Apple stellt im kommenden Jahr die Weichen für einen spürbaren Kurswechsel. Nach mehreren großen Versionssprüngen, einer vollständig neuen Designsprache und einem stetig wachsenden Funktionspaket rückt mit iOS 27 wieder die Qualität in den Mittelpunkt. Das berichtet Bloomberg-Autor Mark Gurman in seinem aktuellen „Power On“-Newsletter – und bestätigt damit das, was viele Nutzer seit Monaten fordern: weniger Ballast, mehr Sorgfalt.

Nach Jahren des Feature-Drucks setzt Apple auf Entschleunigung
Die vergangenen iOS-Generationen haben Apples Plattformen sichtbar verändert. Mit dem „Liquid Glass“-Design, neuen Systemdiensten und einer Vielzahl an KI-basierten Funktionen wuchs die Komplexität deutlich. Gleichzeitig häuften sich Berichte über fehlerhafte Animationen, instabile Apps, ungewöhnliche Akkulaufzeiten und Ungereimtheiten im Zusammenspiel zwischen iPhone, Mac und iPad.
Apple reagiert nun: iOS 27 soll ein „Snow-Leopard-Update“ werden – also eine Version, die vorrangig Defizite beseitigt, Code entschlackt und das Fundament für kommende Hardware legt. Intern durchforsten Ingenieure laut Gurman derzeit alle Systembereiche, um überflüssige Komponenten abzubauen und Fehler auszumerzen.
Komplett ohne Neuerungen kommt das Update nicht
Wie schon beim historischen OS X Snow Leopard verzichtet Apple nicht vollständig auf neue Funktionen. Besonders im Bereich der künstlichen Intelligenz plant das Unternehmen mehrere Erweiterungen:
- ein neuer KI-gestützter Gesundheitsagent, möglicherweise als Teil eines zukünftigen „Apple Health+“-Abos
- die erste hauseigene KI-Websuche auf iPhone und iPad
- Verbesserungen für Siri, die bereits ab iOS 26.4 starten – basierend auf einer speziell angepassten Version von Google Gemini
Für Apple entsteht damit ein Balanceakt: Einerseits steigt der Druck im KI-Wettbewerb, andererseits soll die Plattform spürbar stabiler werden.
Anpassungen für Unternehmen und internationale Märkte
Neben den KI-Erweiterungen arbeitet Apple an Funktionen, die auf professionelle Anwender und stark wachsende Märkte zugeschnitten sind. Details nennt Gurman nicht, doch traditionell betreffen solche Anpassungen Themen wie Sicherheitsrichtlinien, Gerätemanagement und regionale Dienste.
Parallel dazu sind kleinere Designkorrekturen am Liquid-Glass-Interface geplant. Apple nimmt damit Rückmeldungen der Nutzer auf, die sich seit Einführung der neuen Optik an einigen Stellen mehr Klarheit wünschen.
Warum dieser Kurswechsel jetzt kommt
Mehrere Faktoren spielen zusammen. Zum einen verschiebt Apple mit macOS 27 den Fokus auf die Zukunft, weil das System Intel-Prozessoren und Rosetta endgültig hinter sich lässt. Zum anderen muss die Plattform rechtzeitig bereit sein für neue Gerätekategorien – etwa faltbare iPhones, an denen Apple laut Gurman weiterhin arbeitet.
Ein solides Fundament wird damit wichtiger als eine weitere Welle an Funktionen.
Was Nutzer erwarten dürfen
Wenn Apple die angekündigte Linie konsequent durchzieht, dürfte iOS 27 eines der ruhigsten, aber wichtigsten Updates seit Jahren werden. Nicht die Menge der Neuerungen entscheidet, sondern die spürbare Verlässlichkeit im Alltag. Gerade langjährige iPhone-Nutzer erinnern sich an iOS 12 – eine Version, die das System deutlich glattzog und noch heute als positives Gegenbeispiel gilt.
Bin ja mal gespannt, ob die das wirklich so durchziehen. Ein Qualitätsupdate wäre auf jeden Fall mal notwendig. Selbst auf meinem 17 Pro Max habe ich hin und wieder mal Einbrüche in der Performance.
Auf jeden Fall ist das notwendig. Ich war noch nie so enttäuscht, als ich von 13 Pro Max auf 17 Pro Max gewechselt habe.
Ich habe mit iPhone 4 angefangen, dann auf 6s+ und später auf 13 Pro Max – und jedes Mal war der Wechsel sehr bemerkbar. Nur diesmal nicht.
Und die Performance war noch nie so schlecht mit einem nagelneuen iPhone. Mit iOS 26.1 wurde es ein wenig besser.
Wird immer noch der Apple Browser nur mit einem systemupdate geupdatet????
Wobei Edge canary und Chrome Canary wird auch auf dem iphone meine Haubbrowser sein.
ich will ja das 17 Pro Max und entlich von Android weg.
Leider bestraft Apple die nicht Nutzung von Standart Safari Browser mit extrem höheren Akkuverbrauch.
Und ja die updates für Safari oder allgemein von Standart Programmen ist meist mit den großen Systemupdates verbunden. Es müssen schon wirklich große Bugs sein das sie Apple out of the Box behebt.
Man kann sagen was man will, aber sowas hätte es unter Steve Jobs nicht gegeben. Alleine das Liquid-Glass-Interface hätte er sowie die meisten anderen Neuerungen in der Luft zerrissen.
Apple muss sich sich langsam mal wieder zurück dahin wo man unter Jobs war, Qualität über Funktion und wenn es etwas neues dann so ausgreift das nur selten eine Nacharbeit nötig ist.
Sehe ich genauso, wenngleich imho Tim Cook einen besseren Job macht, als Satya Nadella. Beide Systeme leiden an qualitativen Mängeln, die es unter ihren jeweiligen Vorgängern schlicht nicht gegeben hätte. Bei Windows ist man ja quasi nichts anderes gewohnt bzw. man erwartet ja schon fast, dass es (per Design) kaputt ist (wenngleich das bei Windows 11 echt auf die Spitze getrieben wurde). Aber bei macOS und iOS ist der Qualitätsmangel besonders prekär, denn Apple galt bislang als einfach, schnell und stabil (kann man sich drüber streiten, aber ja). Das war deren propagiertes Alleinstellungsmerkmal.
Da werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Microsofts Windows läuft auf 1000 diversen Hardwarekomponenten, da kann man schon von Design aus das System nicht so gut optimieren.
MacOS läuft auf ein paar Dutzend Geräte, alle von Apple gebaut, da sollte man einfach erwartet dass das OS zu 99.9% Optimiert wurde.
Verstehe aber auch Apple, die läute kaufen es ja so oder so, wieso dann alles Optimieren, 80% reicht doch (Pareto-Prinzip)
Das ist so nicht korrekt.
Apple hat zig Male die Hardwareplattform gewechselt, im Gegensatz zu Windows sämtliche Abwärtskompatibilität über den Haufen geworfen und das mit „Fortschritt“ begründet. Auch Apple verbaut im Prinzip nur Standard-Hardware. Neu sind die M-Prozessoren hinzugekommen. Mehr aber auch nicht. NVMe, RAM, Grafikkarte, … sind alles Standardkomponenten. Da hat Apple rein gar nichts dran entwickelt. Das, was Apple aber gemacht hat, ist die Hardware zu signieren, so dass nur signierte Hardware funktioniert. Ein Mehrwert für den Nutzer entsteht dadurch nicht, denn durch die Signatur wird die Hardware nicht automatisch besser. Apple begründet das damit, dass es sich dabei um aufeinander abgestimmte Komponenten handelt. Auch das ist so aber nicht richtig, denn wenn sie andere Hardware signieren würden, würde die ebenfalls ohne weiteres funktionieren. Apple versucht weiterhin ein geschlossenes System anzubieten. Sollen sie machen, Gibt genug Leute, die das wollen. Aber nur weil bei Apple angeblich alles aufeinander abgestimmt ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es besser, schneller und stabiler funktioniert. Und wenn ich mir dann anschaue, wie oft in den letzten Jahren nachgebssert werden musste und nach wie vor wird, scheint der Grund dafür nicht die perfekt aufeinander abgestimmte Hardware zu sein.
Die Softwarequalität hat bei Apple demnach Einbussen erlitten. Genauso wie bei Microsoft. Und ja, es sind zwei vollkommen unterschiedliche Firmen, die sich doch ähnlicher kaum sein könnten. Der gemeinsame Nenner bei beiden Firmen ist nämlich der Wechsel an der Spitze und die damit verbundenen Änderungen. Das sieht und spürt man bei Apple genauso wie bei Microsoft. Der Unterschied ist aber, dass die Leute von Microsoft gar keine Qualität mehr erwarten. Bei Apple hingegen schon.
Nennt man doch stabilization branch und ist eigentlich was normales oder nicht.
Ja, aber man rollt die Branches vor dem Stabilization Branch normaler Weise nicht produktiv aus. Und wenn, dann in einer kleinen Runde von freiwilligen Testern, die entsprechend Feedback geben. Das ist die Idee hinter den Canary Releases bspw. bei Mozilla und Microsoft, wobei ich nicht das Gefühl habe, dass die Release Branch bei Microsoft wirklich ausreichend getestet und stabil ist. Wenn das Elend jetzt bei Apple auch Einzug erhält, dann gute Nacht.