (das dauert natürlich) und damit wird das Angebot wieder steigen und die Preise letztendlich sinken. Vielleicht nicht auf den Stand von Mitte 2025, aber doch deutlich unterhalb der jetzigen Mondpreise. Vielleicht kann ich dann in 2027/28 meine immer noch ordentlich laufenden „IvyBridge“ und „Haswell“- Systeme aus 2012/13 gegen den Intel Nova Lake tauschen, der dann ja schon am Markt sein sollte.
Übrigens läuft auf meinen Uralt-Systemen Win11 25H2 ohne die geringsten Probleme…